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Die Blaue Koalition (bulgarisch Синята коалиция) ist eine politische Koalition in Bulgarien, die für die Europawahlen am 7. Juni 2009 und für die bulgarischen Parlamentswahlen am 5. Juli 2009 gebildet wurde.
Die blaue Koalition umfasst die Parteien Union der Demokratischen Kräfte (UDK), Demokraten für ein starkes Bulgarien (DSB), Bulgarische Agrarische Volksunion – Volksunion (BZNS), Bulgarische Sozialdemokratische Partei (BSDP) und die Radikaldemokratische Partei (RDP). Das Wahlmotto der Koalition lautet: Es ist Zeit! (bulg. Време е!/Wreme e!). Die Koalition gilt als ein Versuch, die konservativen Parteien zu vereinen. Einer der Grundsätze ist es, in den Kandidatenlisten keine Mitarbeiter des ehemaligen kommunistischen Geheimdienstes (Darschawna Sigurnost) aufzustellen.
Inhaltsverzeichnis |
Bei den Europawahlen konnte die Blaue Koalition 7.99 Prozent der Stimmen gewinnen und so zwei Europaabgeordnete stellen (nach der Ratifizierung des Vertrages von Lissabon, bis dahin einen). Die Spitzenkandidatin Nadeschda Michailowa und Swetoslaw Malinow werden somit die Blaue Koalition im Europäischen Parlament vertreten[1].
Nach den Europawahlen, am 12. Juni 2009 schloss sich die Partei Bulgarische Neue Demokratie der Blauen Koalition an[2] und am 19. Juni die Partei Schtit[3]. Gespräche für eine Aufnahme in der Koalition für die bulgarischen Parlamentswahlen wurden auch mit der Grünen Partei, der Vereinten Volkspartei (kurz ENP) und VMRO-BND geführt. Die VMRO-BND und die ENP wollten jedoch dem Grundsatz der Nichtaufstellung von Mitarbeitern des ehemaligen kommunistischen Geheimdienstes nicht zustimmen, woraufhin die Gespräche scheiterten[4]. Gleichzeitig versuchte man die Partei GERB für eine gemeinsame Liste für die Wahlen zu gewinnen[5], was jedoch scheiterte.
Ende Juni 2009 riefen die Partei Gergjowden sowie einige Mitglieder der Demokratischen Partei ihre Anhänger auf, ihre Stimme bei den kommenden Parlamentswahlen für die Blaue Koalition abzugeben[6].
Am 11. Januar 2012 verabschiedete das bulgarische Parlament auf Vorschlag des Vorsitzenders der Blauen Koalition Iwan Kostow einstimmig eine Erklärung gegen die Assimilationspolitik des einstigen totalitären Regimes gegenüber der muslimischen Minderheit. Damit erkannte der bulgarische Staat nach fast 20 Jahren die Verbrechen gegen Türken und Muslime während der kommunistischen Ära.[7][8][9]
| Listenplatz | Name | Partei |
|---|---|---|
| 01 | Nadeschda Michailowa | SDS |
| 02 | Swetoslaw Malinow | DSB |
| 03 | Petja Stawrewa | BZNS |
| 04 | Stefan Tafrow | SDS |
| 05 | Atanas Tschobanow | |
| 06 | Latschesar Toschew | SDS |
| 07 | Boris Stanimirow | DSB |
| 08 | Dawid Sukalinski | SDS |
| 09 | Plamen Zwetkow | DSB |
| 10 | Ani Zwetkowa | SDS |
| 11 | Jusef Dadak | DSB |
| 12 | Polina Kirilowa | SDS |
| 13 | Christo Tscheschmedschiew | BSDP |
| 14 | Airin Ibjamowa | |
| 15 | Teodor Straschimirow | RDP |
| 16 | Rosiza Ratschewa | DSB |
| 17 | Atanas Engjozow | BZNS |
Die Bleue Koalition hat zwei Vorsitzenden: der Vorsitzender der DSB, Iwan Kostow und der Vorsitzender der UDK Martin Dimitrow.
Im Parlament vertreten: GERB | Wahlallianz „Koalition für Bulgarien“ (Bulgarische Sozialistische Partei – Partei bulgarischer Sozialdemokraten – Kommunistische Partei Bulgariens – Roma Partei – Dwischenie za Sozialen Humanizam – Politische Bewegung Sozialdemokraten – Agrarunion Al. Stambolijski - Partei Nowa Sora) | Bewegung für Rechte und Freiheiten | Partei Ataka | Wahlallianz „Blaue Koalition“ (Demokraten für ein starkes Bulgarien - Union der Demokratischen Kräfte- Bulgarische Neue Demokratie - Vereinte Bauern - Bulgarische Sozialdemokratische Partei - Radikaldemokratische Partei - Partei Schtit) | Partei Ordnung, Sicherheit und Gerechtigkeit
Sonstige: NDSW | Die bulgarische Linke | VMRO-BND | Grüne Partei in Bulgarien | LIDER | Nationale Front für die Rettung Bulgariens | Demokratische Partei | Gergjowden | Vereinte Volkspartei | Volks-Agrarunion | BZNS – Naroden sajuz | Union der Freien Demokraten | Nowoto Wreme | Selenite