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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Kassel | |
| Höhe: | 210 m ü. NN | |
| Fläche: | 38,27 km² | |
| Einwohner: |
27.642 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 722 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 34225 | |
| Vorwahlen: | 0561, 05601, 05665 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KS | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 33 003 | |
| LOCODE: | DE BTL | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 14 34225 Baunatal | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Manfred Schaub (SPD) | |
| Lage der Stadt Baunatal im Landkreis Kassel | ||
Baunatal (benannt nach der Bauna) ist eine Mittelstadt im Landkreis Kassel in Nordhessen in Deutschland. Sie entstand am 1. Januar 1964 durch den Zusammenschluss der ehemals selbständigen Gemeinden Altenbauna, Altenritte, Kirchbauna, Großenritte, Hertingshausen, Rengershausen und Guntershausen als Folge der Ansiedlung eines Werkes der Volkswagen AG im Jahre 1957.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt direkt südlich von Kassel und westlich des Tales der Fulda. Westen und Nordwesten des Gemeindegebietes gehen über in das Habichtswälder Bergland (Naturpark Habichtswald) mit dem Höhenzug Langenberg (Westen) und dem Baunsberg (413,4 m ü. NN) im Norden, einem Südausläufer des Hohen Habichtswaldes, an dessen West-, Süd- und Osthängen sich die bewohnten Ortsteile ausbreiten. Von Nordwesten nach Südosten wird der Ort von der namensgebenden Bauna durchflossen, die beim Stadtteil Guntershausen von links in die von Süden kommende Fulda mündet; unweit süd-südwestlich dieser Einmündung mündet bei Edermünde-Grifte die Eder in die Fulda. Im Baunataler Stadtgebiet münden in die Bauna von Westen kommend die Lützel und die Leisel. Etwa nordwestlich des Stadtteils Altenritte befindet sich an der Bauna für den städtischen Hochwasserschutz der Polder Schefferfeld.
Baunatal liegt an den Bundesautobahnen A7, A44 und A49, mit dem Bus und Straßenbahn ist eine Anbindung an Kassel (über die ehemalige Bahnstrecke Kassel–Naumburg) sichergestellt. Die Ortsteile Rengershausen und Guntershausen haben Bahnhöfe. Hier halten neben Regionalzügen auch die Züge der RegioTram Kassel mit Anschluss an die Main-Weser-Bahn und der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn. Der Bahnhof Baunatal-Guntershausen, ein Keilbahnhof, stammt noch aus der Anfangszeit der Bahn. Das Empfangsgebäude wurde nach einem Entwurf von Julius Eugen Ruhl erbaut, dem ersten Generaldirektor, der die kurhessischen Staatseisenbahnen errichtete.
Die Stadt Baunatal ist ein Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Gemeinden Altenbauna, Altenritte, Großenritte, Guntershausen, Hertingshausen, Kirchbauna und Rengershausen.
Das Volkswagenwerk Kassel siedelte sich 1957 auf dem ehemaligen Gelände der Henschel Flugmotorenbau GmbH im jetzigen Stadtteil Altenbauna an. Schon 1959 begann Volkswagen mit der Produktion, bereits ein Jahr später arbeiteten über 6.000 Menschen im neuen VW-Werk.
Durch diese rasante Entwicklung in der Gemeinde Altenbauna war es wichtig, neue Kooperationen einzugehen, da durch die Werksansiedlung auch ein verstärkter Zuzug zu verzeichnen war. Dies bedeutete, dass eine entsprechende Wohninfrastruktur geschaffen werden musste. So entstand durch den Zusammenschluss der ehemals selbständigen Gemeinden Altenbauna, Altenritte und Kirchbauna am 1. Januar 1964 die damalige Gemeinde Baunatal.
