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Der Birkhäuser Verlag aus Basel war ein Schweizer Wissenschaftsverlag.
1985 wurde der Birkhäuser Verlag an den Springer-Verlag verkauft, die Druckerei ging an die Basler Zeitung Medien, die sie 1990 mit den Graphischen Betrieben Coop zur Birkhäuser + GBC AG zusammenschloss[1]. Ende 2009 verkaufte Springer den Bereich Architektur und Design an den spanischen Architekturverlag Actar (neu Gruppe ActarBirkhäuser).[2] Seither führt Springer den Imprint Birkhäuser Science und ActarBirkhäuser den Imprint Birkhäuser.
Emil Birkhäuser (1850–1930) stammte aus Thüringen; er kam als junger Schriftsetzer in die Schweiz und gründete 1879 in Basel eine eigene kleine Druckerei, aus der sich später der Verlag entwickelte. Nachdem er 1884 in das Stadtrecht von Basel aufgenommen worden war, wollte er als Dank an die Schweiz, die es ihm ermöglichte, erfolgreich zu arbeiten, ein „patriotischer Werk … von bleibendem Wert“ schaffen. Dies tat er, indem er die Bilder aus der Schweizergeschichte des Historienmalers Karl Jauslin druckte.[3]
Zu Beginn produzierte Birkhäuser hauptsächlich Regionalliteratur, später kamen Fachzeitschriften, Monografien und Lehrbücher dazu. In den 1940er Jahren wurde das Wissenschaftsprogramm stark erweitert und erlangte weltweites Renommee. Es kamen Publikationen zur Ingenieurswissenschaft dazu. Durch die Gründung einer Auslandsniederlassung in Boston im Jahr 1979 wurde die Präsenz auf dem amerikanischen Markt insbesondere durch Schwerpunktsetzung von Fachliteratur in den Bereichen Mathematik und theoretischer Physik erhöht.
1998 übernahm Springer das Architekturprogramm von Artemis und integrierte es in den Birkhäuser Verlag, 2002 wurde die Designzeitschrift form übernommen.
Am 6. März 2012 wurde das Konkursverfahren über den Verlag eröffnet. [4]