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| مملكة البحرين Mamlakat al-Bahrain Königreich Bahrain | |||||
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| Amtssprache | Arabisch | ||||
| Hauptstadt | Manama (al-Manāma) | ||||
| Staatsform | Konstitutionelle Monarchie | ||||
| Staatsoberhaupt | König Hamad bin Isa Al Chalifa | ||||
| Regierungschef | Scheich Chalifa bin Salman Al Chalifa | ||||
| Fläche | 750 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 1.214.705 (2011):[1]
529.446 Bahrainer und 517.368 Ausländer | ||||
| Bevölkerungsdichte | 1.598 Einwohner pro km² | ||||
| Bruttoinlandsprodukt nominal (2009)[2] | 20.214 Mio. US$ (98.) | ||||
| Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner | 19.455 US$ (34.) | ||||
| Human Development Index | 0.801 (39.)[3] | ||||
| Währung | 1 Bahrain-Dinar = 1000 Fils 1 € = 0,49 BHD 1 BHD = 2,03 € (Stand: 16. März 2012) | ||||
| Unabhängigkeit | 15. August 1971 (vom Vereinigten Königreich) | ||||
| Nationalhymne | Bahrainuna | ||||
| Nationalfeiertag | 16. Dezember (Unabhängigkeitstag) | ||||
| Zeitzone | UTC +3 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | BRN | ||||
| Internet-TLD | .bh | ||||
| Telefonvorwahl | +973 | ||||
Das Königreich Bahrain (auch Bahrein, arabisch البحرين, DMG al-Baḥrayn ‚al-Bahrain‘) ist ein aus 33 Inseln bestehender Inselstaat in einer Bucht im Persischen Golf, östlich von Saudi-Arabien und westlich von Katar (ca. 35 km Luftlinie). Mit einer Fläche von rund 750 km² (nach künstlichen Aufspülungen) ist der Archipel nicht einmal so groß wie das Hamburger Stadtgebiet. Der Name Bahrain bedeutet im Arabischen „zwei Meere“. Die Insel besitzt buchstäblich zwei Meere: das Meer, welches die Insel umgibt, und ein Meer von Grundwasser.
Inhaltsverzeichnis |
Die Hauptinsel Bahrain ( 620 km²) hat eine längliche Form von 48 × 16 km. Sie ist ein 30 bis 60 m hohes Kalkplateau und überwiegend von Sanddünen bedeckt. Die Insel ist seit 1986 über eine 25 km lange Brücke, den King Fahd Causeway, mit Saudi-Arabien verbunden. Im Zentrum erhebt sich der Dschabal ad-Duchan (135 m). Im Süden und Südwesten erstrecken sich Sandflächen und Salzsümpfe. Nur der nördliche Küstenbereich ist durch artesische Brunnen und Karstquellen landwirtschaftlich nutzbar. Weitere große Inseln sind Muharraq, Sitra, Amwaj, Hawar und Umm Nasan. Sie sind meist felsig und ragen kaum über den Meeresspiegel hinaus. Die Hauptstadt Manama liegt im Nordosten mit etwa 158.000 Einwohnern; im Westen liegt der Tiefseehafen Mina Salman, der sowohl von den Streitkräften Bahrains als auch von Kreuzfahrtschiffen angelaufen wird.
In vielen Teilen Bahrains wurden seit Anfang des 21. Jahrhunderts umfangreiche Landaufschüttungen begonnen. Die Gesamtfläche aller vorgelagerten Inseln, Halbinseln, neuer Buchten usw. beläuft sich inzwischen auf rund 30 Quadratkilometer, von denen erst ein geringer Teil bebaut wurde. Ziel ist es – analog den künstlichen Flächen in Dubai und Abu Dhabi – wasserumspülte Parzellen zu gewinnen, um sie zu bebauen. Aufgrund der Immobilienkrise von 2009 stehen mittlerweile viele Bauvorhaben still, wie z. B. die drei Twisted Towers bei Seef oder die elf Marina-West-Hochhäuser in Budaiya. Die Hochhäuser stehen im Rohbau. Viele - auch westliche - Investoren verloren ihr Geld.
