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Bischmisheim ist ein Stadtteil der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken im Stadtbezirk Halberg.
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Bischmisheim liegt auf dem Höhenrücken nördlich der Saar, etwa fünf Kilometer östlich der Innenstadt von Saarbrücken und gehört zu den ältesten Orten des Saarlandes. Vom Wasserturm auf dem "Steinacker" und vom Naturschutzgebiet in der verlängerten Hochstraße aus bietet sich ein guter Blick auf das Saartal und das kaum sechs Kilometer entfernte Lothringen.
Im Jahr 884 wird Bischmisheim erstmals urkundlich erwähnt und ist somit einer der ältesten Orte der mittleren Saargegend.
Auf Bitten des Erzbischofs Fulko von Reims übergab Kaiser Karl III. dem Reimser Stift das Dorf Biscofesheim (Bischofsheim, später Bischmisheim). 1152 wurde Bischmisheim der 1124 gegründeten Benediktinerpropstei St. Remigiusberg bei Kusel unterstellt. Im 13. Jahrhundert wurde Bischmisheim von der Propstei an die Grafen von Nassau-Saarbrücken verpachtet und ging später in den Besitz der Grafschaft Saarbrücken über, da die Propstei während der Reformation im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken aufgelöst wurde.
Bischmisheim war über Jahrhunderte hinweg ein reines Bauerndorf. Mitte des 18. Jahrhunderts erlebte Bischmisheim mit der Frühindustrialisierung einen kleinen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich im 19. Jahrhundert stetig fortsetzte, da sich in nächster Nähe in Brebach und im Scheidter Tal Industriebetriebe ansiedelten. Die Mehrzahl der Einwohner arbeitete nun in der Industrie oder als Handwerker und betrieb die Landwirtschaft nur noch nebenberuflich. Heute gibt es lediglich einige wenige Höfe in Bischmisheim.
1974 verlor Bischmisheim seine Eigenständigkeit: Durch die Strukturreform wurde der Ort in die Landeshauptstadt Saarbrücken eingemeindet.
Am 31. Dezember 2008 hatte Bischmisheim 4.050 Einwohner.[1]
Bischmisheim ist Heimat des FV 09 Bischmisheim.
Seit 2009 existiert im Löschbezirk Bischmisheim der Feuerwehr Saarbrücken eine Wettkampfgruppe, die erfolgreich an Feuerwehrleistungswettbewerben nach CTIF im In- und Ausland teilnimmt.
Das Wappen wurde am 3. Dezember 1964 genehmigt.
Blasonierung: „Von Gold und Grün in Zick-Zack-Schnitt geteilt, oben ein siebenspeichiges schwarzes Zahnrad, begleitet von zwei schwarzen Ähren, unten ein goldenes Fußspitzkleeblattkreuz.“
Die Farben des Ortsteiles sind Grün - Gelb.
Das Fußspitzkleeblattkreuz steht für die frühere geistliche Dorfherrschaft, die spätere der Grafen von Saarbrücken-Commercy sowie für das Turmkreuz der Dorfkirche. Das Zahnrad stammt aus dem Wappen des Amtes Brebach, das bis zum 1. April 1936 Amt Bischmisheim hieß. Im Verein mit den Ähren weist es auf Industrie und Landwirtschaft als Haupterwerbsquellen der Bürger hin.
Das Wappen wurde von Manfred Deutsch gestaltet.
Geschichtswerkstatt Bischmisheim:
1 Mitte: Alt-Saarbrücken, Malstatt (mit Rastpfuhl und Rodenhof), St. Johann (mit Kaninchenberg, Nauwieser Viertel und Rotenbühl), Eschberg, Sankt Arnual (mit Winterberg)
2 West: Gersweiler, Klarenthal, Altenkessel und Burbach (mit Von der Heydt)
3 Dudweiler: Dudweiler, Jägersfreude, Herrensohr, Scheidt
4 Halberg: Schafbrücke, Bischmisheim, Ensheim, Brebach-Fechingen (mit Neufechingen), Eschringen, Güdingen, Bübingen
49.22083333337.06638888889Koordinaten: 49° 13′ N, 7° 4′ O