Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Breslau

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Breslau (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.
Breslau
WrocƂaw
Wappen von Breslau
BreslauWrocƂaw (Polen)
BreslauWrocław
Breslau
WrocƂaw
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Kreisfreie Stadt
FlĂ€che: format|293.00|format=dewiki}} kmÂČ
Geographische Lage: 17,032222222222|primary dim=10000 globe= name= region=PL-DS type=city
  }}
Höhe: 105–155 m n.p.m
Einwohner: format| 631236|format=dewiki}}
(30. Jun. 2013)[1]
Postleitzahl: 50-041 bis 54-612
Telefonvorwahl: (+48) 71
Kfz-Kennzeichen: DW
Wirtschaft und Verkehr
Straße: A4/E40 (Köln–Dresden–Kiew)
E67: Prag–Warschau
Schienenweg: Bahnstrecke Stettin–Breslau
Bahnstrecke Berlin–Breslau
NĂ€chster int. Flughafen: Nikolaus-Kopernikus-Flughafen Breslau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
FlĂ€che: format|293.00|format=dewiki}} kmÂČ
Einwohner: format|631236|format=dewiki}}
(30. Jun. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: format|2154|format=dewiki}} Einw./kmÂČ
Gemeindenummer (GUS): 0264011
Verwaltung (Stand: 2014)
StadtprĂ€sident: RafaƂ Dutkiewicz
Adresse: Sukiennice 9
50-107 WrocƂaw
WebprÀsenz: www.wroclaw.pl
Breslauer Rathaus

Breslau (polnisch WrocƂaw?/i [ˈvrɔtswaf], schlesisch Brassel[2], lateinisch Wratislavia) ist eine kreisfreie Großstadt an der Oder. Mit ĂŒber 630.000 Einwohnern ist sie die viertgrĂ¶ĂŸte Stadt Polens, Hauptstadt der historischen Region Schlesien und der Woiwodschaft Niederschlesien sowie Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises. Sie bildet als Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs, eines evangelischen Diözesanbischofs, zahlreicher Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute sowie Theater und Museen das wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zentrum des modernen SĂŒdwesten von Polen.

Breslau war 2012 einer der Austragungsorte der Fußballeuropameisterschaft. 2016 wird die Stadt Kulturhauptstadt Europas und Verleihungsort des EuropĂ€ischen Filmpreises sein.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Satellitenbild von Breslau

Lage

Breslau liegt sĂŒdlich des Katzengebirges, nördlich der Sudeten, an der Oder (Odra) und vier NebenflĂŒssen: Ohle (OƂawa), Lohe (ƚlęza), Weide (Widawa) und Schweidnitzer Weistritz (Bystrzyca). Gebaut zwischen zahlreichen KanĂ€len, liegt die Stadt auf 12 Inseln, verbunden durch 100 bis 300 BrĂŒcken, je nach zu Grunde gelegten Kriterien. Aufgrund der zahlreichen BrĂŒcken und Stege wird die Stadt auch als Venedig Polens bezeichnet. Breslau ist die Großstadt mit den meisten GrĂŒnflĂ€chen in Polen. Die Stadt hat eine GesamtflĂ€che von 293 Quadratkilometern, wovon 114 Quadratkilometer auf bebaute FlĂ€chen entfallen. Davon sind 29 Quadratkilometer reine Wohnbebauung.

Zum Klima der Region siehe eigenen Abschnitt weiter unten.

Stadtgliederung

Karte der Stadtbezirke Die Stadt Breslau gliedert sich in fĂŒnf Stadtbezirke, deren administrative Bedeutung nach der Verwaltungsreform 1990 zugunsten der Stadtverwaltung weitgehend abgebaut wurde.

Stadtbezirk Ausdehnung FlÀche
in kmÂČ
Einwohner
30. Juni 2008[3]
Stare Miasto (Altstadt) Altstadt mit Nicolai- und Schweidnitzer Vorstadt 6,8 54.884
ƚródmieƛcie „Innenstadt“ Innenstadt rechts der Oder mit Dominsel und Elbing 16 122.647
Psie Pole (Hundsfeld) alle Vororte nördlich der (neuen) Oder 97,7 92.904
Krzyki (Krietern) Innenstadt und Vororte sĂŒdlich der alten Oder und Altstadt 54,3 165.592
Fabryczna „Fabrikviertel“ Mischgebiete, Außenbezirke und Vororte im Westen, links der Oder 118,9 196.776

Name

Der deutsche und der polnische Name der Stadt leiten sich vermutlich vom Namen des böhmischen Herzogs Vratislav I. ab, der im frĂŒhen 10. Jahrhundert zeitweilig ĂŒber die Stadt herrschte und der Legende nach der GrĂŒnder der Stadt ist.[4] Einer der ersten Belege fĂŒr den Namen der Stadt ist in der aus dem frĂŒhen 11. Jahrhundert stammenden Chronik des Geschichtsschreibers Thietmar von Merseburg zu finden („Iohannem Wrotizlaensem“, „Wortizlava civitate“).[5] Der deutsche Ortsname „Breslau“ ist aus dem Slawischen hervorgegangen. Dies folgt daraus, dass in unmittelbarer NĂ€he der deutschen Ansiedlung bereits frĂŒher slawische Siedlungen bestanden, von denen eine Siedlung wegen ihrer sicheren Lage auf den Oderinseln zum Sitz eines gegen Ende des 10. Jahrhunderts errichteten Bistums wurde. Der alte slawische Ort hieß polnisch „WrocƂaw“ (abgekĂŒrzt fĂŒr WrĂłcisƂaw). Da der Bischofssitz hohe Bedeutung gewann, unterließen es die deutschen Ansiedler, ihrer neuen Stadt am linken Ufer einen neuen Namen zu geben. Der slawische Name des Bischofssitzes wurde auch auf die deutsche Ansiedlung ĂŒbertragen. Der Zusammenschluss der deutschen Stadt mit dem Bischofsort erfolgte im Jahr 1808. Etymologisch entstand die deutsche Bezeichnung „Breslau“ aus der slawischen. Belegt werden kann dies durch den Vergleich historischer geistlicher und fĂŒrstlicher Urkunden, bei denen zahlreiche unterschiedliche Abwandlungen des Ortsnamens zu finden sind („ecclesiam Wratislaviensem“, „episcopus Wratizlauiensis“, „Wrotizlaensis“, „in foro Wratislaviensi“, „Wroczlaviensi provincia“, „Vrozlavia“, „Wortizlaua“, „Wrazslavie“, „Vratislavia“, „Wratizlavia“, „Wratislavia“, „Wratislawia“, „Vratizlav“, „Wratizlaw“, „Wratislaw“, „Wraislaw“, „Vratizlau“, „Wratizlau“,„Wratislau“, „Wreczeslaw“, „Wretslaw“, „Wrezlaw“, „Wrezlau“, „dux de Werslaue“, „Breczlaw“, „Bretzlaw“, „Bretlav“, „Bretzlau“, „Bretzla“, „Brezslaw“, „Brezlaw“, „Breßlaw“, „Bresslaw“, „Presslaw“, „Breslow“, „Breslou“, „Breßlau“, „Bresslau“, „Breslau“). Seit dem 19. Jahrhundert war im deutschen Sprachraum nur noch die Form „Breslau“ gelĂ€ufig. Die deutschen Schlesier sagten oft auch „Prassel“ oder „Brassel“. Die Ersetzung des Buchstabens „W“ durch den Buchstaben „B“ kann dadurch erklĂ€rt werden, dass die deutschen Ansiedler den vorgefundenen Ortsnamen slawischen Ursprungs mundgerecht umgebildet haben, um ihn leichter aussprechen zu können. Teilweise wird vermutet, dass der deutsche Ort anfĂ€nglich auch einen eigenen Namen hatte, der aber historisch nicht ĂŒberliefert wurde. Der polnische Ortsname „WrocƂaw“ wiederum leitet sich vom Personennamen „WrĂłcisƂaw“ ab. Der Name „WrĂłcisƂaw“ oder „Vratislav“ ist ein zusammengesetzter Personenname. Der erste Teil (polnisch „wrĂłcić“, „wracać“, tschechisch „vraceti“, „vrĂĄtiti“) steht fĂŒr „zurĂŒckkommen“, „wiedererstatten“, „stĂŒrzen“, „vertreiben“, „in die Flucht schlagen“. Der zweite Teil („sƂaw“) steht fĂŒr „Name“, „Ansehen“, „guter Ruf“, „Ruhm“.[6] Der Anfangsbuchstabe „W“ des Namens des StadtgrĂŒnders ist seit je, mit Ausnahme der Zeit von 1938 bis 1990, im deutschen und polnischen Wappen der Stadt Breslau/WrocƂaw zu sehen (siehe unten unter „Politik“, „Stadtwappen“).

