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Ein Bioradar ist ein spezieller Typ von Doppler-Radar, mit dem durch dicke Schichten (materialabhängig) langsame Bewegungen festgestellt werden können, etwa durch Atmung oder Herzschlag von Verschütteten oder versteckten Personen.
Das Bioradar arbeitet im Vergleich zum klassischen Radar mit elektromagnetischen Wellen geringerer Frequenz und registriert jede kleinste Bewegung, auch Herzschlag und Atmung. Bei den ersten Geräten aus dem Jahr 1999 dauerte ein Scanvorgang 36 Sekunden und deckte einen Winkel von 60° bei bis zu acht Meter Entfernung ab. Das System funktioniert z. B. auch durch Betonwände hindurch. Die neuartige Auswertung der Radarsignale wird durch eine Waveletanalyse ermöglicht und grafisch dargestellt.
Es wird eingesetzt zum Auffinden verschütteter Menschen unter Lawinen oder Trümmern, als Spezialausrüstung der Polizei zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität oder zum Auffinden von Menschen bei Razzien. Im Gegensatz zu Suchhunden kann das Bioradar auch zwischen lebendigen und kürzlich verstorbenen Lebewesen unterscheiden.