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| Bauknecht Hausgeräte | |
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| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1919 |
| Sitz | Stuttgart |
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| Mitarbeiter | 1.414 (2010) [1] |
| Umsatz | 505,64 Mio. Euro (2010) [1] |
| Branche | Haushaltsgeräte |
| Website | www.bauknecht.de |
Die Bauknecht Hausgeräte GmbH ist einer der führenden deutschen Hersteller von Hausgeräten. Der ehemalige Stammsitz des Unternehmens war in Schorndorf in Baden-Württemberg, seit 2006 ist er in Stuttgart. Seit 1989 gehört Bauknecht zur Whirlpool Corporation.
Die Firma wurde 1919 von Gottlob Bauknecht in Neckartenzlingen als elektrotechnische Werkstatt gegründet. Erste Bekanntheit erreichte er durch den von ihm entwickelten Einheits-Elektromotor „Landfreund“.[2]
Den Schritt in die Produktion von elektrotechnischen Küchengeräten machte das Unternehmen erst im Nachkriegsdeutschland, angefangen 1948 mit der elektrischen Rührhilfe „Allfix“. 1951 wurde der erste Bauknecht-Kühlschrank produziert, 1958 die erste Waschmaschine, 1964 die erste Geschirrspülmaschine. Am 9. September 1976 verstarb der Firmengründer im Alter von 84 Jahren und hinterließ seinen Söhnen die Geschäftsführung. Aufgrund von verlustträchtigen Auslandsinvestitionen und des Rückzugs der Banken von weiteren Finanzierungszusagen wurde am 13. Mai 1982 Vergleich beantragt. Am 29. Oktober 1982 eröffnete das Amtsgericht Stuttgart den Anschlusskonkurs über das Vermögen von Bauknecht. Am 2. November 1982 unterzeichnete der Konkursverwalter Volker Grub mit der Allgemeinen Deutsche Philips Industrie AG einen Übernahmevertrag.
Seit 1989 gehört die Bauknecht Hausgeräte GmbH zum US-amerikanischen Konzern Whirlpool. Das Werk in Neunkirchen im Saarland entwickelt und produziert seit 1971 Geschirrspüler. Seit 1996 ist auch das europäische Technologiezentrum für Geschirrspüler in Neunkirchen angesiedelt. In Schorndorf befindet sich das globale Entwicklungszentrum für Waschautomaten und Trockner, in dem die großvolumigen Waschmaschinen für den US-Markt produziert werden.
Zu Beginn des Jahres 2012 wird der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG das Werk in Neunkirchen mit 240 der 280 dortigen Mitarbeiter übernehmen, um seine Produktionskapazitäten im Bereich Getriebekomponenten zu erweitern. Die Mitarbeiter, die bislang Geschirrspüler montierten, sollen dort nach Umschulungen künftig Fahrzeuggetriebe fertigen.[3] [4] Gegen Ende 2012 wird auch der Produktionsort Schorndorf geschlossen. 240 der rund 300 in der Waschmaschinenherstellung Beschäftigten sollen vom Schweizer Solarzellenproduzenten Solarcell übernehmen werden. Entwicklung und Einkauf von Bauknecht verbleiben jedoch in Schorndorf.[5] [6]
Der in Deutschland wohlbekannte Werbeslogan „Bauknecht weiß, was Frauen wünschen“ gehört zu den bekanntesten Werbesprüchen im Deutschland der 1950er und 1960er Jahre. Obwohl der Inhalt bereits im Laufe der Frauenemanzipations-Bewegung der 1970er Jahre als Bevormundung empfunden wurde, wurde er erst nach über fünf Jahrzehnten im Jahr 2004 fallengelassen, als er für die Marktforscher messbar unpopuläre Züge annahm. Ersetzt wurde der Slogan durch „Heute leben“.[7]