Geschichte

Die Region Schlesien, in der Breslau liegt, fand erstmals bei Tacitus im Jahr 98 ErwĂ€hnung sowie um 150 bei PtolemĂ€us in seinem Werk Magna Germania. Im 4. und frĂŒhen 5. Jahrhundert siedelte in der Umgebung des spĂ€teren Breslau der Wandalenstamm der Silinger. Der slawische Stamm der Slezanen siedelte sich im 6. Jahrhundert an der Oder an und errichtete auf der Dominsel eine Burganlage, welche im frĂŒhen 10. Jahrhundert vom böhmischen FĂŒrsten Vratislav I. gesichert wurde.[7] Ob sich der Name „Schlesien“ vom germanischen Stamm der Silinger oder vom slawischen Stamm der Slezanen ableitet, ist umstritten.

St. Ägidien; erbaut 1241–1242

Der Name Wortizlawa oder auch Wratislawa wurde erstmals um 900 erwĂ€hnt und bezeichnete Wortizlawa als slawische Marktstadt. Diese befand sich auf einer Insel nahe den drei NebenflĂŒssen der Oder. 990 wurde Breslau und ganz Schlesien von dem polnischen Piasten-Herzog Mieszko I. erobert. Im Jahre 1000 errichtete sein Sohn BolesƂaw der Tapfere das Bistum Breslau (Akt von Gnesen). Er ließ auch um das Jahr 1000 die erste herzogliche Burg auf der Dominsel errichten, etwa an der Stelle der heutigen Martinskirche. Kurz darauf wurde innerhalb der Burganlage mit dem Bau des Domes begonnen. Das befestigte Gebiet um die Burg war schon damals eine kleine Stadt, in der etwa 1000 Menschen wohnten.[8]

1109 unterlag Kaiser Heinrich V. in der Schlacht gegen BolesƂaw III. Schiefmund, das Schlachtfeld wurde als Hundsfeld bekannt. Nach Boleslaws Tod im Jahre 1138 wurde Breslau im Rahmen der Senioratsverfassung Hauptstadt des bis 1201 polnischen TeilfĂŒrstentums Schlesien. Wenig spĂ€ter ließen sich die ersten deutschen Siedler am SĂŒdufer des Flusses nieder, an der Stelle der heutigen UniversitĂ€tsgebĂ€ude. Nachdem 1202 das fĂŒr Polen geltende Senioratsprinzip aufgegeben wurde, erlosch die staatsrechtliche Verbindung des Herzogtums Schlesien zu Polen. Dadurch erlangte Schlesien auch die politische UnabhĂ€ngigkeit[9]. Als nach dem Tod des Herzogs Heinrichs II. das Herzogtum Schlesien 1249 geteilt wurde, wurde Breslau Hauptstadt des Herzogtums Breslau. Erster Herzog von Breslau war Heinrichs II. zweitgeborener Sohn Heinrich III.

WÀhrend der Mongolenangriffe wurde Breslau 1241 zerstört. Das wiederhergestellte Breslau erhielt 1261 das Magdeburger Stadtrecht.

Aus Breslau ist der erste Arbeitskampf im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches ĂŒberliefert. Die GĂŒrtlergesellen verabredeten im Jahre 1329 untereinander, ein Jahr lang bei keinem Meister in der Stadt zu arbeiten. Diese wiederum vereinbarten, dass derjenige eine Geldbuße an den Rat der Stadt zu zahlen habe, der einem der Streikenden Arbeit gibt oder ihn in seine Familie aufnimmt. Dies geht aus einer Urkunde vom 8. November 1329 hervor. Der Anlass fĂŒr diesen Arbeitskampf ist nicht ĂŒberliefert[10]

Unter den Piasten

Nach der Eroberung der Stadt durch Herzog Mieszko I., dem BegrĂŒnder der Piastendynastie in Polen, im Jahr 990 wurde Breslau Teil des Königreichs Polen. Zehn Jahre spĂ€ter grĂŒndete der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Otto III. durch den Akt von Gnesen das Bistum Breslau als Suffragan des Erzbistums Gnesen. Zuvor hatte der spĂ€tere König BolesƂaw I. sich maßgeblich dafĂŒr eingesetzt. Im Jahr 1138 wurde die Stadt Breslau im Rahmen der Senioratsverfassung zur erblichen Teilung des Reiches Hauptstadt des TeilfĂŒrstentums Schlesien. Danach erfolgte 1163 die GrĂŒndung des Herzogtums Breslau durch die Nachkommen von WƂadysƂaw dem Vertriebenen, BolesƂaw der Lange und Mieszko Kreuzbein. Die Einheit der TeilfĂŒrstentĂŒmer, das Seniorat Polen, verlor ab diesem Zeitpunkt immer weiter an Macht, da es durch viele innere Unruhen und Streitigkeiten zwischen einzelnen FĂŒrsten geprĂ€gt war. Das Seniorat zerfiel fortan immer stĂ€rker und die einzelnen FĂŒrstentĂŒmer wurden immer unabhĂ€ngiger voneinander. Dennoch blieben die Verbindungen der schlesischen Linie der Piasten zu ihren Vettern in den anderen polnischen Regionen erhalten und Breslau gehörte als Teil des Herzogtums Schlesien im Rahmen der Corona Regni Poloniae weiterhin zu Polen. WƂadysƂaw flĂŒchtete in das Heilige Römische Reich, wo er am Hoftag zu Kaina in Sachsen im April 1146 ganz Polen vom Reich zugesprochen bekam und damit den Lehnseid beim römisch-deutschen König Konrad III. aus dem Hause der Staufer ablegte. Er war ein Halbbruder von WƂadysƂaws Ehefrau. Den Eid hatte WƂadysƂaw abgelegt, um sich die militĂ€rische UnterstĂŒtzung des Königs zu sichern, was ihm zu einem spĂ€teren Zeitpunkt eine RĂŒckkehr nach Krakau ermöglichen wĂŒrde. Der Eid konnte jedoch nichts mehr an der Situation Ă€ndern, da WƂadysƂaw in Polen nicht mehr ĂŒber reale Macht und Einfluss verfĂŒgte. Des Weiteren wurde Schlesien und damit auch Breslau erst Mitte des 14. Jahrhunderts Teil des Königreichs Böhmen und damit Teil des Heiligen Römischen Reiches. WƂadysƂaw starb im Jahr 1159 in Altenburg, ohne jemals in seine polnische Heimat zurĂŒckgekehrt zu sein.

Im Zeitraum von 1163–1200 wurde die herzogliche Burg an der Oder am heutigen Platz der UniversitĂ€t errichtet. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Stadt drei Zentren: die herzogliche Residenz mit der unter ihrem Schutz stehenden Judenstadt, die geistliche Stadt auf der Sand- und Dominsel und die neu angelegte deutsche Kaufmannsstadt um den Ring. FĂŒrst JarosƂaw von Oppeln-Neiße, Halbbruder Heinrichs des BĂ€rtigen, wurde im Jahr 1198 zum Bischof des Bistums Breslau gewĂ€hlt, das die weltliche Macht an den HerzogtĂŒmern Ottmachau und Neisse besaß. Als er 1201 starb, vermachte er sein FĂŒrstentum dem Stift Breslau. Fortan wurden Breslauer Bischöfe FĂŒrstbischöfe, die bis 1811 Territorialgewalt besaßen und danach nur noch Titular-FĂŒrstbischöfe waren. Ab 1241 wurde die Stadt nach dem Einfall der Mongolen unter Ögedei Khan neu in Gitterform angelegt. Am 16. Dezember 1261 wurde Breslau durch Herzog Heinrich III. von Schlesien und dessen Mitregenten Wladislaw das Magdeburger Stadtrecht verliehen. FĂŒnf Jahre spĂ€ter wurde die Bezeichnung Bresslau erstmals fĂŒr die Stadt benutzt. Im Jahr 1327 bestimmte Heinrich VI. als letzter Herzog von Schlesien aus dem Haus der Piasten mit Mitwirkung des Rates des Königs von Böhmen Johann von Luxemburg, auch Johann der Blinde genannt, als seinen Erben.

