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Berlin

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Berlin (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.
Land Berlin
Landesflagge Berlins
BerlinBremenBremenHamburgNiedersachsenBayernSaarlandSchleswig-HolsteinBrandenburgSachsenThüringenSachsen-AnhaltMecklenburg-VorpommernBaden-WürttembergHessenNordrhein-WestfalenRheinland-PfalzSchweizBodenseeÖsterreichLuxemburgFrankreichBelgienTschechienPolenNiederlandeDänemarkBornholm (zu Dänemark)Stettiner HaffHelgoland (zu Schleswig Holstein)NordseeOstseeKarte
Über dieses Bild
Landesflagge
Wappen des Landes Berlin
Landeswappen
Basisdaten
Staat: Deutschland
Sprache: Deutsch
Postleitzahlen: 10115–14199
Vorwahl: 030
Kfz-Kennzeichen: B
Kaufkraftindex: 91 % (2013; Deutschland = 100 %)[1]
Bruttoinlandsprodukt: 103,6 Mrd. EUR (2012)[2]
Schulden: 59,830 Mrd. EUR (30. Juni 2013)[3]
ISO 3166-2: DE-BE
UN/LOCODE: DE BER
GemeindeschlĂŒssel: 11 0 00 000
Anschrift (Regierender BĂŒrgermeister und Senat): Berliner Rathaus
Rathausstraße 15
10178 Berlin
Website: www.berlin.de
Bevölkerung
Einwohner: 3.419.623 (30. November 2013)[4]
– davon AuslĂ€nder: 0 518.969 (30. Juni 2013)[5]
– davon mit Migrationshintergrund: 0 971.758 (30. Juni 2013)[5]
AuslĂ€nderanteil: 14,9 % (30. Juni 2013)[5]
Migrationshintergrundanteil: 27,8 % (30. Juni 2013)[5]
Arbeitslose: 198.993 (November 2013)[6]
Arbeitslosenquote: 11,1 % (Mai 2014)[7]
Bevölkerungsdichte: 3.834 Einw. je kmÂČ
(2. als Gemeinde, 1. als Bundesland)
Einwohner Agglomeration: 4.416.123 (31. Dezember 2011)
Einwohner Metropolregion: 6.024.000 (30. September 2012)
Geographie
Geographische Lage: 13,408055555556|primary dim= globe= name= region=DE-BE type=city
  }}
FlĂ€che: 891,85 kmÂČ (14.)
Höhe: format|115 |format=dewiki}} m ĂŒ. NN
Stadtgliederung: 12 Bezirke, 96 Ortsteile
Politik
Regierender BĂŒrgermeister: Klaus Wowereit (SPD)
Regierende Parteien: SPD und CDU
Sitzverteilung (149) im Abgeordnetenhaus
(Wahl 2011, Stand 2012):
  • SPD</li>
  • 47
  • CDU</li>
  • 38
  • GrĂŒne</li>
  • 29
  • Linke</li>
  • 19
  • Piraten</li>
  • 15
  • fraktionslos</li>
  • 01
    Letzte Parlamentswahl: 18. September 2011
    NĂ€chste Parlamentswahl: Herbst 2016
    Bundesratsstimmgewicht: 4 Stimmen
    Berliner Stadtsilhouette, 2012
    Blick auf die Berliner Mitte (2012)
    Offizielles Logo des Landes Berlin
    Offizielles Logo des Landes Berlin

    Berlin ( [bÉ›ÉÌŻËˆliːn]?/i) ist die Hauptstadt und zugleich ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Der Stadtstaat Berlin ist mit etwa 3,4 Millionen Einwohnern [8] die bevölkerungsreichste und mit 892 Quadratkilometern die flĂ€chengrĂ¶ĂŸte Kommune Deutschlands sowie nach Einwohnern die zweitgrĂ¶ĂŸte der EuropĂ€ischen Union. Zudem ist Berlin mit rund 3800 Einwohnern je Quadratkilometer die am drittdichtesten bevölkerte Gemeinde Deutschlands. Berlin ist eine Enklave im Land Brandenburg und bildet das Zentrum der Metropolregion Berlin/Brandenburg (6 Millionen Einwohner) sowie der Agglomeration Berlin (4,4 Millionen Einwohner). Der Stadtstaat unterteilt sich in zwölf Bezirke. Neben den FlĂŒssen Spree und Havel befinden sich im Stadtgebiet kleinere FließgewĂ€sser sowie zahlreiche Seen und WĂ€lder.

    Erstmals 1237 urkundlich erwĂ€hnt, war Berlin im Verlauf der Geschichte und in verschiedenen Staatsformen Residenz- und Hauptstadt Brandenburgs, Preußens und des Deutschen Reichs. Ab 1949 war der Ostteil der Stadt faktisch Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik. Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 war Berlin wieder gesamtdeutsche Hauptstadt und wurde in der Folge Sitz der Bundesregierung, des BundesprĂ€sidenten, des Deutschen Bundestags, des Bundesrats sowie zahlreicher Bundesministerien und Botschaften.

    Berlin gilt als Weltstadt[9] der Kultur, Politik, Medien und Wissenschaften.[10][11] Die Stadt ist ein bedeutender europĂ€ischer Verkehrsknotenpunkt und eines der meistbesuchten Zentren des Kontinents. Die Sportereignisse, UniversitĂ€ten, Forschungseinrichtungen und Museen Berlins genießen internationalen Ruf.[12] In der Stadt leben FirmengrĂŒnder, KĂŒnstler und Einwanderer aus aller Welt.[13] Berlins Architektur, Festivals, Nachtleben und vielfĂ€ltige Lebensbedingungen sind weltweit bekannt.[14]

    Inhaltsverzeichnis

    Geografie

    Lage Berlins in Deutschland und der EuropÀischen Union

    Berlins markanter Bezugspunkt, das Rote Rathaus, hat die geografische Lage: 52° 31â€Č 6″ nördlicher Breite, 13° 24â€Č 30″ östlicher LĂ€nge. Die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung betrĂ€gt rund 45 km, in Nord-SĂŒd-Richtung etwa 38 km. Die FlĂ€che Berlins betrĂ€gt 892 kmÂČ. Die Stadt ist vollstĂ€ndig vom Land Brandenburg umgeben und liegt etwa 70 km westlich der Grenze zur Republik Polen.

    Berlin befindet sich in einer glazial geprĂ€gten Landschaft. Das historische Zentrum liegt an der schmalsten und damit verkehrsgĂŒnstigsten Stelle des Warschau-Berliner Urstromtals, das Berlin vom SĂŒdosten zum Nordwesten hin durchquert und von der Spree in Ost-West-Richtung durchflossen wird. Der nordöstliche Teil Berlins liegt auf der Hochebene des Barnim, knapp die HĂ€lfte der StadtflĂ€che im sĂŒdwestlichen Bereich liegt auf der Hochebene des Teltow. Der westlichste Bezirk, Spandau, liegt sowohl innerhalb des Berliner Urstromtals als auch auf der vor allem westlich von Berlin gelegenen Nauener Platte. Die Landschaft Berlins entstand im Eiszeitalter wĂ€hrend der jĂŒngsten Vereisungsphase, der Weichseleiszeit. Vor etwa 20.000 Jahren war das Gebiet Berlins noch vom mehrere 100 Meter mĂ€chtigen skandinavischen Eisschild bedeckt. Beim RĂŒckschmelzen des Gletschers entstand vor etwa 18.000 Jahren das Berliner Urstromtal.

    Reliefkarte von Berlin Berlin ist geprĂ€gt durch viele FließgewĂ€sser und Seen. Im Bezirk Spandau mĂŒndet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-SĂŒd-Richtung durchfließt. Berliner NebenflĂŒsse der Spree sind die Panke, die Dahme, die Wuhle und die Erpe. Der Flusslauf der Havel, eigentlich eine glaziale Rinne, Ă€hnelt dabei oft einer Seenlandschaft; die grĂ¶ĂŸten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee. Jeweils zum Teil in Berlin liegen die der Havel zufließenden BĂ€che Tegeler Fließ und BĂ€ke.

    Die höchsten Erhebungen Berlins sind als höchste natĂŒrliche Bodenerhebung der Große MĂŒggelberg ({{#invoke:FormatNum|format|114.7 |format=dewiki}} m ĂŒ. NHN) im Bezirk Treptow-Köpenick, der aus TrĂŒmmerschutt des Zweiten Weltkriegs aufgeschĂŒttete Teufelsberg ({{#invoke:FormatNum|format|114.7 |format=dewiki}} m ĂŒ. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Ahrensfelder Berge ({{#invoke:FormatNum|format|114.5 |format=dewiki}} m ĂŒ. NN) im Landschaftspark Wuhletal im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Die tiefsten Bereiche Berlins sind die Havelseen im SĂŒdwesten. Sie liegen {{#invoke:FormatNum|format|32 |format=dewiki}} m ĂŒ. NN.

    Klima

    Die Stadt befindet sich in der gemĂ€ĂŸigten Klimazone am Übergang vom maritimen zum kontinentalen Klima. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem betrĂ€gt 9,5 Â°C und die mittlere jĂ€hrliche Niederschlagsmenge 591 mm. Die wĂ€rmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 19,1 beziehungsweise 18,2 Â°C und der kĂ€lteste der Januar mit 0,6 Â°C im Mittel. Der meiste Niederschlag fĂ€llt im August mit durchschnittlich 64 mm, der geringste im April mit durchschnittlich 33 mm. (Mittelwerte von 1981 bis 2010 vom Deutschen Wetterdienst)[15] Hinsichtlich der Windgeschwindigkeiten und der Windrichtungsverteilung ist ein zweigeteiltes Maximum zu verzeichnen. Demnach wird in Berlin am hĂ€ufigsten Nordwest- und SĂŒdwestwind beobachtet, der besonders im Winter mit höheren Geschwindigkeiten verbunden ist und meist maritime, gut durchmischte und saubere Meeresluft herantransportiert.

    Berlin befindet sich in einer gemĂ€ĂŸigten Klimazone (Großer Tiergarten im Oktober).

    Das zweite Maximum aus SĂŒdost und Ost ist oft kennzeichnend fĂŒr Hochdruckwetterlagen kontinentaler Luftmassen, was je nach Jahreszeit zu sehr heißen bzw. sehr kalten Tagen fĂŒhren kann. Letztere Wetterlagen waren bis in die 1980er Jahre kennzeichnend fĂŒr Smog-Situationen, da sich die in der Stadt produzierten Schadstoffe (vor allem aus dem Ofenbrand und den Autoabgasen) aufgrund der austauscharmen Witterung nicht verflĂŒchtigen konnten. Der starke RĂŒckgang der Ofenheizung und das Aufkommen der Abgasfilter und Fahrzeugkatalysatoren haben dieses Problem in den letzten 20 Jahren deutlich abgemildert.

    Die geringen Höhenunterschiede innerhalb der Stadt bewirken an sich ein eher homogenes Stadtklima, allerdings fĂŒhrt die dichte Bebauung in der City und den Bezirkszentren zu teilweise deutlichen Temperaturunterschieden im Vergleich zu großen innerstĂ€dtischen FreiflĂ€chen, insbesondere aber zu den ausgedehnten LandwirtschaftsflĂ€chen im Umland. Vor allem in SommernĂ€chten werden Temperaturunterschiede von bis zu 10 Â°C gemessen.[16] Insgesamt jedoch profitiert Berlin auch in diesem Zusammenhang von seinem großen GrĂŒnflĂ€chenanteil, mehr als 40 Prozent des Stadtgebietes sind GrĂŒnbestand;[17] 2012 „sĂ€umten 439.971 BĂ€ume die Straßen“.[18] Die große Anzahl kleinerer FreiflĂ€chen, besonders aber auch die großen innerstĂ€dtischen GrĂŒnflĂ€chen wie der Große Tiergarten, der Grunewald und der ehemalige Flughafen Tempelhof mit der Hasenheide, die von Klimatologen auch als „KĂ€lteinseln“ bezeichnet werden, bewirken zumindest in ihrer Umgebung ein zumeist als weitgehend angenehm empfundenes Klima.

    Berlin
    Klimadiagramm
    JFMAMJJASOND
     
     
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    7
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    55
     
    4
    0
    Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
    Quelle: DWD, Daten: 1971–2000[19]
    Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr Berlin
    Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
    Max. Temperatur (°C) 2,9 4,2 8,5 13,2 18,9 21,6 23,7 23,6 18,8 13,4 7,1 4,4 Ø 13,4
    Min. Temperatur (°C) −1,9 −1,5 1,3 4,2 9,0 12,3 14,3 14,1 10,6 6,4 2,2 −0,4 Ø 5,9
    Niederschlag (mm) 42,3 33,3 40,5 37,1 53,8 68,7 55,5 58,2 45,1 37,3 43,6 55,3 ÎŁ 570,7
    Regentage (d) 10,0 8,0 9,1 7,8 8,9 9,8 8,4 7,9 7,8 7,6 9,6 11,4 ÎŁ 106,3
    T
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    2,9
    −1,9
    4,2
    −1,5
    8,5
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    13,2
    4,2
    18,9
    9,0
    21,6
    12,3
    23,7
    14,3
    23,6
    14,1
    18,8
    10,6
    13,4
    6,4
    7,1
    2,2
    4,4
    −0,4
    Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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    42,3 <div title="Januar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 33,3 <div title="Februar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 40,5 <div title="MĂ€rz" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 37,1 <div title="April" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 53,8 <div title="Mai" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 68,7 <div title="Juni" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 55,5 <div title="Juli" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 58,2 <div title="August" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 45,1 <div title="September" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 37,3 <div title="Oktober" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 43,6 <div title="November" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 55,3 <div title="Dezember" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div>
      Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
    Quelle: DWD, Daten: 1971–2000[19]

    Gliederung

    Berlin gliedert sich gemĂ€ĂŸ der Verfassung von Berlin in zwölf Bezirke. Diese unterteilen sich wiederum in insgesamt 96 Ortsteile, wobei die Berliner Verfassung lediglich eine Einteilung in Bezirke kennt. Die Ortsteile stellen zwar keine Verwaltungseinheiten dar, bilden aber die Grundlage amtlicher Ortsangaben und haben deshalb administrative Grenzen.

    Mit dem Groß-Berlin-Gesetz[20] wurden 1920 acht StĂ€dte sowie 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke zusammengefasst. Das neue Groß-Berlin umfasste ursprĂŒnglich 20 Bezirke mit damals 94 Ortsteilen, die mit unverĂ€nderten GrenzverlĂ€ufen den vorherigen Gliederungen entsprachen. Von diesen 20 Bezirken lagen nach der Teilung der Stadt 12 in West- und 8 in Ost-Berlin.

    AnlĂ€sslich der Schaffung von Neubaugebieten am östlichen Stadtrand wurde â€“ ohne Eingemeindungen â€“ die Zahl der Bezirke in Ost-Berlin durch AusgrĂŒndungen zwischen 1979 und 1986 auf 11 erhöht. Die Aufteilung in West-Berlin blieb unverĂ€ndert (bis auf einen Gebietsaustausch im Jahr 1945, als der Ostteil von Groß Glienicke im Austausch gegen West-Staaken zu Berlin kam und der 95. Ortsteil wurde).

    Das wiedervereinte Berlin zĂ€hlte 1990 somit zunĂ€chst 23 Bezirke. Im Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde deren Zahl dann zum 1. Januar 2001 durch Bezirksfusionen schließlich auf 12 reduziert. Zahl und Zuschnitt der Ortsteile wurden wĂ€hrend der letzten Jahrzehnte ebenfalls mehrfach geĂ€ndert.

    Als Teile des Landes Berlin tragen die Bezirke ihre Namen ohne den vorangestellten Zusatz „Berlin-“. Dieser Sprachgebrauch wird auch auf Landeseinrichtungen ausgedehnt, die nach den Bezirken benannt sind: Bezeichnungen wie Amtsgericht Tiergarten oder Finanzamt Charlottenburg (jeweils ohne „Berlin-“) werden bundesweit verwendet.[21][22]

    Bezirk MitteBezirk Friedrichshain-KreuzbergBezirk PankowBezirk Charlottenburg-WilmersdorfBezirk SpandauBezirk Steglitz-ZehlendorfBezirk Tempelhof-SchönebergBezirk NeuköllnBezirk Treptow-KöpenickBezirk Marzahn-HellersdorfBezirk LichtenbergBezirk ReinickendorfBrandenburgDie 12 Bezirke und 96 Ortsteile Berlins
    Über dieses Bild
    Eckdaten der Bezirke von Berlin am 30. November 2013[4]
    Nr. Bezirk von Berlin Einwohner FlÀche
    in kmÂČ
    Einwohner
    pro kmÂČ
    AuslÀnder-
    anteil
    01. MitteBerlin Mitte 337.235 39,47 8.780 28,6 %
    02. Friedrichshain-KreuzbergBerlin Friedrichshain-Kreuzberg 263.501 20,16 13.818 22,1 %
    03. PankowBerlin Pankow 370.897 103,01 3.705 8,1 %
    04. Charlottenburg-WilmersdorfBerlin Charlottenburg-Wilmersdorf 302.245 64,72 5.065 19,3 %
    05. SpandauBerlin Spandau 222.248 91,91 2.519 13,6 %
    06. Steglitz-ZehlendorfBerlin Steglitz-Zehlendorf 284.495 102,50 2.927 11,0 %
    07. Tempelhof-SchönebergBerlin Tempelhof-Schöneberg 323.913 53,09 6.334 15,5 %
    08. NeuköllnBerlin Neukölln 311.926 44,93 7.187 22,7 %
    09. Treptow-KöpenickBerlin Treptow-Köpenick 243.718 168,42 1.466 4,0 %
    10. Marzahn-HellersdorfBerlin Marzahn-Hellersdorf 250.939 61,74 4.141 4,9 %
    11. LichtenbergBerlin Lichtenberg 262.338 52,29 5.134 9,1 %
    12. ReinickendorfBerlin Reinickendorf 246.168 89,46 2.764 11,5 %
    Berlin Land Berlin (Gesamt) 3.419.623 891,85 3.973 14,7 %

    NachbarstÀdte und -gemeinden

    Das Umland Berlins ist geprÀgt durch die Brandenburger Fluss- und Seenlandschaft; das Foto zeigt Schmöckwitz

    Bis 1945 war Berlin Verwaltungssitz der Kreise Niederbarnim und Teltow. Berlin ist vollstÀndig vom Land Brandenburg umschlossen und grenzt dabei an acht Landkreise und eine kreisfreie Stadt mit den folgenden sieben StÀdten und 20 lÀndlichen Gemeinden (Auflistung mit Kfz-Kennzeichen und im Uhrzeigersinn, im Nordosten beginnend):

    Landkreis Barnim (BAR): Wandlitz, Panketal, Ahrensfelde
    Landkreis MĂ€rkisch-Oderland (MOL): Hoppegarten, Neuenhagen bei Berlin
    Landkreis Oder-Spree (LOS): Schöneiche bei Berlin, Woltersdorf, Erkner (Stadt), Gosen-Neu Zittau
    Landkreis Dahme-Spreewald (LDS): Königs Wusterhausen (Stadt), Zeuthen, Eichwalde, Schulzendorf, Schönefeld
    Landkreis Teltow-FlĂ€ming (TF): Blankenfelde-Mahlow, Großbeeren
    Landkreis Potsdam-Mittelmark (PM): Teltow (Stadt), Kleinmachnow, Stahnsdorf
    Potsdam (P) (kreisfreie Stadt)
    Landkreis Havelland (HVL): Dallgow-Döberitz, Falkensee (Stadt), Schönwalde-Glien
    Landkreis Oberhavel (OHV): Hennigsdorf (Stadt), Hohen Neuendorf (Stadt), MĂŒhlenbecker Land, Glienicke/Nordbahn

    Geschichte

    → Hauptartikel: Geschichte Berlins

    Name der Stadt

    Der Name Berlin leitet sich vermutlich von dem slawischen Wort brlo/berlo ab, was zusammen mit der Endung in ‚Sumpf‘ oder ‚trockene Stelle in einem Feuchtgebiet‘ bedeutet. DafĂŒr spricht auch, dass der Name in Urkunden immer wieder mit Artikel auftaucht („der Berlin“).[23]

    Der Stadtname ist weder auf den angeblichen GrĂŒnder der Stadt, Albrecht den BĂ€ren, gestorben bereits 1170, noch auf das Berliner Wappentier zurĂŒckzufĂŒhren. Hierbei handelt es sich um ein redendes Wappen, mit dem versucht wird, den Stadtnamen bildlich darzustellen (Berlin = BĂ€r). Das Wappentier leitet sich also vom Stadtnamen ab, nicht umgekehrt.

