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Berlin-Zehlendorf

Zehlendorf
Ortsteil von Berlin

BerlinBrandenburgWannseeNikolasseeZehlendorfDahlemSteglitzLankwitzLichterfeldeZehlendorf auf der Karte von Steglitz-Zehlendorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 26′ 2″ N, 13° 15′ 32″ O52.43413.259Koordinaten: 52° 26′ 2″ N, 13° 15′ 32″ O
Fläche 18,8 km²
Einwohner 58.469 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte 3105 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Okt. 1920
Postleitzahlen 14163, 14165, 14167, 14169
Ortsteilnummer 0604
Gliederung
Verwaltungsbezirk Steglitz-Zehlendorf
Ortslagen
Brunnenskulptur von Ursula Sax vor dem Rathaus Zehlendorf

Zehlendorf ist ein Ortsteil im Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform 2001 gab es einen eigenständigen Bezirk Zehlendorf.

Im Sprachgebrauch steht Zehlendorf häufig sowohl für den Ortsteil Zehlendorf als auch für den ehemaligen Bezirk Zehlendorf, der um den Ortskern Zehlendorf bestand, und sich über Villensiedlungen in Richtung der Wannsee-Gewässer erstreckte und neben dem Ortsteil Zehlendorf selbst die Ortsteile Wannsee, Nikolassee und Dahlem umfasste. Bei der Verwaltungsreform 2001 wurde der ehemalige Bezirk Zehlendorf mit dem ehemaligen Bezirk Steglitz zum gemeinsamen Bezirk Steglitz-Zehlendorf fusioniert. Der alte Ortskern Zehlendorf liegt südlich von Dahlem und grenzt nach Osten an die Villenkolonie Lichterfelde-West, nach Westen an Nikolassee. Der Ortsteil zählt zu den „wohlhabenderen“ Gebieten Berlins.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Um 1200 gründeten slawische und deutsche Siedler Dörfer am Schlachtensee, an der Krummen Lanke und dem Krummen Fenn, dem heutigen Düppel. 1242 wurde Cedelendorp erstmals schriftlich in einem Verkaufsvertrag erwähnt. Damals wechselte das Eigentum von den Markgrafen Johann I. und Otto III. zum Zisterzienserkloster Lehnin.

Am 22. September 1838 fuhr die erste preußische Eisenbahn von Potsdam nach Zehlendorf. Bis zum 29. Oktober war Zehlendorf Endstation, von dort an fuhren die Züge bis nach Berlin Potsdamer Bahnhof. Der Anschluss des Bahnhof Zehlendorf blieb bis zum 17. September 1980 erhalten. In der Zeit vom 20. Dezember 1972 bis zum 18. September 1980 war Zehlendorf darüber hinaus über den Bahnhof Zehlendorf Süd angebunden. 1874 wurde die Wannseebahn eröffnet. Diese zweigt gleich hinter dem Bahnhof Zehlendorf in Richtung Bahnhof Schlachtensee ab und trifft kurz vor dem Bahnhof Griebnitzsee wieder auf die Stammbahn.

1872 wurde die selbstständige Landgemeinde Zehlendorf gegründet. 1894 wurde das bis dahin selbstständige und 1299 erstmals urkundlich erwähnte Dorf Schönow in die Landgemeinde Zehlendorf eingegliedert. Die heutige Ortslage Schönow erstreckt sich im Süden am Teltowkanal bis auf das Gebiet Lichterfeldes. 1920 wurde die Landgemeinde nach Groß-Berlin eingemeindet. Mit anderen Ortschaften entstand dabei der Bezirk Zehlendorf von Berlin, der am 1. Januar 2001 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf aufging.

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Zehlendorf

Literatur

  • Falk-Rüdiger Wünsch: Berlin-Zehlendorf – Alte Bilder erzählen. Sutton Verlag, Erfurt 2001, ISBN 3-89702-379-2.
  • Martin Gärtner, Christiane Keim, Heino Grunert u. a.: Baudenkmale in Berlin – Bezirk Zehlendorf, Ortsteil Zehlendorf. Nicolai’sche Verlagsbuchhandlung Beuermann GmbH, Berlin 1995, ISBN 3-87584-561-7.
  • Heimatverein für den Bezirk Zehlendorf e.V. (Hrsg.): Jahrbuch Zehlendorf – 2008. 12. Jahrgang. 1886.

Weblinks

 Commons: Berlin-Zehlendorf – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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