Bahrain hat feuchtwarmes subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Überwiegend weht ein feuchtheißer Wind aus Nordwesten (Schamal), mitunter auch trockenheißer Südwind (Qaus) aus der Großen Arabischen Wüste. Die Monatsmitteltemperaturen liegen zwischen 17 °C (Januar) und 33,5 °C (Juli), die Niederschläge betragen nur 70 mm.
| Bahrain/Manama | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bahrain/Manama
Quelle: Bahrain Meteorological Service
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Auf der Hauptinsel herrscht bis auf die landwirtschaftliche Zone Wüstenvegetation vor. Die artenarme Tierwelt besteht hauptsächlich aus Eidechsen, Wüstenspringmäusen und Mangusten. Gazellen und Hasen sind nahezu ausgerottet. Bahrains Waldfläche weist weltweit den größten prozentualen Zuwachs auf, und zwar um 14,9 % zwischen 1990 und 2000. Berühmt ist das Naturwunder Schadscharat al-Haya (Tree of Life), ein jahrhundertealter Baum in der Wüste.
Von den 1.214.705 Einwohnern des Inselstaates sind 529.446 Ansässige und 517.368 zugewanderte Ausländer (2008)[1] Laut LMRA (Labour Market Regulatory Authority) waren am 15.3.2012 371.183 Ausländer in Beschäftigungsverhältnissen. Inder führen mit 192.500 Menschen, gefolgt von 71.915 Bangladeshi, 32.443 Pakistani, 21.661 Filipinos, 16.294 Nepalesi, 6470 Ägypter und 5254 Ceylonesen. Im privaten Sektor waren 351.314, Ausländer, 329.165 Männer und 22.149 Frauen beschäftigt. Im ersten Quartal 2011 waren noch 453.661 Ausländer in Bahrain beschäftigt. Die ausländischen Arbeitnehmer hatten 82.000 Abhängige, 33.801 Ehegatten und 49.026 Kinder. 27,5 % der Bahrainer waren 2004 unter 15 Jahre alt. Das Bevölkerungswachstum lag zwischen 1994 und 2004 im Durchschnitt bei 2,4 %, die Lebenserwartung 2004 bei 75 Jahren und der Anteil der städtischen Bevölkerung im selben Jahr bei 90 %. Die größten Städte Bahrains sind (Stand 1. Januar 2011): Al Manāmah/Manama (158.000 Einwohner), Ar-Rifā' al-Gharbi (117.000 Einwohner), Al Muharraq (109.000 Einwohner), Madīnat Hamad (85.000 Einwohner), Ali (66.000 Einwohner), Sitra (42.000 Einwohner), Madīnat 'Īsā (41.000 Einwohner), Al Budayyi' (38.000 Einwohner), Jidd Ḩafş (35.000 Einwohner), Al Mālikiyah (16.000 Einwohner) und Al Hidd (15.000 Einwohner).
Amtssprache ist Arabisch, während Englisch als Bildungs- und Handelssprache weit verbreitet ist. Weitere Sprachen sind Persisch und Urdu.
Der Islam, dem 81,2 % der ansässigen Bevölkerung angehören, ist Staatsreligion. Ein großer Teil dieser Bevölkerung ist aber – anders als in den benachbarten arabischen Staaten, jedoch ebenso wie in der benachbarten saudischen Ostprovinz Asch-Scharqiyya – schiitisch.
Etwa 9 % der Bevölkerung sind Christen,[4] 9,8 % gehören sonstigen Glaubensrichtungen an, vor allem dem Hinduismus. Bahrain ist das einzige arabische Land am Persischen Golf mit einer Synagoge für die jüdische Gemeinde.
