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| Gemeinde Cádiz | ||
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| Wappen | Karte von Spanien | |
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| Basisdaten | ||
| Autonome Gemeinschaft: | Andalusien | |
| Provinz: | Cádiz | |
| Comarca: | Bahía de Cádiz | |
| Koordinaten | 36° 32′ N, 6° 17′ W36.5333333333-6.2833333333311Koordinaten: 36° 32′ N, 6° 17′ W | |
| Höhe: | 11 msnm | |
| Fläche: | 12,10 km² | |
| Einwohner: | 124.892 (1. Jan. 2011)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 10.321,65 Einw./km² | |
| Gründung: | 1104 v. Chr.[2] | |
| Gemeindenummer (INE): | 11012 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | Teófila Martínez (PP) | |
| Webpräsenz der Gemeinde | ||
| Lage der Gemeinde | ||
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Cádiz [ˈkaðiθ oder ˈkaðis ] ist die Hauptstadt der Provinz Cádiz in der Autonomen Region Andalusien in Süd-Spanien mit 124.892 Einwohnern (1. Januar 2011). Die Stadt erhebt sich auf einer Landzunge, die in die Bucht von Cádiz vorspringt. Diese ist ein kleiner Teil des Golfs von Cádiz.
Die Altstadt mit den Vierteln (span. barrios) El Pópulo, La Viña und Santa María steht in starkem Kontrast zu den Hochhäusern der modernen Neustadt. Das Stadtbild wird durch viele kleine Plätze geprägt.
Die Einwohner von Cádiz werden Gaditanos genannt.
Inhaltsverzeichnis |
Im Gegensatz zu den Orten innerhalb der Provinz ist das Klima vom Meer geprägt. Im Sommer sind Temperaturen um 30 Grad angenehm. Der Atlantik und der Wind bestimmen das Klima. Bei Wind aus westlicher Richtung (Poniente) liegen Temperaturen um 30 Grad, bei Levante, einem heißen Ostwind ähnlich den Föhnwinden der Nordalpen, werden über 40 Grad Celsius erreicht. Selbst am Strand ist es manchmal unangenehm, denn der meist starke Wind wühlt den Sand auf und bläst ihn über den Strand. Im Gegensatz zu den anderen Stränden ist der Strand Playa de la Victoria durch die Bebauung relativ gut vor dem Wind geschützt. Die Perioden des Levante können bis zu einer Woche andauern.
Im Winter liegen die Temperaturen tagsüber bei 12 bis 18 Grad. Abends lässt es die hohe Luftfeuchtigkeit kälter erscheinen, als es in Wahrheit ist (Gefühlte Temperatur).
Der Legende nach wurde die Stadt durch Herkules gegründet; darauf beruft sich noch heute das Stadtwappen mit der Inschrift „Hercules Fundator Gadium Dominatorque“ (Herkules, Gründer und Herrscher von Cádiz). Geschichtlich gesehen ist Cádiz (phön.: 'gdr (Gadir); griech.: Gadeira) eine Gründung der Phönizier. Diese erkannten die günstige Lage der Insel (erst im 17. Jahrhundert wurde sie zu einer Halbinsel) an der Mündung des Guadalete, in der Nähe des an Silber reichen Tartessos sowie auf halbem Weg zu den „Zinninseln“ (Britannien). Der römische Historiker Velleius Paterculus gab als Zeitpunkt der Grundsteinlegung „80 Jahre nach dem Trojanischen Krieg“, also etwa 1100 v. Chr. an;[4] archäologisch konnte eine Besiedlung des Gebiets jedoch nur ab der Mitte des 8. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen werden.
Unter Phöniziern und Karthagern wurde Gadir zu einem blühenden Handelszentrum. Seit dem 7. Jahrhundert gab es westphönizische Werkstätten, aus denen Gegenstände orientalischer Tradition stammen. Eine Bronzekanne von Torres Vedras stammt vermutlich aus einer gaditanischen Werkstatt[5] Das archäologische Museum der Stadt beherbergt zwei der äußerst seltenen phönizischen Sarkophage aus dem Jahre 541 v. Chr.
