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| Bell X-1 | ||
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| Typ: | Experimentalflugzeug | |
| Entwurfsland: | | |
| Hersteller: | Bell Aircraft Corporation | |
| Erstflug: | 19. Januar 1946 | |
| Indienststellung: | 19. Januar 1946 | |
| Produktionszeit: | 1945 bis 1955 | |
| Stückzahl: | 6 | |
Die Bell X-1 war ein amerikanisches Experimental- und Raketenflugzeug, das von der Bell Aircraft Co. für ein gemeinsames Forschungsprojekt der US Air Force und dem National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) gebaut wurde. Der einsitzige Mitteldecker war speziell dafür entwickelt worden, die Schallmauer im Horizontalflug zu durchbrechen. Bei der Entwicklung dieses Raketenflugzeugs orientierte man sich weitgehend an den Plänen der deutschen DFS 346. In der Geschäftsführung von Bell saß damals auch Walter Dornberger, der zuvor in Peenemünde Raketen gebaut und mit Wernher von Braun einen Raketen-Abfangjäger konzipiert hatte.
Inhaltsverzeichnis |
Der Jungfernflug erfolgte am 19. Januar 1946 ohne eigenen Antrieb im reinen Gleitflug. Später konnten die ersten Flüge mit Triebwerk durchgeführt werden. Am 14. Oktober 1947 gelang dann Captain Charles "Chuck" Yeager der erste bemannte horizontale Überschallflug. Die Maschine erreichte eine Geschwindigkeit von Mach 1,015 in etwa 12.800 m Flughöhe.
Am 7. Januar 1949 vollzog die Bell X-1 ihren ersten und einzigen Eigenstart vom Boden aus. Mit verminderter Treibstoffladung hob sie nach 700 Meter Startstrecke von der USAF Versuchsstelle Muroc ab und erreichte innerhalb von 100 Sekunden Flugzeit eine Höhe von 7015 Metern.
Nach Abschluss der Forschungsflüge wurde die X-1 dem National Air and Space Museum übergeben, wo sie der Öffentlichkeit zugänglich ist.
Vom Ausgangstyp der X-1 wurden drei Maschinen hergestellt. Während die erste Maschine von der amerikanischen Luftwaffe benutzt wurde, ging die zweite Maschine an die NACA, den Vorgänger der NASA. Die dritte Maschine wurde am Boden zerstört, nachdem sie nur einen Gleitflug durchführen konnte.
Die Bell X-1A glich der X-1, hatte eine neue Cockpithaube und einen längeren Rumpf zur Aufnahme einer größeren Kraftstoffmenge. Neu war auch das Treibstoffsystem, das jetzt mit Turbopumpen arbeitete. Auch diese Maschine wurde von der amerikanischen Luftwaffe für Forschungszwecke benutzt. Am 12. Dezember 1953 konnte damit die Geschwindigkeit von Mach 2,435 erzielt werden. Die größte erzielte Höhe lag bei 27.400 m. Die Maschine ging im September 1954 an die NACA, die sie für weitere Tests benutzen wollte. Jedoch stürzte die Maschine bereits beim 2. Testflug am 8. August 1955 ab und wurde zerstört.
Die Bell X-1B entsprach im Wesentlichen der Bell X-1A, hatte jedoch einen geänderten Tragflügel. Auch diese Maschine wurde zunächst von der amerikanischen Luftwaffe für Hochgeschwindigkeitstestflüge genutzt und dann im Januar 1955 der NACA übergeben. Diese nutzte die Maschine bis Anfang 1958 für ihr Forschungsprogramm. Sie erreichte am 2. Dezember 1954 die Geschwindigkeit von Mach 2,3. Nach ihrer Außerdienststellung wurde sie der Research & Development Gallery der Wright-Patterson Air Force Base als Exponat übergeben; sie kann dort vom angegliederten National Museum of the United States Air Force aus besichtigt werden (Stand Juni 2008).
Es gab ein Projekt für eine Bell X-1C, die jedoch nicht ausgeführt wurde. Die Bell X-1D musste im August 1951 von ihrem Mutterflugzeug, einer Boeing B-50, notabgeworfen werden und explodierte noch in der Luft.
Die letzte Ausführung, die Bell X-1E, war die zweite originale Bell X-1, die an die NACA geliefert wurde. An dieser Maschine wurden neue Flügel montiert, das Kraftstoffsystem auf den späteren Stand mit den Turbopumpen gebracht und die Windschutzscheibe geändert. Der Erstflug erfolgte am 12. Dezember 1955. Die Flugversuche gingen bis Ende des Jahres 1958 weiter, dann wurde auch diese X-1 ausgemustert.
Die Maschine wurde in der Luft von einem Mutterflugzeug (einer Boeing B-29 oder B-50) abgeworfen und setzte den Flug dann im Gleitflug oder mit einem eigenen Triebwerk fort. Die Maschine besaß ungepfeilte Tragflächen und ein Kreuz-Leitwerk. Das Fahrwerk war einziehbar. Der Flugzeugrumpf war nach dem Profil eines 0,5 Zoll Geschosses geformt, da man von diesem Geschoss wusste, dass es bei Überschallgeschwindigkeit eine stabile "Fluglage" hatte.
Die Triebwerkstechnik stammte von Reaction Motors Inc. und war eine Weiterentwicklung der deutschen Raketentechnik des Zweiten Weltkrieges. Der Treibstoff, Alkohol und Sauerstoff, wurde dabei durch unter Hochdruck stehenden Stickstoff in die Brennkammern gefördert.
Der mit vier Oscars ausgezeichnete US-Film "Der Stoff, aus dem die Helden sind" (1983) erzählt unter anderem auch die Geschichte des amerikanischen Testflug-Programms.
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Zivilhubschrauber:
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