Bahrain wurde bereits in prähistorischer Zeit besiedelt. Unter dem Namen Dilmun existierte im 3. Jahrtausend v. Chr. eine blühende Kultur, die aus sumerischen Texten bekannt ist und auf dem Gebiet des heutigen Bahrain vermutet wird. Damals entstand die Stadt Qal'at al-Bahrain. Um 2000 v. Chr. verliefen hier die Handelswege der Sumerer und Babylonier nach Indien. Zeitweise stand die Insel unter kassitischer Herrschaft, ein kassitischer Statthalter ist aus Briefen bekannt. Um 650 v. Chr. eroberten die Assyrer das Land, und im 4. Jh. gliederten es die Sassaniden unter Schapur II. in das Persische Reich ein. Damit verbunden war eine starke persische Einwanderung.
Im Jahr 324 v. Chr., als Alexander der Große mit seinem Heer vom Indus zurückkehrte, landete sein Admiral Androsthenes auf Bahrain. In seinem Werk „Παράπλους τῆς Ινδικῆς“ beschreibt er die Insel Týlos und deren Bewohner. Die Insel dürfte Teil des seleukidischen Reiches geworden sein, und war ab ca. 130 v. Chr. Teil der Charakene, einer Provinz des parthischen Reiches. Mit dem Untergang des Parthischen Reiches wurde Tylos Teil des sassanidischen Reiches.
630 n. Chr. wurde die Insel von den Arabern erobert. Der Islam wurde die vorherrschende Religion. Vom 8. Jh. an übten Bagdad und Damaskus, vom 13. Jh. wieder die Perser die Kontrolle über das Land aus, bis es 1515 portugiesisch wurde.
Im 17. und 18. Jh. kam Bahrain erneut unter persische Oberhoheit, wurde jedoch 1783 unter der arabischen Dynastie Al Chalifa selbständig. Zwar geriet es 1820 durch einen Schutzvertrag mit der britischen Ostindienkompanie wieder in Abhängigkeit; jedoch gaben die Briten dem Land innere Autonomie und Schutz vor persischen und osmanischen Angriffen. Seit 1867 war Bahrain britisches Protektorat.
Im Jahre 1932 begann die BAPCO (Bahrain Petroleum Company) mit der Erdölförderung und brachte den Herrschern des Landes immensen Wohlstand. Bahrain wurde außerdem einer der wichtigsten militärischen Stützpunkte des Vereinigten Königreiches im Nahen Osten.
Scheich Isa bin Salman Al Chalifa erklärte am 14. August 1971 die Unabhängigkeit. Er schloss einen Tag später einen Freundschaftsvertrag mit Großbritannien und erklärte sich zum Emir. Seit 1971 befindet sich auf Bahrain ein US-amerikanischer Luft- und Flottenstützpunkt. Iran hatte bis weit ins 20. Jh. hinein Ansprüche auf Bahrain erhoben und sich dabei auf die einstige persische Herrschaft berufen. Erst im Januar 1970 erkannte das von Schah Mohammad Reza Pahlavi regierte Land die Souveränität des Landes an. Im Februar 1979 wurde diese Vereinbarung wieder rückgängig gemacht; seitdem erhebt Iran erneut Ansprüche auf das Land, dessen Bevölkerung mehrheitlich schiitisch ist. 1973 erhielt Bahrain eine Verfassung und es wurden Parlamentswahlen abgehalten. 1975 wurde die Verfassung ausgesetzt, das Parlament aufgelöst und die absolute Monarchie des Chalifa-Clans proklamiert. Erst 1993 wurde wieder eine Ratsversammlung (Madschlis asch-Schura) eingesetzt. Im Dezember 1998 flogen US-amerikanische Bomberflugzeuge vom Typ B-1 vom Scheich-Isa-Luftwaffenstützpunkt Luftangriffe gegen den Irak. Im März 1999 starb Emir Scheich Isa, woraufhin sein Sohn Scheich Hamad bin Isa die Regierungsgeschäfte übernahm.