Unter böhmischer und zeitweise ungarischer Hoheit

Stadtansicht von Breslau in der Schedel’schen Weltchronik von 1493 Nach dem Tod des letzten Piastenherzogs Heinrich VI. im Jahr 1335 ging das Herzogtum als erstes „Erbland“ in Schlesien in den Besitz der Wenzelskrone. Der König von Böhmen setzte einen Landeshauptmann ein, der mit der Verwaltung des Gebietes betraut wurde. In dieser Funktion agierte in den Jahren 1359 bis 1635 der Rat von Breslau. Daher hatte er einen Sitz und auch eine Stimme im schlesischen FĂŒrstentag. Die Stadt wurde 1342 und 1344 durch zwei GroßbrĂ€nde zerstört und anschließend wieder aufgebaut. 4 Jahre nach dem zweiten Brand wurde der Vertrag von Namslau unterzeichnet. In ihm hielten Kasimir der Große, König von Polen, und Karl IV. als König von Böhmen die BestĂ€rkung des 1335 geschlossenen Vertrages von Trentschin fest. Dieser besagte, dass Kasimir der Große auf Ewigkeit alle AnsprĂŒche auf schlesisches Territorium niederlegte und im Gegenzug der böhmische König Johann von Luxemburg auf den Königstitel verzichtete. Den Namslauer Vertrag versuchte Kasimir spĂ€ter beim Papst zu widerrufen. Im Jahr 1418 erhoben sich die Handwerker gegen die Patrizier. Im Zuge des Aufstandes wurden sieben Ratsherren im Breslauer Rathaus ermordet. Letztendlich ließ der damalige römisch-deutsche König Sigismund die Revolte gewaltsam niederschlagen. Dabei wurden 27 AnfĂŒhrer exekutiert. WĂ€hrenddessen erfuhr die Stadt in der fast hundertjĂ€hrigen Periode von 1387–1474 ihre grĂ¶ĂŸte wirtschaftliche BlĂŒtezeit, wobei sie auch als Mitglied der Handelsvereinigung Hanse verzeichnet war.

1453 weilte der katholische Wanderprediger und Inquisitor Johannes Capistranus im Rahmen seiner Missionsreisen in Breslau. Er hielt einige flammende Reden auf dem Salzring, die sich gegen Hussiten, Muslime und Juden, gegen Prunksucht und Leben im Überfluss richteten. Aus diesem Grund kamen große Menschenmengen aus vielen Teilen Europas. Die Pilger stammten aus allen verschiedenen Teilen Schlesiens und den anderen Provinzen des Heiligen Römischen Reiches, aus Polen, aus Livland und auch aus Kurland. Er untersuchte im Auftrag des böhmischen Königs (Ladislaus Postumus) die durch einen Bauern angezeigte HostienschĂ€ndung. Daraufhin wurden am 2. Mai 1453 alle 318 Juden in Breslau und Umgebung in Breslau inhaftiert und GestĂ€ndnisse mit Folter erpresst. Capestrano ließ 41 Juden auf dem Scheiterhaufen verbrennen und die ĂŒbrigen aus der Stadt ausweisen. Das Vermögen der Juden wurde eingezogen, was nach Cohn[11] der eigentliche Grund fĂŒr den Pogrom war. Denn Cohn fand in dem Archiv allein elf Hefte mit Schuldbriefen, die den Juden gehört hatten. Es gab auch große Inventare der anderen GegenstĂ€nde, die die Juden besessen hatten. 1455 erfolgte die Ausweisung der Juden, als die Stadt Breslau von Ladislaus Postumus das verbriefte Privilegium de non tolerandis Judaeis („Privileg zur Nichtduldung der Juden“) erhielt, das de jure bis 1744 in Kraft blieb.

Die BĂŒrger Breslaus wehrten sich acht Jahre spĂ€ter gegen die Regentschaft des hussitischen Königs Georg von Podiebrad von Böhmen als Landesherrn in Schlesien und kamen daraufhin unter den Schutz von Papst Pius II.

Im Krieg gegen Böhmen schloss die Stadt 1466 ein BĂŒndnis mit dem Herrscher des Königreichs Ungarn Matthias Corvinus, der nach acht Jahren Schlesien und damit auch Breslau der ungarischen Stephanskrone einverleibte. Dadurch wurde in den neu gewonnen Gebieten eine wesentliche strengere Verfassung als zuvor eingefĂŒhrt. Nachdem Corvinius im Jahr 1490 gestorben war, wurde die Stadt noch im selben Jahr erneut Teil des Königsreichs Böhmen, das zu dieser Zeit von den aus Polen-Litauen stammenden Jagiellonen, Wladyslaw dem Polen und Ludwig II. von Böhmen und Ungarn regiert wurde. 15 Jahre spĂ€ter genehmigte der damalige König Wladislaw II. aus dem Haus der Jagiellonen 1505 die GrĂŒndung einer UniversitĂ€t in Breslau. Dieses Projekt wurde jedoch nicht tatsĂ€chlich realisiert. 1523 wird der evangelische Theologe Johann Heß im Zuge der laufenden Reformation entgegen jeglicher EinsprĂŒche und Proteste des Domkapitels zum Pfarrer der Magdalenenkirche ernannt. Ein weiterer evangelischer Theologe, Ambrosius Moibanus, wurde 1525 als Pastor der Elisabethenkirche eingesetzt, wobei er in Kooperation mit Johann Heß die Leitung der Organisation der evangelischen Kirche in Schlesien ĂŒbernahm.

Unter den Habsburgern

Breslau um 1640 (Merian) Im Jahr 1526 starb König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn in der Schlacht bei MohĂĄcs, woraufhin die Habsburger gemĂ€ĂŸ ErbverbrĂŒderungsvertrag das Königreich Ungarn und die LĂ€nder der Böhmischen Krone und damit auch Breslau und andere Erblande in Schlesien ĂŒbernahmen und bis 1741 behielten. Sieben Jahre spĂ€ter wurde der erste Stadtmedicus angestellt. Zwischen 1630 und 1670 war Breslau mit der Schlesischen Dichterschule ein Zentrum der deutschen Literatur. Im Jahr 1632 wurden wĂ€hrend des DreißigjĂ€hrigen Krieges Teile der Stadt von sĂ€chsischen und schwedischen Truppen besetzt gehalten. Noch im selben Jahre Ă€ußerte die Stadt Breslau erfolglos den Wunsch, sich vom Habsburgerreich abzutrennen und als freie Reichsstadt anerkannt zu werden. Zur selben Zeit gab es eine Pestepidemie, bei der 18.000 von 40.000 BĂŒrgern starben.

Unter den Hohenzollern und im Deutschen Kaiserreich

Breslau 1736 Ein Jahrhundert spĂ€ter belagerte Friedrich der Große mit seinen Truppen im Zuge des Österreichischen Erbfolgekrieges die Stadt ein Jahr lang, bis die Stadt am 10. August 1741 schließlich kapitulierte. Noch im selben Jahr am 7. November huldigten die schlesischen StĂ€nde unter FĂŒhrung des KonsistorialprĂ€sidenten und Oelsner Landeshauptmanns Kaspar Leonhard Moritz von Prittwitz im Breslauer Rathaus Friedrich dem Großen.

Ansicht um 1850 Breslauer Vorstadtsiedlungen und Umland vor 1842Namen auf Deutsch (in Klammern sind die nach 1945 eingefĂŒhrten polnischen Ortsnamen angefĂŒhrt) Breslauer Stadtplan von 1904. Breslauer Rathaus um 1900 Naschmarktseite des Rings um 1900 Hala Stulecia (Jahrhunderthalle)

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 ĂŒbergab Erzherzogin Maria Theresia in ihrer Eigenschaft als Königin von Böhmen den grĂ¶ĂŸten Teil des Herzogtums Schlesien als souverĂ€nen Besitz an den preußischen König, wobei ein kleiner Teil als Österreichisch-Schlesien Teil von Österreich blieb. Die Schlesische Zeitung und der Korn-Verlag entstanden im selben Jahr. Er existierte mit der Tageszeitung bis zum Anfang des Jahres 1945 und wurde erneut in MĂŒnchen gegrĂŒndet. Dabei wurde der Verlag 1980 von der Stiftung Kulturwerk Schlesien ĂŒbernommen. Im Jahr 1750 erwarb der preußische König Friedrich der Große das Palais des bischöflichen Hofkanzlers Heinrich Gottfried von SpĂ€tgen, das er zu seiner Breslauer Residenz ausbaute. WĂ€hrend des SiebenjĂ€hrigen Krieges kam es am 22. November 1757 zur Schlacht von Breslau, in der Karl Alexander von Lothringen mit rund 80.000 Mann die 28.000 preußischen Truppen unter dem Kommando des Herzogs von Braunschweig-Bevern angriff. Aufgrund der starken Überlegenheit der habsburgischen Truppen zogen sich die Preußen ĂŒber Breslau nach Glogau zurĂŒck. Nach dem Sieg belagerten österreichische VerbĂ€nde die Stadt, bis der preußische General Johann Georg von Lestwitz in der Nacht zum 25. November die Stadt ĂŒbergab. Noch im selben Jahr begann die preußische Armee unter Friedrich II. nach ihrem Sieg ĂŒber die zahlenmĂ€ĂŸig weit ĂŒberlegenen Österreicher in der Schlacht von Leuthen mit der Belagerung der Stadt, die zur Übergabe durch den Stadtkommandanten von Bernegg am 21. Dezember 1757 fĂŒhrte. Ab 1760 hielt sich der Dichter und Dramatiker der AufklĂ€rung Gotthold Ephraim Lessing fĂŒr 5 Jahre als SekretĂ€r des Generals Friedrich Bogislav Graf von Tauentzien in der Stadt auf. 47 Jahre spĂ€ter marschierten die Truppen des 1806 durch Napoleons I. in Paris gegrĂŒndeten Rheinbunds in der Stadt ein und besetzen sie bis 1808. Durch die von NapolĂ©on gegen Großbritannien verhĂ€ngte Kontinentalsperre erlahmte der Handel mit LeinwĂ€nden. Ab 1807 wurden die Befestigungen Breslaus binnen drei Jahren einer Schleifung unterzogen. Im Endjahr der Schleifung 1810 wurden nahezu alle Stifte und Klöster fĂŒr weltliche Zwecke umgewidmet, beispielsweise wurde das Sandstift nach seiner SĂ€kularisierung zur UniversitĂ€tsbibliothek Breslau. Die UniversitĂ€t Viadrina aus Frankfurt an der Oder wurde ein Jahr spĂ€ter in die Stadt Breslau verlegt. Danach schlossen sich die örtliche Hochschule der Jesuiten und die Viadrina zusammen und grĂŒndeten die Schlesische Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t. Im Zuge der napoleonischen Kriege entwickelte sich Breslau 1813 zum zentralen Ursprung der Befreiungsbewegung gegen NapolĂ©on. WĂ€hrend der Widerstand gegen die französische Ausbreitung immer stĂ€rker wurde, erließ der preußische König Friedrich Wilhelm III. den Aufruf „An Mein Volk“. Dieser wurde am 20. MĂ€rz in der Schlesischen privilegierten Zeitung veröffentlicht.