    GrĂŒndung wĂ€hrend der Markgrafschaft

    Von Karl Friedrich von Klöden rekonstruierter Plan von Berlin und Cölln zur Zeit der GrĂŒndung um etwa 1230

    Ältester Stadtplan von Berlin und Cölln von Johann Gregor Memhardt (1652)

    Die auf der Spreeinsel gelegene Stadt Cölln wurde 1237 erstmals urkundlich erwĂ€hnt.[24] 1244 folgte dann die ErwĂ€hnung (Alt-)Berlins, das am nordöstlichen Ufer der Spree liegt. Neuere archĂ€ologische Funde belegen, dass es bereits in der zweiten HĂ€lfte des 12. Jahrhunderts vorstĂ€dtische Siedlungen beiderseits der Spree gegeben hat.[25] 1280 fand der erste nachweisbare mĂ€rkische Landtag in Berlin statt. Dies deutet auf eine frĂŒhe Spitzenstellung, wie sie auch aus dem Landbuch Karls IV. (1375) erkennbar wird, als Berlin mit Stendal, Prenzlau und Frankfurt/Oder als die StĂ€dte mit dem höchsten Steueraufkommen nachgewiesen werden. Die beiden StĂ€dte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus.

    KurfĂŒrstentum im SpĂ€tmittelalter

    Berlin teilte das Schicksal Brandenburgs unter den Askaniern (1157–1320), Wittelsbachern (1323–1373) und Luxemburgern (1373–1415). Im Jahr 1257 zĂ€hlte der Markgraf von Brandenburg zum ersten Mal zum einzig zur Königswahl berechtigten Wahlkollegium. Die genauen Regeln wurden 1356 mit der Goldenen Bulle festgelegt; seitdem galt Brandenburg als KurfĂŒrstentum. Nachdem der deutsche König Sigismund von Luxemburg 1415 Friedrich I. von Hohenzollern mit der Mark Brandenburg belehnt hatte, regierte diese Familie bis 1918 in Berlin als Markgrafen und KurfĂŒrsten von Brandenburg und ab 1701 auch als Könige in bzw. von Preußen.

    Im Jahr 1448 revoltierten Einwohner von Berlin im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des KurfĂŒrsten Friedrich II. („Eisenzahn“).[26][27] Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, und die Stadt bĂŒĂŸte viele ihrer mittlerweile ersessenen politischen und ökonomischen Freiheiten ein. KurfĂŒrst Johann Cicero erklĂ€rte 1486 Berlin zur Hauptresidenzstadt des brandenburgischen KurfĂŒrstentums.

    Bereits seit 1280 gab es Handelsbeziehungen zur Hanse, insbesondere zu Hamburg. Ab dem 14. Jahrhundert war Berlin Mitglied der Hanse, ohne dass Beginn und IntensitĂ€t der Mitgliedschaft deutlicher zu erkennen wĂ€ren. Als Folge des „Berliner Unwillens“ hatte der KurfĂŒrst der Doppelstadt verboten, Mitglied von StĂ€dtebĂŒnden zu sein. Dennoch sind weiterhin Beziehungen zur Hanse nachweisbar. Erst 1518 trat Berlin formal aus der Hanse aus bzw. wurde von ihr ausgeschlossen.[28]

    Die Reformation wurde 1539 unter KurfĂŒrst Joachim II. in Berlin und Cölln eingefĂŒhrt, ohne dass es zu großen Auseinandersetzungen kam.

    KurfĂŒrstentum in der FrĂŒhen Neuzeit

    Der DreißigjĂ€hrige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte fĂŒr Berlin verheerende Folgen: Ein Drittel der HĂ€user wurde beschĂ€digt, die Bevölkerungszahl halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große KurfĂŒrst, ĂŒbernahm 1640 die RegierungsgeschĂ€fte von seinem Vater. Er begann eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Vom darauf folgenden Jahr an kam es zur GrĂŒndung der VorstĂ€dte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt.

    Im Jahr 1671 wurde 50 jĂŒdischen Familien aus Österreich ein Zuhause in Berlin gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg.

    Preußisches Königreich

    Das Berliner Stadtschloss, die Hauptresidenz des preußischen Königs, um 1900

    Berlin erlangte 1701 durch die Krönung Friedrichs I. zum König in Preußen die Stellung der preußischen Hauptstadt, was durch das Edikt zur Bildung der Königlichen Residenz Berlin durch Zusammenlegung der StĂ€dte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt am 17. Januar 1709 amtlich wurde.[29] Bald darauf entstanden neue VorstĂ€dte, die Berlin vergrĂ¶ĂŸerten.

    Nach der Niederlage Preußens 1806 gegen die Armeen Napoleons verließ der König Berlin Richtung Königsberg. Behörden und wohlhabende Familien zogen aus Berlin fort. Französische Truppen besetzten die Stadt von 1806 bis 1808. Unter dem Reformer Freiherr vom und zum Stein wurde am 19. November 1808 die neue Berliner StĂ€dteordnung beschlossen und in einem Festakt am 6. Juli 1809 in der Nikolaikirche proklamiert, was zur ersten frei gewĂ€hlten Stadtverordnetenversammlung fĂŒhrte. An die Spitze der neuen Verwaltung wurde ein OberbĂŒrgermeister gewĂ€hlt. Die Vereidigung der neuen Stadtverwaltung, nun Magistrat genannt, erfolgte am 8. Juli des Jahres im Berliner Rathaus.[30]

    Bei den Reformen der Schulen und wissenschaftlichen Einrichtungen spielte die von Wilhelm von Humboldt vorgeschlagene Bildung einer Berliner UniversitĂ€t eine bedeutende Rolle. Die neue UniversitĂ€t (1810) entwickelte sich rasch zum geistigen Mittelpunkt von Berlin und wurde bald weithin berĂŒhmt.[30]

    Weitere Reformen wie die EinfĂŒhrung einer Gewerbesteuer, das Gewerbe-Polizeigesetz (mit der Abschaffung der Zunftordnung), unter Staatskanzler Karl August von Hardenberg verabschiedet, die bĂŒrgerliche Gleichstellung der Juden und die Erneuerung des Heereswesens fĂŒhrten zu einem neuen Wachstumsschub in Berlin. Vor allem legten sie die Grundlage fĂŒr die spĂ€tere Industrieentwicklung in der Stadt. Der König kehrte Ende 1809 nach Berlin zurĂŒck.[30]

    In den folgenden Jahrzehnten bis um 1850 siedelten sich außerhalb der Stadtmauern neue Fabriken an, in denen die Zuwanderer als Arbeiter oder Tagelöhner BeschĂ€ftigung fanden. Dadurch verdoppelte sich die Zahl der Einwohner durch Zuzug aus den östlichen Landesteilen.[30] Bedeutende Unternehmen wie Borsig, Siemens oder die AEG entstanden und fĂŒhrten dazu, dass Berlin bald als Industriestadt galt. Damit einher ging auch der politische Aufstieg der Berliner Arbeiterbewegung, die sich zu einer der stĂ€rksten der Welt entwickelte.[31]

    Im Ergebnis der MĂ€rzrevolution machte der König zahlreiche ZugestĂ€ndnisse. Ende 1848 wurde ein neuer Magistrat gewĂ€hlt. Nach einer kurzen Pause wurde im MĂ€rz 1850 eine neue Stadtverfassung und Gemeindeordnung beschlossen, wonach die Presse- und Versammlungsfreiheit wieder aufgehoben, ein neues Dreiklassen-Wahlrecht eingefĂŒhrt und die Befugnisse der Stadtverordneten stark eingeschrĂ€nkt wurden. Die Rechte des PolizeiprĂ€sidenten Hinckeldey wurden dagegen gestĂ€rkt. In seiner Amtszeit bis 1856 sorgte er fĂŒr den Aufbau der stĂ€dtischen Infrastruktur (vor allem Stadtreinigung, Wasserwerke, Wasserleitungen, Errichtung von Bade- und Waschanlagen).[30]

    Im Jahr 1861 wurden Moabit und der Wedding sowie die Tempelhofer, Schöneberger, Spandauer und weitere VorstÀdte eingemeindet.

    Kaiserreich

    Datei:Berlin 1885.pdf

    Unter den Linden Ecke Friedrichstraße, um 1900

    Mit der Einigung zum kleindeutschen Nationalstaat durch den preußischen MinisterprĂ€sidenten Otto von Bismarck, die am 18. Januar 1871 vollzogen wurde, kam Berlin auch in die Stellung der Hauptstadt des deutschen Nationalstaats, zunĂ€chst mit dessen staatsrechtlicher Bezeichnung Deutsches Reich (bis 1945).[32] Mit GrĂŒndung des Kaiserreichs lĂ€sst sich der Beginn der GrĂŒnderzeit, in dessen Folge Deutschland zur Weltmacht und Berlin zur Weltstadt aufstieg, fĂŒr Deutschland sehr genau auf das Jahr 1871 datieren. Im mehr als vier Jahrzehnte wĂ€hrenden Frieden, der im August 1914 mit Beginn des Ersten Weltkriegs endete, wurde Berlin im Jahr 1877 zunĂ€chst Millionenstadt und ĂŒberstieg die Zweimillionen-Einwohner-Grenze erstmals im Jahr 1905.

    Nach seiner Abdankung am 9./10. November 1918 in Spa kehrte der Kaiser nie mehr nach Berlin zurĂŒck.

    Weimarer Republik

    Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde am 9. November 1918 in Berlin die Republik ausgerufen.[33] In den Monaten nach der Novemberrevolution kam es mehrfach zu teils blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und ihren Freikorps sowie revolutionĂ€ren Arbeitern. Anfang 1919 erschĂŒtterte der Spartakusaufstand die Stadt, zwei Monate spĂ€ter ein Generalstreik. Am 13. Januar 1920 kam es zu einem Blutbad vor dem Reichstag und im MĂ€rz 1920 wurde Berlin zum Schauplatz des Kapp-Putsches.

    Im gleichen Jahr folgte mit dem Groß-Berlin-Gesetz eine umfassende Eingemeindung mehrerer umliegender StĂ€dte und Landgemeinden sowie zahlreicher Gutsbezirke. Die Reichs- und Landeshauptstadt hatte damit rund vier Millionen Einwohner und war in den 1920er Jahren die grĂ¶ĂŸte Stadt Kontinentaleuropas und die nach London und New York drittgrĂ¶ĂŸte Stadt der Welt.

    Die Stadt erlebte in den 1920er Jahren eine BlĂŒtezeit der Kunst, Wissenschaft und Kultur, die spĂ€ter als die „Goldenen Zwanziger“ bezeichnet wurden. WĂ€hrend dieser Zeit, die zeitweise durch wirtschaftliche Erholung geprĂ€gt war, war Berlin, auch aufgrund der nunmehr ungewöhnlich weit ausgedehnten StadtflĂ€che, die grĂ¶ĂŸte Industriestadt Europas.

    Zeit des Nationalsozialismus

    Potsdamer Platz, 1945

    Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Jahr 1933 gewann Berlin als Hauptstadt des zentralistischen Dritten Reichs an politischer Bedeutung. Es war Schauplatz der 1936 von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken genutzten Olympischen Spiele.[34] Adolf Hitler und Generalbauinspektor Albert Speer entwickelten gigantomanische architektonische Konzepte fĂŒr den Umbau Berlins nach römischem Vorbild zur „Welthauptstadt Germania“.[35]

    Nationalsozialisten und NS-Regime zerstörten Berlins jĂŒdische Gemeinde, die vor 1933 rund 160.000 Mitglieder zĂ€hlte. Nach den Novemberpogromen von 1938 wurden tausende Berliner Juden ins nahe gelegene KZ Sachsenhausen deportiert. Rund 50.000 der noch in Berlin wohnhaften 66.000 Juden wurden vom Oktober 1941 an zunĂ€chst in Ghettos und Arbeitslager nach Litzmannstadt, Minsk, Kaunas, Riga, Piaski oder Theresienstadt deportiert. Viele starben dort unter den widrigen Lebensbedingungen, andere wurden von dort in Vernichtungslager verschleppt und ermordet; nur wenige ĂŒberlebten. Ab November 1942 fuhren DeportationszĂŒge auch direkt nach Auschwitz. Mit der Fabrikaktion endeten im MĂ€rz 1943 die Massendeportationen.

    WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs wurde Berlin erstmals im Herbst 1940 von britischen Bombern angegriffen. Die Luftangriffe steigerten sich massiv ab 1943, wobei große Teile Berlins zerstört wurden. Die Schlacht um Berlin 1945 fĂŒhrte zu weiteren Zerstörungen. Fast die HĂ€lfte aller GebĂ€ude war zerstört, nur ein Viertel aller Wohnungen war unbeschĂ€digt geblieben. Von 226 BrĂŒcken standen nur noch 98. Mit den TrĂŒmmermassen hĂ€tte man einen 35 Meter breiten Damm von Berlin nach Dortmund errichten können.[36]

    Geteilte Stadt

    Karte der geteilten Stadt

    Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde Berlin gemĂ€ĂŸ der Londoner Protokolle – der Gliederung ganz Deutschlands in Besatzungszonen entsprechend – in vier Sektoren aufgeteilt, nĂ€mlich die Sektoren der Vereinigten Staaten von Amerika, des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Irland, Frankreichs und der Sowjetunion: amerikanischer, britischer, französischer und russischer Sektor. Weder in der Konferenz von Jalta noch im Potsdamer Abkommen war eine förmliche Teilung in Westsektoren und Ostsektor (West-Berlin und Ost-Berlin) vorgesehen. Diese Gruppierung ergab sich 1945/1946 durch das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl der West-Alliierten einerseits und das GefĂŒhl der Mehrzahl der Berliner andererseits, die die West-Alliierten als Befreier „von den Russen“ empfanden.

    Berliner Mauer 1986 – am Bethaniendamm in Kreuzberg

    Die Sowjetische MilitĂ€radministration in Deutschland schuf schon am 19. Mai 1945 einen Magistrat fĂŒr Berlin. Er bestand aus einem parteilosen OberbĂŒrgermeister, 4 Stellvertretern und 16 StadtrĂ€ten. Als erster Stadtrat fĂŒr das Gesundheitswesen wurde Ferdinand Sauerbruch bestimmt. Aufgrund des Befehls Nr. 165 entließ ihn der Alliierte Kontrollrat am 12. Oktober 1945 wegen seiner Einstellung zur Zeit des Nationalsozialismus.[37]

    FĂŒr Groß-Berlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier SiegermĂ€chte bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion fĂŒhrten nach einer WĂ€hrungsreform in den West-Sektoren 1948/1949 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Westalliierten mit der „Berliner LuftbrĂŒcke“ ĂŒberwanden.

    10. November 1989, Bornholmer Straße im westlichen Teil Berlins. Am Tag nach der Öffnung der Mauer bereitet ein Spalier den Besuchern aus der DDR einen ersten Empfang

    Mit der GrĂŒndung der Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands im Jahr 1949 verfestigte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. WĂ€hrend die Bundesrepublik ihren Regierungssitz in Bonn hatte, was zunĂ€chst als Provisorium gedacht war, proklamierte die DDR Berlin als Hauptstadt. Der Ost-West-Konflikt gipfelte in der Berlin-Krise und fĂŒhrte zum Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.

    West-Berlin war seit 1949 de facto ein Land der Bundesrepublik Deutschland – allerdings mit rechtlicher Sonderstellung – und Ost-Berlin de facto ein Teil der DDR. Berlins Osten und Westen waren ab 1961 völlig voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr fĂŒr die Bewohner der DDR und Ost-Berlins, Rentnerinnen und Rentner ausgenommen, und bis 1972 auch nur in AusnahmefĂ€llen fĂŒr Bewohner West-Berlins.

    Im Jahr 1971 wurde das ViermĂ€chteabkommen ĂŒber Berlin unterzeichnet und trat 1972 in Kraft. WĂ€hrend die Sowjetunion den ViermĂ€chte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die WestmĂ€chte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom ViermĂ€chte-Status ĂŒber Gesamt-Berlin. Die Problematik des umstrittenen Status Berlins wird auch als Berlin-Frage bezeichnet. <div style="clear:both;" />

    Berliner Republik

    In der DDR kam es 1989 zur Wende, die Mauer wurde geöffnet. 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt.[38]

    Am 20. Juni 1991 beschloss der Bundestag mit dem Hauptstadtbeschluss nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt Sitz der deutschen Bundesregierung und des Bundestages sein solle.[39] 1994 wurde das Schloss Bellevue auf Initiative Richard von WeizsÀckers zum ersten Amtssitz des BundesprÀsidenten. In der Folgezeit wurde das BundesprÀsidialamt in unmittelbarer NÀhe errichtet.

