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Der Bushveld-Komplex in Südafrika ist einer der größten Intrusivkomplexe basischer Schmelzen der Erde. Die Konzentration an Lagerstätten seltener Metalle wie Platin und Chrom ist von weltpolitischer Bedeutung.
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Der Komplex ist im Grenzgebiet der vier Provinzen Nordwest, Gauteng, Mpumalanga und Limpopo in Südafrika gelegen und vor 2,06 Milliarden Jahren entstanden[1]. Die aufgeschlosse Fläche beträgt 460x245 km; die Mächtigkeit beträgt bis zu 8 km. Nur Teile des Komplexes sind aufgeschlossen; insgesamt werden auf geophysikalischer Datengrundlage 4 Loben postuliert. Die Loben sind schüsselförmige Intrusionskörper aus mafischen und ultramafischen Gesteinen, die an allen Seiten mit 10° bis 20° zum Zentrum hin einfallen. Es ergibt sich ein untertassen-förmiger Körper, der geologisch als Lopolith bezeichnet wird.
Die basischen Magmen, aus denen die Loben entstanden sind, weisen eine magmatische Schichtung auf, so dass im Großen eine Lagenintrusion entstand. Das Magma entstand im Erdmantel und stieg durch seine geringere Dichte als das umgebende Gestein in den Bereich der kontinentalen Kruste auf. Während der Kristallisation wurde das Magma durch die Bildung relativ schwerer Kristalle (z.B. Olivin) chemisch ständig verändert, so dass eine fraktionierte Kristallisation im Sinne von Norman L. Bowen stattfand, die Magmatische Differentiation.
Die Basis des Komplexes werden durch Dunite und Peridotite gebildet; es folgen Pyroxenite und Norite (Nutzgestein Impala). In dieser Zone ist das Merensky Reef vorhanden, eine Orthomagmatische Lagerstätte, das die weltweit wichtigste Ressource für Metalle der Platingruppe bildet. Zusätzlich sind Chrom, Kupfer und Nickel bauwürdig angereichert.
Der darüber folgende Hauptanteil der Intrusion besteht aus Gabbroiden.
Den oberen Abschluss bilden Granophyre und Granite, die vermutlich im Gefolge der Intrusion durch Aufschmelzung von kontinentaler Kruste durch das basische Magma und durch Vermischung der Magmen entstanden sind.