Als letzter Akt der 1806 begonnenen Preußische Reformen wurde das Königreich 1815 in Provinzen eingeteilt und Breslau wurde Hauptstadt der Provinz Schlesien. Im Jahr 1821 erreichte die katholische Diözese Breslau die UnabhĂ€ngigkeit vom Erzbistum Gnesen, dem sie seit ihrer GrĂŒndung im Jahre 1000 unterstanden hatte. Aus Protest gegen die 1817 vollzogene Vereinigung der reformierten und lutherischen Kirchen Preußens zur Evangelischen Kirche in Preußen grĂŒndete sich 1830 unter der FĂŒhrung des Breslauer UniversitĂ€tsprofessors fĂŒr Theologie Johann Gottfried Scheibel die Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche. Die Kirche wurde jedoch erst 1845 unter strengen Auflagen des preußischen Staates anerkannt. In der Periode der Jahre 1829–1840 begann der zunehmende Verlust an Bedeutung der Stadt. Ab 1849 begann die GrĂŒndung diverser Industriebetriebe in Breslau: MĂŒhlen und Brauereien, ÖlmĂŒhlen und Spritfabriken, chemische- und Metallindustrie (beispielsweise die Wagenbauanstalt Gottfried Linke, Eisenbahnwaggonbau) und auch Bekleidungs-, Papier- und Möbelfabriken. Die jĂŒdische Bevölkerungsgruppe grĂŒndete 1854 das JĂŒdisch-Theologische Rabbinerseminar FrĂ€nckel'scher Stiftung, um Rabbiner ausbilden zu können. Wie viele deutsche StĂ€dte erfuhr Breslau in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts ein starkes Bevölkerungswachstum durch GeburtenĂŒberschuss, Zuzug und die Eingliederung von Vororten, 1875 war es mit 239.050 Einwohnern die drittgrĂ¶ĂŸte Stadt des Deutschen Kaiserreiches, 1900 mit 422.709 Einwohnern allerdings nur noch die fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte. Im Jahr 1905 wurden die Religionen der BĂŒrger erhoben, wobei 57,5 % der Bewohner sich zum evangelischen und 36,6 % zum katholischen Glauben bekannten. Zwei Jahre spĂ€ter gab es einen Großbrand im Ursulinerinnenkloster. Dabei verbrannte der Dachstuhl der Kirche und der 65 m hohe Turm brannte aus. Im Zuge einer VolkszĂ€hlung im Jahr 1910 ergab sich folgende Verteilung der Muttersprachen:

  • 95,71 % der Einwohner gaben Deutsch als ihre Muttersprache an
  • 2,95 % gaben die polnische Sprache an
  • 0,68 % gaben die tschechische Sprache an
  • 0,67 % gaben die deutsche und die polnische Sprache an.

Im selben Jahr wurden bedeutende Bauwerke wie die KaiserbrĂŒcke und die Technische Hochschule (TH) errichtet. 1913 gab es in der neu entstandenen Jahrhunderthalle eine Ausstellung zum Gedenken an die 100 Jahre zuvor ausgetragenen Befreiungskriege gegen NapolĂ©on. In den Jahren 1913–1915 wurde die Königin-Luise-GedĂ€chtniskirche erbaut.[12]

Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Im Jahr 1919 wurde die Provinz Schlesien geteilt in die Provinzen Oberschlesien und Niederschlesien, dessen Hauptstadt Breslau war. Der SPD-Politiker Felix Philipp wurde der erste OberprĂ€sident der Provinz. 1921 erreichte die SPD bei den Provinziallandtagswahlen mit 51,19 % der Stimmen die absolute Mehrheit, zweitstĂ€rkste Kraft wurde das katholische Zentrum mit 20,2 %, drittstĂ€rkste die DVP mit 11,9 %, viertstĂ€rkste die DDP mit 9,5 % und fĂŒnftstĂ€rkste die KPD mit 3,6 %. Am 1. April 1928 erfolgte mit dem Groß-Breslau-Gesetz eine umfassende Eingemeindung mehrerer StĂ€dte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Breslau. 1933 lebten auf 175 Quadratkilometer 625.198 Menschen, nur noch die achtgrĂ¶ĂŸte Einwohnerzahl einer Stadt im Deutschen Reich.

Im Zuge der Reichstagswahl MĂ€rz 1933 erreichte die NSDAP mit 51,7 % die absolute Mehrheit in der Stadt. WĂ€hrend der Herrschaft der Nationalsozialisten gewann Breslau als Sitz eines Parteigaus an Bedeutung. Eines der ersten nationalsozialistischen Konzentrationslager, das KZ Breslau-DĂŒrrgoy, wurde am 28. April 1933 eröffnet. Der Großteil der 200 bis 400 Inhaftierten waren politische HĂ€ftlinge, meist NSDAP-Gegner aus SPD, KPD und der in Breslau stark vertretenen SAPD. Das Lager wurde durch die SA bewacht, wobei der damalige Breslauer PolizeiprĂ€sident und SA-ObergruppenfĂŒhrer Edmund Heines fĂŒr den Betrieb des KZs verantwortlich war. Am 10. August 1933 erfolgte die Schließung des Lagers, der Großteil der Insassen wurde in andere Lager deportiert. In den Jahren 1934 bis 1943 war Hans Fridrich, der spĂ€tere Vizechef der MilitĂ€rverwaltung in Belgien und den Niederlanden, OberbĂŒrgermeister von Breslau. Der Deutsche Reichsbund fĂŒr LeibesĂŒbungen richtete vom 26. bis zum 31. Juli 1938 das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau aus.

„Arisiertes“ Wappen von Breslau1938–1945 (Entwurf von Mjölnir) WĂ€hrend der sogenannten Reichskristallnacht vom 9. November 1938 auf den 10. November 1938, in der deutschlandweit 400 Juden ermordet und 1400 Synagogen und andere jĂŒdische Bauwerke und Einrichtungen zerstört wurden, zerstörten Trupps der SA die 1872 erbaute Neue Synagoge Breslau. Sie war zuvor neben der Neuen Synagoge Berlin als eine der prĂ€chtigsten Synagogen Deutschlands bekannt.[13] Im November 1941 begann mit einer ersten Deportation von 1005 Frauen, MĂ€nnern und Kindern die Vernichtung der in Breslau verbliebenen Juden. Am 21. November gegen 6 Uhr morgens aus ihren Wohnungen geholt, wurden sie in Lastwagen in das Sammellager Schießwerder gebracht, von wo sie am 25. November ĂŒber den nahen Odertorbahnhof ins litauische Kaunas deportiert wurden. Dort wurden sie gleich nach ihrer Ankunft am 29. November 1941 im sogenannten IX. Fort von Angehörigen des Einsatzkommandos 3 unter Karl JĂ€ger erschossen.[14] Beginnend mit der Mitte des Jahres 1944 wurden in Breslau zwei Außenlager des KZ Groß-Rosen eingerichtet. Die Zwangsarbeiter aus dem Lager I wurden zur Motorenherstellung fĂŒr Flugzeuge in den Fahrzeug- und Motoren-Werken eingesetzt, wobei die genaue HĂ€ftlingsanzahl nicht bekannt ist. Borsig und die Linke-Hofmann–Busch Werke ĂŒbernahmen Zwangsarbeiter aus dem Lager II, in dem 520, nach anderen Angaben zwischen 700 und 1000 Gefangene inhaftiert waren. Die Außenlager wurden rund 7 Monate nach der Errichtung aufgrund des Vormarsches der Roten Armee wieder aufgelöst.