    Im Jahr 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf. 2001 wurde das neue Bundeskanzleramt eingeweiht und von Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen. Die ĂŒberwiegende Zahl der Auslandsvertretungen in Deutschland verlegten in den folgenden Jahren ihren Sitz von Bonn nach Berlin.

    Zum 1. Januar 2001 wurde die Zahl der Berlin untergliedernden Bezirke durch deren Neugliederung von 23 auf 12 reduziert.

    Bevölkerung

    Einwohnerentwicklung Berlins seit 1880

    Berlin hatte am 30. November 2013 3.419.623 Einwohner[40] und ist damit die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands. Die Agglomeration Berlin hat rund 4,4 Millionen Einwohner, die Metropolregion Berlin/Brandenburg, die beide BundeslĂ€nder komplett umfasst, knapp 5,8 Millionen Einwohner.

    Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war die Berliner Gegend nur spĂ€rlich bevölkert, der DreißigjĂ€hrige Krieg hatte die Bevölkerung Berlins noch einmal etwa halbiert. Doch nachdem KurfĂŒrst Friedrich Wilhelm 1640 die RegierungsgeschĂ€fte von seinem Vater ĂŒbernommen hatte, holte er unter anderem viele Hugenotten aus Frankreich in die Region. So stieg die Bevölkerung von rund 6.000 um 1648 auf rund 57.000 im Jahr 1709. Die Einwohnerzahl wuchs nun stetig, sodass Berlin 1747 zur Großstadt und 1877 zur Millionenstadt wurde.

    Der Bevölkerungsanstieg im Berliner Raum hatte infolge der nach den Preußischen Reformen einsetzenden Industrialisierung eine Beschleunigung erfahren. Die Berliner im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts waren nur noch zu gut 40 % in Berlin geboren. Im Jahre 1900 stammten von den 1,9 Millionen Berlinern aus den preußischen Provinzen Brandenburg ĂŒber 20 %, Ost- und Westpreußen 9 %, Schlesien 7 %, Pommern 6 %, Posen 5 % und Sachsen 4 %. Eher gering war mit 3–4 % die Zuwanderung aus anderen Regionen Deutschlands und mit gut 1,5 % aus dem Ausland. Der Anteil der Berliner mit deutscher Muttersprache lag 1895 bei ĂŒber 98 %.[41] Mit dem Groß-Berlin-Gesetz von 1920 stieg die Bevölkerungszahl durch Eingemeindung bisher unabhĂ€ngiger StĂ€dte und Dörfer auf fast vier Millionen an. Berlin war damit in den 1920er und 1930er Jahren die grĂ¶ĂŸte Stadt Kontinentaleuropas und die nach London und New York City drittgrĂ¶ĂŸte Stadt der Welt. Die Einwohnerzahl ĂŒberschritt in den 1920er Jahren die Vier-Millionengrenze und erreichte 1942 mit 4,48 Millionen ihren Höchststand (damals allerdings nur noch ein theoretischer Wert, siehe → hier).

    Bevölkerungspyramide von Berlin 2010
    GrĂ¶ĂŸte Gruppen der melderechtlich mit Hauptwohnsitz in Berlin registrierten AuslĂ€nder[42] (vor Zensus 2011)
    Rang Staat Bevölkerung
    (31.12.2012)
    01. TurkeiTĂŒrkei TĂŒrkei 101.061
    02. PolenPolen Polen 46.945
    03. ItalienItalien Italien 19.771
    04. SerbienSerbien Serbien und KosovoKosovo Kosovo 18.544
    05. RusslandRussland Russland 17.596
    06. BulgarienBulgarien Bulgarien 15.933
    07. FrankreichFrankreich Frankreich 15.253
    08. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 14.395
    09. VietnamVietnam Vietnam 13.959
    10. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 11.480
    11. SpanienSpanien Spanien 11.473
    12. GriechenlandGriechenland Griechenland 10.953
    13. Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 10.680
    14. OsterreichÖsterreich Ă–sterreich 10.058
    15. KroatienKroatien Kroatien 10.025

    Durch den Zweiten Weltkrieg fiel die Zahl wieder und liegt seitdem relativ konstant zwischen 3,0 und 3,5 Millionen Einwohnern.[43] Jungen MĂ€nnern aus dem Bundesgebiet bot zwischen 1957 und 1990 eine Übersiedlung nach West-Berlin die Möglichkeit, sich der Wehrpflicht zur Bundeswehr zu entziehen, weil dort die Wehrgesetzgebung der Bundesrepublik nicht galt. Die Zahl der ZuzĂŒge wie der FortzĂŒge liegt seit 1991 jĂ€hrlich zwischen 100.000 und 145.000.[44] Die oft zitierte Behauptung aus dem Jahr 2007, 1,7 Millionen Berliner hĂ€tten die Stadt nach der Wiedervereinigung (seit 1991) verlassen, 1,8 Millionen Menschen seien zugezogen und hĂ€tten damit fĂŒr einen umfangreichen Bevölkerungsaustausch gesorgt,[45] beruht also auf einer bloßen Addition sĂ€mtlicher ZuzĂŒge und sĂ€mtlicher FortzĂŒge und ĂŒberzeichnet die wirkliche Bevölkerungsfluktuation. Auch heute noch hat Berlin eine in Deutschland weit ĂŒberdurchschnittliche rĂ€umliche Bevölkerungsbewegung. Allein im Jahr 2009 zogen 143.852 Menschen nach Berlin, darunter 56.028 AuslĂ€nder. Gleichzeitig verließen 133.335 Einwohner die Stadt, davon 59.083 AuslĂ€nder.[46]

    In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Gastarbeiter aus SĂŒdeuropa und der TĂŒrkei nach West- und Vertragsarbeiter vor allem aus Vietnam nach Ost-Berlin. Seit den 1980er Jahren machten sich viele russlanddeutsche SpĂ€taussiedler und seit der Wiedervereinigung schließlich Juden aus der Ukraine und Russland hierher auf den Weg. Heute leben in der Stadt BĂŒrger von rund 190 Staaten.[47][48] Außerdem war und ist Berlin aufgrund der politischen und kulturellen Bedeutung ein Zuzugsgebiet fĂŒr viele Deutsche aus anderen Regionen, so betrug der Wanderungsgewinn gegenĂŒber dem ĂŒbrigen Bundesgebiet im Jahr 2009 ĂŒber 18.000 Personen;[49] Kreuzberg bildet aufgrund der dichten Besiedlung und niedrigen Mieten einen Schwerpunkt sowohl der tĂŒrkischen als auch der alternativen Kultur. Die tĂŒrkische Gemeinde Berlins mit etwa 180.000 tĂŒrkischen und tĂŒrkischstĂ€mmigen BĂŒrgern[50] gilt als eine der grĂ¶ĂŸten tĂŒrkischen Gemeinden außerhalb der TĂŒrkei. ZusĂ€tzlich leben rund 70.000 Afrodeutsche in Berlin.[51] Es gibt mehr als 25 nichteinheimische ethnische Gruppen oder NationalitĂ€ten mit jeweils mehr als 10.000 Menschen. Diese sind:[52][53]

    TĂŒrken: ~180.000–210.000, Polen: ~100.000, Russen: ~50.000, PalĂ€stinenser: ~30.000, Serben: ~26.000, Libanesen: ~25.000, Italiener: ~22.000, Vietnamesen: ~21.000, US-Amerikaner: ~20.000, Franzosen: ~20.000, Kasachen: ~20.000, Bulgaren: ~16.000, Ukrainer: ~16.000, Briten: ~15.000, Bosnier: ~14.000, Griechen: ~13.000, Österreicher: ~13.000, Spanier: ~13.000, Kroaten: ~12.000, Chinesen: ~12.000, Iraner: ~11.000, ThailĂ€nder: ~11.000, Syrer: ~11.000, RumĂ€nen: ~11.000, Ägypter: ~10.000, Ghanaer: ~10.000, Israelis: ~17.000,[54] Brasilianer: ~10.000, Inder: ~10.000, Koreaner: ~10.000.

    SchĂ€tzungsweise leben in Berlin zwischen 100.000 und 250.000 nicht registrierte Immigranten, hauptsĂ€chlich aus Afrika, Asien, vom Balkan oder Lateinamerika.[55] Wegen der Schwierigkeiten, den Migrationshintergrund einheitlich zu definieren und in Befragungen zu erfassen, könnte der tatsĂ€chliche Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in relevantem Maße von den genannten Zahlen abweichen.

    Mundart

    Berlinisch (ugs. auch Berlinerisch) wird im Allgemeinen als eine stĂ€dtische Variante des Niederdeutschen angesehen, das in Berlin nach dem DreißigjĂ€hrigen Krieg vor allem durch den Zuzug vieler Bevölkerungsgruppen etliche Wörter und Redewendungen aus anderen Sprachen und Dialekten wie dem Französischen und dem Jiddischen aufnahm; nach der Eroberung Schlesiens und den polnischen Teilungen auch aus dem Schlesisch/Polnischen. Berlinisch wird in Berlin und im Berliner Umland gesprochen und enthĂ€lt auch nur in Berlin ĂŒbliche (Sprich-)Worte oder dort geprĂ€gte Redewendungen, die sogenannten „Berolinismen“.

    Sprachwissenschaftlich handelt es sich beim Berlinischen tatsÀchlich um einen Metrolekt, eine stÀdtische Sprachmischung, die nicht nur regionalen Ursprungs ist, sondern durch Mischung von Dialekten unterschiedlicher Herkunft entstanden ist. TatsÀchlich ist das heutige Brandenburgische eine Varianz des Berliner Metrolekts.

    Seit der Entstehung Berlins im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts wurde dort aufgrund der Herkunft der Siedler niederdeutsch gesprochen. Das Berlinische war in der Geschichte ĂŒberwiegend Sprache der einfachen Leute, die Bildungsschicht bemĂŒhte sich stets um einwandfreies Hochdeutsch. Viele Neuberliner nahmen zwar Teile des Berlinischen an, aber die stĂ€ndige Verwendung wurde als „unfein“, „proletarisch“ oder „dumm“ betrachtet. In der DDR Ă€nderte sich diese Einstellung teilweise, sodass Berlinerisch auch in gebildeten Kreisen teilweise gepflegt wurde. Dadurch finden sich die Zentren der verstĂ€rkten Verwendung heute vor allem in den Ostbezirken, den alten westlichen Arbeiterbezirken und dem Umland. UnverĂ€ndert wird die Sprache in Berlin von Zuwandererwellen geprĂ€gt, wodurch die verwendete Umgangssprache unbestĂ€ndig bleibt.

    Religionen und Weltanschauungen

    Berliner Dom auf der Spreeinsel in Mitte St.-Hedwigs-Kathedrale am Bebelplatz in Mitte, römisch-katholische Bischofskirche

    Von den rund 3,3 Millionen Einwohnern Berlins sind etwa 21,5 Prozent evangelisch und 9,2 Prozent katholisch.[56] Insgesamt bezeichneten sich im Zensus 2011 in der Antwort auf eine freiwillige Frage 37,4 Prozent der Berliner Bevölkerung als christlich, 9,0 Prozent rechneten sich einer anderen Religion oder Glaubensrichtung zu, 23,4 Prozent fĂŒhlten sich keiner zugehörig und 30,2 Prozent machten keine Angaben.[57] Nach Ă€lteren Angaben sind 7,2 Prozent dem Islam zuzurechnen,[58] 0,3 Prozent gehören zur JĂŒdischen Gemeinde,[58] 0,6 Prozent gehören einer weiteren Religion an.[59]

    In Berlin sind mehrere humanistische und andere Vereinigungen nichtreligiöser Menschen vertreten. So haben der Humanistische Verband Deutschlands, dessen Berliner Landesverband 6.620 Mitglieder[60] (0,2 Prozent der Bevölkerung) hat und die Humanistische Akademie Deutschland ihren Sitz in Berlin. Genaue Zahlen darĂŒber, wie viele Berliner sich als Humanisten betrachten, liegen nicht vor. 1982 erfolgte im Westteil Berlins die EinfĂŒhrung des Schulfaches Humanistische Lebenskunde, dessen Teilnehmerzahl sich mittlerweile, verstĂ€rkt vor allem durch die Ausdehnung auf den Ostteil Berlins 1990, auf rund 54.000 SchĂŒler belĂ€uft.[61]

    Bedingt durch die unterschiedliche Entwicklung wĂ€hrend der deutschen Teilung, bestehen im Glaubensbekenntnis starke Ost-West-Unterschiede, vor allem bei der evangelischen Kirche, die seit der Reformation in Berlin dominierte. So sind bis heute in zahlreichen Ortsteilen im Westteil ĂŒber 40 Prozent der deutschen Einwohner evangelisch oder katholisch, wĂ€hrend es in den in der DDR entstandenen Neubaugebieten teils unter 10 Prozent sind.[62] In dem grĂ¶ĂŸten vollstĂ€ndig im Westteil Berlins gelegenen Bezirk Tempelhof-Schöneberg 26,2 Prozent evangelisch und 12,6 Prozent katholisch.[63] Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist Markus Dröge. An der Spitze des römisch-katholischen Erzbistums Berlin steht Rainer Maria Woelki. Das Land Berlin zahlt der evangelischen Kirche jĂ€hrlich 8.146.910 Euro und der römisch-katholischen Kirche 2.860.000 Euro Staatsdotationen (Stand 2009).[64]

    Berlin Neue Synagoge 2005.jpg Sehitlik-Moschee in Berlin, 2012.jpg
    Neue Synagoge in Mitte ƞehitlik-Moschee in Neukölln

    Die SelbstÀndige Evangelisch-Lutherische Kirche, die heute im Stadtgebiet mit acht Kirchengemeinden vertreten ist, ist aus der 1830 entstandenen Evangelisch-lutherischen Kirche hervorgegangen.[65]

    Ebenfalls in Berlin ansĂ€ssig sind ein russisch-orthodoxer und ein bulgarisch-orthodoxer Bischof, die meisten anderen orthodoxen und altorientalischen Nationalkirchen sind ebenfalls mit Gemeinden vertreten. Mit mindestens fĂŒnf regelmĂ€ĂŸigen Messorten haben auch die katholischen Altritualisten in Berlin ihre stĂ€rkste PrĂ€senz im deutschsprachigen Raum. Ferner existiert in Berlin-Wilmersdorf eine altkatholische Gemeinde, die auch in der Alt-Schöneberger Dorfkirche zu Gast ist.[66]

    Baptisten gibt es in Berlin seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, mit ihren 36 Gemeinden bilden sie heute die grĂ¶ĂŸte Freikirche der Bundeshauptstadt. Unter anderem gibt es auch 29 Gemeinden der Neuapostolischen Kirche. Es gibt sechs Gemeinden der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Die Ă€lteste Berliner Mennonitengemeinde besteht seit 1887. In Berlin befindet sich der juristische Sitz des deutschen Zweiges der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas.

    Berlin ist seit 1999 Sitz des Zentralrats der Juden in Deutschland. Heute befinden sich ĂŒber elf Synagogen, mehrere buddhistische Tempel und 76 Moscheen in der Stadt.

    Auch die Organisation Scientology ist in Berlin vertreten, die Neueröffnung der von Friedenau[67] nach Charlottenburg verlegten GeschĂ€ftsstelle fĂŒhrte 2007 zu Protesten.[68]

    Persönlichkeiten

    EhrenbĂŒrger sind in der Liste der EhrenbĂŒrger von Berlin aufgefĂŒhrt, in der Stadt geborene Persönlichkeiten in der Liste von Söhnen und Töchtern Berlins, Biografien von Menschen mit deutlichem Bezug zu Berlin werden in der Kategorie Person (Berlin) gesammelt. Die Mitglieder der Berliner Landesregierungen seit 1948 finden sich in den Auflistungen Regierender BĂŒrgermeister von Berlin und Liste der Senatoren von Berlin. Verschiedene Stadtoriginale sind unter Berliner Originale zusammengefasst.

    Politik

    → Hauptartikel: Politik in Berlin

    Als Regierungssitz des Staates mit der grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft Europas zĂ€hlt Berlin zu den bedeutendsten Zentren der europĂ€ischen Politik.[69] Gewerkschaften, Stiftungen, VerbĂ€nde und Lobbyvertretungen haben dort ihren Sitz, um vor Ort ihren Einfluss auf Entscheidungsprozesse in Parlament und Regierung geltend machen zu können. Staatsbesuche und EmpfĂ€nge auf allen politischen Ebenen sowie Staatsakte und gesellschaftlich bedeutende Feierlichkeiten prĂ€gen den politischen Jahreskalender Berlins.

    Bundeshauptstadt

    ReichstagsgebÀude in Tiergarten, Sitz des Deutschen Bundestags

    Der Deutsche Bundestag entschied 1991 nach der Wiedervereinigung im sogenannten „Hauptstadtbeschluss“, dass Berlin als Bundeshauptstadt auch Sitz des Bundestages und der Bundesregierung werden sollte.

    Preußisches Herrenhaus in Mitte, Sitz des Bundesrats

    Seit 1994 befindet sich der Erste Amtssitz des BundesprĂ€sidenten im Schloss Bellevue in Berlin. 1999 zog der grĂ¶ĂŸte Teil der Bundesregierung von Bonn nach Berlin um. Bundestag (im ReichstagsgebĂ€ude), Bundesrat (im Preußischen Herrenhaus) und Bundesregierung haben seitdem ihren Betrieb in der Bundeshauptstadt aufgenommen. Im Jahr 2001 wurde das Bundeskanzleramt eingeweiht und erstmals von Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen.

    Bundeskanzleramt in Tiergarten, Regierungsviertel

    Von den derzeit vierzehn Ministerien des 17. deutschen Bundeskabinetts haben acht ihren Hauptsitz in Berlin, darunter das AuswĂ€rtige Amt im 1934 gebauten Erweiterungsbau der damaligen Reichsbank oder das Bundesministerium der Finanzen im 1935 erbauten damaligen Reichsluftfahrtministerium. Die ĂŒbrigen sechs haben ihren Hauptsitz am frĂŒheren Regierungssitz in Bonn. Alle Ministerien, auch die in der Hauptstadt ansĂ€ssigen, haben einen Zweitsitz in der jeweils anderen Stadt. Die Mehrzahl der MinisteriumsbeschĂ€ftigten, etwa 9.000 Beamte und Angestellte, arbeiten dagegen weiterhin in Bonn.

