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Der Beitrittsvertrag 2003 ist ein Vertrag zwischen der EuropĂ€ischen Union und den zehn LĂ€ndern Tschechien, Estland, Republik Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien, Slowakei ĂŒber den Beitritt dieser LĂ€nder zur EU. Gleichzeitig Ă€nderte der Vertrag einige Bestimmungen, die ursprĂŒnglich durch den Vertrag von Nizza festgelegt worden waren.
Der Beitrittsvertrag 2003[1] wurde am 16. April 2003 an der antiken Agora in Athen von den Staats- und Regierungschefs sowie den AuĂenministern der EU-Mitgliedstaaten und den Vertretern der zehn BeitrittslĂ€nder unterzeichnet und wurde zusammen mit den anderen BeschlĂŒssen zur Erweiterung am 23. September 2003 im Amtsblatt der EuropĂ€ischen Union veröffentlicht.[2] Er gilt als monströses Vertragswerk mit insgesamt ca. 5000 Seiten[3] und umfasst auĂer dem eigentlichen Vertrag die EinzelvertrĂ€ge mit den BetrittslĂ€ndern, Ăbergangsbestimmungen und viele weitere Abkommen.
Er trat am 1. Mai 2004 in Kraft und baute auf dem Vertrag von Nizza auf, der die EU-Erweiterung 2004 vorbereitet hatte. Der Beschluss zur Erweiterung war â nach ĂŒber zehnjĂ€hrigen Beitrittsvorbereitungen bereits im Dezember 2002 in Kopenhagen endgĂŒltig gefasst worden. Unter anderem einigten sich die Mitgliedstaaten mit den BeitrittslĂ€ndern auf ein Finanzpaket fĂŒr die ersten Jahre nach der Erweiterung.
Der Titel des Hauptvertrags lautet:[4] Vertrag zwischen dem Königreich Belgien, dem Königreich DĂ€nemark, der Bundesrepublik Deutschland, der Hellenischen Republik, dem Königreich Spanien, der Französischen Republik, Irland, der Italienischen Republik, dem GroĂherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande, der Republik Ăsterreich, der Portugiesischen Republik, der Republik Finnland, dem Königreich Schweden, dem Vereinigten Königreich GroĂbritannien und Nordirland (Mitgliedstaaten Der EuropĂ€ischen Union) und der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien, der Slowakischen Republik ĂŒber den Beitritt der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik zur EuropĂ€ischen Union.
Der Vertrag selbst enthĂ€lt die Namen und Unterschriften aller 25 Vertragspartner und hĂ€lt den Grundsatz der Erweiterung um die zehn neuen Mitgliedstaaten fest. FĂŒr die Aufnahmebedingungen und die erforderlichen Anpassungen der EU-VertrĂ€ge verweist der Vertrag auf die separate Akte, die Bestandteil des Vertrags wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Unter Beitrittsdokumenten bzw. dem Begriff "Dokumente betreffend den Beitritt (...)" versteht das Amtsblatt der EuropĂ€ischen Union "die Gesamtheit derjenigen Rechtsakte, die nach den Beitrittsvorschriften und der bisherigen Beitrittspraxis[5] fĂŒr einen Beitritt unabdingbar sind".[6]
Der Beitritt 2003 umfasst daher:[7]
Der Ausdruck Beitrittsdokumente ist daher umfassender als der des Beitrittsvertrages.
Dieses Beitrittsabkommen besteht laut Schlussakte[17] aus vier Teilen:
Ein groĂer Teil der Texte befasste sich mit den Ăbergangsfristen und den Finanzhilfen fĂŒr die BeitrittslĂ€nder. Aber auch allgemeine, teilweise bereits im Vertrag von Nizza festgelegten Bestimmungen berĂŒhrten den Erweiterungsvertrag. So wurde beispielsweise in den Ăbergangbestimmungen das Datum der EinfĂŒhrung der neuen Doppelten Mehrheit im Rat der EuropĂ€ischen Union vom 1. Januar 2005 auf den 1. November 2004 verschoben.
| Unterz. In Kraft Vertrag |
1948 1948 BrĂŒsseler Pakt |
1951 1952 Paris |
1954 1955 Pariser VertrÀge |
1957 1958 Rom |
1965 1967 Fusions- vertrag |
1986 1987 Einheitliche EuropÀische Akte |
1992 1993 Maastricht |
1997 1999 Amsterdam |
2001 2003 Nizza |
2007 2009 Lissabon |
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| EuropÀische Gemeinschaften | Drei SÀulen der EuropÀischen Union | |||||||||||||||||||
| EuropĂ€ische Atomgemeinschaft (EURATOM) | â | â | ||||||||||||||||||
| EuropĂ€ische Gemeinschaft fĂŒr Kohle und Stahl (EGKS) | Vertrag 2002 ausgelaufen | EuropĂ€ische Union (EU) | ||||||||||||||||||
| EuropÀische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) | EuropÀische Gemeinschaft (EG) | |||||||||||||||||||
| â | Justiz und Inneres (JI) | |||||||||||||||||||
| Polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (PJZS) | â | |||||||||||||||||||
| EuropĂ€ische Politische Zusammenarbeit (EPZ) | â | Gemeinsame AuĂen- und Sicherheitspolitik (GASP) | â | |||||||||||||||||
| MilitĂ€rbĂŒndnis | WesteuropĂ€ische Union (WEU) | |||||||||||||||||||
| Vertrag 2010 beendet | ||||||||||||||||||||
Geltende VertrĂ€ge: Vertrag ĂŒber die EuropĂ€ische Union | Vertrag ĂŒber die Arbeitsweise der EuropĂ€ischen Union | Euratom-Vertrag
GrĂŒndungs- und ĂnderungsvertrĂ€ge: EGKS-Vertrag (1951) | EWG-Vertrag (1957) | Euratom-Vertrag (1957) | Fusionsvertrag (1965) | Erster Finanzvertrag (1970) | Zweiter Finanzvertrag (1975) | Einheitliche EuropĂ€ische Akte (1986) | Vertrag von Maastricht (1992) | Vertrag von Amsterdam (1997) | Vertrag von Nizza (2001) | Vertrag von Lissabon (2007)
Beitritts- und AustrittsvertrÀge: 1972 | 1979 | Grönland-Vertrag (1984) | 1985 | 1994 | 2003 | 2005
Abgelehnte VertrĂ€ge: EVG-Vertrag (1952) | Vertrag ĂŒber eine Verfassung fĂŒr Europa (2004)