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| Zwickau (Sachs) Hbf–Falkenstein (Vogtl)
<tr><td valign="top" colspan="2"> Ausschnitt der Streckenkarte Sachsen von 1902 </td></tr><tr><td valign="top">Kursbuchstrecke (DB):</td><td>539</td></tr><tr><td valign="top">Streckennummer:</td><td>6650; sä. ZF</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>35,331 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>1435 mm (Normalspur)</td></tr><tr><td valign="top">Maximale Neigung:</td><td> 18 ‰</td></tr><tr><td valign="top">Minimaler Radius:</td><td>270 m</td></tr><tr><td valign="top">Höchstgeschwindigkeit:</td><td>80 km/h</td></tr>
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Die Bahnstrecke Zwickau–Falkenstein ist eine Nebenbahn in Sachsen, welche ursprünglich durch die private Zwickau-Lengenfeld-Falkensteiner Eisenbahn-Gesellschaft erbaut und betrieben wurde. Sie beginnt in Zwickau und führt über Lengenfeld und Auerbach/Vogtl. nach Falkenstein/Vogtl..
Inhaltsverzeichnis |
Falkenstein besaß schon seit 1865 einen Bahnhof an der Vogtländischen Staatseisenbahn (Herlasgrün–Oelsnitz). Eine neue, direktere Verbindung sollte nun vorrangig dem billigeren Transport der Zwickauer Steinkohle dienen.
Am 11. April 1872 gründete sich die Zwickau-Lengenfeld-Falkensteiner Eisenbahn-Gesellschaft, welche am 8. Juli 1872 die Konzession zum Bau und Betrieb einer Eisenbahn von Zwickau nach Falkenstein erhielt.
Im Frühjahr 1873 begann der Bau der Strecke, die Bausausführung übernahm die Firma „Plessner & Co“ in Berlin. Außer einer großen Brücke über die Göltzsch bei Lengenfeld und einiger tiefer Einschnitte waren keine größeren Kunstbauten nötig. Verzögerungen ergaben sich nur durch die Streit über die Lage einzelner Stationen und den Konkurs der Baugesellschaft. Am 29. November 1875 wurde die Strecke eröffnet.[1]
Allerdings blieben der Einnahmen weit unter den prognostizierten Erlösen. Am 15. Juli 1876 wurde deswegen die Zwickau-Lengenfeld-Falkensteiner Eisenbahn-Gesellschaft an den sächsischen Staat verkauft und die Strecke gehörte fortan zum Netz der Kgl. Sächsischen Staatseisenbahnen.[2]
Am 22. Mai 1966 wurde die bisherige Hauptbahn zur Nebenbahn abgestuft.
In den 1980er Jahren fand eine umfassende Oberbauerneuerung statt, nach der die zulässige Achslast auf der Strecke auf 22 t heraufgesetzt werden konnte. Fortan konnten auch die sowjetischen Großdiesellokomotiven bis Falkenstein verkehren.
Mitte der 1990er Jahre wurde die Strecke als Teilstück der Verbindung Zwickau–Klingenthal durch den Freistaat Sachsen als Pilotprojekt für die Revitalisierung einer stilllegungsgefährdeten Nebenbahn ausgewählt. Nach einer umfassenden Gleiserneuerung in den Jahren 1996/97 konnte die Streckengeschwindigkeit auf 80 km/h angehoben werden. Seit 1997 wird die Strecke von der privaten Vogtlandbahn im Personenverkehr bedient.
Die Strecke folgt zunächst der elektrifizierten Hauptbahn nach Werdau auf deren Nordseite und überquert diese am Ende des Rangierbahnhofes, wo sie sich nach Süden wendet. Nach Unterquerung der Bundesstraße 173 führt sie am Plattenbaugebiet Neuplanitz entlang und tritt langsam in das bewaldete und hügelige Vogtland ein. Sie folgt der als Autobahnzubringer ausgebauten Staatsstraße 293, die sie mehrmals quert und nähert sich der Bundesautobahn 72 an. Nach Unterquerung derselben im folgenden Waldgebiet schlägt die Strecke zunächst wieder ein Gefälle ein, bis sie vor Lengenfeld die Bundesstraße 94 und die Göltzsch überquert. Auf dem Abschnitt bis Rodewisch folgt die Strecke nun der Bundesstraße und dem Fluss an dessen westlichem Talhang. Ab Rodewisch nimmt die Siedlungsdichte des Göltzschtals deutlich zu und von Westen her beginnt sich die Strecke aus Herlasgrün anzunähern, die sich nach etwa sieben Kilometern Parallelverlauf am Endpunkt Falkenstein vereinigt.