Am 14./15. Februar 2001 erfolgte ein Referendum über die sogenannte National Action Charter. Ein Jahr später, am 14. Februar 2002, verkündete der Emir eine neue Verfassung, die unter anderem die Umwandlung in ein Königreich, vor allem aber eine Wiedereinsetzung des seit 1975 nicht mehr einberufenen Parlaments, allerdings in einer modifizierten Ausgestaltung, vorsah.
Seit den Unruhen in der Arabischen Welt, die in Tunesien begonnen hatten, treten seit Februar 2011 auch in Bahrain massive Bürgerproteste gegen die Regierung auf. Dabei gab es mehrere Tote.[5] Die Hintergründe und die Situation im Lande unterscheiden sich hier jedoch von denen in den betroffenen Länder Nordafrikas wesentlich.
In den Protesten vom März 2011 demonstrierte die schiitische Opposition gegen die sunnitische Regierung. Diese ersuchte Saudi-Arabien um Hilfe, das etwa 1.000 Soldaten und 500 Polizisten entsandte [6]. Der Iran protestierte scharf dagegen.
Gemäß der Verfassung von 1973, zuletzt geändert 2002, ist Bahrain eine konstitutionelle Monarchie. Der Islam ist Staatsreligion. Der König ernennt und entlässt die Regierung und hat darüber hinaus das Recht, das Abgeordnetenhaus aufzulösen und Neuwahlen auszuschreiben. Alle Bahrainer im Alter ab 18 Jahren sind wahlberechtigt. Es sind keine Parteien zugelassen.
Das Parlament unterteilt sich in ein Abgeordnetenhaus (Madschlis an-Nuwwab), dessen 40 Mitglieder alle vier Jahre gewählt werden, und eine Ratsversammlung (Madschlis asch-Schura), deren ebenfalls 40 Mitglieder vom König ernannt werden.
Laut Verfassung ist die Schari'a eine der Hauptquellen der Gesetzgebung.[7] Die Rechtsprechung ist unabhängig. Hindus und Christen unterliegen einer modifizierten britischen Rechtsprechung.
Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus vom 24. und 31. Oktober 2002 errang die Liste islamischer Gemeinschaften 19, unabhängige Kandidaten 18 und Liberale drei Sitze. Bei den Parlamentswahlen am 25. November 2006 zog erstmals mit Latifa al-Qaʿud eine Frau als Abgeordnete in das Parlament ein.
Im Jahr 2009 wurde ein fortschrittliches Familiengesetz (Gesetz Nr.19/2009) zur Beschlussfassung im Parlament eingebracht, das die Stärkung der Rechte und die Selbständigkeit der Frau zum Ziel hat.[8] Heftige Proteste der Wefaq-Partei führten jedoch dazu, dass dieses Gesetz nur auf Frauen sunnitischen Glaubens angewendet werden kann. Frauen schiitischen Glaubens unterliegen nach wie vor der schiitischen Rechtsprechung (Jaafari).
Bahrain ist Mitglied der UN, der Arabischen Liga, der OAPEC und des Golfkooperationsrates. Darüber hinaus erachten die Vereinigten Staaten Bahrain als wichtigen Verbündeten und setzen verhältnismäßig großes Vertrauen in die demokratische Entwicklung des Landes.
Bahrain ist seit dem 3. Juli 2002 in fünf Gouvernements eingeteilt. Davor war Bahrain in 12 Gemeindedistrikte unterteilt.
Die gewerbliche bahrainische Wirtschaft wird von öl- und aluminiumexportierenden Industriezweigen dominiert. Zurzeit werden zwei Drittel des Bruttosozialprodukts im Dienstleistungsbereich erwirtschaftet, während Öl und Gas nur noch mit 12 % am BIP beteiligt sind, aber 77 % der gesamten Regierungseinnahmen und damit des Budgets erwirtschaften. Die starke Abhängigkeit vom Erdöl versucht Bahrain durch weitere Umstrukturierung der Wirtschaft und Diversifikation der Industrie zu vermindern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2006 um 7 % gewachsen. Die Landwirtschaft machte einen Anteil von 0,7 % am BIP aus, die Industrie 41 % und die Dienstleistungen 58,5 %. Beschäftigt waren 2001 1 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft, 55 % in der Industrie und 45 % im Dienstleistungssektor. Die Inflation lag 2006 im Durchschnitt bei 2,8 %, die Auslandsverschuldung bei 7 Milliarden US-Dollar.
