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Die Bauwirtschaft (auch Baugewerbe) ist ein Wirtschaftszweig, der Planungs- und Ausführungsleistungen aller Art erbringt, die zur Errichtung von Bauwerken dienen. Maßgeblicher Träger der Bauwirtschaft sind Bauunternehmen verschiedener Gewerke. Nicht Teil der Bauwirtschaft sind die Baustoffindustrie, Baubehörden und Bauforschungsinstitute sowie Bauträgergesellschaften.
Inhaltsverzeichnis |
Die nachstehende Einteilung ist für statistische Zwecke durch eine EU-Verordnung 1993 abgelöst worden, wird jedoch vielfach noch heute verwendet und wird in verschiedenen deutschen gesetzlichen Bestimmungen weiterhin verwendet. Die amtliche Statistik unterteilte die Bauwirtschaft in folgende Gruppen:
Die oben genannte Einteilung ist seit 1993 im Zuge der Systematisierung von Wirtschaftszweigen auf europäischer Ebene neu gegliedert worden. Die für die Bauwirtschaft relevante Kategorie (Vorziffer 45) besitzt fünf Abteilungen. Folgende Abteilungen sind in der Verordnung aufgeführt:
In Deutschland wird die Bauwirtschaft außerdem unterteilt in das Baugewerbe (handwerkliche Betriebe, die Mitglied der Handwerkskammer sind), und die Bauindustrie (mittelständische und große Unternehmen, die Mitglied der Industrie- und Handelskammer sind).
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie ist der Interessenvertreter und Arbeitgeberverband der Bauindustrie. Die Interessen der baugewerblichen Unternehmen werden durch den Zentralverband des Deutschen Baugewerbes wahrgenommen.
Die Interessen der Arbeitnehmer werden, für Industrie und Handwerk von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Frankfurt am Main wahrgenommen.
1986 wurde der Arbeitskreis der Professoren für Bauwirtschaft, Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik (BBB) an den deutschsprachigen Technischen Universitäten und Technischen Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Professor Dr.-Ing. Claus Jürgen Diederichs gegründet. Er leitete den Arbeitskreis bis 2004.