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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||||
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| Basisdaten | |||||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||||
| Regierungsbezirk: | Köln | ||||||
| Kreis: | Rheinisch-Bergischer Kreis | ||||||
| Höhe: | 195 m ü. NN | ||||||
| Fläche: | 27,38 km² | ||||||
| Einwohner: |
18.627 (31. Dez. 2011)[1] | ||||||
| Bevölkerungsdichte: | 680 Einwohner je km² | ||||||
| Postleitzahl: | 51399 | ||||||
| Vorwahl: | 02174 | ||||||
| Kfz-Kennzeichen: | GL | ||||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 78 008 | ||||||
| LOCODE: | DE BCD | ||||||
| NUTS: | DEA2B | ||||||
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Höhestraße 7–9 51399 Burscheid | ||||||
| Webpräsenz: | |||||||
| Bürgermeister: | Stefan Caplan (CDU) | ||||||
| Lage der Stadt Burscheid im Rheinisch-Bergischen Kreis | |||||||
Burscheid ist eine Stadt im Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen mit rund 19.000 Einwohnern. Die Stadt ist geprägt durch viele kleinere Ortschaften und durch ihr Stadtzentrum mit Marktplatz und Kirche. Burscheid wurde bereits 1175 erstmals urkundlich erwähnt. Am 18. August 1856 bekam die damalige Landgemeinde durch König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Stadtrechte verliehen.
Inhaltsverzeichnis |
| Jahr | Einwohner |
| 1792 | 4.202 |
| 1807 | 4.258 |
| 1816 | 5.068 |
| 1825 | 5.564 |
| 1835 | 6.337 [2] |
| 31. Dezember 1990 | 17.312 |
| 31. Dezember 2000 | 19.125 |
| 31. Dezember 2005 | 19.122 |
| 31. Dezember 2006 | 19.251 |
| 31. Dezember 2007 | 18.871 |
| 31. Dezember 2008 | 18.727 |
| 31. Januar 2009 | 18.958 |
| 28. August 2012 | 18.868 |
Zeuge einer ersten Besiedlung sind Überbleibsel einer ehemaligen Ringwallanlage im Eifgental, der sogenannten Eifgenburg. Dort gefundene Tonscherben datieren die Anlage etwa in das 10. Jahrhundert. Der erste Turm der heutigen evangelischen Kirche ist bereits im 11. Jahrhundert errichtet worden. Als eine zum St.-Gereon-Stift Köln gehörende Ortschaft wird „Bursceit“ erstmals 1175 offiziell erwähnt. Bis 1806 war Burscheid ein Kirchspiel im Amt Miselohe im Herzogtum Berg. Nach Besetzung und Bildung des Großherzogtums Berg durch Napoleon bildete Burscheid eine Mairie im Arrondissement Düsseldorf und im Kanton Opladen. Der kurzen französischen Herrschaft folgte die Einverleibung des Bergischen Landes in das Königreich Preußen (1815); Burscheid wurde Landgemeinde innerhalb der Rheinprovinz und gehörte zum ehemaligen Kreis Opladen.
Gute geologische Bodenbeschaffenheit und ein günstiges Klima beeinflussten die Entwicklung Burscheids. Schon früh spezialisierte man sich auf Grünland- und Milchwirtschaft und begründete den guten Ruf der bergischen Obstkammer. Butter, Eier, Käse und nicht zuletzt bergisches Apfelkraut fanden Absatz auf allen Märkten der rheinischen Städte.
Etwa im 16. Jahrhundert wurden die Grundsteine für die Entfaltung der Burscheider Industrie gelegt. Die Ausnutzung der Wasserkraft und der Holzreichtum der Wälder ermöglichten das Entstehen zahlreicher Mühlen, u. a. Frucht-, Öl-, Pulver- und Knochenmühlen, später Stahlhammer und Schleifkotten. Die Lambertsmühle, Thielenmühle, Irlermühle, Dürscheider Mühle, Grünscheider Mühle, Gerstenmühle u. a. sind heute Zeugen lebendiger Geschichte.
1843 wurde Burscheid Sitz eines Fabrikengerichts.
Mit der Erfindung eines besonderen Kupfer-Asbest-Dichtungsringes durch den Lokomotivführer Friedrich Wilhelm Goetze und der damit verbundenen Gründung der Goetzewerke (später Goetze AG und heute Federal-Mogul) verstärkte die Stadt ihre industrielle Prägung.
