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| Besançon | ||
|---|---|---|
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| Region | Franche-Comté (PrÀfektur) | |
| Département | Doubs | |
| Arrondissement | Besançon | |
| Kanton | Chef-lieu von 6 Kantonen | |
| Gemeindeverband | Grand Besançon | |
| Koordinaten | 47° 15âČ N, 6° 1âČ O47.24222222226.02138888889248Koordinaten: 47° 15âČ N, 6° 1âČ O | |
| Höhe | 248 m (235â610 m) | |
| FlĂ€che | 65,05 kmÂČ | |
| Einwohner | 117.392 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 1.805 Einw./kmÂČ | |
| Postleitzahl | 25000 | |
| INSEE-Code | 25056 | |
| Website | http://www.besancon.fr/ | |
| Besançon | ||
Besançon [bÉzÉÌËsĂ”] (deutsch veraltet Bisanz, lat. Vesontio) ist eine Stadt mit 117.392 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) in Frankreich. Sie ist Verwaltungssitz des DĂ©partements Doubs, Hauptort der Region Franche-ComtĂ© und Sitz des Erzbistums Besançon.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt an einer Schleife des Flusses Doubs im Osten Frankreichs, nördlich des Jura. Paris ist etwa 325 km entfernt, 100 km westlich liegt Dijon, 125 km sĂŒdöstlich Lausanne in der Schweiz und 100 km nordöstlich die Stadt Belfort. StraĂburg im Norden und Lyon im SĂŒden sind jeweils etwa 190 km entfernt.
Besançon hat 14 Stadtteile, deren GröĂe von 2000 (Velotte) bis 20.700 Einwohnern (Planoise) reicht:
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Folgende Gemeinden grenzen an die Gemeinde Besançon; sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, genannt: ChĂątillon-le-Duc, Bonnay, Vieilley, MĂ©rey-Vieilley, Braillans, Thise, Chalezeule, Montfaucon (Doubs), Morre, Fontain, Beure, Avanne-Aveney, Franois, Serre-les-Sapins, Pirey, Ăcole-Valentin.
Zur siedlungsgeografischen UnitĂ© urbaine von Besançon, in der insgesamt 134.376 Einwohner auf 122 kmÂČ leben, zĂ€hlen die Gemeinden Besançon, Avanne-Aveney, Beure, Chalezeule, ChalĂšze, ChĂątillon-le-Duc, Devecey, Ăcole-Valentin, Miserey-Salines, Pirey und Thise [1].
In wirtschaftsgeografischer Hinsicht der Aire urbaine lebten 1999 222.381 Menschen in 234 Gemeinden in einem ĂŒber 1652 kmÂČ ausgedehnten Ballungsgebiet.
Die Stadt wird sowohl von maritimem als auch vom Kontinentalklima beeinflusst. Die jĂ€hrliche Durchschnittstemperatur betrĂ€gt 10,2 °C, wobei es im Juli mit einem Durchschnitt von 18,9 °C am wĂ€rmsten und im Januar mit 1,6 °C am kĂ€ltesten ist. Die höchste je gemessene Temperatur wurde am 31. Juli 1983 mit 38,8 °C registriert, die absolut tiefste am 1. Januar 1985 mit -20,7 °C. JĂ€hrlich fallen 1108 mm NiederschlĂ€ge. Die Stadt liegt damit weit ĂŒber dem französischen Durchschnitt (770 mm). Die meisten NiederschlĂ€ge fallen im Mai, die wenigsten im Juli.
In der Bronzezeit, um 1500 v. Chr., wurden erstmals gallische StĂ€mme innerhalb der Doubsschleife sesshaft. Vesontio war Hauptort der Sequaner. Aufgrund der strategisch gĂŒnstigen Lage wĂ€hlte im Jahre 58 v. Chr. Julius Caesar die Stadt als StĂŒtzpunkt in seinem Kampf gegen den SuebenfĂŒrst Ariovist. Der Name Vesontio entwickelte sich in SpĂ€tlateinisch als Bisontio nach dem Tier, daher die Wappen der Stadt.[2] war seit dem 2. Jahrhundert Bischofssitz. Als erster Bischof gilt Ferreolus (180â211). Besançon wurde im 4. Jahrhundert zum Erzbistum erhoben. Bischof Antidius von Besançon gilt als MĂ€rtyrer (â um 411).
843 wurde durch den Vertrag von Verdun das Kaiserreich Karls des GroĂen (Carolus Magnus) aufgeteilt. Besançon gehörte seitdem zum Königtum Lotharingen und stand unter der Herrschaft der Grafen von Burgund.
