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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Neckar-Odenwald-Kreis | |
| Höhe: | 337 m ü. NN | |
| Fläche: | 138,99 km² | |
| Einwohner: |
18.276 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 131 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 74722 | |
| Vorwahlen: | 06281, 06286 (Hettigenbeuern), 06287 (Einbach, Waldhausen), 06292 (Eberstadt) | |
| Kfz-Kennzeichen: | MOS | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 25 014 | |
| LOCODE: | DE BUC | |
| NUTS: | DE127 | |
| Stadtgliederung: | 14 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Wimpinaplatz 3 74722 Buchen (Odenwald) | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Roland Burger | |
| Lage der Stadt Buchen (Odenwald) im Neckar-Odenwald-Kreis | ||
Buchen (Odenwald) ist eine Stadt im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Buchen liegt am Übergang zwischen dem südöstlichen Odenwald und dem Bauland auf 250 bis 500 m ü. NN, im Dreieck der Großstädte Mannheim, Würzburg und Heilbronn. Das Gemeindegebiet gehört dem Naturpark Neckartal-Odenwald und dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald an und wird vom Obergermanisch-raetischen Limes durchzogen.
Die Gemeinde Buchen (Odenwald) besteht aus den 14 Stadtteilen Bödigheim, Buchen-Stadt, Eberstadt, Einbach, Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuern, Hettingen, Hollerbach, Oberneudorf, Rinschheim, Stürzenhardt, Unterneudorf und Waldhausen. Die Stadtteile sind räumlich identisch mit den früheren Gemeinden gleichen Namens, mit Ausnahme des Stadtteils Buchen-Stadt erfolgt ihre offizielle Benennung in der Form „Buchen (Odenwald) - …“.[2]
Zum Stadtteil Bödigheim gehören die Höfe Faustenhof, Griechelternhöfe, Roßhof und Sechelseehöfe und das Haus Sägmühle. Zum Stadtteil Einbach gehöret das Gehöft Einbacher Mühle. Zum Stadtteil Hainstadt gehöret der Ort Bahnstation Hainstadt. Zum Stadtteil Unterneudorf gehöret das Haus Unterneudorfer Mühle. Zum Stadtteil Waldhausen gehöret das Gehöft Glashof.
Im Stadtteil Eberstadt liegen die Wüstungen Klarenhof und Reinstadt und im Stadtteil Götzingen die Wüstungen Rönningen und Buklingen.[3]
Buchen wurde im Lorscher Codex, dem Urkundenbuch des Klosters Lorsch, anlässlich mehrerer Güterschenkungen an das Kloster im Jahr 773 als Buchheim erstmals erwähnt. Der Ort war bereits in vorgeschichtlicher Zeit und während der Zeit der Römer besiedelt und stand zur Zeit der Karolinger unter dem Einfluss des Klosters Amorbach, dessen Vögte, die Herren von Dürn, die Gerichtsbarkeit und Vogteirechte an Buchen erlangten. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhielt der Ort die Stadtrechte verliehen. Beim Niedergang der Herren von Dürn wurde Buchen 1303/1309 an den Erzbischof von Mainz verkauft und verblieb dort 500 Jahre lang. 1346 bildete Buchen mit Amorbach, Aschaffenburg, Dieburg, Külsheim, Miltenberg, Seligenstadt, Tauberbischofsheim und Walldürn den Neunstädtebund.
1382 scheiterte Kurfürst Ruprecht I. beim Versuch, die Stadt während eines Streits mit Kurmainz zu brechen. Die wehrhafte mittelalterliche Stadtbefestigung wurde um 1490 nochmals verstärkt und umschloss nunmehr auch die westlich gelegene Vorstadt. Im Zuge der Stadterweiterung wurde 1492 der Wartturm auf dem Wartberg erhöht, und im selben Jahr entstand auch der so genannte Steinerne Bau als Sitz des kurmainzischen Amtmanns. Die Stadt hatte früh große Bedeutung als Marktstadt. Neben den vier großen Jahrmärkten (Fastnachtsmarkt, Maimarkt, Jakobimarkt und Martinimarkt) waren insbesondere die Garn-, Tuch- und Roßmärkte sowie der jeden Montag abgehaltene Wochenmarkt bekannt.
Im Bauernkrieg 1525 wurde Götz von Berlichingen im Hof des Steinernen Hauses (heute Museumshof) gegen seinen Willen zum Hauptmann des Bauernhaufens verpflichtet. Nach der Niederlage der Bauern wurde der Neunstädtebund von der Landesherrschaft faktisch aufgelöst, und Buchen verlor sein Selbstverwaltungsrecht.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort zunächst von den Schweden erobert. Diese mussten aber um 1634 kaiserlichen Truppen weichen. Zu dieser Zeit kam es zu einem Großbrand im Ort, dem 153 Häuser zum Opfer fielen. Kirche, Pfarrhaus, die Obermühle, der Hausener Hof und vermutlich auch die Burg wurden hierbei zerstört. Weitere Opfer waren durch Seuchen und Hungersnöte zu beklagen. Von 215 Bürgern und 16 Juden überstanden den Krieg nur 29 Bürger, 5 Witwen und 26 Häuser. Die Felder waren verödet. 1688 suchten französische Truppen die Stadt heim. Durch Blitzschlag kam es 1717 in der Kernstadt zu einem neuerlichen katastrophalen Stadtbrand, dem etwa die Hälfte der Gebäude zum Opfer fielen, darunter auch das alte Rathaus und der Dachstuhl der Kirche.
