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Buddenbrooks (1959)

Dieser Artikel behandelt die Romanverfilmung von 1959; weitere Verfilmungen sind unter Buddenbrooks (Begriffsklärung) aufgeführt.
Filmdaten
OriginaltitelBuddenbrooks
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1959
LängeErster Teil: 99 Minuten
Zweiter Teil: 107 Minuten
AltersfreigabeFSK 12 (beide Teile)
Stab
RegieAlfred Weidenmann
DrehbuchHarald Braun
Jacob Geis
Erika Mann
ProduktionHans Abich
Eberhard Krause
MusikWerner Eisbrenner
KameraFriedl Behn-Grund
SchnittCaspar van den Berg
Besetzung

Buddenbrooks ist ein zweiteiliger deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1959. Als literarische Vorlage diente der gleichnamige Roman von Thomas Mann.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Erster Teil

Die Buddenbrooks sind eine angesehene und wohlhabende Kaufmannsfamilie aus Lübeck. Tochter Antonie (genannt “Tony”) macht sich über ihren biederen Verehrer, den mit der Familie Buddenbrook befreundeten Geschäftsmann Bendix Grünlich, lustig, während Sohn Christian seinen Vater, Konsul Jean Buddenbrook, mit Negativschlagzeilen wegen seiner Verehrung für eine Theaterschauspielerin brüskiert und daher zu einem Auslandsaufenthalt zu Jean Buddenbrooks englischem Geschäftsfreund geschickt wird. Sohn Thomas wiederum pflegt eine heimliche Beziehung zur Blumenverkäuferin Anna.

Als Bendix Antonie einen Heiratsantrag macht, flieht diese verzweifelt in einen Urlaubsaufenthalt bei der befreundeten Familie Schwarzkopf. Dort lernt sie den adretten Morten Schwarzkopf kennen, beide verlieben sich. Doch Grünlich spürt sie auf, Vater Buddenbrook legt Antonie nahe, standesgemäß seinen Freund Grünlich zu heiraten, was sie schließlich widerstrebend tut.

Zu dieser Zeit muss die Familie Buddenbrook mit den Wirren der Revolution von 1848 fertig werden. Jean Buddenbrook wird von dem Steinwurf eines Revolutionärs tödlich verletzt. Thomas übernimmt das Familienunternehmen und sieht sich gezwungen, sich der Familienehre wegen von Anna zu trennen. Thomas Buddenbrook erweitert das Familienunternehmen und nimmt Christian nach dessen Rückkehr aus England in die Firmenleitung auf.

Es kommt zu ersten Schwierigkeiten: Bruder Christian rechnet private Rechnungen über die Firma ab, Grünlich steht kurz vor dem Bankrott. Thomas verweigert Grünlich seine Hilfe, Bendix' Hauptgläubiger wirft Thomas vor, sein Vater sei mit der Auswahl von Bendix als Schwiegersohn zu unvorsichtig gewesen.

Während Antonies Ehe mit Bendix zerbricht, heiratet Thomas die Kaufmannstochter Gerda Arnoldsen.

Zweiter Teil

Stolz trägt Thomas Buddenbrook die Geburt des Sohnes Justus Johann Kaspar (genannt “Hanno”) in die Familienchronik ein. Auch Antonie ist glücklich, als sie den Münchner Hopfenhändler Alois Permaneder kennenlernt; beide heiraten. Christian hingegen erfährt von seiner Mutter Ablehnung, als er ihr von seiner Liasion mit der Theaterschauspielerin Aline Puvogel berichtet. Dennoch verlobt er sich mit Aline.

Währenddessen ist das Eheleben von Antonie und Alois getrübt, da dieser zu sehr dem Alkohol zuspricht und anderen Frauen nachstellt. Im Streit wirft Alois seiner Frau ein „verworfenes“ Wort an den Kopf. Da Alois sich zudem zur Ruhe setzt, um von den Zinsen seiner Mitgift zu leben, bleiben Thomas' Bemühungen, Antonie von einer weiteren Scheidung und damit einem Skandal abzuhalten, ohne Erfolg. Nach dem Tod seiner Schwester Clara muss Thomas erbost feststellen, dass seine Mutter Elisabeth Claras Erbe an deren Gatten Tiburtius ausbezahlt hat und der Firma somit wichtige Geldmittel fehlen.

Nach dem Tod von Mutter Elisabeth sieht Christian die Gelegenheit gekommen, seine Geliebte Aline zu heiraten. Auf dem hundertsten Jahrestag der Firma erhält Thomas die freudige Nachricht, dass er Senator werden soll. Zugleich erhält Thomas die Nachricht, dass ein Getreidegeschäft, zu dem ihn Antonie überredet hat, fehlgeschlagen ist, nachdem die Ernte durch Hagel vernichtet wurde.

Während in der Stadt eine Typhusepidemie grassiert, schreibt Thomas sein Testament. Wenig später erkrankt auch sein Sohn an der Krankheit und stirbt. Aline lässt den exzentrisch gewordenen Christian in die Psychiatrie einweisen. Kurz vor seiner Vereidigung als Senator fühlt sich Thomas unwohl und bricht trotz Zahnarztbesuch während der Vereidigung tot zusammen.

Auszeichnungen

1959 wurde der Film beim Deutschen Filmpreis prämiert: Eine Auszeichnung ging an Hanns Lothar als Bester Nebendarsteller, eine weitere ging an Robert Herlth für das Beste Szenenbild.

Kritiken

„Achtbare Einzelleistungen im vorbereitenden ersten wie im handlungsreicheren zweiten Teil können nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Film der Vorlage nie gerecht wird; als Kinounterhaltung dennoch durchaus beachtlich.“

Lexikon des Internationalen Films [1]

„Thomas Manns Panorama vom Niedergang einer Epoche konnte freilich nur stark verknappt wiedergegeben werden − das Szenaristenteam entschied sich für eine Entwicklungsskizze des Buddenbrookschen Privatlebens. Daß die Verfilmung dennoch atmosphärisch dicht die hanseatische Patrizierwelt bebildert, liegt nicht zuletzt an den hervorragenden Bauten Robert Herlths, der dafür mit einem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde.“

Reclams Lexikon des deutschen Films, 1995

Literatur

Weblinks

Einzelnachweis

  1. Lexikon des Internationalen Films - Buddenbrooks
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