Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Bergiselschanze

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Die alte Schanze (und ihre ev. weiteren Vorgänger) kommt hier zumindest bildmäßig zu kurz. Historische Bilder / Daten der alten Schanze wären nett. --Herzi Pinki 12:07, 29. Dez. 2010 (CET)
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber bitte kopiere keine fremden Texte in diesen Artikel. Weitere Informationen im WikiProjekt.

Die Hauptautoren wurden noch nicht informiert. Bitte benachrichtige sie!

Bergiselschanze
Bergiselschanze
Bergiselschanze (Österreich)
Red pog.svg
Standort
Stadt Innsbruck
Land OsterreichÖsterreich Österreich
Verein SV Innsbruck Bergisel, SC Bergisel
Zuschauerplätze 26.000
Baujahr 1964
Umgebaut 2001
Schanzenrekord 134,5 m
DeutschlandDeutschland Sven Hannawald (2002)
Daten
Aufsprung
Hillsize HS 130
Konstruktionspunkt 120 m
47.249008333311.39905Koordinaten: 47° 14′ 56,4″ N, 11° 23′ 56,6″ O
Daten
Anlauf
Turmhöhe 50 m
Anlauflänge 91,3 m
Aufsprung
Hillsize 130 m
Konstruktionspunkt 120 m
Größe
Gesamthöhe der Anlage 134 m
Gesamtlänge der Anlage 316 m

Die Bergiselschanze ist eine Skisprungschanze auf dem Bergisel in Innsbruck, Österreich. Der Turm beherbergt ein Aussichtsrestaurant und eine Aussichtsplattform, die (außer bei Sportveranstaltungen) gegen Eintritt zugänglich und mit einem Schrägaufzug erschlossen sind.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 23. Januar 1927 gab es das erste Springen am Bergisel auf der Naturschanze. Ein Jahr später wurde ein Anlaufturm errichtet. Für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1933 wurde die Schanze völlig neu umgebaut. Während eines Fußball-Jugendturniers 1941 besuchten die Fußballvereine SV Villingen und SV Innsbruck die baufällige Schanze, dabei stürzte Anlaufturm. Es gab vier Tote und mehrere Verletzte. Wegen der schlimmen Ereignisse wurde die Anlage total abgerissen. Die Schanze nach dem zweiten Weltkrieg nach den Plänen von 1930 wieder aufgebaut. Seit der Gründung der Vierschanzentournee 1952 wird seit dem 3. Januar 1953 auf der Schanze die Tournee ausgetragen.[1]

Für die Olympischen Winterspielen 1964 und Olympischen Winterspielen 1976 wurde Schanze um- und ausbaut. Zusammen mit Seefeld veranstaltete man 1985 die Nordischen Skiweltmeisterschaften. Im Juni 1988 besuchte der Papst Johannes Paul II. die Anlage und hielt eine Messe ab vor ca. 60.000 Gläubigen. 1999 kamen bei dem Snowboard-Wettbewerb Air & Style vier Menschen ums Leben.[2] Im selben Jahr hat die Stadt Innsbruck für den Umbau der Anlage und der Schanze in einem Internationales Gutachter-Verfahren ausgeschrieben. Dazu hat man sechs In- und ausländische Architekten eingeladen, um ihr Konzept für den Umbau vorzustellen. Den Zuschlag bekam der Londoner Zaha Hadid. Zur 50. Vierschanzentournee 2002 wurde die Schanze gesprengt, wieder neu aufgebaut und mit Matte belegt. Der Bau der Schanze und der Anlage kostete 12 Mio. Euro und wurde endgültig 2003 fertiggestellt. 2005 veranstalte man mit Seefeld die Universiade.[1] Nach der witterungsbedingten Absage des Springens am 3./4. Januar 2008 wurde die Anlage für das Springen 2009 mit einem Windnetz aufgerüstet für 100.000 Euro.[3]

Im Jahr 2008 kam die Air & Style an die Schanze zurück, das Bergiselstadion stand im selben Jahr für die Fußballeuopameisterschaft mit Fanzone und Public Viewing zur Verfügung und ca. 1500 Zuschauer verfolgten auf einer 80m² Videoleinwand die Spiele der Euro 2008. Die Band Juli, Revolverheld und Gentleman und viele mehr gaben zur Euro 2008 ein Konzert. Am 13. Januar 2012 wurde die erste Olympischen Jugend-Winterspiele im Stadion feierlich eröffnet.[4]

Galerie

Großveranstaltungen

Vierschanzentournee

Die Bergiselschanze gehört zum Programm der Internationalen Vierschanzentournee. Dabei wurden die Medaillen wie folgt verteilt[5]:

Datum 1. Platz 2. Platz 3. Platz
6. Januar 1953 OsterreichÖsterreich Sepp Bradl NorwegenNorwegen Asgeir Dølplads SchwedenSchweden Harry Bergqvist
3. Januar 1954 NorwegenNorwegen Olaf B. Bjørnstad FinnlandFinnland Matti Pietikäinen NorwegenNorwegen Arnfinn Bergmann
6. Januar 1955 NorwegenNorwegen Torbjørn Ruste FinnlandFinnland Hemmo Silvennoinen Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Max Bolkart
6. Januar 1956 Sowjetunion 1955Sowjetunion Koba Zakadse Deutschland Demokratische Republik 1949Deutsche Demokratische Republik Harry Glaß Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Max Bolkart
30. Dezember 1956 Sowjetunion 1955Sowjetunion Nikolai Schamow Sowjetunion 1955Sowjetunion Nikolai Kamenski Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Max Bolkart
5. Januar 1958 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Helmut Recknagel Sowjetunion 1955Sowjetunion Nikolai Kamenski OsterreichÖsterreich Walter Habersatter
4. Januar 1959 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Helmut Recknagel FinnlandFinnland Veikko Kankkonen NorwegenNorwegen Anders Woldseth
3. Januar 1960 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Helmut Recknagel OsterreichÖsterreich Otto Leodolter OsterreichÖsterreich Albin Plank
6. Januar 1961 FinnlandFinnland Kalevi Kärkinen Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Helmut Recknagel OsterreichÖsterreich Otto Leodolter
30. Dezember 1961 OsterreichÖsterreich Willi Egger Sowjetunion 1955Sowjetunion Koba Zakadse OsterreichÖsterreich Walter Habersatter
30. Dezember 1962 NorwegenNorwegen Toralf Engan Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Helmut Recknagel Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Georg Thoma
5. Januar 1964 FinnlandFinnland Veikko Kankkonen Sowjetunion 1955Sowjetunion Alexandr Iwanikow PolenPolen Jozef Przybyla
5. Januar 1965 NorwegenNorwegen Torgeir Brandtzæg NorwegenNorwegen Bjørn Wirkola PolenPolen Jozef Przybyla
2. Januar 1966 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Dieter Neuendorf FinnlandFinnland Veikko Kankkonen Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Günther Göllner
6. Januar 1967 NorwegenNorwegen Bjørn Wirkola Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Franz Keller OsterreichÖsterreich Sepp Lichtenegger
6. Januar 1968 Sowjetunion 1955Sowjetunion Gari Napalkow NorwegenNorwegen Bjørn Wirkola TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Raška
3. Januar 1969 NorwegenNorwegen Bjørn Wirkola TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Raška Sowjetunion 1955Sowjetunion Anatoli Scheglanow
4. Januar 1970 NorwegenNorwegen Bjørn Wirkola Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Horst Queck Sowjetunion 1955Sowjetunion Anatoli Scheglanow
3. Januar 1971 TschechoslowakeiTschechoslowakei Zbynek Hubac TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Raška TschechoslowakeiTschechoslowakei Rudolf Höhnl
29. Dezember 1971 JapanJapan Yukio Kasaya Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Rainer Schmidt FinnlandFinnland Tauno Käyhkö
3. Januar 1973 Sowjetunion 1955Sowjetunion Sergei Botschkow Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Rainer Schmidt Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Hans-Georg Aschenbach
3. Januar 1974 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Hans-Georg Aschenbach SchweizSchweiz Hans Schmid SchweizSchweiz Walter Steiner
3. Januar 1975 OsterreichÖsterreich Karl Schnabl OsterreichÖsterreich Edi Federer OsterreichÖsterreich Hans Wallner
4. Januar 1976 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jochen Danneberg OsterreichÖsterreich Karl Schnabl OsterreichÖsterreich Reinhold Bachler
4. Januar 1977 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Henry Glaß SchweizSchweiz Walter Steiner OsterreichÖsterreich Toni Innauer
4. Januar 1978 NorwegenNorwegen Per Bergerud FinnlandFinnland Kari Ylianttila OsterreichÖsterreich Hans Wallner
3. Januar 1979 FinnlandFinnland Pentti Kokkonen NorwegenNorwegen Roger Ruud Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jochen Danneberg
4. Januar 1980 OsterreichÖsterreich Hubert Neuper SchweizSchweiz Hansjörg Sumi Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Henry Glaß
4. Januar 1981 FinnlandFinnland Jari Puikkonen OsterreichÖsterreich Hubert Neuper OsterreichÖsterreich Armin Kogler