Am 7. Oktober erfolgten die ersten Bombenangriffe der Alliierten. Die Stadt erfuhr jedoch keine mit anderen deutschen StĂ€dten vergleichbare Zerstörung. Aus diesem Grund wurde die Stadt auch oft spöttisch „Reichsluftschutzkeller“ genannt. Nach den Unterlagen der Kleinen Verbrauchergruppenstatistik, die aus den Daten der Lebensmittelzuteilungen gewonnen und 1953 vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden, umfasste die versorgte Zivilbevölkerung in Breslau[15] Anfang Februar 1943 588.816 Personen, Anfang Februar 1944 592.724, Anfang Dezember 1944 noch 527.128, was mit der Behauptung, die Bevölkerungszahl sei 1944 auf eine Million angeschwollen,[16] nicht in Einklang steht. 1944 erklĂ€rte Adolf Hitler die Stadt Breslau zur Festung.

→ Hauptartikel: Schlacht um Breslau

Am 20. Januar 1945, 8 Tage nach dem Durchbruch der Roten Armee an der Weichsel, erließ der Gauleiter Karl Hanke den Befehl zur Evakuierung der Stadt. Im selben Monat stießen die Truppen der sowjetischen 3. Garde-Panzerarmee unter Pawel Semjonowitsch Rybalko sowie der sowjetischen 6. Armee unter Wladimir Alexejewitsch Glusdowski in Richtung Breslau vor. Im Zuge der folgenden Evakuierung aller Schulkinder, die hauptsĂ€chlich nach Böhmen transportiert wurden, flohen rund 75 % der Gesamtbevölkerung aus der Stadt. Auf ihrer Flucht starben tausende Menschen aufgrund des kalten Winters. Durch die Niederschlesische Operation der Roten Armee wurde Breslau am 15. Februar eingekesselt, wobei sich noch rund 40.000 Soldaten sowie 150.000 Zivilisten im Stadtgebiet aufhielten. Bis zum Ende der Schlacht am 6. Mai, nur zwei Tage vor der deutschen Kapitulation, ereigneten sich in Breslau schwere HĂ€userkĂ€mpfe, in denen etwa 20.000 Zivilisten,[17] 6.000 deutsche und 7.000 sowjetische Soldaten ums Leben kamen. WĂ€hrend der Schlacht wurden ergriffene Deserteure wegen „Feigheit vor dem Feind“ zum Tode verurteilt und exekutiert. Im Zuge der Gefechte wurden 65–80 % aller GebĂ€ude, davon 400 bekannte BaudenkmĂ€ler, zerstört. Kurz nach der Besetzung Breslaus durch sowjetische Truppen erfolgten Übergriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung. Am 9. Mai ĂŒbergaben MilitĂ€rbehörden der Roten Armee die Stadt verwaltungsrechtlich an Polen. In 15 Kilometer Entfernung vom Stadtzentrum, in Nadolice Wielkie (Groß-NĂ€dlitz) befindet sich eine deutsche KriegsgrĂ€berstĂ€tte mit Friedenspark.[18]

Breslau 1945 Die Gedenktafel zur Erinnerung an die Kapitulation an der Villa Colonia

Volksrepublik Polen

In den ersten Monaten nach Kriegsende kehrten viele Bewohner in die Stadt zurĂŒck. Am 30. Juni 1945 wurden die eben neu erbauten ÜbergĂ€nge an Oder und Neiße von den polnischen Behörden gesperrt. Im Juli gab es ungefĂ€hr 300.000 deutsche BĂŒrger in der Stadt. Diese wurden auf Grundlage der nach dem damaligen GeneralsekretĂ€r des Zentralkomitees der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PVAP) BolesƂaw Bierut benannten Bierut-Dekrete ausgewiesen. Bis 1948 erfolgten die Aussiedlungen unter Zwangsmaßnahmen. Gleichzeitig siedelten sich polnische Bewohner, die hauptsĂ€chlich aus Zentralpolen stammten, in der Stadt an. ZusĂ€tzlich kamen auch andere Polen, die durch die Annexion des ehemaligen Ostpolens durch die Sowjetunion aus den Gebieten östlich des Bugs zwangsumgesiedelt wurden. Nach der Unterzeichnung des Potsdamer Abkommens am 2. August 1945 wurde Polen die offizielle Verwaltungshoheit in Schlesien ĂŒbergeben. Am 8. MĂ€rz 1946 erließ die polnische Regierung das Dekret ĂŒber das verlassene und ehemalige deutsche Vermögen, durch das die deutsche Bevölkerung in den ehemaligen Ostgebieten enteignet wurde. Im Sommer 1946 hatten sich bereits 30.000 polnische Einwohner angesiedelt und die Zahl der Deutschen ist mit weiter abfallender Tendenz noch knapp darĂŒber anzunehmen. Die Auflösung der Evangelischen Kirche von Schlesien im Gebiet östlich der Oder-Neiße-Linie erfolgte am 31. Oktober, ihr Sitz wurde nach Görlitz verlegt. Einen Monat spĂ€ter, am 4. Dezember, wurde auch das Oberhaupt der evangelischen Kirche in Schlesien ausgewiesen. Im Jahr 1948 lebten in Breslau 300.000 polnische und 7.000 deutsche BĂŒrger. Ab 1955 begann der Aufbau der durch den Zweiten Weltkrieg stark zerstörten Innenstadt. In der spĂ€teren Periode von 1970–1980 wurden viele neue Plattenbauten in den VorstĂ€dten erbaut.

Dritte Polnische Republik

Oderhochwasser 1997, Dąbrowski- und Podwalestraße in der NĂ€he des Deutschen Konsulats; links: Stadtgraben Naschmarktseite des Rings um 2005 Ab 1990 begann der Wiederaufbau, der nun auch deutsches Kulturerbe einbeziehen durfte, und brachte dies in Einklang mit der nun polnischen IdentitĂ€t der Stadt. Sieben Jahre nach Beginn dieses Prozesses wurde Breslau durch die Oderflut schwer verwĂŒstet; historische GebĂ€ude waren davon nicht betroffen. Im Gegensatz dazu erlitten zahlreiche WohnhĂ€user aus der GrĂŒnderzeit schwere BeschĂ€digungen und waren nach der Überschwemmung vom Abriss bedroht. Am 13. Juli 2006 wurde die Jahrhunderthalle zum UNESCO-Welterbe erklĂ€rt.[19]

Politik

Stadtwappen

→ Hauptartikel: Wappen Breslaus
  • Das von Kaiser Karl V. der Stadt verliehene Wappen wurde von 1530 bis 1938 und 1945 bis 1948 verwendet und ist seit 1990 wieder in Gebrauch: Quadriert; anstelle eines Mittelschildes belegt mit einer aufgerichteten silbernen SchĂŒssel, darin das Haupt Johannes des TĂ€ufers. Im ersten Feld in Rot ein links gewendeter, goldgekrönter, doppelschwĂ€nziger, silberner Löwe (der böhmische Löwe), im zweiten Feld in Gold ein schwarzer Adler, dessen Brust mit einem steigenden silbernen Halbmond belegt ist (der schlesische Adler), im dritten Feld in Gold ein schwarzes „W“ (vom Stadtnamen Wratislavia und dem StadtgrĂŒnder Wratislaw), im vierten Feld in Rot das Haupt Johannes des Evangelisten mit goldenem Nimbus; den Halsabschnitt verdeckt ein goldener Brustschmuck in Gestalt einer gestĂŒrzten Krone. Die beiden Johannes' sind neben der Hl. Hedwig besondere Patrone der schlesischen Kirche.
  • Das Stadtwappen der NS-Zeit wurde von 1938 bis 1945 verwendet: Geteilt; oben in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler, dessen Brust mit einem steigenden silbernen Halbmond belegt ist (der schlesische Adler), unten in Rot das Eiserne Kreuz mit der Jahreszahl 1813.
  • Unter der kommunistischen Regierung Polens wurde von 1948 bis 1990 dieses Stadtwappen verwendet: Gespalten; vorne in Rot der halbe silberne, aber ungekrönte polnische Adler am Spalt (Adler der Volksrepublik Polen), hinten in Gold der halbe schwarze schlesische Adler am Spalt.[20]

PartnerstÀdte

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung
1800182918311840185018521880190019101925193319391946
64.50084.90489.500100.000114.000121.100272.900422.700510.000555.200625.200629.600171.000
Bevölkerungsentwicklung
195619601965196719701975198019901999200320062008
400.000431.800475.000487.700526.000579.900617.700640.600650.000638.000635.200632.200

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Breslauer Dom Blick vom Breslauer Dom ĂŒber die Sandinsel (Wyspa Piasek) nach SĂŒdwesten.