Als Folge der industriellen Aufwärtsentwicklung erhielt Burscheid am 18. August 1856 die Stadtrechte. Zu dieser Zeit zählte die junge Stadt etwas mehr als 5000 Einwohner. Ausreichende Arbeitsplätze und die Finanzstärke der Stadt trugen im Wesentlichen zum schnellen Anwachsen der Bevölkerungszahl bei.
1996 wählte Johnson Controls, US-amerikanischer Hersteller von Autoinneneinrichtungen, Burscheid als Sitz seiner Europazentrale mit Entwicklungszentrum.
Im April 2010 veranstaltete der Rheinisch-Bergische Kreis in Burscheid den dritten Tag der Rheinisch-Bergischen Geschichte.
Die Kommunalwahl am 30. August 2009 führte zu folgendem Ergebnis für die Zusammensetzung des Burscheider Stadtrats:
| Partei / Liste | Stimmen | Stimmenanteil | +/- | Sitze |
| CDU | 2.464 | 31,0 % | - 9,1 | 13 |
| SPD | 1.771 | 22,2 % | + 5,0 | 9 |
| BfB | 1.460 | 18,3 % | – | 8 |
| Grüne | 899 | 11,3 % | + 1,1 | 5 |
| FDP | 787 | 9,9 % | - 0,6 | 4 |
| UWG | 515 | 6,5 % | - 5,6 | 3 |
Das Bündnis für Burscheid – BfB – trat zum ersten Mal an. Durch Ausgleichsmandate wurde der Stadtrat um 10 Sitze auf 42 Sitze vergrößert.
Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 wurde Stefan Caplan (CDU) mit 37,8 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt.
Die Ergebnisse der übrigen Kandidaten: Michael Baggeler (BfB) 30,0 Prozent, Bodo Jakob (SPD) 21,4 Prozent, Dr. Karl Ulrich Voss (unabhängig) 10,9 Prozent.
Partnergemeinden sind Egg im österreichischen Bregenzerwald (seit 1968) und Burscheid in den luxemburgischen Ardennen (seit 2004).
Burscheid liegt verkehrsgünstig an der Bundesautobahn 1 Köln-Dortmund. Auch die Bundesstraße 51 Köln-Wuppertal verläuft durch die Stadt. Die Landesstraße 291 bindet Burscheid über Leverkusen-Opladen auch an die Bundesautobahn 3 an.
Im öffentlichen Personennahverkehr fährt unter anderem die Buslinie 260 von Remscheid nach Köln durch Burscheid alle 30 Minuten in der Haupt- und alle 60 Minuten in der Nachtverkehrszeit. Weitere Busverbindungen bestehen nach Leverkusen-Opladen, Solingen und Bergisch Gladbach.
Zusätzlich fährt die Nachtbuslinie 26 freitags und samstags um 01.00 und 02.00 Uhr ab Busbahnhof Köln direkt über die A 3 und A 1 nach Burscheid und Hilgen. Die Nachtbuslinie 25 verbindet zusätzlich freitags und samstags zwischen 00.25 Uhr und 03.00 Uhr Burscheid und Leverkusen.
Die nicht an den ÖPNV angebundenen Außenbereiche werden von dem ehrenamtlich betriebenen „Bürgerbus Burscheid“ fahrplanmäßig angefahren.
Burscheid gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).
Hauptarbeitgeber sind die Automobilzulieferer Federal Mogul (ehemals Goetze AG) mit rund 1800 Mitarbeitern und Johnson Controls mit ebenfalls rund 1800 Beschäftigten am Standort Burscheid. Drittgrößter Arbeitgeber ist die Fietz GmbH.
Insgesamt sind in Burscheid rund 1400 Betriebe registriert. 136 Betriebe haben mehr als drei Mitarbeiter. 4639 Berufsauspendlern stehen 4 355 Berufseinpendler (Stand 2006) gegenüber.
Hauptorte sind Burscheid Innenstadt und Hilgen. Hilgen ist neben dem Hauptort die größte und wichtigste Ortschaft der Stadt. Sie wird erstmals 1510 in einer Abgabenliste der Kirche zu Wermelskirchen genannt, liegt an der B 51 und grenzt an Wermelskirchen.
