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| Stadt
Belgorod
Белгород
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| Liste der Städte in Russland | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Belgorod (russisch Белгород für Weiße Stadt, auch Bjelgorod; ukrainisch Білгород/Bilhorod) ist eine Stadt in Russland in der Oblast Belgorod nahe der ukrainischen Grenze. Belgorod hat 356.426 Einwohner (2010).[1]
| Belgorod | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt am Oberlauf des Sewerski Donez, rund 570 Kilometer südlich von Moskau, etwa auf halber Strecke zwischen Charkiw (Ukraine) und Kursk (Russland). Sie erhielt ihren Namen von den Kalk- und Kreidefelsen, an denen sie gebaut ist.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis auf ein Wehrdorf zurück, das gegen die Eroberer aus Asien errichtet wurde. Eine Festung bildete hier das militärische Zentrum des Erdwalls an der Südgrenze, an dem das Tatarenheer von Dschingis Khan zunächst aufgehalten worden sein soll. Später bildete die Belgorod-Linie von der Wolga über Woronesch am Don bis in die Ostukraine eine russische Verteidigungslinie gegen die Tataren. Der Bau der Eisenbahnlinie Kursk–Charkiw (1869) beflügelte dann auch die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt deutlich.
Von 1918 bis 1919 gehörte Belgorod zur unabhängigen Ukrainischen Volksrepublik (UNR) und so 1918 vorübergehend dem Hetmanat an, einem deutschen Marionettenstaat unter Skoropadskyj.
Vom 25. Oktober 1941 bis zum 22. August 1943 war die Stadt von der deutschen Wehrmacht besetzt. Obwohl die Stadt zur Ukraine gehörte, war die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ethnische Russen. Vor dem Einmarsch der Deutschen waren viele Einwohner nach Osten geflohen, so dass die Stadt nur noch ca. 20.000 Einwohner hatte. Ab 1942 wurden tausende verbliebene Einwohner im arbeitsfähigen Alter nach Deutschland verschleppt. Am 5. Februar 1942 gelang es ukrainischen Partisanen, die Stadt kurzzeitig zurückzuerobern. Im August 1943 war Belgorod erneut Schauplatz heftiger Kämpfe. Die Stadt wurde zu über 90 % zerstört. Zur Zeit der Befreiung lebten in Belgorod weniger als 700 Menschen.
1954 wurde Belgorod zur Hauptstadt der neu gebildeten Oblast Belgorod.
Heute ist die Stadt Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Region und Sitz eines Erzbischofs.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1897 | 26.564 |
| 1959 | 72.278 |
| 1970 | 151.336 |
| 1979 | 239.814 |
| 1989 | 300.408 |
| 2002 | 337.030 |
| 2010 | 356.426 |
Anmerkung: Volkszählungsdaten
| Stadtkreis (Gorodskoi Okrug) |
Russischer Name | Einwohner 1. Januar 2006 |
|---|---|---|
| Sapadny (Westlicher) | Западный | 200.024 |
| Wostotschny (Östlicher) | Восточный | 144.218 |
Quelle: Staatliches Statistikamt der Russischen Föderation
Belgorod unterhält seit 1990 eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Stadt Herne. Ferner existieren Partnerschaften mit der englischen Stadt Wakefield, der polnischen Stadt Oppeln und der ukrainischen Stadt Wyschhorod.
Im Fußball ist die Stadt durch den Verein FK Saljut-Energija Belgorod vertreten.
Belgorod hat sich zum Einzelhandelszentrum für die Region entwickelt. So finden sich in Belgorod finden sich mehrere größere Einkaufszentren. Darunter ist das Einkaufs- und Freizeitzentrum RIO neben dem Flughafen Belgorod (IATA: EGO, ICAO: UUOB); RIO hat neben einem großen Supermarkt auch ein Kino und mehrere Gastronomiebetriebe. Weiterhin gibt es seit 2010 ein EKZ namens Citimall, das - für eine Stadt dieser Größe in Russland selten - die einzige Filiale von McDonald's besitzt.
Verwaltungszentrum: Belgorod
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