Am 1. Juli 1966 schlossen sich dann die Gemeinden Baunatal und Großenritte zusammen. Außerdem verlieh die hessische Landesregierung dieser neu gebildeten Kommune die Stadtrechte. Die Urkunde wurde vom damaligen hessischen Innenminister Heinrich Schneider überbracht. Damit war die Stadt Baunatal geboren. Erster Bürgermeister wird Horst Werner. Zu diesem Zeitpunkt hatte die „neue“ Stadt Baunatal bereits 11.705 Einwohner. Im VW-Werk arbeiteten zu diesem Zeitpunkt bereits über 13.400 Menschen.
Am 1. Oktober 1971 schloss sich die Gemeinde Hertingshausen der Stadt Baunatal an. Am 1. August 1972 schließlich folgte noch die Gemeinde Buchenhagen, die von den ehemals selbständigen Gemeinden Guntershausen und Rengershausen gebildet worden war. Die Stadt Baunatal hatte nunmehr 19.300 Einwohner. Zurzeit (im Jahr 2010) ist Baunatal eine Stadt mit 27.938 Einwohnern.[2]
Baunatal grenzt im Norden an die Gemeinde Schauenburg (Landkreis Kassel) und die kreisfreie Stadt Kassel, im Osten an die Gemeinde Fuldabrück (Landkreis Kassel), im Südosten an die Gemeinde Guxhagen, sowie im Süden an die Gemeinde Edermünde und Westen an die Kleinstadt Niedenstein (alle drei im Schwalm-Eder-Kreis).
Vor der Reformation gehörte Baunatal ebenso wie Kassel dem Erzbistum Mainz an.
Heute ist der überwiegende Teil der Bevölkerung evangelisch. Es existiert neben acht evangelischen auch eine katholische Kirchengemeinde, nachdem den Katholiken im 18. Jahrhundert wieder erlaubt wurde, Gottesdienste zu halten.
Daneben gibt es auch jeweils eine baptistische, eine selbstständige evangelisch-lutherische, eine neuapostolische Kirchengemeinde und eine Gemeinde der Zeugen Jehovas sowie einen buddhistischen Glaubenskreis.
Der Magistrat [3] der Stadt Baunatal besteht zur Zeit aus zehn ehrenamtlichen Stadträten sowie aus der hauptamtlichen Ersten Stadträtin und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Den Vorsitz im Magistrat führt der Bürgermeister Manfred Schaub seit dem 1. Juni 2005. Erste Stadträtin der Stadt Baunatal ist Silke Engler-Kurz (SPD).
Die ehrenamtlichen Stadträte werden auf die Dauer von fünf Jahren gewählt. Die SPD stellt seit der Kommunalwahl 2011 sechs ehrenamtliche Stadträte, die CDU zwei Stadträte und die Grünen Bündnis 90/Die Grünen zwei Stadträte. Der Bürgermeister wird von der Bevölkerung der Stadt Baunatal für die Dauer von sechs Jahren gewählt.
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[4]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 63,2 | 28 | 64,2 | 29 | 62,2 | 28 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 21,2 | 10 | 28,6 | 13 | 26,4 | 12 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 13,6 | 6 | 3,0 | 1 | 7,1 | 3 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 2,1 | 1 | 4,2 | 2 | 4,3 | 2 |
| Gesamt | 100,0 | 45 | 100,0 | 45 | 100,0 | 45 | |
| Wahlbeteiligung in % | 49,8 | 42,9 | 53,1 | ||||
Die Bürgermeister der Stadt Baunatal seit dem 1. Juli 1966:
Baunatal ist die Partnerstadt von:[5]
In San Sebastián de los Reyes gibt es zu Ehren der deutschen Partnerstadt eine Avenida de Baunatal. Diese wurde 2007 Namensgeberin einer Station auf der damals nach San Sebastián verlängerten U-Bahnlinie 10 der Metro Madrid. Wie in romanischsprachigen Ländern üblich, wird im Stationsnamen der Zusatz Avenida weggelassen, so dass der Bahnhof schlicht Baunatal heißt. Der Name der nordhessischen Stadt findet sich deshalb, als einziger Stationsname mit deutschem Bezug, auf Tausenden überall in Madrid und in sämtlichen Metrozügen aushängenden Informationsmedien.