4. Januar 1982 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Manfred Deckert NorwegenNorwegen Per Bergerud NorwegenNorwegen Roger Ruud
4. Januar 1983 FinnlandFinnland Matti Nykänen Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog KanadaKanada Horst Bulau
4. Januar 1984 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog FinnlandFinnland Matti Nykänen FinnlandFinnland Jari Puikkonen
4. Januar 1985 FinnlandFinnland Matti Nykänen Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog TschechoslowakeiTschechoslowakei Pavel Ploc
4. Januar 1986 FinnlandFinnland Jari Puikkonen NorwegenNorwegen Hroar Stjernen FinnlandFinnland Anssi Nieminen
4. Januar 1987 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Primož Ulaga NorwegenNorwegen Hroar Stjernen OsterreichÖsterreich Ernst Vettori
3. Januar 1988 FinnlandFinnland Matti Nykänen Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Andreas Bauer Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog
4. Januar 1989 SchwedenSchweden Jan Boklöv Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog FinnlandFinnland Ari-Pekka Nikkola
4. Januar 1990 FinnlandFinnland Ari-Pekka Nikkola Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog OsterreichÖsterreich Ernst Vettori
4. Januar 1991 FinnlandFinnland Ari-Pekka Nikkola Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog DeutschlandDeutschland Dieter Thoma
4. Januar 1992 FinnlandFinnland Toni Nieminen OsterreichÖsterreich Andreas Goldberger OsterreichÖsterreich Andreas Felder
4. Januar 1993 OsterreichÖsterreich Andreas Goldberger TschechienTschechien Jaroslav Sakala JapanJapan Noriaki Kasai
4. Januar 1994 OsterreichÖsterreich Andreas Goldberger DeutschlandDeutschland Jens Weißflog JapanJapan Noriaki Kasai
4. Januar 1995 JapanJapan Kazuyoshi Funaki OsterreichÖsterreich Andreas Goldberger FinnlandFinnland Mika Laitinen
4. Januar 1996 OsterreichÖsterreich Andreas Goldberger DeutschlandDeutschland Jens Weißflog JapanJapan Hiroya Saitō
4. Januar 1997 JapanJapan Kazuyoshi Funaki SlowenienSlowenien Primož Peterka FinnlandFinnland Ari-Pekka Nikkola
4. Januar 1998 JapanJapan Kazuyoshi Funaki DeutschlandDeutschland Sven Hannawald FinnlandFinnland Janne Ahonen
3. Januar 1999 JapanJapan Noriaki Kasai FinnlandFinnland Janne Ahonen JapanJapan Hideharu Miyahira
4. Januar 2000 OsterreichÖsterreich Andreas Widhölzl DeutschlandDeutschland Martin Schmitt FinnlandFinnland Janne Ahonen
4. Januar 2001 PolenPolen Adam Małysz FinnlandFinnland Janne Ahonen JapanJapan Noriaki Kasai
4. Januar 2002 DeutschlandDeutschland Sven Hannawald PolenPolen Adam Małysz OsterreichÖsterreich Martin Höllwarth
4. Januar 2003 FinnlandFinnland Janne Ahonen OsterreichÖsterreich Florian Liegl OsterreichÖsterreich Martin Höllwarth
4. Januar 2004 SlowenienSlowenien Peter Žonta PolenPolen Adam Małysz FinnlandFinnland Janne Ahonen
3. Januar 2005 FinnlandFinnland Janne Ahonen FinnlandFinnland Veli-Matti Lindström TschechienTschechien Jakub Janda
4. Januar 2006 NorwegenNorwegen Lars Bystøl TschechienTschechien Jakub Janda NorwegenNorwegen Bjørn Einar Romøren
4. Januar 2007 NorwegenNorwegen Anders Jacobsen OsterreichÖsterreich Thomas Morgenstern SchweizSchweiz Simon Ammann
4. Januar 2008
1
Witterungsbedingt nicht ausgetragen.
4. Januar 2009 OsterreichÖsterreich Wolfgang Loitzl OsterreichÖsterreich Gregor Schlierenzauer DeutschlandDeutschland Martin Schmitt
3. Januar 2010 OsterreichÖsterreich Gregor Schlierenzauer SchweizSchweiz Simon Ammann FinnlandFinnland Janne Ahonen
3. Januar 2011 OsterreichÖsterreich Thomas Morgenstern PolenPolen Adam Małysz NorwegenNorwegen Tom Hilde
4. Januar 2012 OsterreichÖsterreich Andreas Kofler OsterreichÖsterreich Gregor Schlierenzauer JapanJapan Taku Takeuchi
1 Dieses Springen musste aufgrund eines Föhnsturms abgesagt und am 5. Januar 2008 in Bischofshofen nachgeholt werden

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bergiselschanze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Der Bergisel ist geologischer Endpunkt einer Gletschermoräne... Abgerufen am 08. März 2012.
  2. Die Schanze von Innsbruck (3. Tournee-Station). Abgerufen am 08. März 2012.
  3. Investition in Innsbrucker Windnetz zahlt sich aus. Abgerufen am 08. März 2012.
  4. Kurze Geschichte des Bergisel Skisprungstadions. Abgerufen am 09. März 2012.
  5. FIS Results Innsbruck. Abgerufen am 29. Dezember 2010.
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.