Sandinsel und Dominsel (Wyspa Piasek/OstrĂłw Tumski)

  • Breslauer Dom (katholisch)
  • Sandkirche (gotisch, 1334–1440) (kath.), erbaut durch den Baumeister Peschel
  • St. Ägidienkirche (romanisch, 13. Jahrhundert) (kath.)
  • St. Annakirche (barock, 18. Jahrhundert) (jetzt St. Kyrill und Methodiu, orthodox)
  • ehem. St. Annakirche (gotisch, 15. Jahrhundert) (jetzt Wohnhaus)
  • St. Martinkirche (frĂŒhgotisch, 13. Jahrhundert) (kath.)
  • St.-Petrus-und-Paulus-Kirche (gotisch, 15. Jahrhundert) (kath.)
  • Zweigeschossige Stiftskirche z. Hl. Kreuz u. St. BartholomĂ€us (13.-14. Jahrhundert), erbaut vermutlich durch die BauhĂŒtte des Meisters Wiland (katholisch, untere Kirche ehemals ukrainisch-uniert)

Altstadt um den Ring (Stare Miasto)

Die gotische Dorotheenkirche Die evangelische Christophorikirche Die gotische St.-Matthias-Kirche

Ohlauer und Schweidnitzer Vorstadt (Przedmieƛcie OƂawskie i ƚwidnickie)

  • Ehemaliges Kaufhaus Wertheim (nach dem Zweiten Weltkrieg PDT, jetzt Renoma) – Warenhaus, von Prof. Hermann Dernburg, 1929 errichtet am Tauentzienplatz, jetzt Tadeusz-Koƛciuszko-Platz.
  • Ehemalige Strafanstalt am Schweidnitzer Stadtgraben (poln. Podwale), Romantik, Schinkelschule, TĂŒrme von König Friedrich Wilhelm IV. entworfen
  • PrĂ€chtige Patriziervillen am Ohlauer Stadtgraben (poln. Podwale)
  • Hauptbahnhof an der Gartenstraße (um 1850, Romantik, Wilhelm Grapow, Schinkelschule)
  • Freiburger Bahnhof am Berliner Platz (poln. Plac Orląt Lwowskich)

SĂŒdliche Außenviertel (Krzyki)

Richtung Osten (ƚródmieƛcie/Psie Pole)

Wroclaw Multimedia-Brunnen bei der Jahrhunderthalle Most Grunwaldzki (KaiserbrĂŒcke) Breslauer Oper Breslauer Puppentheater

  • KaiserbrĂŒcke (poln. Most Grunwaldzki, HĂ€ngebrĂŒcke, 1908–1910 von Richard PlĂŒddemann, Alfred von Scholtz und Karl Klimm erbaut)
  • Kaiserstraße (poln. Plac Grunwaldzki), zwischen der KaiserbrĂŒcke und der FĂŒrstenbrĂŒcke. Ein ganzes Stadtviertel (Scheitnig) wurde Anfang 1945 auf Befehl des NSDAP-Gauleiters Karl Hanke dem Erdboden gleichgemacht, um ein Flugfeld zu schaffen, ĂŒber das die eingeschlossene Stadt aus der Luft versorgt werden sollte. Auf dem Flugfeld landete jedoch aufgrund des völligen Zusammenbruchs der deutschen Luftwaffe nur ein einziges Flugzeug kurz vor Kriegsende, das eine neue Uniform fĂŒr Hanke mitbrachte.
    • Siedlung Kaiserstraße (poln.Osiedle Grunwaldzkie), HochhĂ€user um 1968 von Jadwiga Grabowska-Hawrylak
    • GebĂ€ude der Technischen UniversitĂ€t Breslau
  • Jahrhunderthalle (poln. Hala Stulecia), errichtet 1913 von Max Berg und GĂŒnther Trauer zum 100-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Befreiungskriege, erster Stahlbetonbau Deutschlands in diesen Ausmaßen. Seit 2006 UNESCO-Weltkulturerbe.
  • AusstellungsgebĂ€ude der Jahrhundertausstellung (sog. Vier-Kuppel-Bau), errichtet 1913 von Prof. Hans Poelzig
  • Scheitniger Park (poln. Park Szczytnicki) (19. Jahrhundert, romantisch)
  • WUWA-Siedlung, HĂ€user der Werkbundausstellung in 1929, u. a. Turmhaus von Adolf Rading und Ledigen-Wohnheim von Hans Scharoun
  • einige Kilometer von der Innenstadt entfernt der 1865 gegrĂŒndete Breslauer Zoo

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Breslau hat mehr als 20 Museen, einige Theater, eine Oper, eine Operette sowie eine Philharmonie, ein Musikforum und ein Puppentheater.

Jedes Jahr gibt es eine Reihe von Festivals:

  • Februar: Festival der modernen klassischen polnischen Musik findet seit 1962 statt
  • FrĂŒhling:
    • Festival des guten Bieres (Mai)
    • Jazz-Festival „Jazz on the Odra“ – „Jazz nad Odrą“ (seit 1964)
    • Port WrocƂaw Literature Festival (seit 10 Jahren)
    • KAN Festival des alternativen und unabhĂ€ngigen Kinos (seit 1999)
    • International Media Art Biennale WRO
  • Sommer: Festival fĂŒr Orgel und Kammermusik
  • Juni/Juli:
    • Nowe Horyzonty – Filmfestival
    • WrocƂawNonStop Festival mit alternativer Musik, Kunst und Theater
    • Buskerbus, ein internationales Straßentheater-Festival
  • August: Gitarren-Festival
  • September: Das weltweit bekannte Wratislavia Cantans - Festspiel (seit 1966)
  • Oktober: Dialog Festival, ein internationales Theaterfestival
  • November:
    • WrocƂawskie Spotkania TeatrĂłw Jednego Aktora – Theaterfestspiel mit AuffĂŒhrungen jeweils nur eines Schauspielers
    • WrocƂaw Industrial Festival
  • Unterschiedliche Zeitpunkte: OFFensiva – Internationales Film Festival

Nachtleben

Mit 141.000 Studenten der verschiedenen staatlichen und privaten Hochschulen ist Breslau nachts eine lebendige Stadt. Die meisten Kneipen und Clubs befinden sich in der Gegend um den alten Marktplatz im Zentrum der Stadt, dessen Mittelpunkt das Rathaus darstellt, auch Ring genannt (Rynek, pl. fĂŒr Marktplatz). Gut besucht sind zum Beispiel der Daytona Music Club und das Studio 54. FĂŒnf Minuten vom Marktplatz in der PasaĆŒ Niepolda („Niepold-Passage“) gibt es etwa ein Dutzend Kneipen und Pubs, unter anderem die Studentenbar Niebo („Himmel“), den Celtic Pub, den Techno-Club Metropolis sowie die Clubs Droga do Mekki („Weg nach Mekka“) und Bezsennoƛć („Schlaflosigkeit“). In der Ulica ƚwiętego Mikolaja (St.-Nikolaus-Straße) gibt es das Cafe Maniana, in der Ulica Kazimierza Wielkiego die Chill-Out Bar. Zu den alternativen Bars gehören das Ɓykend („weekend“, ul. Podwale), das Havana (Ul. Kolejowa) und der Club PRL (am Marktplatz). Das Rura („Röhre“) ist ein Jazz-Club auf der Ul. Ɓazienna nahe dem Marktplatz mit Live-Konzerten. ErwĂ€hnenswert ist auch der Club WZ, wo neben dem normalen Diskobetrieb hĂ€ufig Veranstaltungen mit bekannten KĂŒnstlern stattfinden.

Sport

Die Radrennbahn Breslau-GrĂŒneiche (1913) Breslau war zweimal Austragungsort fĂŒr das Deutsche Turnfest: Das fĂŒr 1878 hier geplante V. Turnfest war ausgefallen aufgrund des Attentats auf den Kaiser, so dass schließlich vom 21. bis 25. Juli 1894 das VIII. Allgemeine Deutsche Turnfest stattfand. Vom 26. bis 31. Juli 1938 konnte wĂ€hrend des Deutschen Turn- und Sportfestes, welches das 16. Deutsche Turnfest in Folge war, auch die Jahrhunderthalle genutzt werden.

