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Budd Dwyer

Robert Budd Dwyer (* 21. November 1939 in Saint Charles, Missouri; † 22. Januar 1987 in Harrisburg, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Politiker. Bekannt wurde er durch seinen Suizid vor laufenden Kameras in einer selbsteinberufenen Pressekonferenz.

Dwyer besuchte das Allegheny College in Meadville. Von 1965 bis 1970 war Dwyer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Pennsylvania, von 1970 bis 1980 hatte der Republikaner einen Sitz im Senat von Pennsylvania inne.

Dwyer war als Leiter der Finanzbehörde Pennsylvanias (State Treasurer) tätig, als er wegen Schmiergeldannahme, Postbetrug, Verschwörung und Meineid verurteilt wurde. Ihm drohten bis zu 55 Jahre Gefängnis.

Für den Morgen des 22. Januar 1987, einen Tag vor der Urteilsverkündung, berief er eine Pressekonferenz ein. In deren Verlauf schoss er sich vor den laufenden Kameras der Fernsehstationen mit einer .357 Magnum in den Mund. Später stellte sich heraus, dass er unschuldig war. Die anklagende Staatsanwaltschaft hatte einen Mitangeklagten durch Androhung der Strafverfolgung gegenüber dessen Ehefrau zur Falschaussage über die angebliche Mitwirkung Dwyers genötigt.[1]

Kopien der Aufnahme des Suizids sind unter anderem auf dem Videoportal LiveLeak und in Michael Moores Dokumentation Bowling for Columbine zu sehen.

2010 erschien der Dokumentarfilm „Honest Man: The Life of R. Budd Dwyer“ des Regisseurs James Dirschberger, der sich mit dem Ereignis auseinandersetzt.

Einzelnachweise

  1. Selbstmord vor laufenden Kameras. In: einestages vom 20. Januar 2012

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