Auf den wenigen landwirtschaftlich nutzbaren Flächen werden Datteln, Zitrusfrüchte und Gemüse angebaut. In der Viehzucht werden Rinder, Ziegen und Schafe gehalten. Aufgrund der Überfischung im Persischen Golf verliert die Fischereiwirtschaft, die mit traditionellen Daus betrieben wird, an Bedeutung.
Die intensiv genutzten Erdöl- und Erdgasvorkommen werden voraussichtlich im Jahre 2015 erschöpft sein. Seit 2008 wird neues Öl gesucht. Schon heute unternimmt Bahrain unter anderem umfangreiche Experimente zur Fischkultur in ausgebeuteten Bohrlöchern. Hier ist die Region um Hawar Vorreiter. Bahrain besitzt seit 1971 eine Aluminiumfabrik (3 % Weltmarktanteil). Daneben entwickelt sich der Schiffbau zu einer bedeutenden Branche. Drittwichtigster Industriezweig des Landes ist die Textilindustrie. Die Fertigung wird überwiegend in die USA exportiert. Seit April 2007 gibt es in Bahrain eine Autoproduktion von Ruf Automobile.[9] Laut einer Pressemeldung handelt es sich dabei um die erste Automobilproduktion in einem arabischen Land.[10]
Aufgrund der bald erschöpften Ölreserven hat das Land sich ein zweites Standbein durch einen Offshore-Bankensektor geschaffen. Bahrain ist heute eines der wichtigsten Finanzdienstleistungszentren des Nahen Ostens.
Auch der innerarabische Tourismus mit 7 Millionen Besuchern 2006 wird – vor allem wegen des gelockerten Alkoholausschanks und der Nähe zu Saudi-Arabien – ein immer wichtigerer Faktor.
Bahrain besitzt wenige natürliche Badestrände, die zudem sehr abgelegen oder in privater Hand sind. Einige Hotels haben sich jedoch schöne Strände angelegt.
An der abgelegenen Südostspitze der Insel wird seit 2007 das private Urbanisationsprojekt Durrat al Bahrain mit 13 künstlichen Inseln – in den gleichen Formen innen „Fische“ und außen „Kringel“ – und einer Marina für Großboote und Yachten entwickelt. Hier gibt es für insgesamt 7,3 Milliarden US-Dollar Investitionssumme angelegte private und öffentliche Strandabschnitte, Hotels, Villen, Apartmenthäuser, Freizeit-, Ausbildungs-, Veranstaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten. Die Investitionen bedienen in erster Linie an wohlhabende arabische Zweitwohnsitzinhaber und sich dauerhaft ansiedelne Ruheständler.
Siehe auch Sehenswürdigkeiten Bahrains
Bis 1986 war Bahrain nur mit Schiff und Flugzeug erreichbar. Seitdem besteht der King Fahd Causeway als Straßenverbindung über das Meer nach Saudi-Arabien und wird jährlich von bis zu 3 Millionen Fahrzeugen genutzt. Eine weitere Verbindung nach Katar, die Qatar-Bahrain Friendship Bridge, ist geplant; dieses Bauwerk wäre dann die längste Seebrücke der Welt. Der größte Flughafen des Kleinstaates ist der Internationale Flughafen Bahrain auf der Insel al-Muharraq.
Die bisherige Hafenkapazität südlich des Ortes al-Hidd wurde überwiegend für die Verladung von Rohöl benutzt. Da auch in Bahrain dieser Einkommenszweig allmählich zur Neige geht, hat man seit 2005 mit Hochdruck an der Schaffung neuer Hafenkapazitäten gearbeitet. Südöstlich der bestehenden Anlage wurde auf einer aufgeschütteten Halbinsel der neue Hafen Hidd Port gebaut und im März 2009 in Betrieb genommen. Er dient mit einer Kapazität von 1,1 Millionen TEU vor allem dem Containerumschlag und folgt damit ähnlichen Ausbauten wie in Dubai, Abu Dhabi und Katar.