Von 1886 bis 1935 besaß Breslau eine Radrennbahn, auf der mehrfach deutsche Meisterschaften sowie im Jahre 1911 die Steher-Europameisterschaft stattfand.[22]

Fußball in Breslau vor 1945

→ Hauptartikel: Fußball in Breslau

Der erfolgreichste Breslauer Verein war der 1919 gegrĂŒndete Vereinigte Breslauer Sportfreunde. Er spielte in der obersten sĂŒdostdeutschen Fußballliga und nahm siebenmal an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil. Daneben existierten noch in Breslau die folgenden Fußballvereine: der VfR 1897, der SC Schlesien, der VfB 1898, der Breslauer SC 08, der Breslauer SpVg 02, der SC Germania 1904, der Breslauer FV 06, der SC Hertha, der SC VorwĂ€rts, der 1. FC, der Minerva 1909, der SC Preußen, der Union Wacker 08, der SC Alemannia 09, der Breslauer SpVgg Komet 05, der SV Stern, der FV Rapid, der SC Sturm 1916 Brockau, der SC Minerva-Rasenfreunde 09, der SC Hundsfeld, der SV Strassenbahn, der FC Eintracht 07, der SC Deutsch Lissa und der LSV Immelmann[23]

Fußball in Breslau nach 1945

Stadion Miejski

ƚląsk WrocƂaw

Breslau besitzt einige Sportvereine. Der bekannteste Fußballverein ist ƚląsk WrocƂaw (Schlesien Breslau), der in der polnischen Ekstraklasa spielt. 1977 und 2012 wurde der Verein polnischer Meister. Es gibt noch viele andere Fußballvereine, die in niedrigeren Spielklassen spielen (ƚlęza WrocƂaw, Polonia WrocƂaw, Piast Ć»erniki, Polar WrocƂaw-Zawidawie, Wratislavia WrocƂaw).

Breslau ist eine der vier polnischen StĂ€dte, in denen die Fußball-Europameisterschaft 2012 ausgetragen wurde. FĂŒr diesen Zweck wurde das Stadion Miejski gebaut, das im September 2011 eröffnet wurde. In Breslau wurden drei Vorrundenspiele ausgetragen.[24]

Andere Sportarten

ƚląsk WrocƂaw hat auch eine Basketballabteilung und Handballabteilung. DarĂŒber hinaus gibt es Volleyballmannschaften und einen Speedway-Klub, der den Namen Sparta WrocƂaw trĂ€gt und auf dem ehemaligen Olympiastadion seine Rennen austrĂ€gt.[25]

Im Jahr 2017 wird die Stadt Gastgeber der World Games Wettbewerbe.

Seit 1983 findet der Breslau-Marathon statt, der mittlerweile einer der grĂ¶ĂŸten in Polen ist.

Wirtschaft und Infrastruktur

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Breslau das ElektrizitĂ€tswerk Schlesien gegrĂŒndet.[26]

Breslau etabliert sich seit den 1990er-Jahren als ĂŒberregionales Wirtschaftszentrum im DreilĂ€ndereck Polen, Deutschland und Tschechien. Die Stadt wirbt aktiv um in- und auslĂ€ndische Investoren als Innovationszentrum Polens, zum Beispiel mit der Futurallia-Messe, einer Konferenz fĂŒr internationale Wirtschaftsentwicklung.[27]

AnsÀssige Unternehmen

In den Jahren um die Jahrtausendwende und danach haben sich zahlreiche auslĂ€ndische Investoren in Breslau niedergelassen. Nahe der Autostrada 4 haben Unternehmen wie Cadbury Schweppes, IKEA, Auchan, Carrefour, Tesco, Toshiba, Makro Cash & Carry, Castorama und Cargill Niederlassungen eröffnet. Die Firma Bosch beschĂ€ftigt ungefĂ€hr 700 Mitarbeiter in Mirkow nordöstlich am Rande der Stadt, und Toyota hat in der Nachbargemeinde Jelcz-Laskowice eine Motorenfabrik errichtet. Google, Siemens und SAP Polska haben Niederlassungen in Breslau. 2006 eröffnete die GE Money Bank Deutschland, Österreich und Schweiz ein gemeinsames deutschsprachiges Service-Center mit ĂŒber 100 Angestellten fĂŒr die jeweiligen LĂ€nder. Auch die Credit Suisse hat ein Service Center in Wroclaw. Das koreanische Elektronikunternehmen LG Electronics hat bis 2007 rund 400 Millionen ZƂoty in eine Fabrik zur Produktion von Fernsehern und KĂŒhlschrĂ€nken investiert und damit etwa 12.500 ArbeitsplĂ€tze geschaffen.

Andere auslÀndische Investoren wie Volvo, 3M, Whirlpool oder Bombardier sind Partnerschaften mit lokalen Firmen eingegangen.

Die Stadt wird zunehmend auch zu einem Hochtechnologiezentrum. Zahlreiche IT-, Biotechnologie- und Pharmaunternehmen haben sich in dem von der Stadt errichteten Technologiepark angesiedelt.

Geplantes Straßennetz in Breslau

Straßenverkehr

Breslau ist ĂŒber die Autobahn A4 im Osten mit dem oberschlesischen Industriegebiet, Krakau und ĂŒberregional mit der Ukraine verbunden und im Westen mit Dresden. Die Autobahn Richtung Dresden mit GrenzĂŒbergang Ludwigsdorf – Jędrzychowice. Über die Autobahn A18 ist Berlin zu erreichen ĂŒber die Grenze Olszyna (Woiwodschaft Lebus) – Forst.

ZusĂ€tzlich verfĂŒgt die Stadt seit dem August 2011 ĂŒber die sog. Autobahnumfahrung (Autostradowa Obwodnica WrocƂawia), die den Fernverkehr außerhalb des Stadtzentrums halten und somit fĂŒr weniger Staus im Stadtzentrum sorgen soll.[28] SĂŒdwestlich der Stadt wurde das Autobahnknoten WrocƂaw-PoƂudnie fertiggestellt, das eines der grĂ¶ĂŸten Autobahnknoten Polens darstellt und eine Verbindung zwischen Autobahn A4, der Autobahn A8 und der Schnellstraße S8 ermöglicht. Die wichtigste innerstĂ€dtischen Verkehrsstraßen sind der sogenannte Innenstadtring (Obwodnica ƚrĂłdmiejska WrocƂawia) und die Ost-West-Straße. Im Bau befindet sich die östliche Ringstraße (Wschodnia Obwodnica WrocƂawia).

Eisenbahn

Hauptbahnhof Die Stadt ist mit der Bahn ĂŒber ihren Hauptbahnhof (WrocƂaw GƂówny) ohne Umsteigen mit Warschau (ĂŒber Posen oder ĂŒber ƁódĆș), Stettin, Berlin, Dresden, Kiew und Prag verbunden.

Flugverkehr

Seit dem EU-Beitritt Polens fliegen immer mehr internationale Fluggesellschaften den Breslauer Kopernikus-Flughafen an, unter anderem die Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizzair sowie seit dem 31. MĂ€rz 2008 auch die Deutsche Lufthansa. Auch nationale Fluggesellschaften, wie Polskie Linie Lotnicze LOT und die Regionalflieger der euroLOT steuern den Flughafen an.

Öffentlicher Verkehr

In Breslau verkehren Straßenbahnen (Tram) sowie Busse. Die erste Pferdebahn verkehrte 1877, die Elektrifizierung fand 1893 statt. Seit 1945 bildet MPK (Miejskie Przedsiębiorstwo Komunikacyjne) die StĂ€dtischen Verkehrsbetriebe. Es gibt 24 Tramlinien (alle Tageslinien) sowie insgesamt 72 Buslinien. Davon sind 51 Tageslinien und 13 Nachtlinien. Die restlichen Linien sind nicht immer im Einsatz .[29] In Breslau verkehren grundsĂ€tzlich die polnischen Trams der Typen 105na von Konstal, auch modernisierte Versionen des 105na, die als 105NWr bezeichnet werden sowie als 204WrAs und 205WrAs bezeichnete Straßenbahntypen der Breslauer Straßenbahnfabrik „Protram“. Die neueste Tram Breslaus ist die Ć koda 16T und 19T.[30] Bei den Bussen sind die Marken Solaris, Ikarus, Jelcz, Volvo und Mercedes-Benz anzutreffen.

Bildung

UniversitÀt Breslau In Breslau befinden sich elf Hochschulen:

Außerdem gibt es etwa 15 andere weiterfĂŒhrenden Schulen und sehr viele Sprachschulen. Zum Ende des Jahres 2006 gab es insgesamt 141.388 eingeschriebene Studenten an den Hochschulen.

Weitere Gymnasien im 19. Jahrhundert waren das Friedrichgymnasium, das Realgymnasium am Zwinger, das Heilig-Geist-Gymnasium (Breslau) und das ehemalige Jesuitengymnasium St. Matthias-Gymnasium.