Weitere Ortschaften:
Bellinghausen – Benninghausen – Berringhausen – Berghamberg – Blasberg – Bruchermühle – Büchel – Claasmühle – Dierath – Dohm – Dünweg – Dürscheid – Drauberg – Eichenplätzchen – Engelrath – Echhausen – Flügel – Geilenbach – Gerstenmühle – Großbruch – Großhamberg – Griesberg – Grünscheid – Hahnensiefen – Hanscheider Hof – Hamberg – Heide – Heddinghofen – Herkensiefen – Hilgen – Hinterweg – Hürringhausen – Imelsbach – Irlen – Irlerhof – Kaltenherberg – Kämersheide – Kamp – Kämpchen – Kippekofen – Kleinbruch – Kotten – Kretzheide – Kleinhamberg – Kuckenberg – Lambertsmühle – Lamerbusch – Lämgesmühle – Landscheid – Leie – Liesendahl – Linde – Löh – Luisental – Lungstraße – Massiefen – Maxhan – Müllersbaum – Nagelsbaum – Neuenhaus – Nüxhausen – Ösinghausen – Repinghofen – Paffenlöh – Repinghofen – Rötzinghofen – Schneppendahl – Sieferhof – Spiegelhof – Sträßchen – Thielenmühle – Wietsche
Burscheid gilt als die Musikstadt des Bergischen Landes mit einer Tradition seit 1811. 1812 wurde die Musicalische Academie von 1812 zu Burscheid e. V. gegründet, sie ist das älteste Laienorchester Deutschlands. Der Orchesterverein Hilgen 1912 e. V. – Oelberger Musikverein Burscheid 1876 – gewann 1996, 2000, 2004 den Titel als bestes deutsches Amateurorchester in symphonischer Blasmusik.
Weitere Musikvereine in Burscheid sind die Chorgemeinschaft Burscheid e. V. (gegründet 1842), der Männergesangverein Dürscheid 1889 e. V., der Damenchor Dürscheider Dreiklang e. V. (gegründet 1986), die Singschule Dürscheid e. V. (gegründet 2004), der Gemischte Chor Wiehbacher Echo Heddinghofen (gegründet 1926), der katholische Kirchenchor St. Laurentius Burscheid, die evangelische Kantorei Burscheid und der Bläserkreis des CVJM Burscheid.
Basis der Musikstadt Burscheid ist die Musikschule Burscheid e. V. mit derzeit rund 800 Schülern (gegründet 1972). Seit 2010 besteht zudem die durch den Orchesterverein Hilgen gegründete Orchesterschule Burscheid e. V.
Das Jugend- und Kulturzentrum Megaphon ist eine Einrichtung der Stadt Burscheid. Sie umfasst einen Multimediabereich, inklusive eines Studiokomplexes für Audio-, Radio- und Videoproduktionen, ein Internetcafé, Proberäume, einen Konzertsaal mit Gastronomie, eine Töpferei sowie eine Werkstatt für den Bereich Handwerk und Bau. Das Megaphon bietet ein breitgefächertes kultur-, musik-, und bildungsbezogenes Programm vornehmlich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 8 bis 24 Jahren an. Neben der klassischen Offenen Jugendarbeit liegen die Schwerpunkte vor allem im Konzert- und Medienbereich.
Da etwa jeder fünfte Burscheider Mitglied in einem Sportverein ist, wurde Burscheid durch den Landessportbund Nordrhein-Westfalen mit dem Titel „die sportliche Gemeinde“ geehrt.
Burscheider Turngemeinde 1867 e. V. (BTG) – Ballspielverein 1911 Burscheid e. V. (BVB) – Behindertensport (BS) Burscheid 1963 – Burscheider Badminton-Club e. V. (BBC) – Burscheider Schützenverein 1864 e. V. – DLRG Ortsgruppe Burscheid e. V. – Gebrauchshundeverein Burscheid e. V. – Handballspielgemeinschaft Bergische Panther 2007 e. V. – Hilgener Schützenverein 1923 e. V. – Motorsportfreunde „Kolbenring“ Burscheid e. V. – Ländlicher Reit- und Fahrverein Burscheid-Paffenlöh 1926 e. V. – Radsportgemeinschaft Burscheid 1978 e. V. – Schachfreunde Burscheid 1929 – Tennisclub Grün-Weiß Burscheid e. V. – Tischtennisclub Grün-Weiß 1948 Burscheid e. V. – Turnerbund Großösinghausen 1884 e. V. (TBÖ) – Turngemeinde Hilgen 04 e. V. (TGH) – Wanderfreunde 1981 Burscheid e. V.
Kuno-Hendrichs-Sportanlage Hilgen – Sporthalle Auf dem Schulberg – Max-Siebold-Halle Hilgen – Hans-Hoersch-Halle – Hugo-Pulvermacher-Halle – Karl-Zimmer-Halle – Schulturnhalle Hilgen – Turnhalle Ösinghausen – Turnhalle der Realschule Auf dem Schulberg – Sportplatz Griesberg – Burscheider Bad – Schulsportanlage Im Hagen – Beachsportanlage Im Hagen
siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Burscheid
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