    Mehr als 140 Staaten haben in Berlin ihren deutschen Botschaftssitz.[70]

    Land Berlin

    Preußischer Landtag in Mitte, Sitz des Berliner Abgeordnetenhauses

    Das heutige Berlin (LÀnderanhangscode BE) ist im strengen Sinne erst seit der Wiedervereinigung auch deutsches Bundesland. Zwar erklÀrte neben der Berliner Landesverfassung von 1950 auch das deutsche Grundgesetz das Land Berlin zum Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland, wegen der Vorbehalte der Alliierten war dies bis dahin jedoch völkerrechtlich unwirksam. Faktisch war West-Berlin seit 1949 mit wenigen EinschrÀnkungen Teil der Bundesrepublik, wÀhrend die textliche Einbeziehung Ost-Berlins in das Grundgesetz pure Fiktion blieb. Das Bundesland umfasst exakt die Stadt Berlin.

    Das Land Berlin ist in zwölf Bezirke untergliedert. Das Landesparlament des Landes, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zurzeit Abgeordnete aus SPD, CDU, BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, Die Linke und Piratenpartei vertreten.

    Der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden BĂŒrgermeister und bis zu acht Senatoren bildet die Landesregierung. Der Regierende BĂŒrgermeister ist zugleich Oberhaupt des Landes und der Stadt.

    Nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus vom 18. September 2011 wurde der Senat von SPD und CDU unter FĂŒhrung von Klaus Wowereit (SPD) als Regierendem BĂŒrgermeister gebildet.

    Siehe auch: Politik in Berlin

    Verwaltung

    Der Regierende BĂŒrgermeister Klaus Wowereit, SPD

    Von 1808 bis 1935 und von 1945 bis 1948 wurde Berlin von einem Magistrat verwaltet, an dessen Spitze ein OberbĂŒrgermeister stand. In der Zeit von 1935 bis 1945 gab es gemĂ€ĂŸ der nationalsozialistischen Deutschen Gemeindeordnung keinen Magistrat. Von 1948 bis zur Wiedervereinigung 1990 bestanden in der geteilten Stadt ein Magistrat in Ost-Berlin und ein Senat in West-Berlin.

    Die Verwaltung des Landes Berlin wird seit 1990 in der wiedervereinigten Stadt nach Gesamtberliner Wahlen – wie auch zuvor in West-Berlin – vom Senat von Berlin (der Hauptverwaltung) und den Bezirksverwaltungen in Berlin wahrgenommen. Die Hauptverwaltung umfasst die Senatsverwaltungen, die ihnen nachgeordneten Behörden (Sonderbehörden) und nichtrechtsfĂ€higen Anstalten und die unter ihrer Aufsicht stehenden Eigenbetriebe. Die Hauptverwaltung nimmt die Aufgaben von gesamtstĂ€dtischer Bedeutung wahr, wobei dieser Begriff weit ausgelegt wird.

    Rotes Rathaus in Mitte, Sitz des Berliner Senats

    Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenstĂ€ndigen Gemeinden dar, gemessen an der Einwohnerzahl sind sie jedoch mit grĂ¶ĂŸeren Landkreisen in FlĂ€chenstaaten vergleichbar. Die Bezirke unterliegen der Bezirksaufsicht durch den Senat.[71] In jedem Bezirk gibt es eine eigene â€“ allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete â€“ Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Diese wĂ€hlt das Bezirksamt, bestehend aus BezirksbĂŒrgermeister und vier StadtrĂ€ten, nach Parteienproporz. Der BezirksbĂŒrgermeister wird von der grĂ¶ĂŸten Fraktion oder einer grĂ¶ĂŸeren ZĂ€hlgemeinschaft mehrerer Fraktionen gestellt. BezirksbĂŒrgermeister und StadtrĂ€te haben trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne. Die BĂŒrgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden BĂŒrgermeisters den Rat der BĂŒrgermeister, der den Senat berĂ€t.

    Die Gliederung und Aufgaben der Berliner Verwaltung ergeben sich aus dem Allgemeinen ZustÀndigkeitsgesetz (AZG). Gliederung und Aufgaben der Berliner Bezirksverwaltung werden nÀher im Bezirksverwaltungsgesetz (BezVwG) festgelegt. Seit der Wiedervereinigung wird in Berlin in vielen Teilschritten eine umfassende Verwaltungsreform vorgenommen.

    Wappen und Flagge

    → Hauptartikel: Wappen Berlins und Flagge Berlins

    Landessymbol Berlins (zur freien Verwendung, nicht zu verwechseln mit dem offiziellen Wappen)

    Das Berliner Wappen zeigt im silbernen (weißen) Schild einen rot bewehrten und rot gezungten, aufrecht schreitenden schwarzen BĂ€ren, den sogenannten Berliner BĂ€ren. Auf dem Schild ruht eine goldene fĂŒnfblĂ€ttrige Laubkrone, deren Stirnreif als Mauerwerk mit geschlossenem Tor in der Mitte ausgelegt ist. Die Herkunft des BĂ€ren als Wappentier ist ungeklĂ€rt, Dokument oder Unterlagen fehlen hierzu. Es gibt mehrere Theorien, warum sich die Stadtvertreter fĂŒr den BĂ€ren entschieden. Eine davon besagt, dass die Berliner an Albrecht den BĂ€ren, den BegrĂŒnder der Mark Brandenburg dachten. Eine andere geht von der lautmalerischen Interpretation des Stadtnamens aus. Der BĂ€r ist erstmals auf einem Siegel von 1280 zu sehen. Über mehrere Jahrhunderte musste sich der BĂ€r die Siegel- und Wappenbilder mit dem brandenburgischen und preußischen Adler teilen. Erst im 20. Jahrhundert konnte sich der Berliner BĂ€r endgĂŒltig gegen die Adler als Hoheitszeichen der Stadt durchsetzen.

    Standardbeflaggung (Sichtrichtung auf die LandesdienstgebÀude):
    Europaflagge Bundesflagge Landesflagge

    Die Berliner Landesflagge zeigt den Berliner BĂ€ren vor weißem Hintergrund, mit einem roten Streifen am oberen und unteren Rand der Flagge. Sie wird mit geringfĂŒgigen stilistischen Änderungen seit 1911 von Berlin gefĂŒhrt und wehte das erste Mal 1913 ĂŒber dem Roten Rathaus. Vorher fĂŒhrte Berlin eine Flagge in den Farben Schwarz-Rot-Weiß, die wegen stĂ€ndiger Verwechslungen mit der spĂ€ter entstandenen Flagge des Deutschen Kaiserreichs gegen die BĂ€renflagge getauscht wurde. Das Landessymbol ist der BĂ€renschild ohne Laubkrone in drei FarbausfĂŒhrungen. Es wird von der Senatsverwaltung fĂŒr Inneres und Sport bereitgestellt, um Privatpersonen, Firmen und nichthoheitlichen Einrichtungen zu ermöglichen, die Verbundenheit mit Berlin mit einem Symbol zu dokumentieren. Die Berliner Bezirke besitzen eigene Wappen. Als verbindendes Element aller Berliner Bezirke mit der Stadt Berlin, aber auch untereinander, ruht auf den Schilden eine dreitĂŒrmige Mauerkrone, deren mittleren Turm mit dem Berliner Wappenschild (silber) belegt ist.

    Haushalt

    Die Ausgaben des Landes Berlin im Jahr 2012 betrugen 22,5 Milliarden Euro, demgegenĂŒber standen Einnahmen von 22 Milliarden Euro.[72]

    FĂŒr den Gesamthaushalt erhĂ€lt das Land jĂ€hrlich etwa 3,2 Milliarden Euro aus dem LĂ€nderfinanzausgleich und etwa 2,0 Milliarden Euro sonstige BundesergĂ€nzungszuweisungen.[73] Die EuropĂ€ische Union steuert wĂ€hrend der Periode 2007–2013 rund 1,2 Milliarden Euro zum Haushalt hinzu. Durch die EuropĂ€ischen Fonds fĂŒr regionale Entwicklung (EFRE) und den EuropĂ€ischen Sozialfonds werden in den unterschiedlichsten Bereichen Maßnahmen zur Wettbewerbssteigerung finanziert.[74]

    Die Gesamtverschuldung des Landes Berlin betrug am 31. MĂ€rz 2013 etwa 59,8 Milliarden Euro bzw. 57,72 % des Bruttoinlandsprodukts.[3]

    StÀdtepartnerschaften

    Das Land Berlin unterhÀlt folgende StÀdtepartnerschaften:[75]

    Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles, Vereinigte Staaten (1967)

    FrankreichFrankreich Paris, Frankreich (1987)

    SpanienSpanien Madrid, Spanien (1988)

    TurkeiTĂŒrkei Istanbul, TĂŒrkei (1989)

    PolenPolen Warschau, Polen (1991)

    RusslandRussland Moskau, Russland (1991)

    UngarnUngarn Budapest, Ungarn (1991)

    BelgienBelgien BrĂŒssel, Belgien (1992)

    IndonesienIndonesien Jakarta, Indonesien (1993)

    UsbekistanUsbekistan Taschkent, Usbekistan (1993)

    MexikoMexiko Mexiko-Stadt, Mexiko (1993)

    China VolksrepublikChina Peking, China (1994)

    JapanJapan PrĂ€fektur Tokio, Japan (1994)

    ArgentinienArgentinien Buenos Aires, Argentinien (1994)

    TschechienTschechien Prag, Tschechien (1995)

    NamibiaNamibia Windhoek, Namibia (2000)

    Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London, Vereinigtes Königreich (2000)

    Die einzelnen Berliner Bezirke unterhalten weitere Partnerschaften.

    Wirtschaft

    → Hauptartikel: Wirtschaft Berlins

    Das Technologie- und GrĂŒnderzentrum WISTA in Adlershof

    Im Jahr 2011 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes Berlin 101,4 Milliarden Euro.[76] Das bedeutet eine positive VerĂ€nderung von nominal 2,7 Prozent gegenĂŒber 2010,[76] verglichen mit nominal 3,8 Prozent in der Bundesrepublik Deutschland.[76] Die Gesamtwirtschaftsleistung Berlins wird zu rund 80 Prozent durch den Dienstleistungssektor erbracht.[77] Der Industriesektor, zu dem 336 Betriebe mit 81.812 BeschĂ€ftigten zĂ€hlen, erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 24,8 Milliarden Euro. Dies bedeutet einen Anstieg um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.[78]

    Berlin ist ein internationaler Dienstleistungsstandort und gilt als Weltstadt mit hoher LebensqualitÀt.[9]

    Zu den wesentlichen Standortfaktoren der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg zĂ€hlen u. a. die renommierte UniversitĂ€ts- und Forschungslandschaft, die kulturelle AttraktivitĂ€t der Metropole, eine Vielzahl von akademisch ausgebildeten Arbeitnehmern, die NĂ€he zum Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland, ein niedriges Miet- und Lohnkostenniveau sowie die hochausdifferenzierte lokale Verkehrsinfrastruktur und medizinische Versorgung. In den unterschiedlichsten international angelegten Studien wird die LebensqualitĂ€t der Stadt Berlin als ĂŒberdurchschnittlich bewertet.[79] Der Wealth Report listete im Jahr 2011 Berlin im globalen Vergleich der LebensqualitĂ€t auf Platz 2 aller untersuchten WeltstĂ€dte.[80]

    Nach dem Raumordnungsbericht 2011 des Bundesinstituts fĂŒr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt fĂŒr Bauwesen und Raumordnung (BBR) sind die LebensverhĂ€ltnisse im nationalen Vergleich in Berlin „stark unterdurchschnittlich“, ein Wert, der in Westdeutschland nur in fĂŒnf strukturschwachen Stadt- und Landkreisen anzutreffen ist.[81]

    Laut European Cities Monitor, einer Umfrage Europas fĂŒhrenden Unternehmern, die zum Ziel hat die bedeutendsten Zentren fĂŒr GeschĂ€ftstĂ€tigkeit und Ansiedlungen zu ermitteln, wird Berlin im Jahr 2011 auf dem fĂŒnften Platz als bester Standort fĂŒr internationale Konzerne in Europa gelistet.[82]

    Die bedeutendsten Wirtschaftszweige Berlins sind die Kreativ- und Kulturwirtschaft, Tourismus, Biotechnologie, Medizintechnik, pharmazeutische Industrie, Medien/Informations- und Kommunikationstechnologie, Verkehrssystemtechnik, Optik sowie Energietechnik, die im Rahmen einer strategischen Planung gemeinsam mit dem Land Brandenburg gefördert werden.

    Rund 1.706.000 ErwerbstĂ€tige im Jahr 2011 standen einer Arbeitslosenzahl von 228.823 gegenĂŒber.[83] Berlin verzeichnete eine Arbeitslosenquote von 13,3 Prozent. Die Quote sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte, die Anzahl der ErwerbstĂ€tigen stieg um 1,4 Prozent.[83][84] Im BundeslĂ€ndervergleich weist Berlin damit die höchste Arbeitslosenquote auf. 18,9 Prozent der Einwohner bezogen im Jahr 2012 Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II.[85]

    Unternehmen

    Air Berlin ist die zweitgrĂ¶ĂŸte deutsche Fluggesellschaft (Sitz: Berlin); hier ein Airbus A321 am Drehkreuz in Tegel. Sitz der Deutschen Bahn am Potsdamer Platz in Tiergarten (3. v.l.)

    Von den 30 deutschen im DAX gelisteten Konzernen hat die Siemens AG (geteilt mit MĂŒnchen) einen nominellen Hauptsitz in Berlin. Unter den umsatzstĂ€rksten Unternehmen der Welt (Fortune Global 500) ist die Deutsche Bahn AG mit Hauptsitz in der Bundeshauptstadt im Jahr 2011 auf Rang 185 verzeichnet.[86] Zudem haben von den 50 MDAX-Unternehmen die Axel Springer SE sowie GSW Immobilien hier ihren Sitz.

    Die Zahl der neugegrĂŒndeten Unternehmen in Berlin ĂŒbertraf auch 2011 die der stillgelegten.[87] Ein Grund dafĂŒr ist die Entwicklung Berlins hin zu einem Zentrum der GrĂŒnderszene in Europa.

    Die 15 grĂ¶ĂŸten in Berlin vertretenen Unternehmen nach BeschĂ€ftigten im Jahr 2010:[88]

    Rang
    Name
    Hauptsitz
    Mitarbeiter
    in Berlin
    Mitarbeiter
    Gesamt
    01. Deutsche Bahn AG Berlin 18.543 276.310
    02. Siemens AG Berlin, MĂŒnchen 13.066 405.000
    03. Berliner Verkehrsbetriebe Berlin 10.597 10.597
    04. Vivantes – Netzwerk fĂŒr Gesundheit GmbH Berlin 10.104 10.104
    05. Charité Berlin 9.887 9.887
    06. Deutsche Telekom AG Bonn 7.500 247.000
    07. Deutsche Post DHL Bonn 6.500 470.000
    08. Landesbank Berlin Holding AG Berlin 6.430 6.430
    09. Kaiser’s Tengelmann GmbH MĂŒlheim an der Ruhr 6.226 18.350
    10. Daimler AG Stuttgart 6.000 260.100
    11. Metro AG DĂŒsseldorf 5.632 301.063
    12. Dussmann Stiftung & Co. KGaA Berlin 5.600 56.377
    13. Berliner Stadtreinigungsbetriebe Berlin 5.459 5.459
    14. Vattenfall GmbH Berlin 5.421 38.179
    15. Aveco Holding AG Frankfurt am Main 5.100 —

    Tourismus

    Das Ritz-Carlton Berlin in Tiergarten (links)

    Berlin ist eines der meistbesuchten Zentren des nationalen und internationalen StĂ€dtetourismus. Im Jahr 2012 wurden etwa 24,9 Millionen Übernachtungen in Berliner Beherbergungsbetrieben gezĂ€hlt.[89] Dies stellt im Vergleich zum Jahr 2001 (11,3 Millionen Übernachtungen von 4,9 Millionen GĂ€sten) eine Verdopplung der Zahlen dar. Hinzu kommen jĂ€hrlich mehr als 100 Millionen Tagesbesucher. Die Stadt ist damit nach London und Paris ein bevorzugtes Reiseziel innerhalb Europas.[90] Verantwortlich fĂŒr die globale Vermarktungsstrategie des Tourismus- und Kongressstandorts Berlin ist die vom Wirtschaftssenat und Teilen der Privatwirtschaft finanzierte Agentur visitberlin.

    Die Berliner Hotellandschaft bestand im Juni 2012 aus 781 UnterkĂŒnften mit einer BettenkapazitĂ€t von rund 125.000. Die Verweildauer der HotelgĂ€ste betrĂ€gt im Durchschnitt 2,2 Tage.[91] Internationale GĂ€ste machen etwa 40 Prozent der Besucherzahlen aus. Hierbei liegen Besucher aus Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika in der Spitzengruppe. Hauptanziehungspunkte sind Architektur, historische StĂ€tten, Museen, Festivals, Einkaufsmöglichkeiten, Nachtleben sowie Großveranstaltungen, die jĂ€hrlich mehrere hunderttausend Besucher zĂ€hlen.

    Durch die positive Entwicklung im vergangenen Jahrzehnt ist die Tourismusbranche in Berlin zu einer wichtigen SĂ€ule der regionalen Wirtschaft geworden. Neben der Hotellerie und Gastronomie profitiert auch der Einzelhandel in großem Maße von den Berlintouristen.[92]

    Messe- und Kongresswirtschaft

    Das Internationale Congress Centrum (ICC) und der Funkturm in Westend

    Berlin ist einer der besucher- und umsatzstĂ€rksten Messe- und Kongressstandorte der Welt.[93] Im Jahr 2011 wurden etwa 115.700 Veranstaltungen mit rund 9,7 Millionen Teilnehmern durchgefĂŒhrt.[94] Laut ICCA Statistik ist Berlin, gemessen an der Anzahl von Kongressen mit internationaler Beteiligung, auf Rang 4 aller KongresstĂ€dte gelistet.[95]

    Das MessegelĂ€nde in Westend des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf rund um den Funkturm wurde im Jahr 1822 erstmals als GewerbeausstellungsgelĂ€nde genutzt und weist heute eine HallenausstellungsflĂ€che von 160.000 Quadratmetern und eine FreiflĂ€che von etwa 100.000 mÂČ aus. Betreiber ist der zu 99 Prozent stadteigene VeranstaltungstrĂ€ger Messe Berlin. Das Berlin Convention Office der Berliner Tourismuswerber visitberlin vermarktet die deutsche Hauptstadt als Kongressmetropole.

