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| Bludenz | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Vorarlberg | |
| Politischer Bezirk: | Bludenz | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ | |
| Fläche: | 29,94 km² | |
| Koordinaten: | 47° 9′ N, 9° 49′ O47.15333333339.82194444444587Koordinaten: 47° 9′ 12″ N, 9° 49′ 19″ O | |
| Höhe: | 587 m ü. A. | |
| Einwohner: | 13.768 (30. Sep. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 459,85 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6700 | |
| Vorwahl: | 05552 | |
| Gemeindekennziffer: | 8 01 03 | |
| NUTS-Region | AT341 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Werdenbergerstraße 42 6700 Bludenz | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Josef Katzenmayer (ÖVP) | |
| Gemeindevertretung: (2010) (33 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Bludenz im Bezirk Bludenz | ||
| Blick auf den Talkessel von Bludenz (von Südwesten) | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Die Bezirkshauptstadt Bludenz (standarddeutsche Aussprache: ['blu:dents], lokales Vorarlbergerisch: ['bludats]) mit 13.768 Einwohnern (Stand 30. September 2011) ist die südlichste Stadt im österreichischen Bundesland Vorarlberg.
Inhaltsverzeichnis |
Bludenz ist die Bezirkshauptstadt des Bezirks gleichen Namens und liegt auf 570 Meter Höhe, terrassenförmig über dem Talboden der Ill und dem Schuttfächer des Galgentobelbaches angelegt.
Die Stadt liegt am Schnittpunkt der Täler Walgau, Brandnertal (Rätikon), Montafon (Silvretta), Klostertal (Arlberg) und (etwas weiter Ill-abwärts) Großes Walsertal. 48,5 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet.
Nachbargemeinden von Bludenz sind Nüziders, Raggal, Innerbraz, Bartholomäberg, St. Anton im Montafon, Lorüns, Stallehr und Bürs.
Stadtteile von Bludenz sind:
Der Bludenzer „Hausberg“ ist der Muttersberg mit 1.402 Meter Höhe. Die Gehzeit von Bludenz über Laz auf den Muttersberg beträgt etwa 1½ bis 2 Stunden. Der Berg kann auch mit der Muttersberg-Seilbahn erreicht werden und bietet einen Panoramablick über den Talkessel der Stadt Bludenz, auf den Rätikon und in die Silvretta.
Funde aus der Bronzezeit deuten auf die älteste Siedlung am Fuße des Montikels.
Die Ortschaft Bludenz wurde erstmals im Jahre 830 im Churer Reichsurbar urkundlich genannt und im karolingischen Güterverzeichnis taucht 842 die Nennung „Pludeno“ auf.
Von 1098 bis 1629 war die Pest neunzehn Mal in Bludenz – besonders viele Opfer forderte sie 1143 und 1591.
1265 erfolgte die Gründung der Stadt Bludenz durch die Werdenberger, das Stadtrecht verlieh Hugo I. von Werdenberg 1274.
Herzog Friedrich IV. (mit der leeren Tasche) floh nach seiner Ächtung auf dem Konzil von Konstanz über den Arlberg nach Tirol. Dabei verbrachte er den 30. März 1416 in Bludenz (Erinnerung in Sagen an seine Bitte um Einlass am Oberen Tor).
1420 kam die damalige Grafschaft Bludenz an Österreich. 1525 scheiterte die Reformation in Bludenz. Die Habsburger regierten Bludenz wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus.
1444 und erneut 1491 brannte die Stadt mitsamt der Tore, der Burg (später Barockschloss) und der St. Laurentiuskirche nieder. Am 1. November 1638 zerstörte wieder ein Brand nahezu die ganze Stadt; von den Flammen verschont blieb lediglich das Obere Tor mit zwei Nachbarhäusern sowie Kirche und Schloss. 1682 zerstörte ein weiterer Brand einen Großteil der aus Holz gebauten Häuser in der Stadt.[1]
Im Oktober 1730 erwarb der Tiroler Reichsfreiherr Franz Andreas von Sternbach, der als Bergbauunternehmer zu großem Reichtum gelangt war, die vereinigte Pfandherrschaft Bludenz-Sonnenberg.
