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Barnett Newman (* 29. Januar 1905 in New York; † 4. Juli 1970 ebenda) war ein amerikanischer Maler und Bildhauer. Er war der Vertreter eines meditativen Expressionismus und prägte das Colour Field Painting (Farbfeldmalerei).
Inhaltsverzeichnis |
Newman wurde als Barnett Baruch Newman in New York als Sohn russisch-jüdischer Emigranten geboren. Er studierte 1922 an der „Art Students League“ bei Duncan Smith und John French Sloan sowie 1923 am „City College“ in New York mit Schwerpunkt Philosophie. 1927 erhielt er den Bachelor of Arts. Von 1931 bis 1939 arbeitete er aushilfsweise als Kunstlehrer an New Yorker High Schools, da er bei seinem Examen, das er im Jahre 1942 jedoch bestand, dreimal durchgefallen war. Aktiv wandte sich Newman erst ab 1937 der Malerei zu und wurde 1944/1945 durch seine surreal-kalligrafischen Zeichnungen bekannt. 1948 publizierte Barnett Newman den Aufsatz The Sublime is Now und gründete gemeinsam mit Mark Rothko, William Baziotes, Robert Motherwell und David Hare eine Schule mit dem Namen Subjects of the Artists. Zu dieser Zeit malte Newman vor allem abstrakt-expressionistische Bilder. Siehe auch: Black Paintings. Ab 1948 führte Newman diese (auch Post-Painterly genannte) Abstraktion weiter zur rein strukturell orientierten Hard Edge-Malerei, ähnlich wie wenig später der US-amerikanische Maler und Kunsttheoretiker Ad Reinhardt[1].
Seine erste Einzelausstellung hatte Newman 1950 bei „Betty Parsons“ in New York, nach der er sich allerdings aufgrund der niederschmetternden Kritiken bis 1958 zurückzog, um in einer erneuten Einzelausstellung am „Bennington College“ in Vermond seine Werke wiederum dem Publikum vorzulegen. Im gleichen Jahr beteiligte er sich an der Ausstellung „The New American Painting“ des Museum of Modern Art in New York. In diesen Werken führte er die Reduktion von Form und Farbe ins Extrem, indem er großflächig monochrome Leinwände zeigte, die gelegentlich von kontrastierenden Linien durchzogen wurden. Diesem Stil blieb er bis zu seinem Tod treu, etwa mit seinem letzten Werk Midnight Blue.
Barnett Newman war Teilnehmer der documenta II (1959) und der 4. documenta im Jahr 1968 in Kassel und 1965 der Biennale von São Paulo. 1964 reiste Newman nach Europa und besuchte London, Basel, Colmar, Paris und Charutres. Zwei weitere Europareisen in den Jahren von 1967 bis 1968 führten ihn nach Irland, Frankreich, in die Schweiz, die Niederlande und nach Spanien. Er inspirierte Philosophen wie Jean-François Lyotard und Wolfgang Welsch zur Auseinandersetzung mit seiner Kunst und zur „Re-Animation“ des Erhabenen in der Ästhetik. 1970 starb er dann in New York an den Folgen eines Herzinfarkts.
1982 wurde auf sein Gemälde Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue in der West-Berliner Neuen Nationalgalerie von einem Besucher eingeschlagen und 1997 sein Werk Cathedra im Stedelijk-Museum in Amsterdam mit einem Messer zerschnitten.
Monographien primär
Monographien sekundär
Zeitschriftenartikel
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Newman, Barnett |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Maler und Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 29. Januar 1905 |
| GEBURTSORT | New York City |
| STERBEDATUM | 4. Juli 1970 |
| STERBEORT | New York City |