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Bobbio

Dieser Artikel behandelt den Ort in Italien. Für den italienischen Rechtsphilosophen und Publizisten siehe: Norberto Bobbio.
Bobbio
Wappen
Bobbio (Italien)
Bobbio
Staat: Italien
Region: Emilia-Romagna
Provinz: Piacenza (PC)
Lokale Bezeichnung: Bòbi
Koordinaten: 44° 46′ N, 9° 23′ O44.76666666679.38333333333272Koordinaten: 44° 46′ 0″ N, 9° 23′ 0″ O
Höhe: 272 m s.l.m.
Fläche: 106,5 km²
Einwohner: 3737 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einw./km²
Postleitzahl: 29022
Vorwahl: 0523
ISTAT-Nummer: 033005
Demonym: Bobbiesi
Schutzpatron: Hl. Columban
Website: Bobbio
Steinbogenbrücke Ponte Gobbo über die Trebbia
Ponte Gobbo im Frühling 2009
Panorama von Bobbio
Sicht auf Bobbio vom nahegelegenen Monte Penice

Bobbio ist eine Gemeinde in der Provinz Piacenza in der Region Emilia-Romagna in Norditalien mit 3737 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010), aber auch eine Abtei (612) und eine Diözese (1014). Der Ort liegt im Tal der Trebbia südwestlich der Stadt Piacenza. Bobbio hieß früher Bobium oder Ebovium. Seit dem 23. Februar 1990 ist Bobbio Partnerstadt von Ybbs an der Donau.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Beschreibung: In Weiß ein durchgehendes rotes gemeines Kreuzim Schildoval, auf dessen Arme zwei weiße Tauben mit goldenen Schnabel und Füßen sich zuwenden. Über dem Wappen eine fünftürmige goldene Mauerkrone und am Schildfuß zwei Zweige mit dem Band in den Nationalfarben gebunden.

Geschichte

Der irische Mönch Columban von Luxeuil (italienisch Colombano) gründete hier 612 eine Abtei, in der er am 21. November 615 auch starb. Das Kloster San Colombano wurde von den langobardischen Fürsten gefördert und war im Kampf gegen den Arianismus ein wichtiges Zentrum. 643 wurde hier für eine kurze Zeit die Benediktinerregel eingeführt.

Die Abtei verfügte über das – neben Monte Cassino – bedeutendste Skriptorium, durch dessen Arbeit viele Texte der Antike überliefert wurden. Im Mittelalter war San Colombano eine bedeutende Lehrstätte, berühmt für seine Bibliothek, die aber ab dem im 15. Jahrhundert beginnenden Niedergang der Abtei verstreut wurde. Das Kloster wurde von den Franzosen 1803 aufgehoben, die Bibliothek aufgelöst. Die heutige Abteikirche stammt aus dem 15. bis 17. Jahrhundert.

Abt in Bobbio waren neben anderen Gerbert von Aurillac (um 950–1003), der 999 als Silvester II. Papst wurde.

Die Abtei Bobbio war teilweise Vorbild für das große Kloster in Umberto Ecos Roman Der Name der Rose.

Die Stadt Bobbio gehörte seit 1748 zu Savoyen. 1859 bis 1927 war die Stadt Hauptort des gleichnamigen Kreises in der Provinz Pavia.

Am 7. Juli 1944 eroberte der italienische Widerstand den Ort und beherrschte ihn, bis er von der deutschen Wehrmacht am 27. August des gleichen Jahres zerstört wurde.

Äbte von Bobbio

Bauwerke

Partnerschaftsstadt

Weblinks

 Commons: Bobbio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
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