Von 1806 bis 1814 gehörte die Stadt zu Bayern, danach wieder zu Österreich.
Beim Übergang an Bayern 1806 kam Bludenz zum Landgericht Sonnenberg, dessen Sitz bis 1810 Nüziders und danach die Stadt bildete. Nach der Rückkehr Vorarlbergs in den österreichischen Staatsverband 1814 wurde den Herren von Sternbach die hohe Gerichtsbarkeit nicht mehr zugestanden. 1854 löste man den restlichen Lehensbesitz ab – das Schloss Gayenhofen aber blieb bis 1936 ihr Privatbesitz.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurde Bludenz zur Kreisstadt im Reichsgau Tirol-Vorarlberg. Kreisleiter waren Hans Bernard und Wernfried Richter. Das Hitler-Mussolini-Abkommen im Jahr 1939 bewirkte die Errichtung der Südtiroler-Siedlung.[2]
Der Turm der Heilig-Kreuz-Kirche diente ab 1943 als Flugbeobachtungsstelle und auf dem Muttersberg wurde eine Flugwache installiert. Beim Bürser Umspannwerk sowie am Bludenzer Bahnhof wurden 1943/44 Fliegerabwehrgeschütze stationiert und im Unterstein sowie in der Mokry jeweils ein Luftschutzstollen errichtet.[1]
Bludenz wurde im Mai 1945 von französischen Truppen befreit und war von 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich. Im Bezirk Bludenz (Lager Rungelin und Bings) befanden sich im Juni 1946 noch 182 politische Häftlinge. Einige Insassen des Lagers Rungelin sollen im Letziwald oberhalb von Lorüns den so genannten „politischen Weg“ angelegt sowie Forstarbeiten vorgenommen haben.[3]
Ende 2002 lag der Ausländeranteil lag bei 16,9 Prozent. Mit den angrenzenden Gemeinden, insbesondere Nüziders und Bürs, bildet Bludenz ein einheitliches Siedlungs- und Wirtschaftsgebiet mit rund 25.000 Einwohnern.
Die versäumten Eingemeindungen in der Vergangenheit wirken sich negativ auf die Finanzen der Stadt aus (siehe unter Politik, Gemeindeeinnahmen).
Der Gemeinderat besteht aus 33 Mitgliedern und setzt sich nach der Wahl 2010 wie folgt zusammen: ÖVP 17 Sitze, SPÖ 9 Sitze, Offene Bürgerliste 4 Sitze, FPÖ 3 Sitze. Gegenüber der Gemeinderatswahl 2005 verlor die SPÖ 2 Mandate, die FPÖ gewann 2.
Bürgermeister ist Josef „Mandi“ Katzenmayer, Vizebürgermeister Heinz Peter Ritter (beide ÖVP).
Beschreibung: Im silbernen Schild ein schwarzes steigendes Einhorn. Auf dem Schild ruht eine silberne Mauerkrone mit fünf sichtbaren Zinnen.
Symbolik: Das althergebrachte Wappen wurde der Stadt Bludenz von der Vorarlberger Landesregierung am 8. Februar 1929 zugesprochen. Das Einhorn verkörpert ein uraltes Symbol der ungebändigten Kraft, ausdauernder Stärke sowie jungfräulicher Reinheit.
2003 gab es am Ort 260 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 3.863 Beschäftigten und 282 Lehrlingen. Insgesamt wurden 6.345 lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gezählt.
Die größten Firmen in Bludenz sind die Brauerei Fohrenburg (gehört seit 1998 zur Firma Rauch Fruchtsäfte), Getzner-Textil (gegründet von Christian Getzner) sowie die Schokoladenfabrik Suchard. Die Schokoladenfabrik begann ihre Produktion in Bludenz 1888 als Tochterfabrik des Schweizer Stammhauses von Philipp Suchard.[4] Heute ist sie Teil des amerikanischen Nahrungsmittelkonzerns Kraft Foods. Alljährlich wird in der Innenstadt das "Milka Riesenschokoladefest", eine speziell auf Kinder abzielende Werbeveranstaltung abgehalten, wodurch die Stadt bei vielen Menschen als "Milka-Stadt" bekannt geworden ist.
