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Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler

Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler
Logo:
Bffs logo.png
Geschäftsstelle: Einemstraße 11, D-10787 Berlin
Gründungsjahr: 2006
Vorstand: Julia Beerhold
Michael Brandner (Vorsitzender)
Martin May
Hans-Werner Meyer (stv. Vorstandsvorsitzender)
Antoine Monot, Jr. (stv. Vorstandsvorsitzender)
Heinrich Schafmeister (Schatzmeister)
Thomas Schmuckert
Anschrift: Bundesverband der
Film- und Fernsehschauspieler e. V.
Einemstraße 11
10787 Berlin
Website: http://www.bffs.de

Der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler e. V. (BFFS) ist der größte deutsche Berufsverband Film- und Fernsehindustrie.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im April 2006 wurde der Verband auf Anregung der Schauspielersektion der Deutschen Filmakademie gegründet. Nach eigenen Angaben wurde damit eine Lücke geschlossen, die seit langem klaffte. Andere Berufsgruppen in der Film- und Fernsehindustrie sind bereits in entsprechenden Verbänden organisiert.

Zu den Initiatoren gehörten die Schauspieler Michael Brandner, Oliver Broumis, Herbert Knaup, Jasmin Zamora, Antje Schmidt, Matthias Brandt, Barbara Rudnik († 2009) und Hans-Werner Meyer.

2010 protestierte der BFFS gegen die Abschaffung von Kategorien für Einzelleistungen für fiktionale Formate bei der Reform des Deutschen Fernsehpreises.[1] Der Verband initiierte den Deutschen Schauspielerpreis, der von Schauspielern an Kollegen vergeben wird. Am 12. Februar 2012 fand während der Berlinale 2012 die erste Verleihung statt.[2][3]

Ziele des Verbands

Der Zweck des Vereins ist Wahrung, Pflege und Förderung der wirtschaftlichen, sozialen, beruflichen und kulturellen Interessen der in Deutschland tätigen Schauspieler im Bereich Film und Fernsehen.

Dabei sieht er in Lobbyarbeit und der Vertretung gegenüber der Politik, Fernsehsendern und anderen Verbänden seine Hauptaufgabe. Seit seiner Gründung im April 2006 stellt der Bundesverband mit über 1.000 Mitgliedern heute den größten Interessenverband der nationalen Film- und Fernsehindustrie.

Hauptanliegen ist eine erfolgreiche und im internationalen Kontext konkurrenzfähige Film- und Fernsehindustrie mit transparenten und fairen Regeln für alle Beteiligten. In dem Bewusstsein, dass Schauspieler Rückgrat und Gesicht einer kleinen aber wichtigen Branche mit hohem Zukunftspotential sind, pflegt der Bundesverband eine enge Vernetzung mit Politik, Sendern, Produktionsgesellschaften und anderen Filmverbänden.

Zu den Zielen des BFFS zählen die Schaffung fairer Arbeitsbedingungen und verlässlicher sozialer Standards, sowie die Förderung, Ermöglichung und der Schutz künstlerischer Qualität in Ausbildung und Produktion.

„[…] es geht für uns in erster Linie um die Klarstellung unserer arbeits- und sozialrechtlichen Lage. Will meinen, sind wir unständig Beschäftigte oder nicht, haben wir Anspruch auf Versicherungszeiträume wie die Schweizer oder die Franzosen, ist unser Rentenanspruch der Tatsache anzurechnen, dass wir immer Höchstsätze zahlen aber Mindestsätze kriegen, muss die Arbeitslosenmeldung und unsere Betreuung durch die Agentur für Arbeit so ablaufen, wie es im Moment der Fall ist, sollten wir nicht besser die Selbstständigkeit anstreben und unsere Rente grundsätzlich selber zahlen, ist die Künstlersozialkasse gut für uns, wie kriegen wir einen günstigen Unfallschutz, eigene Verträge, die wir den Produktionen vorlegen und wie schaffen wir es, in der Öffentlichkeit ein seriöses und realistisches Bild der Berufsgruppe zu installieren, dass uns als Kulturträger ausweist und von Achtung geprägt ist statt von Häme über Großverdiener ohne Charakter, wie schaffen wir es, einen Dachverband der Filmwirtschaft hinzubekommen, in dem jeder organisiert ist und in dem alle miteinander reden und wie bringen wir die Politiker dazu, gute Produktionsbedingungen in der Film- und Fernsehbranche als unverzichtbare Voraussetzung für die kulturelle Gesundheit anzusehen.“

Heinrich Schafmeister (Vorstands-Mitglied des BFFS)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Offener Brief der Schauspieler an die Stifter des Deutschen Fernsehpreises. Verband Deutscher Drehbuchautoren, 23. August 2010, abgerufen am 11. Oktober 2010.
  2. BFFS gibt Nominierungen für Deutschen Schauspielerpreis bekannt. Blickpunkt:Film vom 19. Januar 2012
  3. Deutscher Schauspielerpreis, abgerufen am 12. Februar 2012
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