Besançon kam mit dem Königreich Burgund (Arelat) 1032/34 an das Heilige Römische Reich. Der Erzbischof wurde zum Herren der Stadt und Besançon somit von der Grafschaft Burgund unabhĂ€ngig. Auf dem Reichstag zu Besançon (1157) drĂ€ngte das Kaisertum das Papsttum zurĂŒck.
Ab 1307 war die Stadt als Freie Reichsstadt reichsunmittelbar, erst seit 1493 aber auch tatsĂ€chlich unabhĂ€ngig von den FĂŒrsten der Umgebung. Die Streitigkeiten zwischen Erzbischof und Stadt zogen sich ebenfalls bis ins 15. Jahrhundert und wurden u.a. auf dem Konzil von Basel verhandelt.
1664 verlor die Stadt ihre Reichsunmittelbarkeit, als sie im Tausch gegen die Stadt Frankenthal an die Freigrafschaft Burgund kam, die damals von dem Habsburger Philipp IV. beherrscht wurde.
1668 wurde die Stadt erstmals von dem französischen König Ludwig XIV. erobert, wurde jedoch anschlieĂend an Spanien zurĂŒckgegeben. 1674 wurden Besançon und die gesamte Franche-ComtĂ© endgĂŒltig vom Sonnenkönig erobert und 1678 im Rahmen der FriedensvertrĂ€ge von Nimwegen an Frankreich angegliedert.
Der Erzbischof von Besançon blieb geistlicher ReichsfĂŒrst und war bis 1803 im ReichsfĂŒrstenrat des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation mit einer Virilstimme vertreten.
Heute ist Besançon PrÀfektur der Region Franche-Comté.
1973 war Besançon Schauplatz eines Experiments der Solidarischen Ăkonomie: Weil die Arbeiter der Uhrenfabrik Lip um ihre ArbeitsplĂ€tze fĂŒrchten mussten, besetzten sie das Werk und ĂŒbernahmen die Produktion in Eigenregie. 1975 wurde das Projekt durch die Behörden beendet[3].
| 1800 | 1836 | 1841 | 1861 | 1876 | 1896 | 1911 | 1921 | 1936 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gemeinde | 28.436 | 29.718 | 36.461 | 46.786 | 54.404 | 57.556 | 57.978 | 55.652 | 65.022 |
| Stadt | |||||||||
| 1946 | 1954 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2005 | |
| Gemeinde | 63.508 | 73.445 | 95.642 | 113.220 | 120.315 | 113.283 | 113.828 | 117.733 | 115.400 |
| Stadt | 117.620 | 126.349 | 120.772 | 122.623 | 134.376 | 122.308 |
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Dem Rat der Stadt Besançon gehören derzeit 55 Mitglieder an.
Die Wahl zum Gemeinderat am 9. Marz 2008 fĂŒhrte zu folgendem Ergebnis:
| Partei/Liste | Prozent | Sitze |
|---|---|---|
| Jean-Louis Fousseret (PS-PCF-Les Verts) | 56,8 | 45 |
| Jean Rosselot (UMP) | 25,8 | 8 |
| Philippe Gonon (MoDem) | 9,6 | 2 |
| François Portal (LCR) | 4,9 | 0 |
| Nicole Friess (LO) | 2,0 | 0 |
| Adrien Leclerc (Linksradikalismus) | 1,0 | 0 |
Beschreibung: In Gold ein schwarzer Adler in seinen Klauen beiderseits eine rote SĂ€ule haltend.
Die Stadt liegt an der Autobahn A36 ("La Comtoise") DoleâBelfort. Ăstlich der Stadt existieren zwei kleinere FlugplĂ€tze; der nĂ€chste gröĂere Flughafen befindet sich bei Basel.
Der Hauptbahnhof Besançon-Viotte liegt an der Eisenbahnstrecke DoleâBesançonâBelfort und ist auch Knotenpunkt der hier endenden Bahnstrecken Bourg-en-BresseâBesançon und La Chaux-de-FondsâLe LocleâBesançon, sowie und der teilweise stillgelegten Strecke VesoulâDeveceyâBesançon. Letztere wurde teilweise reaktiviert und dient als Zubringer zum neuen Bahnhof Besançon Franche-ComtĂ© TGV der LGV Rhin-RhĂŽne.
Es bestehen TGV-Verbindungen nach Dijon, ZĂŒge des Regionalverkehrs fĂŒhren nach Belfort, Mulhouse und La Chaux-de-Fonds.