    Eine Vielzahl international relevanter Leitmessen sind auf dem Berliner MessegelĂ€nde und auf dem Berlin ExpoCenter Airport in Brandenburg etabliert. Hierzu gehören u. a. die Konsumelektronikmesse IFA, die Tourismusbörse ITB, die Luft- und Raumfahrtschau ILA Berlin Air Show, die Schienenverkehrsmesse InnoTrans, die Landwirtschaftsschau GrĂŒne Woche, die ErnĂ€hrungsmesse Fruit Logistica sowie die Fachmesse fĂŒr Erotik & Erwachsenenunterhaltung Venus Berlin. Die privatwirtschaftlich organisierte Modemesse Bread & Butter findet im Rahmen der bedeutenden Modewoche Berlin Fashion Week in ehemaligen Hangars des Flughafens Tempelhof statt, der European Film Market wĂ€hrend der Berlinale im Martin-Gropius-Bau.

    Die Kongresswirtschaft, zu der international, national sowie lokal ausgerichtete Tagungen, Informationsveranstaltungen und geschĂ€ftliche ZusammenkĂŒnfte aller Art gehören, ist ein weiterer Zweig der Berliner Wirtschaft. Eine Vielzahl von Hotels sind auf Tagungen eingestellt und erzielen hiermit einen wichtigen Teil ihres Jahresumsatzes. Das ICC ist das grĂ¶ĂŸte Konferenzzentrum Europas und zĂ€hlt zu den renommiertesten Veranstaltungsorten der Welt.[96] Kongresse und Fachtagungen mit mehreren Tausend Teilnehmern können in dem 1979 eröffneten Bau abgehalten werden.

    Gesundheitswirtschaft

    Sitz der Bayer HealthCare AG im Wedding

    Die Gesundheitswirtschaft gilt mit einer Bruttowertschöpfung von 10,7 Milliarden Euro im Jahr 2009 oder einem Wertschöpfungsanteil von ĂŒber 13 Prozent an der stĂ€dtischen Gesamtwirtschaft als einer der Wachstumsmotoren Berlins. Es umfasst dabei das Gesundheits- und Sozialwesen, die Pharmaindustrie, den Fach-, Einzel- und Großhandel und die Medizintechnik. Dabei hat mit Abstand das Gesundheits- und Sozialwesen den grĂ¶ĂŸten Anteil (66 Prozent) an der Bruttowertschöpfung.[97]

    Insgesamt sind 226.000 Personen, das sind 14 Prozent der Berliner ErwerbstĂ€tigen, in der Gesundheitswirtschaft beschĂ€ftigt. Davon sind 79 Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen tĂ€tig und jeweils knapp 6 Prozent im verarbeitenden Gewerbe sowie im Handel.[98]

    Die Metropolregion Berlin/Brandenburg zĂ€hlt in Europa zu den fĂŒhrenden Standorten der Biotechnologie. In Berlin-Brandenburg sind rund 200 kleine und mittlere Biotechnologieunternehmen und ĂŒber 20 Pharmafirmen[99] mit rund 3700 BeschĂ€ftigten in Produktion, Forschung und Entwicklung tĂ€tig.[100]

    Kreativwirtschaft

    Hauptsitz („EierkĂŒhlhaus“) von Universal Music Deutschland in Friedrichshain

    Berlin gehört zu den fĂŒhrenden Standorten der Informations- und Kreativwirtschaft in Europa. Der Wirtschaftsbereich umfasst den Buch- und Pressemarkt, Softwareentwicklung, Telekommunikationsleistungen, den Werbemarkt, Marktforschung, die Film- und Rundfunkwirtschaft, den Kunstmarkt, die Musikwirtschaft, die Architektenbranche, die Designwirtschaft und den Markt fĂŒr Darstellende KĂŒnste.

    Die Kreativ- und Kulturwirtschaft ist ein wichtiger Standort- und Wirtschaftsfaktor und wĂ€chst kontinuierlich. Im Jahr 2009 erwirtschafteten ĂŒber 29.000 meist kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen mit 220.000 sozialversicherungspflichtigen BeschĂ€ftigten einen Umsatz von knapp 22,4 Milliarden Euro und erreichten damit einen Anteil von 16 Prozent am Gesamtumsatz der Berliner Wirtschaft. Die grĂ¶ĂŸten UmsatztrĂ€ger stellten dabei die Software/Spiele/Informations- und Kommunikationstechnik-Branche (9,4 Milliarden Euro), der Buch- und Pressemarkt (3,8 Milliarden Euro) und die Film- und Rundfunkwirtschaft (2,5 Milliarden Euro) dar.[101]

    Medien

    → Hauptartikel: Medien in Berlin

    Das Axel-Springer-Hochhaus: Hauptsitz der Axel Springer SE in Kreuzberg

    Berlin ist der Sitz mehrerer regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nickelodeon, VIVA und Comedy Central, N24 oder TV Berlin gibt es in Berlin eine große Anzahl von Privatradios, darunter der erste deutsch-tĂŒrkische Sender Radio Metropol und das einzige private russische Radio Deutschlands, Radio Russkij Berlin. Auch der öffentlich-rechtliche Sender RBB (im frĂŒheren West-Berlin der geschichtstrĂ€chtige SFB, in Brandenburg ORB) ist in Berlin ansĂ€ssig. Der politischen Bedeutung als Bundeshauptstadt tragen die meisten ĂŒberregionalen Sender wie Das Erste, ZDF oder RTL mit jeweiligen „Hauptstadtstudios“ Rechnung. Außerdem sind rund 20 Nachrichtenagenturen aus aller Welt in Berlin vertreten, u. a. dpa, Reuters, afp und ANSA.

    Zudem ist Berlin der bedeutendste Verlagsstandort Deutschlands. So haben u. a. der grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Medienkonzern, die Axel Springer AG, und der regionale Berliner Verlag hier ihren Sitz. In keiner anderen deutschen Stadt erscheinen mehr Tageszeitungen. Überregionale Tageszeitungen sind die Boulevardzeitung Bild, an Abonnementzeitungen die linksliberale taz, die konservative Welt und das Neue Deutschland der Partei Die Linke. TĂ€glich erscheinende lokale Abonnementzeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel. Außerdem gibt es in Berlin die lokalen Boulevardzeitungen B.Z. und den Berliner Kurier sowie verschiedene AnzeigenblĂ€tter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt, die Zweite Hand und Stadtmagazine wie der tip und die zitty.

    Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

    Berlin ist ein herausragendes Kunst- und Kulturzentrum und steht in dem Ruf einer europĂ€ischen Weltstadt.[102] Als ProduktionsstĂ€tte fĂŒr verschiedenste Zweige der Kreativwirtschaft hat sich die Stadt zu einem internationalen Anziehungspunkt fĂŒr Kulturschaffende etabliert.

    Musik

    Musik ĂŒber Berlin

    Musik aus Berlin

    Daneben bestehen in Berlin mehrere Orchester und Chöre:

    Diese Ensembles treten im Konzerthaus Berlin, der Berliner Philharmonie und in anderen SĂ€len in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf.
    Im Chorverband Berlin sind 236 Laienchöre mit ĂŒber 10.000 Mitgliedern vereinigt. Die Sing-Akademie zu Berlin besteht als Wiege der bĂŒrgerlichen Musikpflege in Berlin seit 1791.

    Die Musikszene Berlins ist sehr vielfĂ€ltig. Zu den bekanntesten KĂŒnstlern und Bands gehören Simon Rattle, Daniel Barenboim, Marek Janowski, IvĂĄn Fischer, Thomas Quasthoff, Ruth Hohmann, Max Raabe, Paul van Dyk, IAMX, Bushido, Die Ärzte, Rammstein, Seeed, die Beatsteaks und K.I.Z.

    Musik in Berlin

    Konzert der Berliner Philharmoniker in Tiergarten

    Berlin verfĂŒgt ĂŒber drei OpernhĂ€user:

    Wichtige Ensembles treten im Konzerthaus Berlin und der Berliner Philharmonie auf.

    Berlin verfĂŒgt ĂŒber zwei FreiluftbĂŒhnen auf denen regelmĂ€ĂŸig Musikveranstaltungen laufen:

    Festivals

    Karneval der Kulturen in Kreuzberg

    Jedes Jahr im Februar finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele statt. Das auch Berlinale genannte Festival der A-Kategorie gilt als das grĂ¶ĂŸte Publikumsfestival der Welt und, neben den internationalen Filmfestspielen von Cannes und Venedig, als eines der bedeutendsten internationalen Filmfestspiele. In zahlreichen Kategorien werden Auszeichnungen vergeben. Der Wettbewerb schließt mit der Verleihung des Goldenen und der Silbernen BĂ€ren.

    Die Berlinale im Februar

    WÀhrend des gesamten Jahres ist Berlin SpielstÀtte weiterer internationaler Festivals, von denen einige unter dem organisatorischen Dach der Berliner Festspiele stattfinden. Beim Berliner Theatertreffen werden die bemerkenswertesten deutschsprachigen Theaterinszenierungen einer Saison prÀsentiert. Weitere Festivals sind das Literaturfestival, das Jazzfest und spielzeiteuropa, das Tanzfest, die Young Euro Classics und die Berlin Biennale.

    UmzĂŒge, Paraden und Freiluftkonzerte sind ebenfalls etablierte Ereignisse im Veranstaltungskalender der Stadt. Der Karneval der Kulturen, der Christopher Street Day Berlin, der Berliner Karnevalsumzug und das Berliner Myfest gehören zu den bekanntesten. Von 1989 bis 2006 war mit der Loveparade die grĂ¶ĂŸte Technoparade der Welt in Berlin beheimatet.

    Theater

    Zahlreiche Theater- und KleinkunstbĂŒhnen prĂ€gen die kulturelle Landschaft der Metropole. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die VolksbĂŒhne am Rosa-Luxemburg-Platz, die SchaubĂŒhne am Lehniner Platz, das Theater des Westens, das Renaissance-Theater, das Deutsche Theater Berlin, das Maxim-Gorki-Theater, das Kinder- und Jugendtheater Grips-Theater und der Friedrichstadt-Palast. Mit dem Schillertheater der Staatlichen SchauspielbĂŒhnen wurde 1993 eine der großen Berliner BĂŒhnen geschlossen.

    Museen

    → Hauptartikel: Museen in Berlin

    Das Bode-Museum auf der Museumsinsel in Mitte

    Berlin verfĂŒgt ĂŒber eine Vielzahl von Museen. Im Jahr 1841 bestimmte eine königliche Order, die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“. Schon zuvor war dort das Alte Museum am Lustgarten entstanden, dem nun mehrere Museen, wie das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bode-Museum und das Pergamonmuseum folgten. Diese Museen sind in erster Linie durch ihre Exponate aus der Zeit der Antike berĂŒhmt. 1999 wurde die Museumsinsel in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.[103]

    Pergamonaltar im Pergamonmuseum in Mitte
    Die Neue Nationalgalerie in Tiergarten

    Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen verschiedenster Themengebiete: Das Naturkundemuseum ist mit ĂŒber 30 Millionen Objekten und dem höchsten Dinosaurierskelett der Welt eines der bedeutendsten Naturkundemuseen weltweit. Im Deutschen Technikmuseum Berlin (DTMB) werden auf 25.000 mÂČ Exponate und Experimente rund ums Thema Technik ausgestellt. Die GemĂ€ldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen im Kulturforum, das Bauhaus-Archiv ist ein Architekturmuseum. Das Deutsche Historische Museum im Zeughaus Unter den Linden veranschaulicht deutsche Geschichte aus 2000 Jahren. Einen ebenso langen Zeitraum jĂŒdisch-deutscher Geschichte zeigt das JĂŒdische Museum in einer stĂ€ndigen Ausstellung.

    Die BĂŒste der Nofretete

    Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene GemĂ€ldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich im dortigen Museumszentrum zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg befinden sich auf Arealen des frĂŒheren Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit der DDR die Forschungs- und GedenkstĂ€tte Normannenstraße und die GedenkstĂ€tte Berlin-Hohenschönhausen. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte. In der NĂ€he des Potsdamer Platzes steht seit 2005 das „Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas“ von Peter Eisenman.

    In Berlin hat die vom Bund und allen BundeslĂ€ndern gemeinsam getragene Stiftung Preußischer Kulturbesitz ihren Hauptsitz. Auch die Stiftung Preußische Schlösser und GĂ€rten Berlin-Brandenburg unterhĂ€lt hier wichtige Standorte. Beide verwalten, bewahren, pflegen und ergĂ€nzen in ihren international bedeutenden Einrichtungen die KulturgĂŒter des ehemaligen Staates Preußen.

    Die Stiftung Stadtmuseum Berlin vereinigt weitere traditionsreiche Museen Berlins. Die 1995 gegrĂŒndete Stiftung ist das grĂ¶ĂŸte stadthistorische Museum Deutschlands. Als Landesmuseum fĂŒr Kultur und Geschichte Berlins ist es in seinem Kern aus der Vereinigung von MĂ€rkischem Museum (1874 gegrĂŒndet) und Berlin Museum (1962 gegrĂŒndet) entstanden. Die breite Palette der verschiedenen, zum Teil schon im 19. Jahrhundert begrĂŒndeten Sammlungen dokumentieren in großer Vielfalt alle Bereiche der Entwicklung Berlins von den ersten Spuren menschlicher Besiedlung in der Steinzeit bis zur Gegenwart.

    Bauwerke

    Das Brandenburger Tor am Pariser Platz in Mitte

    Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der ĂŒberwundenen Teilung. Es ist den PropylĂ€en auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Victoria gekrönt. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief westlich des Tors die Grenze zwischen beiden StadthĂ€lften. Das Tor ist das westliche Ende des Boulevards Unter den Linden, der sich bis zu der ĂŒber die Spree fĂŒhrenden SchloßbrĂŒcke hinzieht. Jenseits der BrĂŒcke befinden sich auf der Spreeinsel unter anderem der Lustgarten, die Museumsinsel und der Berliner Dom.

    In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Staatsoper Unter den Linden, die zwischen 1774 und 1780 errichtete, hĂ€ufig „Kommode“ genannte Alte Bibliothek, das von 1695 bis 1706 nach PlĂ€nen von Andreas SchlĂŒter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete St.-Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Erzbistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Zuge der Preußischen Reformen durch Wilhelm von Humboldt gegrĂŒndete und im Jahre 1809 eröffnete Berliner UniversitĂ€t brachte 29 NobelpreistrĂ€ger[104] hervor.

    Blick von Unter den Linden zum Potsdamer Platz

    Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins. Er hatte sich im 19. Jahrhundert vor dem Potsdamer Tor, an dem eine Ausfallstraße ausging, entwickelt. 1923 begann von dem in der NĂ€he gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz angeblich der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in TrĂŒmmern.

    Französischer Dom am Gendarmenmarkt wÀhrend des Festival of Lights

    Im Jahr 1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der frĂŒhere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Neubebauung des Potsdamer Platzes, die einer großen Anzahl an GeschĂ€ften und Restaurants Raum gibt, ist dieser zu einem Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten StadthĂ€lften geworden.

    In der NĂ€he des Brandenburger Tors befindet sich das 1884 bis 1894 erbaute ReichstagsgebĂ€ude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschĂ€digt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit 1999 ist das GebĂ€ude Sitz des Deutschen Bundestages. JĂ€hrlich wandeln zwei Millionen Menschen durch seine glĂ€serne Kuppel. Der Reichstag ist inzwischen der zweitstĂ€rkste Touristenmagnet der Republik, nach dem Kölner Dom und weit vor Schloss Neuschwanstein.[45] Einen Besuch wert ist auch das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrichs des Großen, heute Amtssitz des BundesprĂ€sidenten.

    Weltzeituhr am Alexanderplatz, im Hintergrund der Fernsehturm

    Die bekannteste Einkaufspromenade in Berlin ist der KurfĂŒrstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, GeschĂ€ften und Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-GedĂ€chtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach PlĂ€nen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm.

    Die östliche VerlĂ€ngerung des KurfĂŒrstendamms bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das grĂ¶ĂŸte Kaufhaus des europĂ€ischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-geschossige GebĂ€ude beherbergt viele GeschĂ€fte, Restaurants, BĂŒros und eine Aussichtsplattform. Dieser Teil der Stadt um Tauentzienstraße und KurfĂŒrstendamm wird als Neuer Westen bezeichnet. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit ĂŒber drei Kilometern LĂ€nge die grĂ¶ĂŸte Parkanlage Berlins, der Tiergarten.

    Ruine und Neubau der GedÀchtniskirche in Charlottenburg

    Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen GeschĂ€ften und Restaurants, ganz in der NĂ€he davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Bauwerk Deutschlands –, die gotische Marienkirche und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine mĂ€nnliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen TrĂŒmmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Ortsteil Prenzlauer Berg und die belebten Straßen Schönhauser Allee und Kastanienallee. Von 2006 bis Dezember 2008 wurde der Palast der Republik abgerissen.[105] An seiner Stelle soll bis 2015 hinter den rekonstruierten Fassaden des Berliner Stadtschlosses das Humboldt-Forum entstehen.

    Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jĂŒdischen Viertels. Mit ihrem Wiederaufbau verbunden war unter anderem die Restaurierung der 1866 fertiggestellten Neuen Synagoge. Sie war durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschĂ€digt worden. 1995 wieder eröffnet, dient sie heute als Mittelpunkt fĂŒr das Studium und die Erhaltung jĂŒdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der Ă€lteste jĂŒdische Friedhof der Stadt. Der weitaus bekanntere JĂŒdische Friedhof in Berlin-Weißensee ist der grĂ¶ĂŸte jĂŒdische Friedhof Europas.

    Das Sony Center am Potsdamer Platz in Tiergarten

    In Charlottenburg befindet sich das Olympiastadion, das fĂŒr die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet wurde, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlĂ€sslich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere HauptsehenswĂŒrdigkeiten des Berliner Westens sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker ReprĂ€sentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender GemĂ€ldesammlung, die Zitadelle Spandau sowie das an Havel und Glienicker BrĂŒcke gelegene Schloss Glienicke. In dem ebenfalls im Stil des Klassizismus durch Karl Friedrich Schinkel umgebauten Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss) sind die BrĂŒder Wilhelm und Alexander von Humboldt aufgewachsen.

    Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden im geteilten Berlin ambitionierte Bauprojekte vorangetrieben. Im Ostteil der Stadt entstand die heutige Karl-Marx-Allee (ehemals: Stalinallee) im reprĂ€sentativen Stil des sozialistischen Klassizismus. Sie verlĂ€uft vom Alexanderplatz ĂŒber den Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor. Die ZwillingstĂŒrme entstanden in Anlehnung an die doppelten Kuppeln des Gendarmenmarktes unter dem deutschen Architekten Hermann Henselmann. AnlĂ€sslich der 750-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1987 wurde das zerstörte Nikolaiviertel in Anlehnung an seine historische Gestalt wiedererrichtet. Die Nikolaikirche im Zentrum ist die Ă€lteste Kirche Berlins.

    Das Holocaust-Mahnmal in Mitte

    Im Westteil der Stadt wurde die moderne Architektur vorangetrieben. Auf der internationalen Bauausstellung Interbau im Jahr 1957 prĂ€sentierten namhafte Architekten wie Walter Gropius, Le Corbusier und Oscar Niemeyer ihre Vorstellungen von der Stadt der Zukunft. Realisiert wurden die Bauvorhaben im Hansaviertel, die das zerstörte GrĂŒnderzeitviertel durch moderne Wohnblöcke und HochhĂ€user ersetzten. Die Kongresshalle mit der freitragenden Dachkonstruktion wurde 1957 als Beitrag der USA zur Interbau errichtet und als Geschenk an Berlin ĂŒbergeben.

    Eine Besonderheit Berlins sind auch die bis heute noch in weiten Teilen der Stadt erhaltenen Gaslaternen zur Straßenbeleuchtung. Insgesamt befinden sich noch ĂŒber 44.000 Gaslaternen in Berlin in Betrieb, mehr als in jeder anderen Stadt der Welt. Im Tiergarten, in der NĂ€he des gleichnamigen S-Bahnhofs, ist ein Gaslaternen-Freilichtmuseum zu finden.

    Seit 2001 befinden sich sogenannte Buddy BĂ€ren auf einigen Straßen Berlins.

    In der Bundesallee 215 befindet sich der Shaolin-Tempel Deutschland. Er ist der einzige offizielle Ableger des weltberĂŒhmten Shaolin-Klosters aus der Provinz Henan, China. Der Deutsche Shaolin Tempel wurde im Auftrag vom Abt des Muttertempels in China, Shi Yongxin, 2001 gegrĂŒndet und persönlich eingeweiht.[106]

    BrĂŒcken

    → Hauptartikel: Liste der BrĂŒcken in Berlin

    Die Glienicker BrĂŒcke, die Wannsee mit der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam verbindet.

    Berlin hat durch seine exponierte Lage an FlusslĂ€ufen und KanĂ€len und durch sein ungewöhnlich großes Territorium eine Vielzahl an BrĂŒcken und ÜberfĂŒhrungen in seinem Stadtgebiet. Offiziell gibt es 916 BrĂŒcken in Berlin. Davon verbinden 732 öffentliche Straßen, die restlichen 184 Wege und Straßen in GrĂŒnanlagen.[107] Je nach Definition und VerstĂ€ndnis werden weitere Bauwerke in Berlin zu den BrĂŒcken gezĂ€hlt. So gibt es 564 BrĂŒcken ĂŒber GewĂ€sser jeder Art und 300 Hochbahnviadukte der U-Bahn.[108] Auf die höchste Zahl kommt eine Veröffentlichung des Berliner Bausenators Wolfgang Nagel, der 1993 die Zahl mit 2100 (inklusive der Viadukte) angab.

    Die Ă€ltesten Berliner Spreequerungen sind die MĂŒhlendammbrĂŒcke, RathausbrĂŒcke und RoßstraßenbrĂŒcke, wobei die heutigen Bauwerke jĂŒngeren Datums sind. Die lĂ€ngste BrĂŒcke ist die Rudolf-Wissell-BrĂŒcke mit einer LĂ€nge von 930 Metern. Überregional bekannt sind außerdem die OberbaumbrĂŒcke, das Wahrzeichen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, und die Glienicker BrĂŒcke, auf der 1986 ein weltweit beachteter Agentenaustausch zwischen den USA und der Sowjetunion stattfand. Die ehemals lĂ€ngste FußgĂ€ngerbrĂŒcke befand sich ĂŒber dem GelĂ€nde des Zentralvieh- und Schlachthofs in Prenzlauer Berg.

    Parkanlagen, Zoos, Schutzgebiete

    Der Schlossgarten im Schloss Charlottenburg

    Berlin besitzt neben ausgedehnten Waldgebieten im Westen und SĂŒdosten des Stadtgebietes (Berliner Forsten) viele große Parkanlagen. Da auch fast alle Straßen von BĂ€umen gesĂ€umt sind, gilt Berlin als besonders grĂŒne Stadt.

    In Berlin gibt es insgesamt 439.971 StraßenbĂ€ume, darunter 153.000 Linden, 82.000 AhornbĂ€ume, 35.000 Eichen, 25.000 Platanen und 21.000 Kastanien.[109] Die ĂŒber 2500 öffentlichen GrĂŒn-, Erholungs- und Parkanlagen haben eine GesamtflĂ€che von ĂŒber 5500 Hektar und bieten vielfĂ€ltige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.

    Das Tropenhaus im Botanischen Garten in Lichterfelde

    Im Zentrum der Stadt liegt der Große Tiergarten. Er ist die Ă€lteste und mit 210 Hektar grĂ¶ĂŸte und bedeutendste Parkanlage Berlins und wurde im Verlauf von mehr als 500 Jahren gestaltet. UrsprĂŒnglich ein ausgedehntes Waldareal vor den Toren der Stadt, genutzt von den preußischen Adeligen als Jagd- und Ausrittgebiet, wurde dieses nach und nach von der Stadtentwicklung umschlossen. Heute erstreckt sich der Park vom Bahnhof Zoo bis zum Brandenburger Tor und grenzt direkt an das Regierungsviertel. Einige große Straßen durchschneiden den Tiergarten, darunter die Straße des 17. Juni als Ost-West-Achse. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte seit 1939 die SiegessĂ€ule steht. Der Große Tiergarten hat die Gestalt einer naturnahen Parklandschaft: Charakteristisch sind die weiten, von kleinen WasserlĂ€ufen durchzogenen und mit Baumgruppen bestandenen RasenflĂ€chen sowie die Seen mit kleinen Inseln und zahlreichen BrĂŒcken und Alleen. Anlagen wie der Englische Garten, die Luiseninsel und der Rosengarten setzen an einigen Stellen schmuckgĂ€rtnerische Akzente.

    Der Zoologische Garten gilt als artenreichster Zoo der Welt.

    Neben dem Tiergarten gehört der Treptower Park im SĂŒdosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821/1822 von Carl Ferdinand Langhans als Gasthaus an der Spree erbauten heutigen GaststĂ€tte Zenner.

    Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im SĂŒdwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien UniversitĂ€t Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die VorgĂ€ngereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem GelĂ€nde des heutigen Kleist-Parks in Schöneberg. Ab 1897 erfolgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem und Groß-Lichterfelde,[110] aber nach dem Groß-Berlin-Gesetz von 1920 und der Gebietsreform von 1938 liegt der Botanische Garten heute im Ortsteil Lichterfelde. Mit einer FlĂ€che von ĂŒber 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten ist er der drittgrĂ¶ĂŸte Botanische Garten der Welt. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste GewĂ€chshaus der Welt.

    Die GĂ€rten der Welt im Erholungspark Marzahn (Chinesischer Garten)

    Außerdem verfĂŒgt Berlin ĂŒber mehrere zoologische Einrichtungen: den Zoologischen Garten Berlin nebst Aquarium Berlin und den Tierpark Berlin. Der bereits 1844 an der damaligen Stadtgrenze zu Charlottenburg eröffnete Zoologische Garten ist der Ă€lteste Zoo Deutschlands und zugleich der artenreichste der Welt (rund 15.000 Tiere in 1500 Arten). Der wesentlich jĂŒngere Tierpark verdankt seine Entstehung der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg: Weil der Zoologische Garten im britischen Sektor der Stadt lag, fehlte der Hauptstadt der DDR eine eigene tiergĂ€rtnerische Einrichtung. 1954 wurde daher in Friedrichsfelde ein Tierpark auf dem frĂŒheren GelĂ€nde des Schlossparks Friedrichsfelde eröffnet. Er ist mit 160 Hektar der grĂ¶ĂŸte Landschaftstiergarten Europas.

    Weitere Parkanlagen in Berlin sind die SchlossgĂ€rten in Charlottenburg, Glienicke und auf der Pfaueninsel (die letzten beiden gehören zum UNESCO-Welterbe), die historischen Parkanlagen Lustgarten, Viktoriapark, Rudolph-Wilde-Park und Schillerpark und die zahlreichen großen VolksgĂ€rten. Im Britzer Garten fand 1985 die Bundesgartenschau statt, im Erholungspark Marzahn 1987 die Berliner Gartenschau. Dort soll 2017 auch die Internationale Gartenausstellung durchgefĂŒhrt werden. Der Mauerpark auf dem ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer, das Naturschutzgebiet Schöneberger SĂŒdgelĂ€nde, der Görlitzer Park und der Spreebogenpark gehören zu den jĂŒngeren Parkanlagen Berlins.

    In Berlin gibt es 38 Naturschutzgebiete (Stand: Mai 2009) mit einer GesamtflĂ€che von rund 1990 Hektar, das entspricht 2,2 Prozent der LandesflĂ€che.[111] Hinzu kommen 52 Landschaftsschutzgebiete, die weitere 13 Prozent der LandesflĂ€che einnehmen.[112] Zudem haben die Bezirke Pankow und Reinickendorf einen FlĂ€chenanteil von 5,4 Prozent am lĂ€nderĂŒbergreifenden, 75.000 Hektar umfassenden Naturpark Barnim.[113]

    Freizeit und Erholung

    Das Spreeufer in Tiergarten

    Etwa 18 Prozent der Berliner StadtflĂ€che ist bewaldet. Die Stadtforstverwaltung Berliner Forsten betreut mit rund 29.000 Hektar die grĂ¶ĂŸte StadtwaldflĂ€che Deutschlands. Zu den grĂ¶ĂŸten WĂ€ldern gehört der Grunewald, der von der Grunewaldseenkette durchzogen und im Westen von der Havel begrenzt wird, sowie der Spandauer Forst im Ă€ußersten Nordwesten. Der 273 Hektar große Wannsee ist eine Ausbuchtung der Havel. Mit ihm besitzt Zehlendorf ein viel besuchtes Naherholungsgebiet, das vor allem durch das Strandbad Wannsee bekannt ist.

    Im SĂŒdosten Berlins bildet der MĂŒggelsee mit den MĂŒggelbergen und dem Strandbad MĂŒggelsee in Rahnsdorf ein großes Naherholungsgebiet. Der MĂŒggelsee ist der grĂ¶ĂŸte Berliner See, er dehnt sich ĂŒber 7,4 kmÂČ aus (maximal 4,3 km lang; 2,6 km breit) und ist bis zu acht Meter tief. Die MĂŒggelberge sind mit 114,7 m ĂŒber NHN die höchsten Berliner Erhebungen, sie entstanden wĂ€hrend des PleistozĂ€ns. Am Westhang des Kleinen MĂŒggelbergs wurde von 1959 bis 1961 der neue MĂŒggelturm errichtet, nachdem der alte im Mai 1958 abgebrannt war. Er bietet einen weitreichenden Ausblick ĂŒber die Seen und WĂ€lder der Umgebung und ĂŒber die Stadtsilhouette.

    In den urbaneren Bereichen der Stadt haben sich an den Fluss- und Seenlandschaften der Spree und Havel zahlreiche Strandbars etabliert. Die 20 grĂŒnen Hauptwege vernetzen als Wanderwege einen großen Teil der Parks, GrĂŒnanlagen, umliegenden Regionalparks und Berliner WasserlĂ€ufe.

    Berlin ist besonders auch fĂŒr sein Nachtleben bekannt. HierfĂŒr mag einerseits die hohe Zahl an Studenten und jungen Party-Touristen, andererseits aber der besonders nach dem Mauerfall verbreitete Leerstand bzw. die anderweitige Nutzung gewerblicher GebĂ€ude sein. Besondere Bekanntheit genießen in diesem Zusammenhang folgende Institutionen: Kunsthaus Tacheles, Tresor, UFO, E-Werk, KitKatClub und Berghain.

    Sport

    Das Olympiastadion der Olympischen Sommerspiele von 1936

    In Berlin gibt es etwa 2000 Sportvereine, in denen rund 550.000 Aktive sich dem Breitensport widmen.[114] 2010 waren 145 Berliner Mannschaften in den verschiedenen deutschen Bundesligen vertreten.[115] Einige Vereine sind dabei im Bereich des professionellen Sports tĂ€tig. Zu den prominentesten Vertretern zĂ€hlen hier Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin (Fußball ), ALBA Berlin (Basketball), die EisbĂ€ren Berlin (Eishockey), die FĂŒchse Berlin (Handball), die Berlin Recycling Volleys (Volleyball)[116] und die Wasserfreunde Spandau 04 (Wasserball).

    Berliner EisschnelllÀuferin Claudia Pechstein, 2008

    Berlin war in der Geschichte mehrfach Austragungsort internationaler SportwettkĂ€mpfe. 1936 wurden die Olympischen Sommerspiele hier ausgetragen, im Juli 2006 fanden Vorrunden-, ein Viertelfinal- und das Finalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft im Olympiastadion statt. 2009 wurden auch die Leichtathletik-Weltmeisterschaften dort ausgetragen. Jedes Jahr findet zudem einer der weltgrĂ¶ĂŸten MarathonlĂ€ufe, das Finale des DFB-Pokals sowie die Leichtathletik-Veranstaltung ISTAF statt. Alle zwei Jahre jeweils zur Fußball Europa- und Weltmeisterschaft finden große Public Viewings statt, bei denen Zehntausende Zuschauer öffentlich die Fußballspiele auf GroßbildleinwĂ€nden verfolgen. Der Veranstaltungsort, die sogenannte Fanmeile, hat seinen Platz in der Straße des 17. Juni.[117]

    ALBA Berlin in der O2 World in Friedrichshain

    Die aktuellen Weltrekorde (Stand: Januar 2014) im Marathon- (Wilson Kipsang Kiprotich) und im 100-Meter-Lauf (Usain Bolt) wurden in Berlin aufgestellt.[118]

    Der Deutsche Olympische Sportbund hat in Berlin seinen grĂ¶ĂŸten OlympiastĂŒtzpunkt. Rund 700 Bundeskaderathleten aus 35 olympischen Sportarten (etwa 15 Prozent aller deutschen Bundeskaderathleten) bilden das leistungssportliche Kontingent. Bekannte Berliner oder in Berlin lebende Olympioniken sind Franziska van Almsick, Robert Harting, Katarina Witt und Claudia Pechstein.[119]

    Zu den grĂ¶ĂŸten SportstĂ€tten der Stadt gehören das Olympiastadion mit 74.649 PlĂ€tzen,[120] das Stadion An der Alten Försterei mit 21.717 PlĂ€tzen, die O2 World mit maximal 17.000 PlĂ€tzen, das Velodrom mit maximal 12.000 PlĂ€tzen und die Max-Schmeling-Halle mit bis zu 11.900 PlĂ€tzen.

    Im Motorsport sind die LÀufe zur Deutschen Tourenwagenmeisterschaft (DTM) auf der AVUS erwÀhnenswert, die Eisspeedwayrennen im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf und 2001 fand im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion im Rahmen der Speedway-Einzelweltmeisterschaft der Speedway-WM Grand Prix von Deutschland statt.

    KĂŒche

    → Hauptartikel: Berliner KĂŒche

    Als typische Berliner SpezialitĂ€ten gelten die Currywurst, Kasseler, Eisbein, gebratene Leber nach „Berliner Art“, Berliner Bollenfleisch und Buletten. Daneben besitzt Berlin eine lange Brautradition. Die gĂ€ngigste Biersorte ist das Pilsener, wĂ€hrend die Berliner Weiße genauso typisch ist wie die Fassbrause (Limonade).

    Infrastruktur

    Entwicklung des Modal Split in Berlin[121]
    Verkehrsmittel 1992 1998 2008
    Öffentlicher Verkehr 31 % 27 % 26 %
    Motorisierter Individualverkehr 35 % 38 % 32 %
    Fahrrad 7 % 10 % 13 %
    Zu Fuß 27 % 25 % 29 %

    Öffentlicher Verkehr

    → Hauptartikel: Nahverkehr in Berlin

    Die Bedeutung des motorisierten Individualverkehrs hat in Berlin abgenommen, wĂ€hrend der Fahrradverkehr an Bedeutung gewinnen konnte. Die Abnahme des Anteils des FußgĂ€ngerverkehrs konnte gestoppt werden, wĂ€hrend der öffentliche Verkehr weiter leicht verlor. Von politischer Seite ist beabsichtigt, Rad-, Fuß- und öffentlichen Verkehr in den nĂ€chsten Jahren zu fördern, wĂ€hrend der Anteil des Automobilverkehrs weiter gesenkt werden soll. 2012 waren 324 Autos auf 1000 Einwohner zugelassen, 2008 waren es 319 — in den 1990er Jahren allerdings noch 361.

    Der Hauptbahnhof in Moabit

    Am 28. Mai 2006 wurden der neue Hauptbahnhof als zentraler Berliner Bahnhof und im Zusammenhang damit der Tunnel Nord-SĂŒd-Fernbahn, die Fernbahnhöfe Gesundbrunnen und SĂŒdkreuz sowie die Regionalbahnhöfe Potsdamer Platz (unterirdisch), Jungfernheide und Lichterfelde Ost in Betrieb genommen. Damit erhielt der Regional- und Fernverkehr der Bahn gemĂ€ĂŸ dem sogenannten Pilzkonzept zusĂ€tzlich zu der in Ost-West-Richtung angelegten Stadtbahn eine unterirdische Regional- und Fernverkehrsverbindung in Nord-SĂŒd-Richtung. Der Umstieg zwischen Nord-SĂŒd-Fernbahntunnel und West-Ost-Stadtbahn erfolgt am Hauptbahnhof. ZĂŒge, die Berlin aus sĂŒdlicher Richtung erreichen, fahren seitdem meist ĂŒber die neue Nord-SĂŒd-Trasse von Lichterfelde Ost ĂŒber SĂŒdkreuz, Potsdamer Platz, Hauptbahnhof ĂŒber die ÜberfĂŒhrung nach Gesundbrunnen oder Richtung Westen ĂŒber Jungfernheide nach Spandau.

