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| Belgrad Hauptbahnhof | |
|---|---|
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| Blick auf die Ostfront des Bahnhofs | |
| Daten | |
| Betriebsart | Kopfbahnhof |
| Bahnsteiggleise | 10 |
| Lage | |
| Stadt | Belgrad |
| Bezirk | Belgrad |
| Staat | Serbien |
| Koordinaten | 44° 48′ 28″ N, 20° 27′ 16″ O44.807777777820.4544444444Koordinaten: 44° 48′ 28″ N, 20° 27′ 16″ O |
| Liste der Bahnhöfe in Serbien | |
Der Hauptbahnhof von Belgrad (serbisch Главна железничка станица/Glavna železnička stanica) ist der wichtigste Fernbahnhof der Železnice Srbije in Serbien. Der Bahnhof bedient den Fern- und Regionalverkehr sowie den Rangierbetrieb und besteht seit 1884.
Inhaltsverzeichnis |
Der Belgrader Hauptbahnhof liegt im Stadtteil Savski Venac am Saveufer. Vom Bahnhof führen die Straßen Balkanska ulica zum Terazije sowie die Nemanjina ulica zur Slavija. Der Bahnhof ist über die Brücke Stari Savski Most auch aus Novi Beograd zu erreichen. Momentan befindet sich auch noch der zentrale Busbahnhof an der Station.
Der Belgrader Hauptbahnhof wurde zwischen 1881 und 1884 unter Fürst Milan Obrenović gebaut. Am 21. August 1884 wurde die Eisenbahnbrücke über die Save fertiggestellt, die den Verkehr mit Zemun und Pest bedienen sollte (die Trasse Zemun-Savebrücke wurde am 15. September 1888 vollendet). Am 23. August wurde mit dem ersten Zug auf der Bahnstrecke Belgrad-Niš der Bahnhof offiziell eingeweiht und am 3. September dem öffentlichen Verkehr übergeben. Belgrad wurde somit nachfolgend mit Niš (1884), Pest (1884), Skopje (1888), Sofia (1888), Istanbul (1888) und Zagreb (1891) verbunden. Der Erste Zug von Pest kommend nahm am 12. August 1888 den Verkehr über Belgrad nach Istanbul auf. Der Orient-Express verkehrte erstmals am 28. Oktober 1888 von Paris aus.[1] Am 16. Januar 1916 ersetzte dann der Balkan-Express den 1914 eingestellten Orient-Express. Er wurde für die Elite aus Politik, Militär und Wirtschaft eingeführt und hatte hochwertige Schlaf- und Sitzwägen aus teilweise beschlagnahmten Waggons der CIWL. Der Zuglauf des Balkan-Expresses führte von Berlin-Anh. Bf - Wien Nbf - Budapest Kelti pu - Belgrad - Sofia - Istanbul.
Seit Anfang der 1970 Jahre erfolgte eine umfassende Rekonstruktion der Eisenbahninfrastruktur von Belgrad im sogenannten Eisenbahnknoten Belgrad. Dabei war der völlige Ersatz des historischen Hauptbahnhofes vorgesehen. Durch die schleppende Fertigstellung des als neuen zentralen Bahnhof gedachten Bahnhofs Belgrad Zentrum änderte sich das Ziel und der heutige Hauptbahnhof wird auch nach Vollendung der neuen Station, wenn auch in verkleinerter Form weiterbestehen. Er soll insbesondere für den Regionalverkehr, für protokollarische Zwecke und zur touristischen Nutzung genutzt werden.[2]
Wegen der Anlage als Kopfbahnhof ist immer ein Lokwechsel erforderlich. Im Regionalverkehr sind Elektrotriebzüge als Wendezüge im Einsatz.