2003 importierte Bahrain vor allem Rohöl, Maschinen und Transportausrüstungen aus Saudi-Arabien, den USA, Frankreich, Deutschland und aus dem Vereinigten Königreich.
Es exportierte vor allem Erdöl und Erdölprodukte nach Saudi-Arabien, in die USA, nach Taiwan, nach Indien, Japan und Südkorea.
Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 5,86 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 5,81 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 0,26 % des BIP.[11]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 5,83 Mrd. US-Dollar oder 30,1 % des BIP.[11]
Aufgrund seiner Wirtschaftslage erhebt der Staat keine Einkommensteuer[12] und Mehrwertsteuer ausschließlich auf Benzinverkäufe,[13] womit das Land zu den so genannten Steueroasen gehört.[14]
Seit 1976 gibt es ein umfassendes Sozialversicherungssystem; die medizinische Versorgung ist kostenlos. Im Jahre 2009 betrugen die Ausgaben für das Gesundheitswesen 10,4 % der Staatsausgaben.[15]
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Koranschulen die einzigen Bildungsstätten auf der Insel. Nach dem 1. Weltkrieg entwickelte sich in Bahrain das öffentliche Bildungswesen unter westlichem Einfluss. 1919 wurde die Al-Hidaya Al-Khalifia School für Jungen in Muharraq eröffnet. Seit 1926 gab es eine zweite öffentliche Schule für Jungen in Manama. Die erste Mädchenschule wurde 1928 in Muharraq eingerichtet.
Der Zugang zum Schulsystem ist heute kostenfrei. Es gibt keine Schulpflicht, jedoch werden die Angebote einer 12-jährigen Schulbildung weitestgehend genutzt.
Staatliche Einrichtungen der höheren Bildung sind die University of Bahrain und das King Abdulaziz University College of Health Sciences. Darüber hinaus gibt es zahlreiche private Trainingsinstitute und Universitäten, die zum Teil als Niederlassung ausländischer Einrichtungen geführt werden.
Durch zahlreiche staatliche Initiativen wurde das Bildungswesen modern und zeitgemäß entwickelt.
Die Arbeitslosenquote konnte von 16% im Jahre 2006 auf 3,6% im Februar 2011 gesenkt werden.[16] Bahrain institutionalisierte als erstes der arabischen Länder im Jahr 2007 Arbeitslosenunterstützung als Teil der Reformen der letzten 10 Jahre. Im ersten Quartal 2011 waren 141.261 Bahrainis in Beschäftigungsverhälnissen angestellt. Das Durchschnittseinkommen der Bahrainis beträgt 449 BD, das aller Angestellten in Bahrain 330 BD (1 BD = ungefähr 2 Euro).[17]
Die Streitkräfte Bahrains (engl. Bahrain Defense Force) bilden die Landesverteidigung. Das etwa 9.000 Soldaten starke Militär setzt sich aus dem Heer, den Luftstreitkräften, der Marine (500 Soldaten), den Luftverteidigungsverbänden und der Königlichen Garde zusammen. Die Verteidigungsausgaben Bahrains betrugen 2004 618 Mio. US-$.
Bahrain ist die Insel der größten prähistorischen Grabstätten der Welt. Tausende Hügelgräber erstrecken sich auf 30 km² entlang der Straßen zwischen den einzelnen Vierteln. Die Anzahl wird auf 170.000 geschätzt.
Die in al-A’ali gefunden Totengrüfte werden als Königsgräber bezeichnet. Beeindruckend ist ihre Größe, teils 40 m im Durchmesser und 24 m hoch.
Die Altstadthäuser Muharraqs gehören zu den ältesten des Landes: Das Haus des Perlenhändlers, Bait as-Siyadi, das ehemalige Herrscherhaus, Bait Isa bin Ali.