Klima

Breslau
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
28
 
1
-5
 
 
25
 
3
-4
 
 
25
 
8
-1
 
 
38
 
14
3
 
 
62
 
19
7
 
 
80
 
22
11
 
 
84
 
23
12
 
 
80
 
23
12
 
 
48
 
19
9
 
 
40
 
14
5
 
 
39
 
7
1
 
 
34
 
3
-3
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr Breslau
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,3 3,2 7,9 13,6 18,8 22,0 23,4 23,2 19,3 14,1 7,4 3,0 Ø 13,1
Min. Temperatur (°C) -5,3 -4,0 -0,9 2,8 7,1 10,7 12,0 11,6 8,7 4,6 0,6 -3,1 Ø 3,8
Niederschlag (mm) 28 25 25 38 62 80 84 80 48 40 39 34 ÎŁ 583
Sonnenstunden (h/d) 1,5 2,5 3,9 4,8 7,3 7,7 7,1 7,0 6,0 3,7 1,8 1,3 Ø 4,6
Regentage (d) 8 7 7 8 9 9 10 10 7 8 8 8 ÎŁ 99
Luftfeuchtigkeit (%) 85 84 78 74 72 74 74 75 79 83 87 87 Ø 79,3
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,3
-5,3
3,2
-4,0
7,9
-0,9
13,6
2,8
18,8
7,1
22,0
10,7
23,4
12,0
23,2
11,6
19,3
8,7
14,1
4,6
7,4
0,6
3,0
-3,1
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
28 <div title="Januar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 25 <div title="Februar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 25 <div title="MĂ€rz" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 38 <div title="April" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 62 <div title="Mai" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 80 <div title="Juni" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 84 <div title="Juli" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 80 <div title="August" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 48 <div title="September" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 40 <div title="Oktober" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 39 <div title="November" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 34 <div title="Dezember" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div>
  Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Persönlichkeiten

Gedenktafel fĂŒr Edith Stein Breslau war ein Ort des Lebens zahlreicher bekannter Persönlichkeiten wie BartholomĂ€us Stein, Angelus Silesius, Daniel Speer, Adolf Anderssen, Dietrich Bonhoeffer, Peter Hacks, Ferdinand Lassalle, Peter Lustig, Adolph Menzel, Manfred von Richthofen (Der Rote Baron), Edith Stein und des Preußischen Kanzlers Ernst Gottlob Morgenbesser. Zehn NobelpreistrĂ€ger wurden in Breslau geboren oder wirkten in der Stadt.

Unter Liste Breslauer Persönlichkeiten findet sich eine Übersicht von Personen, die mit Breslau in Verbindung stehen.

Verweise

Siehe auch

 Wiktionary: Breslau â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Verfilmungen

Literatur

Bibliographien
Wissenschaftliche und literarische Werke
  • Ludwig Burgemeister und GĂŒnter Grundmann (Hrsg.): Die KunstdenkmĂ€ler der Stadt Breslau. 3 BĂ€nde. Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1930–1938 (Digitalisate: Band 1, Band 2, Band 3).
  • Straßenverzeichnis von Breslau und den eingemeindeten Vororten mit Angabe der Zustellpostanstalten. Oberpostdirektion, Breslau 1932 (Digitalisat).
  • Traud Gravenhorst: Schlesien – Erlebnisse eines Landes. Korn, Breslau 1938 (Neuausgabe: Bergstadtverlag Korn, MĂŒnchen 1952).
  • Hugo Hartung (Schriftsteller): Der Himmel war unten. Bergstadtverlag Korn, MĂŒnchen 1951 (Roman).
  • WƂadysƂaw Jan Grabski: Dwieƛcie miast wrĂłciƂo do Polski. PoznaƄ 1948.
  • WƂadysƂaw Jan Grabski: Trzysta miast wrĂłciƂo do Polski. Informator historyczny 960–1960. Pax, Warszawa 1960.
  • Paul Peikert: Festung Breslau in den Berichten eines Pfarrers. 22. Januar bis 6. Mai 1945. Berlin, VOB Union-Verlag 1966 (Neuausgabe: WrocƂaw 2000).
  • Klaus Ullmann: Schlesien-Lexikon. FĂŒr alle, die Schlesien lieben. 6. verbesserte Auflage, Kraft, WĂŒrzburg 1992, ISBN 3-8083-1168-1.
  • Manfred Raether (Hrsg.): 150 Jahre Schlesische Zeitung (1742–1892); e-Buch-Neuausgabe des 1892 erschienenen JubilĂ€umsbuches der ĂŒberregionalen Tageszeitung; Schöneck 2008.
  • Norman Davies, Roger Moorhouse: Die Blume Europas. Breslau – Wroclaw – Vratislavia. Die Geschichte einer mitteleuropĂ€ischen Stadt. Droemer Knaur, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-426-27259-8.
  • Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen StĂ€tten. Schlesien. 2. verbesserte und erweiterte Auflage, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-520-31602-1.
  • Hugo Weczerka: Stadtmappe Breslau - Deutscher StĂ€dteatlas. GSV GrĂ¶ĂŸchen StĂ€dteatlas, Altenbeken 1987, ISBN 3-89115-035-0.
  • MaƂgorzata Urlich: ReisefĂŒhrer durch Breslau. Wegweiser zu den wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten. Via Nova, WrocƂaw 2005, ISBN 83-88649-90-6.
  • Janusz Czerwinski, Mariola Malerek: Breslau und Umgebung. 5. ĂŒberarbeitete Auflage, Laumann, DĂŒlmen 2003, ISBN 3-89960-098-3 (ReisefĂŒhrer).
  • Horst Gleiss: Breslauer Apokalypse 1945, Dokumentarchronik vom Todeskampf und Untergang einer deutschen Stadt und Festung am Ende des Zweiten Weltkrieges unter besonderer BerĂŒcksichtigung der internationalen Presseforschung, persönlicher Erlebnisberichte von Augenzeugen und eigenen Tagebuchaufzeichnungen. 10 BĂ€nde (12183 Seiten), Naturia et Patria Verlag, Wedel 1986–1997.
  • Ernst Hornig: Breslau 1945. Erlebnisse in der eingeschlossenen Stadt. Bergstadtverlag Korn, WĂŒrzburg 1975, 2. Auflage: WĂŒrzburg 1986, ISBN 3-87057-063-6.
  • Gregor Thum: Die Fremde Stadt Breslau 1945. Siedler, Berlin 2003, ISBN 3-88680-795-9 (Frankfurt (Oder), Univ., Diss., 2002).
  • Till van Rahden, Juden und andere Breslauer: Die Beziehungen zwischen Juden, Protestanten und Katholiken in einer deutschen Großstadt von 1860 bis 1925. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-35732-X.
  • Marek Graszewicz und Marek Zybura: WrocƂaw liryczny – Lyrisches Breslau. Wirydarz, WrocƂaw 1997, ISBN 83-7155-005-7.
  • Maciej Ɓagiewski, WrocƂawscy Ć»ydzi: 1850–1944, Breslau 1994
  • Dagmar Nick: JĂŒdisches Wirken in Breslau. Eingeholte Erinnerung: Der alte Asch und die Bauers. Bergstadtverlag Korn, WĂŒrzburg 1998, ISBN 3-87057-219-1.
  • Encyklopedia WrocƂawia. Wydawnictwo Dolnoƛląskie, WrocƂaw.
  • Reinhard Leue: Meine schlesische Kindheit in Breslau. 26 persönliche RĂŒckblenden. Leipzig 2008, ISBN 978-3-86703-943-7
  • Gert KĂ€hler: Route der Moderne. Vom Weltkulturerbe Breslau zum Weltkulturerbe Dessau. WĂŒstenrot Stiftung (Hg.), JOVIS Verlag Berlin, ISBN 978-3-86859-008-1.
  • Schieb, Roswitha: Literarischer ReisefĂŒhrer Breslau. Sieben StadtspaziergĂ€nge. Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V., 2. Auflage, Potsdam 2009, ISBN 978-3-936168-46-4.
  • Mathias Marx, Roswitha Schieb und Karol Maliszewski: Breslau – WrocƂaw. Augenblicke einer Stadt. Miasto uchwycone w czasie. Zweisprachiger Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V., Potsdam 2003, ISBN 978-3-936168-03-7.
  • (1825) Friedrich Nösselt: Breslau und dessen Umgebungen: Beschreibung alles WissenswĂŒrdigsten fĂŒr Einheimische und Fremde. Breslau 1825. [1]
  • Deutschsprachige Publikationen ĂŒber WrocƂaw/Breslau (1990–2008) bei LitDok Ostmitteleuropa / Herder-Institut (Marburg)
  • Piotr KuroczyƄski: Die Medialisierung der Stadt. Analoge und digitale StadtfĂŒhrer zur Stadt Breslau nach 1945, transcript Verlag, Bielefeld, ISBN 978-3-8376-1805-1.

Weblinks

 Commons: Breslau â€“ Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Breslau â€“ ReisefĂŒhrer
 Wikisource: Breslau â€“ Quellen und Volltexte

Fußnoten

Referenz-Fehler: UngĂŒltige <references>-Verwendung: Es ist kein zusĂ€tzlicher Text erlaubt, verwende ausschließlich <references />.


Referenz-Fehler: Einzelnachweisfehler: „<ref>-Tags existieren, jedoch wurde kein <references />-Tag gefunden.“

Hinweis: Hierzu kann es auch kommen, wenn eine Referenz nicht korrekt geschlossen wurde – also ein </ref> oder der schließende SchrĂ€gstrich in einem Verweis auf eine benannte Referenz (<ref name="xxx" />) fehlt oder wenn der schließende SchrĂ€gstrich im Referenzblock (<references 
 />) fehlt.
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.