    S- und U-Bahn-Netz

    Dem innerstĂ€dtischen öffentlichen Personennahverkehr dienen 15 S-Bahn-Linien (betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH) sowie zehn U-Bahn-, 22 Straßenbahn-, 150 Bus- und sechs FĂ€hrlinien (alle betrieben von der BVG). Die Innenstadt wird in Ost-West-Richtung von der als Viaduktbahn angelegten Stadtbahn durchquert, die parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet den Ostbahnhof mit dem Bahnhof Charlottenburg und passiert dabei unter anderem die Bahnhöfe Zoologischer Garten, Hauptbahnhof, Friedrichstraße und Alexanderplatz. In Nord-SĂŒd-Richtung ĂŒbernehmen die U-Bahnlinie 9 und die U6 den grĂ¶ĂŸten Teil des Fahrgastaufkommens, ergĂ€nzt durch die unterirdische Nord-SĂŒd-Trasse der S-Bahn. Diese S-Bahn-Trasse kreuzt am Bahnhof Friedrichstraße die Stadtbahn. VervollstĂ€ndigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt in Form eines auf Karten erkennbaren Hundekopfs umschließt. Alle anderen Linien berĂŒhren diese Trassen. Die Barrierefreiheit der Bahnhöfe wird seit 1992 zunehmend gewĂ€hrleistet.[122]

    U-Bahn-Zug auf der OberbaumbrĂŒcke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg

    Das Stadtbusnetz gliedert sich in Expressbusse (Buchstabe X), MetroBusse (Buchstabe M) und Stadtbusse (mit dreistelliger Nummer). In gleicher Weise wird ein Teil der Straßenbahnlinien (zweistellige Nummer) durch Voranstellung eines M als MetroTram besonders herausgehoben. Nachtbusse haben als Linienbezeichnung ein N vor der Liniennummer, Metro-Linien (sowohl Busse als auch Straßenbahnen) fahren auch nachts. In den NĂ€chten vor Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen fahren zusĂ€tzlich fast alle S- und U-Bahn-Linien durchgehend, bei der S-Bahn teilweise mit verĂ€nderter StreckenfĂŒhrung. Der Bus-Fernverkehr zu deutschen und europĂ€ischen Zielen wird ĂŒber den Zentralen Omnibus-Bahnhof am Funkturm (ZOB) abgewickelt. GegenĂŒber dem MessegelĂ€nde gelegen, ist er direkt ĂŒber den Berliner Stadtring (A 100) erreichbar und mit dem öffentlichen Personennahverkehr durch Bus-, U- und S-Bahnlinien verbunden.

    Im Berliner Taxigewerbe waren im Dezember 2008 etwa 3100 Unternehmen tĂ€tig, ĂŒber drei Viertel davon mit nur einem Fahrzeug.[123] Berlin hatte im Januar 2012 rund 7600 Taxis[124] und ist damit die Stadt mit den meisten Taxis in Deutschland. In Berlin gibt es keine Farbfreigabe und keine ZulassungsbeschrĂ€nkung der Konzessionen.[125]

    Straßennetz

    Übersichtskarte des Berliner Straßennetzes

    Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahnhalbkreis (A 100 â€“ Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollstĂ€ndigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verlĂ€uft die Autobahn A 10 (E 55 â€“ Berliner Ring). Die A 100 beim Dreieck Funkturm ist der meistbefahrene Autobahnabschnitt in Deutschland.

    Von der A 100 aus fĂŒhren innerhalb des Stadtgebiets mehrere Autobahnabschnitte in Richtung Berliner Ring. Die A 111 (E 26) fĂŒhrt in nach Nordwesten in Richtung Hamburg und Rostock. Die A 113 in Richtung SĂŒdosten (nach Dresden und Cottbus) beginnt am Dreieck Neukölln und fĂŒhrt zum Schönefelder Kreuz (A 10) und bindet den in Bau befindlichen Flughafen Berlin Brandenburg an das Autobahnnetz an. Die A 115 (E 51) erstreckt sich nach SĂŒdwesten (Richtung Hannover und Leipzig). Deren nördliches, gerades TeilstĂŒck wird umgangssprachlich AVUS genannt.

    ZusĂ€tzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin. Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im SĂŒdwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100) nach SĂŒden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 (Westtangente), auf der die Bundesstraße 1 verlĂ€uft, verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach SĂŒdwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.

    Die historische Mitte Berlins wird vom Innenstadtring umschlossen, der abgesehen von der Invalidenstraße im nordwestlichen Abschnitt bereits komplett ausgebaut ist. Dort soll der Ausbau bis 2013 erfolgen.[126][127] Ferner verlaufen durch Berlin die Bundesstraßen B 1, B 2, B 5, B 96, B 96a, B 101, B 109 und B 158.

    Die Berliner Straßen sind nach zwei verschiedenen Hausnummerierungssystemen nummeriert. Bis 1929 wurde die rundlaufende Hufeisennummerierung verwendet, seitdem die im Zickzack verlaufene Orientierungsnummerierung. Da nicht zuletzt wegen der politischen UmbrĂŒche zahlreiche Berliner Straßen umbenannt wurden und diese Änderungen ab 1929 oftmals zur EinfĂŒhrung der Orientierungsnummerierung in der betreffenden Straße genutzt wurden, sind heute beide Systeme in Gebrauch.

    Im Vergleich mit einigen anderen deutschen StÀdten hat Berlin mit 3,14 Einwohnern pro privatem Pkw die niedrigste Pkw-Dichte.[123]

    Fahrradverkehr

    In Berlin existieren an stark befahrenen Straßen angelegte Radwege und Fahrradstreifen, einige ruhigere Straßen wurden als Fahrradstraßen gekennzeichnet. Etwa 1,5 Millionen Wege werden tĂ€glich insgesamt mit dem Fahrrad als Hauptverkehrsmittel zurĂŒckgelegt.[128]

    Der Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtaufkommen des Verkehrs in Berlin hat sich seit 1992 mehr als verdoppelt. Im Jahr 1992 wurden etwa 7 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurĂŒckgelegt,[129] 2009 waren es etwa 15 Prozent.[130] Die durchschnittliche Entfernung einer mit dem Rad zurĂŒckgelegten Strecke betrĂ€gt 3,7 Kilometer.[128] Die Radfahrstreifen wurden von insgesamt 50 Kilometern im Jahr 2004 auf 191 Kilometer im Jahr 2014 ausgebaut.[131] In der Belziger Straße wurde 2013 erstmals eine GrĂŒne Welle fĂŒr Radfahrer eingerichtet.[132]

    Durch Berlin fĂŒhren ĂŒberregionale touristische Radfernwege wie der Radweg Berlin–Kopenhagen, der Radfernweg Berlin–Usedom und der Europaradweg R1. Entlang des frĂŒheren Verlaufs der Berliner Mauer fĂŒhrt der Berliner Mauerweg. Mehrere tausend MietfahrrĂ€der können im Innenstadtbereich per Telefonanruf oder (mobilem) Internet ausgeliehen werden. In einigen Gebieten der Stadt verkehren fĂŒr die touristische Nutzung Fahrradtaxis.

    Flugverkehr

    → Hauptartikel: Flughafen Berlin Brandenburg

    Lage der Berliner FlughÀfen

    Seit dem Winterflugplan 2008, als der sogenannte Zentralflughafen (Tempelhof, THF) am 30. Oktober geschlossen wurde, gibt es mit dem Flughafen Tegel (IATA-Code: TXL) nur noch einen in Betrieb befindlichen Flughafen auf Berliner Stadtgebiet. Der unmittelbar außerhalb der Stadtgrenze gelegene Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF) gehört zur Gemeinde Schönefeld.

    Auf dem nach SĂŒden erweiterten Gebiet des aktuellen Flughafens Berlin-Schönefeld wird derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg (BER) errichtet, der frĂŒhestens 2015 eröffnet werden soll. Damit sollen dann die aktuellen FlughĂ€fen geschlossen werden.

    Binnenschifffahrt

    Westhafen in Moabit (Nordbecken mit BEHALA-VerwaltungsgebÀude)

    Berlin liegt im Zentrum des Bundeswasserstraßengebietes Ost. Die Stadt wird wasserseitig auf mehreren Wegen erschlossen, der Binnenschifffahrt stehen von und nach Berlin drei Wasserstraßen zur VerfĂŒgung. Dabei kommt der Verbindung ĂŒber Havel, Elbe-Havel-Kanal und Mittellandkanal zu Elbe und Nordsee beziehungsweise Weser und Rhein die grĂ¶ĂŸte Bedeutung zu. Außerdem verbindet die Havel-Oder-Wasserstraße Berlin mit der unteren Oder und der Ostsee. BeschrĂ€nkt ausgebaut und weniger stark frequentiert ist auch die Spree-Oder-Wasserstraße als Verbindung ĂŒber die Spree zur oberen Oder und nach Schlesien.

    Binnenwasserstraßen in Berlin

    Zum Warenumschlag können drei Hafenanlagen genutzt werden: der Hafen Neukölln, der SĂŒdhafen Spandau sowie der Westhafen. Letzterer liegt in Moabit am Nordrand der Berliner Innenstadt und ist von allen drei HĂ€fen der grĂ¶ĂŸte und bedeutendste. Seine Anlagen umfassen auch ein Fracht- und Logistikzentrum, das den Warenumschlag zwischen Binnenschiff, Eisenbahn und Lastwagen ermöglicht. Betrieben werden die HĂ€fen von der BEHALA. Der frĂŒhere Osthafen wird inzwischen als Medienstandort genutzt und hat seine Hafenfunktion verloren.

    Wasserversorgung

    Die Wasserversorgung Berlins wird durch die neun Wasserwerke Beelitzhof, Friedrichshagen, Kaulsdorf, Kladow, Spandau, Stolpe, Tegel, Tiefwerder und Wuhlheide sichergestellt, die von der Berliner Wasserbetriebe (AöR) betrieben werden. Der Wasserverbrauch der Stadt ist nach der Wiedervereinigung vor allem im Ostteil der Stadt deutlich zurĂŒckgegangen. Aufgrund der geringeren Grundwasserentnahme kam es in weiten Teilen des Urstromtals zu einem deutlichen Anstieg des Grundwasserspiegels. Vor allem in der NĂ€he der Wasserwerke verursachte dies VernĂ€ssungsschĂ€den an GebĂ€uden.[133] Pro Tag werden durchschnittlich 585.000 mÂł Trinkwasser bereitgestellt und rund 602.000 mÂł Abwasser abgeleitet.[134][135] Über das rund 9500 km lange Kanalsystem gelangen die Abwasser in sechs GroßklĂ€rwerke.[136]

    Energieversorgung

    Kraftwerke in Berlin und Umgebung

    Die Energieversorgung von Berlin verfĂŒgt ĂŒber einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin ĂŒber eine als Erdkabel ausgefĂŒhrte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) vom Kraftwerk Vockerode bei Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie ging aber bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr in Betrieb (Elbe-Projekt).

    WĂ€hrend der Zeit der Teilung war West-Berlin vom Stromnetz des Umlandes abgeschnitten. Die Stromversorgung musste ĂŒber im Stadtgebiet gelegene thermische Kraftwerke wie das Kraftwerk Reuter-West, das Kraftwerk Wilmersdorf und andere erfolgen. Zur Pufferung der Lastspitzen waren in manchen dieser Kraftwerke ab den 1980er Jahren Akkumulatoren installiert, die ĂŒber Umrichter mit dem Stromnetz verbunden waren und wĂ€hrend Schwachlastzeiten geladen und wĂ€hrend Starklastzeiten entladen wurden.[137]

    Erst 1993 wurde die 1951 unterbrochene Leitungsverbindung mit dem Umland wiederhergestellt. In den Westbezirken Berlins sind mit wenigen Ausnahmen alle Stromleitungen als Erdkabel ausgefĂŒhrt. Die Erdkabelsektion der 380 kV-Leitung Kraftwerk Reuter – Berlin Mitte ist das lĂ€ngste 380 kV-Erdkabel in Deutschland und dĂŒrfte die teuerste Stromleitung in Deutschland sein, allein auf Grund ihrer hohen KapazitĂ€t benötigt sie zum Betrieb eine kapazitive Blindleistung von 110 MVar.[138]

    Im Jahr 1884 wurden die StĂ€dtischen ElectricitĂ€ts-Werke zur Stromversorgung Berlins gegrĂŒndet. Nach einer mit Beginn des Ersten Weltkriegs zehnjĂ€hrigen Phase kommunaler Bewirtschaftung durch die Stadt, ĂŒbernahm 1924 die neu gegrĂŒndete privatrechtliche Betriebsgesellschaft Bewag den Pachtvertrag fĂŒr das Stromnetz. In den 1920er Jahren erfuhr das Berliner Stromnetz seine grĂ¶ĂŸte Ausbauphase: Zwischen 1922 und 1933 stieg der Anteil angeschlossener Wohnungen von 11 auf 76 Prozent.[139] Bis 1997, als Berlin seine Anteile verkaufte, hielt das Land die Mehrheit der Anteile an der Bewag. 2003 wurde sie vollstĂ€ndig vom Vattenfall-Konzern aufgekauft.

    Kraftwerk Wilmersdorf und Berliner Stadtring A 100

    Ende 2014 lĂ€uft die Stromkonzession des derzeitigen Netzbetreibers Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH nach 20-jĂ€hriger Laufzeit aus. Derzeit fĂŒhrt das Land Berlin ein Konzessionierungsverfahren fĂŒr die Sparten Strom und Gas. FĂŒr den Bereich Strom haben sich acht Interessenten gemeldet. Darunter ein landeseigener Betrieb zur Rekommunalisierung des Stromnetzes sowie eine Genossenschaft, die das Stromnetz in BĂŒrgerhand betreiben will.[140] Parallel lĂ€uft ein Volksbegehren ĂŒber die Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung.

    Die Stromerzeugung in Berlin fußt im Wesentlichen auf der Nutzung von Steinkohle und Erdgas. Der Beitrag der Steinkohlenutzung an der Nettostromerzeugung betrug 45 % im Jahr 2009 und lag damit weit ĂŒber dem bundesweiten Durchschnitt von 18 %. Auch die Erdgasnutzung ist ĂŒberdurchschnittlich: Ihr Anteil umfasste 42 % und befand sich damit ebenfalls ĂŒber dem Bundesdurchschnitt von 13 %. Erdgas besitzt in den deutschen BundeslĂ€ndern damit nur in Rheinland-Pfalz einen noch wichtigeren Anteil an der Stromerzeugung – dort waren es 69 % im selben Jahr. Braunkohle trug mit 9 % zur Erzeugung bei und lag weit unter dem bundesweiten Durchschnitt von 24 %. Ebenfalls unterdurchschnittlich ist der Beitrag der erneuerbaren Energien: Ihr Anteil lag bei 3 % im Gegensatz zum deutschlandweiten Schnitt von 17 %.[141]

    Der Endenergieverbrauch ist ĂŒber den zeitlichen Verlauf betrachtet relativ konstant geblieben und umfasste im Jahr 2010 rund 267,8 Petajoule. Damit lag der Verbrauch zwar um 7,4 % höher als noch im Vorjahr, gegenĂŒber 1990 ist er jedoch nur geringfĂŒgig, und zwar um 2,4 %, gestiegen.[142] Der Endenergieverbrauch pro Einwohner im Land betrug im Jahr 2010 somit 77,4 Gigajoule. Der Anstieg dieses Anteils fĂ€llt mit 1,3 % im Vergleich zu 1990 sogar noch geringer aus als der Anstieg des gesamten Endenergieverbrauchs im Land.[143] Umgerechnet auf Sektoren zeigt sich, dass der Bereich „Gew. v. Steinen u. Erden, sonst. Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe“ mit 6,3 % den geringsten Anteil am Endenergieverbrauch besitzt. Der Verkehrsbereich benötigt mit 24,6 % fast das Vierfache an Energie. Der grĂ¶ĂŸte Anteil entfĂ€llt allerdings auf den Sektor „Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen und ĂŒbrige Verbraucher“ mit 69,1 %.[144]

    Wissenschaft und Bildung

    Hochschulen und Forschung

    Humboldt-UniversitÀt zu Berlin in Mitte, HauptgebÀude

    Berlin besitzt eine hohe Konzentration von Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen. In der Stadt studieren im Wintersemester 2012/13 an insgesamt 31 UniversitĂ€ten und Hochschulen, darunter vier Kunsthochschulen, rund 160.000 Studenten.[145] Die vier Berliner UniversitĂ€ten stellen gemeinsam etwa 100.000 Studenten (Stand: WS 2008/2009). Es sind die Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin mit rund 27.000 Studenten (ohne CharitĂ©), die Freie UniversitĂ€t Berlin mit rund 31.500 Studenten (ohne CharitĂ©), die Technische UniversitĂ€t Berlin mit rund 27.000 Studenten sowie die UniversitĂ€t der KĂŒnste Berlin mit etwa 4500 Studenten. An der CharitĂ© studieren rund 7.200 Studenten. Weiterhin besitzen auch die Steinbeis-Hochschule Berlin und der ESCP Europe Campus Berlin Promotionsrecht und somit UniversitĂ€tsstatus.

    GebÀudekomplex der Freien UniversitÀt in Dahlem

    Die Medizinischen FakultĂ€ten der Freien UniversitĂ€t und der Humboldt-UniversitĂ€t wurden 2003 zur CharitĂ© â€“ UniversitĂ€tsmedizin Berlin zusammengefasst. Seitdem ist diese mit ihren vier Standorten die grĂ¶ĂŸte medizinische FakultĂ€t Europas.[146]

    Im Rahmen der Exzellenzinitiative wurden die Freie UniversitĂ€t Berlin und die Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin in der dritten Förderlinie positiv begutachtet. Das bereits 2007 ausgezeichnete Zukunftskonzept „International Network University“ der Freien UniversitĂ€t wurde in der Evaluation 2012 bestĂ€tigt. Die Humboldt-UniversitĂ€t war mit ihrem Konzept „Bildung durch Wissenschaft“ 2012 erfolgreich. Damit zĂ€hlen beide Hochschulen zu den elf deutschen EliteuniversitĂ€ten.[147][148][149]

    An den Berliner UniversitÀten und Hochschulen gibt es 44 Studentenverbindungen.

    Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften

    Berlin ist seit 2012 die forschungsstĂ€rkste Region in Deutschland.[150][151] JĂ€hrlich werden in Berlin rund 1,8 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in Wissenschaft und Forschung investiert, ĂŒber 13 Prozent der Patentanmeldungen der Wissenschaft in Deutschland kommen aus Berlin. Über 50.000 BeschĂ€ftigte lehren, forschen und arbeiten an den ĂŒber 70 außeruniversitĂ€ren öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen. Auch die großen nationalen Forschungsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft sind mit mehreren Instituten vertreten, ebenso verschiedene Bundesministerien mit insgesamt acht Forschungsinstituten. Die meisten Einrichtungen der Wissenschaft konzentrieren sich an den Standorten in Buch, Charlottenburg, Dahlem, Mitte sowie am Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof. Das Land Berlin ist „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[152]

    In Berlin finden sich auch Niederlassungen verschiedener privater Hochschulen und Lehrinstitute wie der Mediadesign Hochschule, der Games Academy und des QANTM Institutes.

    Schulsystem

    Ossietzky-Gymnasium in Pankow

    Berlin hat eine sechsjĂ€hrige Grundschule und seit 2010 ein sich anschließendes zweigliedriges Oberschulsystem mit Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien.[153] Im Schuljahr 2007/2008 gab es in Berlin 744 öffentliche allgemeinbildende Schulen, darunter 396 Grund-, 48 Gesamt-, 54 Haupt-, 62 Realschulen, 97 Gymnasien sowie 87 Sonderschulen. Die Zahl der allgemeinbildenden Privatschulen betrug 101.[154]

    Im Februar 2004 wurde ein neues Schulgesetz verabschiedet. Wesentliche Reformen waren die VerkĂŒrzung der Schulzeit bis zum Abitur von dreizehn auf zwölf Jahre, die Vorverlegung des Einschulungsalters auf fĂŒnfeinhalb Jahre und der in der zehnten Klasse stattfindende Mittlere Bildungsabschluss, eine schriftliche PrĂŒfung zum Erhalt des Realschulabschlusses. Diese PrĂŒfung wird auch an den Gymnasien abgelegt. Das Zentralabitur wurde in den FĂ€chern Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen eingefĂŒhrt sowie die Pressefreiheit fĂŒr SchĂŒlerzeitungen garantiert.

    Im Rahmen eines seit den 1990er Jahren in Berlin bestehenden Schulversuchs ist es an dreizehn Gymnasien mit „SchnelllĂ€uferprogramm“ möglich, das Abitur ein Jahr schneller abzulegen, das heißt, seit dem Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes nach elf Jahren. Seit dem Schuljahr 2008/2009 wird im Rahmen einer Pilotphase das Modell der Gemeinschaftsschule erprobt.

    Bibliotheken

    Staatsbibliothek am Kulturforum in Tiergarten

    Die Staatsbibliothek zu Berlin mit ĂŒber 10 Millionen Druckschriften ist die grĂ¶ĂŸte wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschen Sprachraum. Weitere große wissenschaftliche Bibliotheken sind die UniversitĂ€tsbibliothek der Freien UniversitĂ€t, die UniversitĂ€tsbibliothek der Humboldt-UniversitĂ€t und die Zentralbibliothek der TU und UdK. Zur Zentral- und Landesbibliothek Berlin gehört die Amerika-Gedenkbibliothek, ein Geschenk der USA an die Berliner nach der ĂŒberstandenen Blockade 1948/49.

    Die Berliner Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin stellt mit ihrem Bestand (ca. 400.000 BÀnde zur europÀischen Kunstgeschichte von der SpÀtantike bis zur Gegenwart, rund 1400 internationale Zeitschriften) eine der bedeutendsten kunstwissenschaftlichen Spezialbibliotheken in Deutschland dar.

    Mit dem Förderprogramm Bibliotheken im Stadtteil (BIST) soll im Zeitraum 2007 bis 2015 auch die dezentrale Versorgung der Bevölkerung gewÀhrleistet werden.[155]

    Berlin in der Kunst

    Filme

    Wim Wenders hat zwei Berlin-Filme geschaffen und fungiert seit 1996 als PrÀsident der EuropÀischen Filmakademie in Berlin.

    Auswahl von Filmen, die in Berlin spielen oder von Berlin handeln:

    Musik

    Die in Berlin geborene Filmschauspielerin und SĂ€ngerin Marlene Dietrich

    Vor allem seit der Entwicklung Berlins zur Millionenstadt Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und entstehen bis heute in der PopulĂ€rkultur eine Vielzahl von Liedern, die Berlin und das Leben in der Stadt, hĂ€ufig in ihrem zeitgenössischen Kontext, darstellen.[157] Das bekannteste Lied ist wohl Berliner Luft, das Paul Lincke 1899 fĂŒr die Operette Frau Luna schrieb und das mitunter als inoffizielle Landeshymne gespielt wird. Ein weiteres bekanntes Lied ist das 1951 von Conny Froboess gesungene Pack die Badehose ein, das die Nachkriegsstimmung im West-Berlin der Wirtschaftswunderjahre widerspiegelt.

    Die Teilung Berlins fĂŒhrte bis 1990 auch zu ganz unterschiedlichen Liedern ĂŒber die Stadt. WĂ€hrend in West-Berliner Titeln, beispielsweise in Liedern der EinstĂŒrzenden Neubauten, etwa die UmbrĂŒche in der Stadt in den 1970er und 1980er Jahren zum Ausdruck kamen, wurde bei Ost-Berliner Bands gelegentlich, wenn auch nur implizit, die Teilung der Stadt thematisiert, so zum Beispiel Citys Wand an Wand, das 1987 zum 750. StadtjubilĂ€um geschrieben wurde.

    Auszeichnungen und Ehrentitel Berlins

    • Im Februar 1979 verlieh der Weltfriedensrat anlĂ€sslich einer Tagung in Ost-Berlin den Ehrentitel Stadt des Friedens an Berlin. Ab 1986 wurde an einem Wohnblock im Nikolaiviertel mit einer Plakette darauf aufmerksam gemacht.
    • Im November 2005 zeichnete die UNESCO Berlin als die erste Stadt in Europa mit dem Titel Stadt des Designs aus.[158]
    • Im Jahre 2009 erhielt Berlin den mit 50.000 Euro dotierten spanischen Prinz-von-Asturien-Preis fĂŒr Eintracht aus Anlass des zwanzigjĂ€hrigen JubilĂ€ums der friedlichen Revolution von 1989.[159]

    Siehe auch

     Portal: Berlin – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Berlin

    Literatur

    Luftbild der Berliner Mitte

    • Udo Arnold: Preußen und Berlin. LĂŒneburg 1981.
    • Horst Bosetzky, Jan Eik: Das Berlin-Lexikon. Jaron Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-932202-57-0.
    • Axel Weipert: Das Rote Berlin. Eine Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung 1830-1934. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-8305-3242-2.
    • Jacob Hein: Gebrauchsanweisung fĂŒr Berlin. VollstĂ€ndig ĂŒberarbeitete Neuausgabe. Piper, MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-492-27576-7.
    • Joachim Herrmann u. a. (Hrsg.): Berlin. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme. 1. Auflage 1987, Akademie-Verlag Berlin, Doppel-Band 49/50 der Reihe Werte unserer Heimat, ISBN 3-05-000379-0
    • Dieter Hoffmann-Axthelm: Osten Westen Mitte – SpaziergĂ€nge durch das neuere Berlin. edition.fotoTAPETA, Berlin 2011, ISBN 978-3-940524-14-0.
    • Rolf Italiaander, Arnold Bauer, Herbert Krafft: Berlins Stunde Null 1945 – Ein Bild-/Text-Band, Droste Verlag, DĂŒsseldorf 1979, ISBN 3-7700-0549-X.
    • Stefan KrĂ€tke: Berlin – Stadt im Globalisierungsprozess. In: Geographische Rundschau. 56 (4), 2004, ISSN 0016-7460, S. 20–25.
    • Kurt Pomplun: Berliner HĂ€user – Geschichte u. Geschichten, 2. Aufl., Hessling, Berlin (1975), Berliner Kaleidoskop; Bd. 14, ISBN 3-7769-0119-5
    • Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Geschichte Berlins. 2 Bde. 3. Auflage. Berlin 2002. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin, Standardwerk anlĂ€sslich des 750. JubilĂ€ums von Berlin)
    • Jutta Rosenkranz (Hrsg.): Berlin im Gedicht – Gedichte aus 250 Jahren, 2. Aufl., Husum Druck u. Verlagsgesellschaft mbH u. Co. KG, Husum 2006, ISBN 3-89876-264-5
    • Susanne Stemmler, Sven Arnold (Hrsg.): New York – Berlin, Kulturen in der Stadt. Wallstein, 2008, ISBN 978-3-8353-0328-7.
    • E. R. UderstĂ€dt: Berlin – wie es nur wenige kennen, mit Zeichnungen von Kurt Schulze, Norddeutsche Buchdruckerei und Verlagsanstalt A.G., Berlin 1930 (mit vielen Vorkriegs-Fotografien)
    • Reimer Wulf (Fotos), Karl Kessler (Texte): Über den DĂ€chern des Neuen Berlin, Luftaufnahmen-Dokumentation, 200 S., Herbig, MĂŒnchen 2004, ISBN 3-7766-2403-5.

    Weblinks

     Commons: Berlin â€“ Sammlung von Bildern
     Wikinews: Themenportal Berlin â€“ in den Nachrichten
     Wiktionary: Berlin â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
     Wikiquote: Berlin â€“ Zitate
     Wikisource: Berlin â€“ Quellen und Volltexte
     Wikivoyage: Berlin â€“ ReisefĂŒhrer

    Einzelnachweise

    1. ↑ Ranking Tabellen Kaufkraft Deutschland 2013 (ZIP; 903 kB). Abgerufen am 13. Mai 2013.
    2. ↑ Bruttoinlandsprodukt (nominal) in Berlin seit 1995. Abgerufen am 10. November 2012.
    3. ↑ a b Schulden der öffentlichen Haushalte am 30.06.2013. Statistisches Bundesamt. Abgerufen am 16. Dezember 2013.
    4. ↑ a b Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 30. November 2013 des Amtes fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 21. Mai 2014 (PDF-Datei).
    5. ↑ a b c d Einwohnerinnen und Einwohner am Ort der Hauptwohnung in Berlin am 30.06.2013 nach LOR und Migrationshintergrund (PDF; 49 kB). Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg. Publikation vom 30. Juni 2013. Abgerufen am 16. Dezember 2013.
    6. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Regionale Statistik-Information}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=statistik.arbeitsagentur.de}} Statistik der Bundesagentur fĂŒr Arbeit, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
    7. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Arbeitslosenquoten im Mai 2014 – LĂ€nder und Kreise}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=statistik.arbeitsagentur.de}} Statistik der Bundesagentur fĂŒr Arbeit, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
    8. ↑ Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und frĂŒherer ZĂ€hlungen (Excel), Statistisches Bundesamt (Destatis), Mai 2013, abgerufen am 9. Juni 2013.
    9. ↑ a b Global Power City Index 2011 (PDF; 1,3 MB) Abgerufen am 3. Juli 2013.
    10. ↑ Revealed: Cities that rule the world – and those on the rise (englisch), CNN. Abgerufen am 14. April 2010.
    11. ↑ Leading cities in cultural globalisations/Media (englisch), GaWC, abgerufen am 14. April 2010.
    12. ↑ London crowned as SportBusiness’ 2012 Ultimate Sports City. sports business, Abgerufen am 26. November 2012
    13. ↑ A wild art scene now stays within the lines, (englisch), Los Angeles Times, abgerufen am 14. April 2010.
    14. ↑ Berlin, the Big Canvas (englisch), International Herald Tribune, abgerufen am 16. April 2010.
    15. ↑ mittlere Temperaturen von 1981 bis 2010 vom DWD, mittlere NiederschlĂ€ge von 1981 bis 2010 vom DWD
    16. ↑ Senatsverwaltung Berlin (Hrsg.): Berliner Umweltatlas. (PDF; 94 kB) Ausgabe 1993/2001. Abgerufen am 16. April 2010.
    17. ↑ Senatsverwaltung Berlin (Hrsg.): Berliner Umweltatlas. Ausgabe 2008. Abgerufen am 16. April 2010.
    18. ↑ Senatsverwaltung Berlin (Hrsg.): StadtbĂ€ume: Übersichten der Bestandsdaten. Abgerufen am 16. April 2010.
    19. ↑ Deutscher Wetterdienst: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Klimainformationen Berlin}} World Meteorological Organization, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
    20. ↑ Groß-Berlin-Gesetz
    21. ↑ Suche nach zustĂ€ndigem Finanzamt.
    22. ↑ Übersicht der deutschen Amtsgerichte.
    23. ↑  Arnt Cobbers: Kleine Berlin-Geschichte. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 2. aktualisierte Auflage Auflage. Jaron Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-89773-142-4, S. 14.
    24. ↑ H.G. Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen StĂ€dte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 181–196.
    25. ↑ welt.de: „Die deutsche Hauptstadt altert um Jahrzehnte.“ 18. Oktober 2012 [1]
    26. ↑ Berliner Unwillen, Verein fĂŒr die Geschichte Berlins e. V., abgerufen am 30. Mai 2013
    27. ↑ Was den "Berliner Unwillen" erregte. In: Der Tagesspiegel, 26. Oktober 2012
    28. ↑ Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Geschichte Berlins. 2 Bde. 3. Auflage. Berlin 2002, S. 182 sowie 268–271.
    29. ↑ Bernd Horlemann (Hrsg.), Hans-JĂŒrgen Mende (Hrsg.): Berlin 1994. Taschenkalender, Edition Luisenstadt Berlin, Nr. 01280
    30. ↑ a b c d e Wolfgang Ribbe, JĂŒrgen SchmĂ€deke: Kleine Berlin-Geschichte. Herausgegeben von der Landeszentrale fĂŒr politische Bildungsarbeit Berlin in Verbindung mit der Historischen Kommission zu Berlin; Stapp Verlag Berlin 1994, ISBN 3-87776-222-0; Seiten 80–128: Reformzeit, Revolution und Reaktion (1800 bis 1860). Das Ende der friderizianischen Epoche: Berlin in der Phase des Umbruchs
    31. ↑ Axel Weipert: Das Rote Berlin. Eine Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung 1830-1934. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2013.
    32. ↑ Zum staatsrechtlichen Status siehe: Deutsches Reich#Staatsrechtliche Fragen
    33. ↑ Axel Weipert: Das Rote Berlin. Eine Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung 1830-1934. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2013, S. 138-162.
    34. ↑ Peter Gay: Meine deutsche Frage. Jugend in Berlin 1933–1939. MĂŒnchen 1999, S. 95–100. (Packender Ausschnitt im Zeitzeugenbericht des renommierten Historikers ĂŒber sein Aufwachsen in Berlin)
    35. ↑ Siehe z. B. Matthias Donath: Bunker, Banken, Reichskanzlei – ArchitekturfĂŒhrer Berlin 1933–1945, 2005, ISBN 978-3-936872-51-4.
    36. ↑ Johannes Strempel: Berlin. Ende in TrĂŒmmern. In: GEO Epoche, Nr. 44, Hamburg 2010, S. 146–162, hier S. 162.
    37. ↑ Helmut Wolff: Zur Entwicklung der Chirurgie und der chirurgischen Forschung in der DDR. Deutsche Gesellschaft fĂŒr Chirurgie – Mitteilungen 1/2012, S. 1–8
    38. ↑ Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik ĂŒber die Herstellung der Einheit Deutschlands – Auszug (pdf; 56 kB) auf berlin.de, abgerufen am 31. Mai 2013
    39. ↑ Vollendung der Einheit Deutschlands (pdf; 213kB) Deutscher Bundestag, 12. Wahlperiode, 1991, auf berlin.de, abgerufen am 31. Mai 2013
    40. ↑ Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 30. November 2013 des Amtes fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 21. Mai 2014 (PDF-Datei).
    41. ↑ Gerundete Zahlen, zusammengestellt aus:
      Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Geschichte Berlins. Band II. Von der MĂ€rzrevolution bis zur Gegenwart. C. H. Beck, MĂŒnchen 1987, S. 692–697.
      Otto-Friedrich Gandert, Berthold Schulze, Ernst Kaeber und andere (Hrsg.): Heimatchronik Berlin. Archiv fĂŒr deutsche Heimatpflege, Köln 1962, S. 427.
      Max Mechow: Die Ost- und Westpreußen in Berlin. Ein Beitrag zur Bevölkerungsgeschichte der Stadt. Haude & Spener, Berlin 1975, S. 112/113.
      Königliches statistisches Bureau (Hrsg.): Statistisches Handbuch fĂŒr den preußischen Staat. Verlag des königlichen statistischen Bureaus, Berlin 1898, zur Muttersprache S. 128/129, zum AuslĂ€nderanteil S. 114/115.
    42. ↑ AuslĂ€nderinnen und AuslĂ€nder am Ort der Hauptwohnung in Berlin am 31.12.2012 nach Bezirken und Staatsanhörigkeiten.
    43. ↑ Statistisches Jahrbuch 2011 (PDF; 3,9 MB) statistik-berlin-brandenburg.de. Abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
    44. ↑ gehe auf "Zeitschrift fĂŒr amtliche Statistik Berlin-Brandenburg, Ausgabe (5 2012)", dort S. 25 (Dokumentseite 27)
    45. ↑ a b  Großstadt ohne GrĂ¶ĂŸenwahn. In: Der Spiegel. Nr. 12, 2007, S. 22–38 ({{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, online).
    46. ↑ Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerungswanderungen. Abgerufen 19. August 2010.
    47. ↑ Homepage des Integrationsbeauftragten des Senats von Berlin. fu-berlin.de. Archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}. Abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
    48. ↑ Zuwanderer und Einwohner Berlins nach Staatsangehörigkeit auf berlin.de, abgerufen am 19. JĂ€nner 2013
    49. ↑ Statistik Berlin-Brandenburg, Tabelle 01.33 (PDF; 664 kB)
    50. ↑ Bericht vom Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg mit Stand vom 31. Dezember 2010
    51. ↑ Yonis Ayeh: ISD Online ‱ Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. Isdonline.de. Abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
    52. ↑ Einwohnerregisterstatistik Berlin. statistik-berlin-brandenburg.de. Abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
    53. ↑ Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 11: Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2011 (PDF; 3,2 MB) statistik-berlin-brandenburg.de. Abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
    54. ↑ Alona Ferber, Henning Jauernig: Israelische Start-Ups in Berlin. spiegel.de, 25. Februar 2014, abgerufen am 25. Februar 2014
    55. ↑ Berlin will illegalen Einwanderern helfen. In: Der Tagesspiegel, 23. Februar 2009.
    56. ↑ Heft Zensus 2011, Gemeindedatenblatt Berlin, Tabelle 4.1.2
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