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Die Berliner Illustrirte Zeitung (BIZ) wurde als illustrierte Wochenzeitschrift 1891 gegründet, die erste reguläre Ausgabe erschien am 4. Januar 1892. Im Jahr 1894 wurde die Zeitschrift von Leopold Ullstein (Ullstein Verlag) gekauft. Sie war die erste deutsche Massenzeitung. Technische Innovationen, wie der Offsetdruck, die Zeilensetzmaschine oder die Verbilligung der Papierherstellung führten dazu, dass die BIZ zum Preis von damals 10 Pfennig wöchentlich in den Berliner Straßen verkauft wurde. Dies war damals sogar für Arbeiter erschwinglich.
Die BIZ stellte den Zeitungsmarkt auf den Kopf. Die Leser wurden nicht mehr über feste Abonnements gebunden, sondern durch die interessante, vor allem auf die Bilderwirkung setzende, Aufmachung. Das erste – und damals als sensationell empfundene – Titelblatt zeigt die photographische Gruppenaufnahme eines bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommenen Offizierskorps. Seit 1901 war es außerdem technisch möglich, aktuelle Fotos im Innenteil des Blattes abzudrucken. Dies galt als unerhörte Neuerung. In den 1910er Jahren verlieh die BIZ den Menzelpreis für die beste Zeichnung des Jahres.
Zum Ende der Weimarer Republik erreichte die BIZ eine Auflage von fast zwei Millionen Exemplaren. Von 1926 bis 1931 wurden Zeitungen in Deutschland mit verlagseigenen Flugzeugen[1] ausgeliefert, danach weiterhin mit der Lufthansa. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Verleger-Familie vertrieben und das Blatt geriet vorübergehend in die Fänge der NS-Propagandisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten die Ullsteins zurück und verkauften ihren Verlag an Axel Springer.
1941 wurde die traditionelle Schreibweise „Illustrirte“ angepasst und in „Illustrierte“ geändert.
Die regelmäßige Ausgabe wurde mit dem Kriegsende 1945 eingestellt, heute erscheint die Zeitung nur zu besonderen Ereignissen, wie dem Kennedy-Besuch 1963 oder zum Fall der Berliner Mauer. Außerdem wurde der Titel wieder an die traditionelle Schreibweise ohne „e“ angepasst. Damit ist die BIZ Deutschlands einzige Illustrierte, die in ihrem Titel noch an der traditionellen Schreibweise aus ihrem Gründungsjahrhundert festhält, die von der heute üblichen abweicht.
Seit dem 18. März 1984 trägt – als historische Reminiszenz – das Sonntagsmagazin der Berliner Morgenpost aus dem Axel Springer Verlag diesen Namen.
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