Das Al-Dschasra-Haus zeigt recht authentisch ein Bild der Räumlichkeiten, und wie früher ein schlichtes Zuhause aussah.
Das Arad-Fort wurde Ende des 15. Jhd. erbaut und in der Dhau-Werft kann man den Bootsbauern über die Schulter schauen.
Qal'at al-Bahrain (Archäologische Stätte des Forts von Bahrain)ist seit den 50er-Jahren die bedeutendste Ausgrabungsstätte. Hier wurden Tempel freigelegt, die vermutlich aus der Dilmun-Zeit, dem 2. Jahrtausend v. Chr. stammen. Der Barbar-Tempel, der Diraz-Tempel und der Sar-Tempel liegen am nördlichen Ende der Insel.
Etliche Süßwasserquellen befinden sich im Norden Bahrains.
Seit 1976 versucht man im Reservat al-ʿArin, fast ausgestorbene Tiere und Pflanzen zu erhalten. Hier steht auch der Schadscharat al-Haya (Baum des Lebens), ein riesiger Mesquite-Baum, von dem niemand weiß, woher er sein Wasser bezieht. Auch ein kleiner Zoo ist zu besuchen.
In Janabyja ist eine riesige Kamelfarm, die nur von westlichen Touristen besucht werden darf.
Die Formel-1-Strecke lässt sich südlich der Hauptstadt besichtigen.
Besucher aus den Nachbarländern und auch die Einheimischen besuchen gerne die Einkaufszentren in Seef.
Manama ist eine Stadt der Gegensätze, mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite zeigen in der Diplomatic Area Glastürme, Hochhäuser, Bankentempel und Geschäftstreiben die Hauptstadt eines Finanzzentrums. Aber direkt nebenan findet sich das traditionsreiche, orientalische Leben in Vierteln mit Windtürmen und reich verzierten Holzbalken an den Häusern.
Den besten Zutritt in dieses Reich hat man durch das Bahrain-Tor (Bab al-Bahrain). Wer es durchschreitet, befindet sich direkt inmitten des Suqs. Neben duftenden Gewürzen, bunten Stoffen und Naturheilmitteln zieht sich quer durch den Suq die Goldstraße mit ihren glanzvollen Auslagen. Früher lag der Suq direkt an der Küste, doch durch die Gewinnung von Land rückten Häuser und Plätze immer mehr vom Wasser weg. Um den Suq herum findet man einige schöne Kaufmannshäuser, deren Verzierungen den einstigen Reichtum seiner Besitzer zeigen und die die Jahre überlebt haben.
Eines der größten Museen der Golfregion ist das Nationalmuseum im Nordosten Manamas. Neben der Kultur und Geschichte kann der Besucher hautnah das Leben der Bahrainer in einem eigens angelegten Dorf mit Moschee und Basargasse nachvollziehen.
Als Museum für Tradition gibt es seit 1948 das Heritage Center, ein Gebäude aus dem Jahre 1937, das einst den Staatsgerichtshof beherbergte.
Das Haus des Koran, Bait al-Qur’an, zeigt neben Ziergegenständen aus dem Alltag des Islams auch ungewöhnliche Exemplare des Buches (das Kleinste, das Älteste, etc.).
Ein paar Straßen weiter befindet sich das Münzmuseum mit 250 Münzen aus Gold, Silber und Bronze.
Täglich von 9–16 Uhr öffnet die sunnitische Al-Fateh-Moschee auch für Nichtmuslime ihre Pforten, es werden Touren, auch auf Deutsch, angeboten. 2900 m² italienischer Marmor wurden verlegt. Die Minarette sind 70 m hoch; die Moschee bietet Platz für 2000 Menschen im inneren Bereich, sowie 5000 weitere Plätze im äußeren Bereich.
Als Beispiel früherer Architektur zeigt sich die Al-Chamis-Moschee aus dem 8. Jahrhundert.