Im Fahrplan 2010/2011 gibt es vom Belgrader Hauptbahnhof folgende Abfahrten zu Intercity- und Fernverkehrszielen:
| Linie | Strecke | Taktfrequenz |
|---|---|---|
| EC 210 | Belgrad Hbf – Zagreb – Ljubljana – Villach – Salzburg Hbf – München Hbf – (Sava) | Einzelne Züge |
| EC 344 | Belgrad Hbf – Budapest Keleti pu. – Bratislava – Brünn – Prag Hbf – (Kurswagen – Moskwa-Kiewskaja)[3] (Avala) | Einzelne Züge |
| ICS 513 | Belgrad Hbf – Rakovica – Lazarevac – Lajkovac – Užice - Priboj – Prijepolje (Zlatibor) | Einzelne Züge |
| ICS 540 | Belgrad Hbf – Stara Pazova – Inđija – Novi Sad – Subotica (Palić) | Einzelne Züge |
| ICS 548 | Belgrad Hbf – Stara Pazova – Inđija – Novi Sad (Fruška gora) | Einzelne Züge |
| D 293 | Belgrad Hbf – Niš – Sofia Hbf – (Nušić) | Einzelne Züge |
| D 335 | Belgrad Hbf– Niš – Skopje | Einzelne Züge |
| D 337 | Belgrad Hbf– Niš – Skopje | Einzelne Züge |
| D 340 | Belgrad Hbf – Novi Sad – Subotica – Budapest Keleti pu. – Wien Westbf – (Beograd) | Einzelne Züge |
| D 361 | Belgrad-Donaubf – Pančevo – Vršac – Temeswar – Drobeta Turnu Severin - Bukarest Nordbf – (Bucuresti) | Einzelne Züge |
| D 414 | Belgrad Hbf – Zagreb – Ljubljana – (Kurswagen Venedig Bf Santa Lucia und Zürich Hbf – (Alpine Pearls)) | Einzelne Züge |
| D 431 | Belgrad Hbf – Podgorica – Bar – (Tara) | Einzelne Züge |
| D 435 | Belgrad Hbf – Podgorica – Bar – (Lovćen) | Einzelne Züge |
| D 451 | Belgrad Hbf – Vinkovci – Doboj - Sarajevo | Einzelne Züge |
| D 491 | Belgrad Hbf – Niš – Sofia Hbf – Istanbul Sirkeci – (Balkan) | Einzelne Züge |
Neben den oben erwähnten Fernverkehrsverbindungen bedient der Belgrader Hauptbahnhof die Regionalverbindungen nach Šid, Subotica, Niš, Požarevac und Prijepolje. Alle Regionalstrecken werden dabei von elektrifizierten Dieseltriebzügen befahren. Der Belgrader Hauptbahnhof ist nicht an das S-Bahnnetz der Stadt angebunden. Der kommunale Schienenverkehr bedient die Beovoz- und bg:voz-Haltestellen Centar, Novi Beograd und Vukov Spomenik. Wichtigster Bahnknoten des kommunalen Schienenverkehrs ist dabei der Bahnhof Vukov Spomenik. Zudem verkehren vom Bahnhof Beograd Dunav alle Züge in das Banat (Relation nach Pančevo und Zrenjanin).
Folgende Regionalverkehrslinien verkehren im Belgrader Hauptbahnhof:
| Linie | Strecke | Taktsystem |
|---|---|---|
| PT | Belgrad – Stara Pazova – Inđija – Novi Sad – Vrbas – Subotica | Einzelne Züge |
| PT | Belgrad – Stara Pazova - Ruma – Sremska Mitrovica – Šid | Einzelne Züge |
| PT | Belgrad – Resnik – Lajkovac – Valjevo – Požega - Užice - Priboj - Prijepolje (Vrbnik Grenze Montenegro) | Einzelne Züge |
| PT | Belgrad – Jajince – Mala Krsna – Požarevac | Einzelne Züge |
| PT | Belgrad – Resnik – Mladevovac - Lapovo - Jagodina - Ćuprija - Paračin - Aleksinac - Niš | Einzelne Züge |
Seit Einstellung der durchgehenden Streckenverbindungen Ljubljana-Zagreb-Belgrad-Skopje-Thessaloniki (Olympus-Express) 2007 sowie der schon in den 1990ern eingestellten Verbindungen des Hellas-Expresses und Akropolis-Expresses ist der Hauptbahnhof von Belgrad ein Umsteigebahnhof für Zugverbindungen von und nach der Türkei, Bulgarien und Mazedonien und andererseits von und nach Österreich, Ungarn, Slowenien und Kroatien. Da hier aber nur wenige Anschlusszüge bereitgestellt werden und lange Verspätungen eher die Regel als Ausnahmen sind,[4] kommt es insbesondere bei Umstiegen zu Beeinträchtigungen im paneuropäischen Fernverkehr.[5] Diese Probleme sind der begrenzten Kapazität im alten Kopfbahnhof, dem für durchgehende Verbindungen vom ehemaligen Jugoslawien gebauten, aber bisher nicht in Betrieb gegangenen neuen Bahnhof Bahnhof Belgrad Zentrum sowie dem schleppenden zweigleisigen Streckenausbau und der unterentwickelten Schieneninfrastruktur im Eisenbahnknoten Belgrad anzulasten.