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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Kommunennummer: | 1201 (auf Statistik Norwegen) | |
| Provinz (fylke): | Hordaland | |
| Verwaltungssitz: | Bergen | |
| Koordinaten: | 60° 23′ N, 5° 20′ O60.385.34Koordinaten: 60° 23′ N, 5° 20′ O | |
| Fläche: | 465,4 km² | |
| Einwohner: |
263.762 (1. Jan. 2012)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 567 Einwohner je km² | |
| Sprachform: | neutral | |
| Webpräsenz: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Gunnar Bakke (FrP) (29. Oktober 2007) | |
| Lage in der Provinz Hordaland | ||
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Bergen [ˈbærgən] ist mit 263.762 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) die zweitgrößte Stadt Norwegens, eine Kommune in der Provinz (Fylke) Hordaland sowie deren Verwaltungssitz. Der Großraum von Bergen hat 378.830 Einwohner.[2]
Bergen hat einen Seehafen und ist Standort einer Werftenindustrie. Die Stadt ist Ausgangspunkt der Bergenbahn und der Hurtigruten. Im Kulturbereich gibt es das bekannte Theater Den Nationale Scene sowie die Grieghalle.
Inhaltsverzeichnis |
Bergen ist eine Hafenstadt und liegt am Inneren Byfjord an der Westküste Norwegens. Die höchste Erhebung auf dem Gebiet der Kommune ist der Gullfjellet (987 moh.). Die Stadt ist mit ca. 2548 mm Niederschlag an 248 Regentagen im Jahr (Stand: 2005) die „regenreichste Großstadt Europas“.
| Bergen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Stadt ist geprägt durch die am Naturhafen Vågen verlaufende Bryggen oder früher Tyske Bryggen (norwegisch für Landungsbrücke/Kai/Anlegestelle bzw. Deutscher Kai), wobei es sich um alte Handelseinrichtungen der Hanse handelt. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen die Marienkirche und weitere Bauten.
Nach mehreren verheerenden Stadtbränden (1702, 1855, 1916), die durch die typisch norwegische Holzbauweise begünstigt wurden, erließ die Stadt Verordnungen, die den Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet nicht mehr gestattete. Das Hafenviertel Bryggen, das bei den Stadtbränden mehrmals nicht verschont blieb, wurde nach jeder Zerstörung nach originalen Plänen wieder aufgebaut. Das Profil ist daher heute noch dasselbe wie im 12. Jahrhundert. Aus diesem Grund wurde Bryggen als Beispiel hanseatischer Baukunst in Norwegen durch die UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe ernannt.
Der ursprüngliche Name Bergens war Bjørgvin, das „Wiese zwischen den Bergen“ bedeutet.
Nach Angaben in den Königssagas wurde Bergen 1070 als Björgvin („Bergwiese“) von König Olav Kyrre gegründet.
Ab dem 12. Jahrhundert war es norwegische Krönungsstadt; später wurde es in dieser Funktion von Trondheim abgelöst.
1360 eröffnete in Bergen ein Hansekontor (Tyske Bryggen). Bergen wird zwar oft als „Hansestadt“ bezeichnet, war jedoch nicht gleichberechtigte Mitgliedsstadt, da es Städten, in denen Hansekontore lagen, verboten war Hansestadt zu werden. Bis 1880 war Bergen wichtigster Hafen und größte Stadt Norwegens. Am 16. Januar 1916 wurde ein großer Teil der noch aus vielen Holzhäusern bestehenden Stadt von einem Großbrand vernichtet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Bergen schon am ersten Tag der deutschen Invasion am 9. April 1940, von deutschen Truppen besetzt. Die Stadt wurde später durch alliiertes Bombardement beschädigt. Die deutsche Luftwaffe baute zur Verteidigung der Stadt und des U-Boot-Hafens die nahe gelegene Insel Herdla und die Festung Fjell festning aus.
Kooperationen bestehen mit:
Holzhaus in Bryggen
Wirtschaftlich gesehen wird Bergen stark durch die norwegische Erdölförderung beeinflusst. Durch die günstige geografische Lage auf Höhe der norwegischen Erdölfelder (Sea Troll u. a.) befinden sich mehrere Versorgungseinrichtungen im Stadtbereich, zu diesen zählen u. a. Trainingszentren für Hubschrauberpiloten.
Ein weiterer Wirtschaftsfaktor ist der ausgedehnte Seehafen und die damit verbundene Werft- und Fisch-industrie (Aquakulturen). Andere Wirtschaftszweige sind Maschinenbau, Stahlerzeugung, Textil- und elektrotechnische Industrie.
Bergen hat eine Reihen von Bildungseinrichtungen, zu deren wichtigsten zählen:
Mit der norwegischen Hauptstadt Oslo ist Bergen auf dem Schienenweg über die Bergenbahn verbunden, die als eine der schönsten Eisenbahnstrecken Europas gilt. Auf dem Straßenweg gibt es die E 16, die keine Fähren, aber einige sehr lange Tunnel aufweist, und die Reichsstraße 7, die eine Fähre über den Hardangerfjord beinhaltet und das Hardangervidda überquert.
Bergen ist Ausgangspunkt der Postschiffe der Hurtigruten nach Kirkenes (über Ålesund, Trondheim, Tromsø, Hammerfest). Außerdem verfügt die Stadt über den internationalen Flughafen Bergen-Flesland mit zahlreichen nationalen und internationalen Verbindungen.
Der öffentliche Personennahverkehr in Bergen wurde nach Einstellung des Straßenbahnbetriebes 1965 mit Oberleitungsbussen (Trolleybus Bergen), Stadtbussen und Vorortzügen der norwegischen Staatsbahn realisiert. Seit dem 22. Juni 2010 ist die Stadtbahn Bergen in Betrieb, die zunächst das Stadtzentrum mit den Wohnbereichen im Süden verbindet.
Bekannte, in Bergen geborene Persönlichkeiten sind unter anderem der Dichter Ludvig Holberg, der Landschaftsmaler Johan Christian Clausen Dahl, die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Amalie Skram, der Flugpionier und Polarforscher Tryggve Gran, die Biathletin Liv Grete Poirée, die Musiker Kurt Nilsen und Sondre Lerche sowie die Handballtorhüterin Kari Aalvik Grimsbø, der Komponist Edvard Hagerup Grieg, die New Acoustic Movement-Band Kings of Convenience
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Kulturstadt Europas: 1985: Athen | 1986: Florenz | 1987: Amsterdam | 1988: West-Berlin | 1989: Paris | 1990: Glasgow | 1991: Dublin | 1992: Madrid | 1993: Antwerpen | 1994: Lissabon | 1995: Luxemburg | 1996: Kopenhagen | 1997: Thessaloniki | 1998: Stockholm
Kulturhauptstadt Europas: 1999: Weimar | 2000: Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Helsinki, Krakau, Prag, ReykjavÃk, Santiago de Compostela | 2001: Porto, Rotterdam | 2002: Brügge, Salamanca | 2003: Graz | 2004: Genua, Lille | 2005: Cork | 2006: Patras | 2007: Sibiu, Luxemburg zusammen mit der Großregion | 2008: Liverpool, Stavanger | 2009: Linz, Vilnius | 2010: Istanbul, Pécs, Essen zusammen mit dem Ruhrgebiet | 2011: Tallinn, Turku | 2012: Guimarães, Maribor | 2013: KoÅ¡ice, Marseille | 2014: Riga, UmeÃ¥ | 2015: Mons, Plzeň | 2016: Breslau, Donostia-San Sebastián