Seit 2004 findet in Bahrain das Formel-1-Rennen Großer Preis von Bahrain statt.
Die bahrainische Fußballnationalmannschaft ist gemessen an der Größe des Landes eine sehr erfolgreiche Fußballelf. Bei der Asienmeisterschaft 2004 in China erreichte man den vierten Platz nach einer 2:4-Niederlage gegen den Iran im Spiel um den 3. Platz. Bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland erreichte die Mannschaft ihre bisher beste Platzierung im Rahmen dieses Wettbewerbes. Nachdem sie in der letzten Gruppenphase der Asien-Qualifikation stand, erreichte die Mannschaft die Play-offs um die Qualifikation zur WM. Dort verlor sie dann allerdings gegen die Auswahl von Trinidad und Tobago knapp mit einem Gesamtergebnis von 1:2 und verpasste damit die Qualifikation für das Turnier. Auch bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika stand das Team in der letzten Play-Off-Runde und schied gegen Neuseeland nach einem 0:0 zu Hause und einem 0:1 auswärts aus.
Das 30.000 Zuschauer fassende Nationalstadion Bahrain befindet sich in Ali nahe der Hauptstadt Manama und wird zurzeit hauptsächlich als Fußballstadion genutzt.
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking errang der bahrainische Mittelstreckenläufer Rashid Ramzi mit dem Olympiasieg über 1.500 m die erste olympische Goldmedaille für Bahrain. Diese wurde ihm jedoch im November 2009 vom IOC wegen Dopings aberkannt.[18]
Seit der Snooker-Saison 2008/09 findet in Bahrain mit der Bahrain Championship ein Snookerweltranglistenturnier statt.
Bei der Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2011 in Schweden nahm erstmals die bahrainische Nationalmannschaft teil.
47 asiatische Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen:
Afghanistan |
Ägypten1 |
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Aserbaidschan |
Bahrain |
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Brunei |
China, Volksrepublik |
Georgien |
Indien |
Indonesien2 |
Irak |
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Jemen |
Jordanien |
Kambodscha |
Kasachstan3 |
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Malediven |
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Myanmar |
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Osttimor |
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Russland3 |
Saudi-Arabien |
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Sri Lanka |
Südkorea |
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Tadschikistan |
Thailand |
Turkmenistan |
Türkei3 |
Usbekistan |
Vereinigte Arabische Emirate |
Vietnam |
Zypern, Republik
Abhängige Gebiete:
Britisches Territorium im Indischen Ozean (Britisches Überseegebiet) |
Hongkong (SVZ der VR China) |
Kokosinseln (Australisches Außengebiet) |
Macao (SVZ der VR China) |
Weihnachtsinsel (Australisches Außengebiet)
Umstrittene Gebiete:
Abchasien |
Bergkarabach, Republik |
China, Republik (Taiwan) |
Palästinensische Autonomiegebiete |
Südossetien |
Türkische Republik Nordzypern
1 Liegt größtenteils in Afrika. 2 Liegt zum Teil auch in Ozeanien. 3 Liegt zum Teil auch in Europa.
Afghanistan | Ägypten | Albanien | Algerien | Aserbaidschan | Bahrain | Bangladesch | Benin | Brunei | Burkina Faso | Dschibuti | Elfenbeinküste | Gabun | Gambia | Guinea | Guinea-Bissau | Guyana | Indonesien | Iran | Irak | Jemen | Jordanien | Kamerun | Kasachstan | Katar | Kirgisistan | Komoren | Kuwait | Libanon | Libyen | Malaysia | Malediven | Mali | Marokko | Mauretanien | Mosambik | Niger | Nigeria | Oman | Pakistan | Palästinensische Autonomiegebiete | Saudi-Arabien | Senegal | Sierra Leone | Somalia | Sudan | Suriname | Syrien | Tadschikistan | Togo | Tschad | Tunesien | Türkei | Turkmenistan | Uganda | Usbekistan | Vereinigte Arabische Emirate
26.067550.5511111111Koordinaten: 26° N, 51° O