Das Stadtmuseum befindet sich im Mühlenweg 4 in Baunatal-Altenritte. Das Museum vermittelt Einblicke in die Geschichte Baunatals im 20. Jahrhundert mit den Schwerpunkten: Bau der ersten Eisenbahnen – Ansiedlung des Rüstungsbetriebes Henschel Flugmotorenbau GmbH – Dorfalltag in der Zeit des Nationalsozialismus – Beschäftigung von Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg in der Industrie und der Landwirtschaft – Ansiedlung des Volkswagenwerkes ab 1957, heute der größte Industriebetrieb in Nordhessen – Gründung der Stadt Baunatal am 1. Juli 1966 mit der städtebaulichen Entwicklung zu einem modernen Gemeinwesen. Ein Film zeigt den Besucherinnen und Besuchern das heutige Baunatal als eine junge, fortschrittliche Stadt im Grünen.
Das Heimatmuseum befindet sich in der Ritterstraße 1 in Baunatal-Altenritte. Das Museum zeigt die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen in den agrarisch-handwerklich geprägten Dörfern des Baunatales von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre. Vorgestellt werden die Gegenstände aus dem Alltag klein- und unterbäuerlicher Schichten sowie aus dem Landhandwerk. Im 1. Obergeschoss vermitteln ein Wohnschlafzimmer, eine Küche und eine Diele die damaligen Wohnverhältnisse. Exemplarisch für das Landhandwerk ist die im Untergeschoss eingerichtete Schmiede ausgestattet mit alten Maschinen und Werkzeugen. Die Schuhmacherwerkstatt und die Tischler- und Drechsler-Werkstatt ergänzen das Bild des dörflichen Handwerks aus einer Zeit, als die Schuhe und das Mobiliar noch von Hand gefertigt wurden. Die Webstube ist mit einem Handwebstuhl und Gerätschaften, die zur Flachsverarbeitung benötigt wurden, ausgestattet.
Der Geburtsort der Märchenerzählerin Dorothea Viehmann (geborene Katharina Dorothea Pierson, * 8. November 1755 in Rengershausen) ist Teil der Deutschen Märchenstraße. Sie ist eine der wichtigsten Quellen der Märchensammlung der Brüder Grimm. Ihre Märchenerzählungen veröffentlichten die zwei Brüder vor allem im zweiten Band ihrer Kinder- und Hausmärchen.
Der Hünstein im Stadtteil Baunatal-Großenritte ist ein Kulturdenkmal in Nordhessen. Der Menhir aus Quarzit war das Zentrum einer rituellen Versammlungsstätte aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr.
Der größte Betrieb der Stadt und der gesamten Region Nordhessen ist ein Volkswagenwerk und produziert jährlich 3 Mio. Schalt- und Automatikgetriebe. Die Leichtmetallgetriebegehäuse werden in eigenen Umschmelzanlagen und Druckgussmaschinen hergestellt. Daneben werden Abgasanlagen mit Katalysator, Dieselpartikelfilter sowie Pressteile von ca. 13.000 Mitarbeitern gefertigt. Darüber hinaus haben sich viele Zulieferer für VW und Speditionen in Baunatal angesiedelt. Zudem ist Baunatal Hauptsitz der Volkswagen Original Teile Logistik und verzeichnet aktuell fünf Original Teile Center mit 2.500 der 13.000 VW-Mitarbeitern.
Baunatal ist weiterhin der Standort der Hütt-Brauerei.
Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Oberweser | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wahlsburg | Wolfhagen | Zierenberg
Gemeindefreie Gebiete
Gutsbezirk Reinhardswald