|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Die Billboard Hot 100 ist eine Hitparade des US-amerikanischen Billboard-Magazins, die jeden Donnerstag Charts veröffentlicht. Seit Juni 2007 publiziert Billboard auch die Canadian Hot 100, die nach dem gleichen Prinzip wie die Billboard Hot 100 ermittelt werden.
Inhaltsverzeichnis |
Die Hitparade basiert auf dem Airplay und den Verkäufen der jeweiligen Woche. Die Verkaufswoche beginnt am Montag und endet am Sonntag. Die „Airplaywoche“ beginnt am Mittwoch und endet am Dienstag.
Beispiel:
Kriterien:
In den 1940er und 1950er Jahren gab es die heutigen Hot 100 noch nicht, so dass Lieder damals in drei verschiedene Hitparaden eingestiegen sind:
Eine Besonderheit der US-Charts ist es, dass dort Lieder gelistet werden und nicht Tonträger. So kann es sein, dass von einer Single mit zwei gleichberechtigten Liedern (Doppel-A-Seite) beide Titel gleichzeitig in der Hitliste erscheinen können. Beide bekommen dieselben Verkaufszahlen zugerechnet, hinzu kommen dann die jeweiligen Radioeinsätze. So belegten zum Beispiel die Beatles 1969 mit ihrer Doppelsingle Come Together / Something gleichzeitig die Plätze 1 und 3.
Radio/Soundscan
Um präzise zu sein, hat Billboard Verträge mit Radios und Geschäften/Onlineanbietern geschlossen, wodurch es Billboard möglich ist, genaue Zahlen der Verkäufe sowie die Anzahl der gespielten Lieder eines Radiosenders in die Hitparade mit einfließen zu lassen.
Die Relevanz der Hot 100 von Billboard in den USA ist sehr hoch. Sie gelten als die offiziellen US-amerikanischen Singlecharts.
Der erste Nummer-eins-Song war 1958 Poor Little Fool von Ricky Nelson. Für eine Auflistung siehe die Liste der Nummer-eins-Hits in den USA.
Die meisten Nummer-eins-Hits haben die Beatles (20), gefolgt von Mariah Carey (18), Elvis Presley (17) und Michael Jackson (14). Elvis Presley wird nur mit 7 Titeln in den Hot 100 geführt, da die meisten seiner Hits vor August 1958 herausgegeben wurden.
Durch das Wegbrechen der Singles-Verkäufe und die zunehmende Gewichtung der Radioeinsätze wurden die Gesamtcharts in den letzten Jahren immer abhängiger von der Politik der Radiosender. Dies betraf nicht nur musikalische Entscheidungen, sondern tatsächlich politische wie im Fall von Madonna und den Dixie Chicks, die sich aufgrund negativer Äußerungen gegen George W. Bush im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg bei vielen Sendern einen Radioboykott einhandelten und dadurch kaum noch Chancen hatten, sich in den Top 40 zu platzieren. Durch den zunehmenden Trend zu Musikdownloads wurde dieser Effekt wieder etwas relativiert.