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-26.188333333328.3205555556Koordinaten: 26° 11′ S, 28° 19′ O
| Benoni | ||
|---|---|---|
| | ||
| Basisdaten | ||
| Staat | Südafrika | |
| Provinz | Gauteng | |
| Metropole | Ekurhuleni | |
| Höhe | 1.645 m | |
| Einwohner | 679.147 (2010) | |
| Gründung | 1881 | |
| ISO 3166-2 | ZA-GP | |
| Webauftritt | www.benonisouthafrica.com (englisch) | |
Benoni ist eine Großstadt in Südafrika. Sie gehört zur Provinz Gauteng und liegt in der Ekurhuleni-Region, die vormals als East Rand bekannt war. Heute hat Benoni 679.147 Einwohner (Stand: 2010; Hochrechnung).[1]
Inhaltsverzeichnis |
Im Gebiet des heutigen Benoni gab es eine gleichnamige Farm. Der hebräische Name bedeutet „Sohn der Trauer“. Im Buch Genesis heißt der Sohn von Rahel ebenfalls Ben-oni, wird aber später Ben-jamin (deutsch: „Sohn des Glücks“) genannt.
Benoni liegt in 1.645 Meter Höhe über dem Meeresspiegel im Ostteil des Witwatersrand. Westlich liegt die Stadt Germiston, weiter westlich Johannesburg, südlich von West nach Ost die Städte Boksburg, Brakpan und Springs.
1881 wurde ein Stück Land östlich von Johannesburg Benoni genannt. 1887 wurden dort Goldvorkommen entdeckt, und eine Mine von Bergleuten aus dem englischen Cornwall errichtet. Benoni hieß damals landläufig Little Cornwall („Klein Cornwall“).
1904 war Benoni eine große Siedlung mit zahlreichen Goldminen. Ein Fluss wurde mehrfach aufgestaut, um Wasser für den Bergbau zu erhalten. 1906 wurde Benoni zur Stadt erklärt. Die meisten Einwohner waren Briten. Dazu kamen zahlreiche jüdische Siedler, die vor dem Antisemitismus in Osteuropa geflohen waren. 1907 wurden die erste Synagoge und die erste Pferderennbahn eröffnet.
1922 fand im gesamten Witwatersrand ein Streik der weißen Minenarbeiter statt, der in einer offenen Revolte mündete. Unterstützt wurde der Streik von der Südafrikanischen Kommunistischen Partei. Benoni diente in dieser Zeit als Stützpunkt der Minenarbeiter. In und um Benoni fanden heftige Kämpfe statt, die im Benoni Museum dokumentiert werden.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden südafrikanische Piloten von Kampfflugzeugen in Benoni ausgebildet. 1943 stürzte der Benoni-Meteorit nahe Benoni zu Boden.
Während der Apartheidsära wurden die Bewohner nach ihrer Hautfarbe auf verschiedene Wohnviertel aufgeteilt. Schwarze wohnten unter anderem in den Townships Daveyton und Wattville, Asiaten wohnten in Actonville, während Weiße im eigentlichen Benoni wohnten. Die Vororte existieren heute noch, sind aber nicht mehr streng nach Hautfarben getrennt. Benoni verfügt über zahlreiche Stadtteile mit hohem Grünanteil.
2000 wurde Benoni Teil der Region Ekurhuleni.
Die Stadt wird vom African National Congress (ANC) regiert. Die Demokratische Allianz (DA) ist in der Opposition.
Der Goldbergbau verlor an Bedeutung. 1964 schloss die letzte Goldmine.[2] Dafür wurden andere Industriebetriebe errichtet, beispielsweise der Repliken-Hersteller Replicars. Der Dienstleistungssektor spielt heute ebenfalls eine große Rolle. So dient Benoni als Zentrum für Dienstleistungen für benachbarte Städte wie Brakpan, Nigel und Springs.
Benoni liegt nahe am O. R. Tambo International Airport, dem wichtigsten Flughafen Südafrikas. Im Straßenverkehr ist die Stadt an die N12 angebunden.
Das Theater Sibikwa ist ein kommunales Theater, das es seit 1989 gibt. 2000 fand ein Teil des WOMAD-Festivals in Benoni statt.[3]