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Braunerden (Abk.: BB), wissenschaftlicher Name: Cambisol, sind häufige Bodentypen des gemäßigt humiden Klimas mit der Horizontabfolge Ah/Bv/C. Typprägende Prozesse sind die Verbraunung und Verlehmung des Unterbodenhorizontes (B). Braunerden entwickeln sich überwiegend aus silikatischem, kalkfreiem oder kalkarmem Ausgangsgestein. Der Bundesverband Boden und die Bodenkundliche Gesellschaft haben die Braunerde zum Boden des Jahres 2008 ernannt.
Sie entstehen aus Rankern, Regosolen, Rendzinen und Pararendzinen durch eine fortschreitende Bodenentwicklung. Je nach Ausgangsgestein unterscheiden sich Braunerden stark in ihren Eigenschaften. Braunerden aus Lockergesteinen wie z. B. Geschiebelehm weisen meist eine mittlere Basensättigung und eine mittlere bis hohe nutzbare Feldkapazität auf und werden oft ackerbaulich genutzt.
Braunerden auf silikatischem Festgestein an den Hängen der Mittelgebirge sind meist flachgründig bei hohem Skelettanteil und geringer Nährstoffversorgung und nutzbarer Feldkapazität. Sie werden meist forstwirtschaftlich genutzt.
Je nach Zusatzmerkmalen und Nährstoffreichtum unterscheidet man u.a.:
Schwarzerde (2005) | Fahlerde (2006) | Heide-Podsol (2007) | Braunerde (2008) | Kalkmarsch (2009) | Stadtböden (2010) | Vega (2011) | Moor (2012)