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Benno Landsberger (* 21. April 1890 in Friedek, Österreichisch-Schlesien; † 26. April 1968 in Chicago) war einer der bedeutendsten deutschen Assyriologen.
Inhaltsverzeichnis |
Landsberger studierte in Leipzig seit 1908 Orientalistik, seine Lehrer waren unter anderem August Fischer (Arabistik) und Heinrich Zimmern (Assyriologie). 1913 wurde er in Leipzig promoviert. 1914 trat Landsberger in die österreichische Armee ein. Er diente an der Ostfront, wurde 1916 schwer verwundet und mit dem Goldenen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Nach dem Krieg habilitierte Landsberger sich 1920 in Leipzig und wurde 1926 zum außerordentlichen Professor ernannt. 1928 wurde er als Nachfolger Peter Jensens auf eine ordentliche Professur nach Marburg berufen, doch bereits 1929 kehrte er als Nachfolger von Heinrich Zimmern nach Leipzig zurück. Neben Landsberger wirkte in Leipzig außerdem Friedrich-Wilhelm Weißbach. Im damals führenden orientalistischen Institut studierten unter anderem Adam Falkenstein, Hans Gustav Güterbock, F. R. Kraus und Wolfram von Soden. Güterbock und Kraus gelangten ebenfalls ins Exil in die Türkei.[1]
Nach dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums 1935 entlassen, nahm Landsberger einen Ruf an die Universität Ankara an, wo auf Betreiben Kemal Pascha Atatürks eine neue geisteswissenschaftliche Fakultät mit historischem Schwerpunkt aufgebaut wurde. Landsberger wirkte in Ankara beim Aufbau der Fakultät für Sprachen, Geschichte und Geographie (Dil ve Tarih-Cografya Fakültesi) mit.
1948 wurde er an das Oriental Institute der University of Chicago berufen, wo er bis 1955 wirkte. Während dieser Zeit nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an.
1958 wurde er korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Landsberger, Benno |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Assyriologe |
| GEBURTSDATUM | 21. April 1890 |
| GEBURTSORT | Friedek, Österreichisch-Schlesien, heute Tschechien |
| STERBEDATUM | 26. April 1968 |
| STERBEORT | Chicago |