1803 wurde Buchen nach Auflösung des Kurfürstentums Mainz im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses dem durch Order von Napoleon umgesiedelten Fürstentum Leiningen zugeordnet, 1806 dann dem Großherzogtum Baden. 1815 wurden drei der Stadttürme abgerissen, lediglich der westliche Torturm (Mainzer Tor) blieb erhalten. Die Badische Revolution von 1848/49 fand auch in Buchen Unterstützung.
Bereits in kurmainzischer Zeit war Buchen Sitz eines Amtes. Diese Stellung als Verwaltungsmittelpunkt behielt die Stadt auch unter leiningscher und badischer Herrschaft. 1938 wurde aus dem Bezirksamt Buchen der Landkreis Buchen.
In der Reichspogromnacht 1938 wurden die Synagogen in Buchen und Bödigheim geschändet. Bei den folgenden Deportationen kamen von den 1933 in Buchen lebenden 34 Einwohnern jüdischen Glaubens mindestens 13 ums Leben. Der ehemalige Verbandsfriedhof in Bödigheim ist heute noch Zeuge des früheren jüdischen Gemeindelebens im näheren, stark katholisch geprägten Umkreis.
Im Rahmen der Kreisreform 1973 wurde der Landkreis Buchen aufgelöst und die Stadt in den neuen Neckar-Odenwald-Kreis eingegliedert. Am 1. Dezember 1971 wurde Stürzenhardt nach Buchen (Odenwald) eingemeindet, am 1. Dezember 1972 Unterneudorf, am 31. Dezember 1973 erfolgte die Eingemeindung der Gemeinden Bödigheim, Einbach, Oberneudorf und Waldhausen. Die heutige Stadt wurde am 1. Oktober 1974 durch Vereinigung der Stadt Buchen (Odenwald) und den Gemeinden Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuern, Hettingen und Rinschheim neu gebildet. Am 1. Januar 1975 erfolgte die Eingemeindungen von Eberstadt und Hollerbach.
1986 fanden in Buchen die Heimattage Baden-Württemberg statt.
Die Kommunalwahl 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 48,8 % (– 3,9) zu folgendem Ergebnis:[4]
| Partei | Stimmen | +/- | Sitze | +/- |
|---|---|---|---|---|
| CDU | 59,0 % | (− 5,0) | 18 | (– 3) |
| UBW | 24,6 % | (+ 2,8) | 7 | (± 0) |
| SPD | 16,4 % | (+ 2,2) | 4 | (± 0) |
Darüber hinaus bilden die Stadtteile 13 Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, wobei die Stadtteile Buchen-Stadt und Hollerbach zu einem Wohnbezirk zusammengefasst sind. Ausgenommen den Stadtteil Buchen-Stadt sind in allen Stadtteilen Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils einem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzendem eingerichtet.[5]
Seit Februar 2006 ist Roland Burger der Bürgermeister der Stadt Buchen. Zuvor (seit Februar 1991) war er Bürgermeister der Stadt Osterburken. Der frühere Bürgermeister Achim Brötel, wurde Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises.
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In silber auf grünem Dreiberg, auf dessen äußeren Kuppe je ein auswärts geneigter grüner Zweig, eine grüne Buche, deren Stamm beheftet mit einem gelehnten roten Schild, darin ein sechsspeichiges silbernes Rad.“
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Buchen hat als Mittelzentrum zwischen Neckar und Main eine Wirtschaftsstruktur aus Produktion, Handel, Handwerk und Dienstleistungen aufgebaut und in Gewerbegebieten angesiedelt.
Vor Ort ist das Kreiskrankenhaus Buchen und diverse Altenheime. In Buchen gab es eine der ersten Wohnanlagen bundesweit nach dem Modell des betreuten Wohnens.
Buchen ist über die Bundesautobahn 81, Ausfahrt Adelsheim/Osterburken, Landstraße (von Süden) oder Ausfahrt Tauberbischofsheim, Bundesstraße 27 (von Norden) her sowie über die A 6, Ausfahrt Sinsheim, B 292 und B 27 (von Südwesten) zu erreichen.