Der Bludenzer Einzelhandel steht durch die zwei an der Bludenzer Stadtgrenze auf Bürser Gemeindegebiet erbauten Einkaufszentren stark unter Druck. Heftige politische Auseinandersetzung gab es um das neu erbaute Hallenbad „Valblu“ und das Krankenhaus, sowie um ein geplantes Einkaufszentrum, das im alten Kronenhaus in der Bludenzer Altstadt errichtet werden soll.
In Bludenz gibt es sieben Kindergärten.
Am Ort gibt es (Stand im Januar 2003) 5.064 Schüler, davon 844 an allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS; Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Bludenz und 2.875 an berufsbildenden höheren Schulen (Bundeshandelsakademie, Tourismusschulen).
Das Kulturzentrum von Bludenz ist die Remise Bludenz. Auf dem Programm stehen das ganze Jahr hindurch Konzerte von alter Musik über Weltmusik bis hin zu Jazz, Kabarett, Theater, Lesungen und Ausstellungen.
Der 1872 eröffnete Bahnhof Bludenz ist heute ein Trennungsbahnhof an der Vorarlbergbahn, der Arlbergbahn und der Bahnstrecke Bludenz–Schruns (letztere betrieben durch die Montafonerbahn). Als Anfangspunkt der Westrampe der Arlbergbahn hat Bludenz besondere Bedeutung und dadurch zu einer Eisenbahnerstadt geworden.
Bludenz ist Endpunkt der Rheintal-Walgauautobahn A14, die hier in die Arlbergschnellstraße S16 übergeht. Teile der Altstadt sind als Fußgängerzone eingerichtet.
Der „Öffentliche Verkehr“ besteht aus drei Stadtbuslinien, welche die Ortsteile Südtiroler Siedlung, Rungelin und Brunnenfeld im Halbstundentakt mit dem Bahnhof verbinden. Weiters führen noch Landbuslinien in die fünf umgebenden Täler.
Vom Ortsteil Obdorf führt die Muttersbergseilbahn auf den Bludenzer Hausberg Muttersberg, der auf dem Gemeindegebiet von Nüziders liegt. Die Seilbahn wurde vor wenigen Jahren erneuert und ausgebaut.
Sehenswürdigkeiten sind das ursprünglich erhalten gebliebene Obere- und Untere Stadttor, der Nepomukbrunnen sowie die Werdenbergerstrasse mit den Laubengängen.
Von der einstigen Bludenzer Stadtbefestigung sind heute noch Teile erhalten. Die etwa 100 Häuser der Stadt waren mit einer doppelten Ringmauer, sieben Türmen und drei Toren umfangen und eingefriedet.[1] Das Stadttor im Osten der Stadt („Montafonertor“ oder „Kapuzinertor“) wurde 1846 abgerissen.
Die Brüder Neyer, aus einer sehr alten Bludenzer Bürgerfamilie stammend, die schon 1472 urkundlich erwähnt ist, waren vermögend und setzten somit auch ihrer Familie ein Denkmal. Mit der für dieses Monument aufgewendeten Geldsumme von 16.000 Kronen, konnte damals ein kleines Haus in der Bludenzer Altstadt erworben werden. Von den vier Denkmalstiftern erlebte nur der Gastwirt und Ökonom Lorenz Neyer die Denkmalenthüllung.
Bludenz pflegt eine Partnerschaft mit folgenden Städten:
Bartholomäberg | Blons | Bludenz | Bludesch | Brand | Bürs | Bürserberg | Dalaas | Fontanella | Gaschurn | Innerbraz | Klösterle | Lech | Lorüns | Ludesch | Nenzing | Nüziders | Raggal | Sankt Anton im Montafon | Sankt Gallenkirch | Sankt Gerold | Schruns | Silbertal | Sonntag | Stallehr | Thüringen | Thüringerberg | Tschagguns | Vandans