In Besançon eröffnete Hilaire de Chardonnet anno 1889 die erste kommerzielle Kunstseide-Spinnfabrik, deren Produkte aus Kollodium gezogen und gesponnen wurden. Diese Erfindung entstand als Antwort auf die verheerende Seidenraupen-Pest auf den Maulbeeren-Plantagen der Region Lyon, seinerzeit Zentrum der französischen Seidenraupen-Zucht.[5]
Die vorrangigen Wirtschaftszweige sind heute die Mikrotechnologie und die Uhrenindustrie. Daneben bestehen Textil- und metallverarbeitende Betriebe. Die Gegend um Besançon ist fĂŒr ihre Milchprodukte bekannt, insbesondere KĂ€se (ComtĂ© und Morbier). In Besançon befindet sich ein groĂes Werk, in welchem wichtige Komponenten des Hochgeschwindigkeitszuges TGV hergestellt werden.
Die UniversitÀt der Franche-Comté mit Hauptsitz in Besançon hat rund 21.000 Studenten.
Daneben gibt es in der Stadt 5 Gymnasien, 11 weitere Oberschulen und 39 Grundschulen.
In Besançon stehen 184 als Monument historique klassifizierte Bauwerke (siehe auch Liste der Monuments historiques in Besançon). Wegen ihres historischen und kulturellen Erbes und ihrer einzigartigen Architektur wurde der Stadt im Jahr 1986 vom französischen Kulturministerium die Auszeichnung Stadt und Land der Kunst und der Geschichte verliehen.
Die Altstadt wird von einer Schlaufe des Doubs umflossen und vom Wahrzeichen Besançons, der Zitadelle (La Citadelle), ĂŒberragt. Hier findet sich ein Aquarium sowie ein kleiner Zoo mit Noctarium.
Die Befestigungsanlagen gehen im Wesentlichen auf Marschall Vauban zurĂŒck. Neben Zitadelle, Stadtmauer und Fort Griffon zĂ€hlen noch Stadttore und weitere kleinere Forts zu den Anlagen. Nach einer Bewerbung anlĂ€sslich des 300. Todestags Vaubans gehören Zitadelle, Stadtmauer und Fort Griffon von Besançon gemeinsam mit anderen Werken in ganz Frankreich seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe "Festungsanlagen von Vauban".
Unter den Sakralbauten sind die gotische Kathedrale St-Jean de Besançon (12./18. Jh.), die das GemÀlde Vierge aux Saints (1512) von Fra Bartolomeo beherbergt, sowie die Kirchen St-Maurice de Besançon (1711-1714) und St-Pierre de Besançon (1782-1786) hervorzuheben. ErwÀhnenswert ebenfalls die Synagoge (1869-1870).
Viele HĂŽtel particulier aus dem 16. bis 18. Jahrhundert (siehe HĂŽtel dâAnvers, HĂŽtel de Champagney, Petit HĂŽtel Chassignet, HĂŽtel Terrier de Santans und HĂŽtel Boistouset) sind als schĂŒtzenswerte Bauwerke klassifiziert.
âAls er einen Weg in drei Tagen vorgerĂŒckt war, wurde ihm gemeldet, Ariovist beeile sich mit allen seinen Truppen, um Vesentio zu besetzen, welches die gröĂte Stadt der Sequaner ist, und sei drei TagesmĂ€rsche von seinem Lande aus vorgerĂŒckt. Dass das geschehe, glaubte CĂ€sar energisch verhĂŒten zu mĂŒssen. Denn von allen Dingen, die fĂŒr den Krieg von Nutzen sind, war in dieser Stadt der nĂ€chste Vorrat, und durch ihre natĂŒrliche Lage war sie so fest, dass sie eine gĂŒnstige Gelegenheit bot, den Krieg in die LĂ€nge zu ziehen, deswegen, weil der Doubs, wie mit einem Zirkel herumgezogen, fast die ganze Stadt umgibt; die ĂŒbrige Strecke, wo der Fluss aussetzt â sie ist nicht lĂ€nger als 1 600 FuĂ (480 m) â nimmt ein Berg von groĂer Höhe ein, und zwar in der Weise, dass den FuĂ des Berge auf beiden Seiten die Flussufer berĂŒhren. Diesen (Berg) macht eine umgefĂŒhrte Mauer zu einer Burg und verbindet ihn mit der Stadt. â
â Vorhergehender Ort: Cussey-sur-l'Ognon 17,0 km | Besançon | NĂ€chster Ort: Ătalans 27,0 km â
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Gy |
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