Der Bahnhof Buchen (Odenw) liegt an der Bahnstrecke Seckach-Miltenberg (KBS 709, auch Madonnenlandbahn genannt), die in Buchen Ost einen weiteren Haltepunkt hat und von der Westfrankenbahn betrieben wird. Den ÖPNV besorgen Busse im Verkehrsverbund Rhein-Neckar.
Der Flughafen Stuttgart und der Flughafen Frankfurt am Main sind jeweils etwa 100 km entfernt. Der nächste Landeplatz ist der Flugplatz Walldürn. Der nächstgelegene Binnenhafen ist Wertheim am Main.
In Buchen sitzt ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Mosbach gehört, und in Buchen-Hainstadt das Regionalbüro Odenwald-Tauber des Erzbistums Freiburg, zu dem die Dekanate Mosbach-Buchen und Tauberbischofsheim gehören.
In Buchen gibt es viele Schulen, zu denen täglich viele Schüler in die ehemalige Kreisstadt einpendeln. Buchen hat eine technische Berufsschule mit Gymnasium für die Fachrichtungen Technik, Informationstechnik und Technik und Management (Zentralgewerbeschule Buchen), ein allgemeinbildendes Gymnasium (Burghardt-Gymnasium Buchen), eine Fachschule für Sozialpädagogik, eine Hauswirtschaftsschule mit Sozialwissenschaftliches Gymnasium (Hauswirtschaftliche Schule Buchen), eine Realschule (Abt-Bessel-Realschule), eine Ganztags - Werkrealschule (Karl-Trunzer-Schule) sowie mehrere Haupt-, Grund- und Sonderschulen.
Die Fränkische Nachrichten und die Rhein-Neckar-Zeitung unterhalten Redaktionen in der Stadt.
In Buchen besteht ein Korrespondentenbüro des Südwestrundfunks und seit 1951 im Nordosten der Stadt an der Walldürner Straße eine Sendeanlage des Südwestrundfunks (Sender Buchen-Walldürn). Über diese Sendeanlage wurde bis 1993 das erste Programm des Südwestrundfunks auch auf der Mittelwellenfrequenz 1485 kHz verbreitet. Der Antennenträger, ein 60 Meter hoher abgespannter Stahlfachwerkmast, diente als fußpunktgespeister, selbststrahlender Sendemast und war gegen Erde isoliert. 1993 wurde der Mittelwellensendebetrieb eingestellt und die auf seiner Spitze befindliche UKW-Antennenanlage erweitert. Deshalb wurde er nicht nur aufgestockt, sondern auch in einer weiteren Ebene abgespannt. Da nicht vorgesehen war, den Mittelwellensendebetrieb wieder aufzunehmen, wurden die Abspannseile der obersten Ebene nicht mit Isolatoren versehen.
Abgestrahlte Frequenzen:
| Sendefrequenz | Programm | ERP |
|---|---|---|
| 91,9 MHz | SWR1 | 100 W |
| 94,1 MHz | SWR3 | 50 W |
| 97,1 MHz | SWR2 | 100 W |
| 100,6 MHz | DasDing | 100 W |
| 107,5 MHz | SWR4 | 25 kW |
Das Kreiskrankenhaus Buchen ist regionale Versorgungseinrichtung. Eine Rettungswache des DRK Kreisverband Buchen mit Notarztstandort stellt die notfallmedizinische Versorgung sicher. Die Stadt hat eine große Feuerwache, in der die Freiwillige Feuerwehr Buchen untergebracht ist, die als Stützpunktfeuerwehr auch oft zur Überlandhilfe ausrückt.
Buchen liegt an der Siegfriedstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.
Die ein bis zwei Millionen Jahre alte und 600 Meter lange Eberstadter Tropfsteinhöhle liegt etwa 5 km südsüdöstlich der Stadtmitte. Sie wird seit 1973 als Schauhöhle touristisch genutzt und ist Teil des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. In ihr gibt es reichen Tropfsteinschmuck, sehr schlanke wie sehr gedrungen-kegelige Bodentropfsteine, Sinterfahnen, Sinterterrassen und Kristalle. Da die Höhle nach der Entdeckung sofort verschlossen wurde und Führungen von Beginn an bei elektrischem Licht stattfanden, sind die Tropfsteine noch überwiegend kalkweiß, während bei den meisten älteren deutschen Schauhöhlen die frühere Beleuchtung mit Kerzen und Fackeln die Tropfsteine eingeschwärzt hat.
Die Stadt und ihre Gemeinden haben ein reges Vereinsleben, das über eine Datenbank abzufragen ist (siehe Weblinks).
Adelsheim | Aglasterhausen | Billigheim | Binau | Buchen (Odenwald) | Elztal | Fahrenbach | Hardheim | Haßmersheim | Höpfingen | Hüffenhardt | Limbach | Mosbach | Mudau | Neckargerach | Neckarzimmern | Neunkirchen | Obrigheim | Osterburken | Ravenstein | Rosenberg | Schefflenz | Schwarzach | Seckach | Waldbrunn | Walldürn | Zwingenberg