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| Córdoba | ||
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| Wappen | Karte von Spanien | |
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| Basisdaten | ||
| Autonome Gemeinschaft: | Andalusien | |
| Provinz: | Córdoba | |
| Koordinaten | 37° 53′ N, 4° 47′ W37.8868-4.7787120Koordinaten: 37° 53′ N, 4° 47′ W | |
| Höhe: | 120 msnm | |
| Fläche: | 1.252 km² | |
| Einwohner: | 328.659 (1. Jan. 2011)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 262,51 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 14001 - 14014 | |
| Gemeindenummer (INE): | 14021 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | José Antonio Nieto Ballesteros (PP) | |
| Offizielle Webpräsenz | ||
Córdoba [ˈkoɾðoβa] ist die Hauptstadt der Provinz Córdoba in Spanien und die drittgrößte Stadt Andalusiens.
Inhaltsverzeichnis |
Córdoba liegt am Guadalquivir.
Córdoba hat ein kontinentales Mittelmeerklima, welches vom Atlantik beeinflusst wird. Die Winter sind mild, obwohl es manchmal Frost gibt, und die Sommer sind sehr heiss, mit hohen, täglichen Schwankungen. Die Höchsttemperaturen sind im Durchschnitt die höchsten von ganz Europa, jedes Jahr werden häufig mehr als 40°C erreicht. Die Durchschnittstemperaturen im Juli und August liegen bei 27°C. Die Niederschläge konzentrieren sich auf die kühleren Monate, bedingt durch den atlantischen Einfluss, von Dezember bis Februar. Der jährliche Niederschlag übersteigen 500 mm, obwohl es große, jährliche Schwankungen gibt. Nach der Klimaklassifikation von Köppen kann man das Klima der Stadt als Csa bezeichnen.
Die höchsten Temperaturen, die vom Observatorio del Aeropuerto de Córdoba gemessen wurden, waren 46,6°C am 23. Juli 1995 und 46,2 Grad Celsius am 1. August 2003. Die tiefsten Temperaturen lagen bei -8,2°C am 28. Januar 2005.
Córdoba geht auf eine alte iberische Siedlung zurück. Sie wurde 169 v. Chr. von den Römern besetzt und entwickelte sich als Corduba zum Hauptort Südspaniens. Im 3. oder 4. Jahrhundert wurde Corduba Bischofssitz. Einer der ersten Bischöfe soll Ossius (Hosius) gewesen sein, der als Berater Konstantins des Großen u. a. maßgeblich das Konzil von Nicäa beeinflusste.
Nach der Zerstörung durch die Vandalen blieb Córdoba Teil des Westgotenreiches. Von 554 bis 571 gehörte es zum Byzantinischen Reich. Nach der Rückeroberung durch die Westgoten 572 verlor es an Bedeutung und verfiel zusehends.
711 wurde die Stadt von den Mauren eingenommen, war ab 716 zeitweise Sitz der Statthalter von al-Andalus und ab 756 die Hauptstadt des umayyadischen Emirats von Córdoba. Im 10. Jahrhundert wurde das Kalifat von Córdoba errichtet. In dieser Zeit lebten ungefähr eine halbe Million Menschen in Córdoba (arabisch قرطبة, Qurtuba), das damals eine der größten Städte der bekannten Welt war. Christen, Juden und Muslime lebten meistens friedlich zusammen.
Nach dem Untergang des Kalifats errang in der Zeit der Taifa-Königreiche zunächst 1031 die maurische Dynastie der Dschahwariden die Herrschaft, die 1069 von den Abbadiden aus Sevilla abgelöst wurde. Nach deren Sturz 1091 gehörte die Stadt zum Herrschaftsbereich der Berberdynastie der Almoraviden. 1148 wurde die Stadt von den Almohaden erobert, 1236 im Rahmen der Reconquista von den christlichen Truppen für Kastilien (Fall von Córdoba).
Während des spanischen Unabhängigkeitskrieges wurde die Stadt am 8. Juni 1808 von französischen Truppen unter General Pierre Dupont de l’Étang eingenommen, ausgeplündert und zum großen Teil zerstört.
Córdoba ist die einzige Großstadt Spaniens, in der die Izquierda Unida (IU) bzw. die Kommunistische Partei Spaniens (PCE) seit dem Übergang zur Demokratie lange Zeit die Stadtregierung anführte. Seit den Kommunalwahlen 2011 besteht jedoch eine absolute Mehrheit der konservativen PP im Stadtrat. Die IU büßte bei diesen Wahlen sieben ihrer vormals elf Sitze ein.
Córdoba unterhält folgende Städtepartnerschaften:
Freundschaftsabkommen bestehen mit:
Die Städtepartnerschaft mit der Stadt Nürnberg (Deutschland) wurde am 6. Mai 2010 unterzeichnet.[3] Die Bürgermeister beider Städte hatten hierzu am 3. Oktober 2009 in Nürnberg eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Partnerschaft geht auf die Freundschafts- und Städtepartnerschaftsinitiative Nürnberg-Cordoba, eine Initiative des seit 1961 bestehenden Centro Español Nürnberg e.V., zurück.[4]
Verkehrstechnisch ist Córdoba gut angebunden. Es liegt an einer der spanischen Hochgeschwindigkeitsrouten (Madrid – Sevilla) der staatlichen Bahngesellschaft Renfe. Per Auto erreicht man in kurzer Zeit die nächsten Großstädte Sevilla und Granada. Córdoba liegt an der spanischen A 4 (Autovía del Sur) Madrid – Córdoba – Sevilla – Jerez de la Frontera, von der in Córdoba die A 41 nach Ciudad Real abzweigt. Córdoba besitzt nur einen kleinen Flughafen, dessen Ausbau geplant ist. Bislang sind Reisende weitgehend auf die umliegenden Flughäfen Málaga, Sevilla oder Madrid angewiesen.
Besonderes Augenmerk wurde in den letzten Jahren auf die Förderung des Radverkehrs gelegt. Ab 2003 wurde innerhalb weniger Jahre ein Netz von Radwegen und Fahrradrouten durch die Stadt gebaut, sowie ein Leihrad-System etabliert. Der Anteil des Radverkehrs am Modal Split wurde dadurch innerhalb kürzester Zeit von 0,2% auf 6,6% erhöht, und soll bis 2015 weiter auf 15% gesteigert werden. Ebenso wurde im Stadtzentrum eine Straßenbahnlinie neu errichtet, nachdem das alte Straßenbahnnetz in den 1950er Jahren stillgelegt worden war.
Die Stadt gilt als eine der touristischen Sehenswürdigkeiten Spaniens. Seit 1984 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Vor allem im Frühling gibt es in Córdoba etliche Volksfeste, die Ferias. Das bekannteste ist die Feria de Mayo, die im Mai stattfindet. Außerdem gibt es die Cruces, ein Fest, bei dem sich die einzelnen Stadtteile einen Wettbewerb im Aufstellen von Blumenkreuzen liefern. Zu Ostern werden von den Bruderschaften (Hermandades) Prozessionen organisiert. Dabei werden lebensgroße Darstellungen der Passion und Marienfiguren durch die Innenstadt getragen. Neben mittelalterlichen Darstellungen werden heute auch zeitgenössische Kunstwerke (insbesondere von Antonio Bernal Redondo) auf den Schultern der Costaleros getragen.
Jedes Jahr im Mai findet ferner der Concurso de Patios Cordobeses statt, ein Wettbewerb, bei dem der schönste Patio gewählt wird. Die privaten, sonst nicht zugänglichen Innenhöfe sind zu diesem Anlass für Einheimische und Touristen geöffnet.
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