Gegen Ende des Zweiten Punischen Krieges übernahmen die Römer durch Verhandlungen mit der kriegsmüden Bevölkerung die Stadt, deren lateinischer Name Gades lautete. Das römische Theater, heute zur Hälfte ausgegraben und restauriert, erinnert noch an die Bedeutung der Stadt, die im römischen Reich eine wichtige Rolle spielte. Cicero hob in seiner Verteidigungsrede für den in Cádiz geborenen Balbus das Prestige dieser damaligen ‚Weltstadt‘ deutlich hervor. Die puellae gaditanae, die Mädchen aus Cádiz, werden von Horaz und Plinius wegen ihres Tanzstiles erwähnt.
Berühmt war Cádiz in der Antike für sein Heiligtum des Melkart (auf der Isla de Sancti Petri), das Hannibal vor seinem berühmten Zug über die Alpen besucht haben soll. Der almoravidische Statthalter zerstörte es 1146 auf der Suche nach einem sagenhaften Schatz.
Am 14. September 1262[6] eroberte Alfons X. Cádiz und vertrieb die Mauren, die seit Beginn des 8. Jahrhunderts dort die Herrschaft innehatten.
Mit der Verlegung der Casa de Contratación von Sevilla nach Cádiz 1717 blühte Cádiz erneut zu einer Handelsstadt auf, denn durch die günstige geografische Lage am Atlantischen Ozean galt sie gewissermaßen als das Tor nach Amerika. Schließlich war es auch ein kleiner Ort in dem Golf von Cádiz namens Puerto de Santa María, von dem aus Kolumbus auf seiner zweiten Reise im Jahr 1493 in die neue Welt segelte.
Während der Besetzung Spaniens durch französische Truppen im spanischen Unabhängigkeitskrieg (1808–1814) blieb Cádiz unbesetzt. Die Franzosen belagerten und beschossen die Stadt vom 6. Februar 1810 bis zum 25. August 1812, doch ihre Einnahme misslang.[7] Hier wurde von 1810 an die erste spanische Verfassung ausgearbeitet, die nach ihrem Veröffentlichungsdatum, dem 19. März 1812 La Pepa (nach Josef von Nazaret – Pepe, dem Heiligen dieses Tages) genannt wurde. Nach der Restauration der Bourbonen 1814 setzte Ferdinand VII. die Verfassung außer Kraft, die 1820 durch revoltierende Bürger in der Spanischen Revolution wieder eingesetzt wurde. Cádiz konnte sich bis 1823 halten, erst dann eroberte Ferdinand mit Hilfe der französischen Invasion in Spanien die Stadt zurück.
Bekannt ist Cádiz vor allem bei den einheimischen Sommerurlaubern. In den Sommermonaten kommen tausende Familien aus Madrid, Barcelona und vielen anderen Orten aus ganz Spanien hierher.
Feiner Sandstrand; mit der blauen Flagge ausgezeichnet sind die Playas La Caleta, La Cortadura (Poniente) und La Victoria.
Seit 1979 ist Cádiz Sitz einer Universität, deren Geschichte sich jedoch bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgen lässt.
Cádiz ist die größte atlantische Hafenstadt Andalusiens. Von hier kommt man per Fähre z.B. zu den Kanarischen Inseln. Mit einer regelmäßigen Bootsverbindung (30' Fahrtdauer) erreicht man El Puerto de Santa Maria oder Rota.
Zu erreichen ist die Stadt mit Fernbussen und der Bahn derzeit nur über zwei Zufahrten: die Landzunge, die Cádiz und San Fernando verbindet, sowie über die Brücke José León de Carranza in Richtung Nordosten nach Puerto Real und El Puerto de Santa Maria. Derzeit wird eine zweite Brücke gebaut, genannt Puente de la Pepa, in Erinnerung an die spanische Verfassung von 1812. Diese Brücke soll 2012, rechtzeitig zum 200-jährigen Jubiläum, fertiggestellt werden und verbindet Cádiz mit Puerto Real.
Die Autobahn AP-4 verbindet die Stadt über Jerez de la Frontera und Sevilla mit dem europäischen Autobahnnetz (E5).
Nächster internationaler Flughafen ist der Flughafen Jerez in 35 km Entfernung (Flughafen Sevilla: 134 km). Seit September 2005 existiert eine direkte Busverbindung vom Flughafen Jerez nach Cádiz und zurück.
In den 50er Jahren wurde über die Bucht von Cádiz eine Hochspannungsleitung mit zwei Drehstromkreisen gespannt, die auf beiden Seiten der Bucht an zwei 158 Meter hohen Hochspannungsmasten aufgehängt sind.
Cádiz ist Heimat des Fußballvereins FC Cádiz.
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