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| Kristallstruktur | ||||||||||||||||||
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| __ Ca2+ __ OHâ | ||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||
| Name | Calciumhydroxid | |||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| VerhÀltnisformel | Ca(OH)2 | |||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 1305-62-0 | |||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloser, geruchloser Feststoff[1] | |||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||
| Molare Masse | 74,10 g·molâ1 | |||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||
| Dichte | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||
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| LD50 |
7340 mg·kgâ1 (Ratte, oral)[1] | |||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||
Calciumhydroxid (auch: gelöschter Kalk, Löschkalk, Kalkhydrat, Hydratkalk) ist das Hydroxid des Calciums.
Inhaltsverzeichnis |
Calciumhydroxid kommt in der Natur auch als Mineral Portlandit vor.
Calciumhydroxid entsteht unter starker WĂ€rmeentwicklung (exotherme Reaktion) beim Versetzen von Calciumoxid mit Wasser.[3] Diesen Vorgang nennt man auch Kalklöschen. Die WĂ€rmeentwicklung ist so stark, dass Teile des Wassers verdampfen (umgangssprachlich als âRauchenâ bezeichnet).
Einen Ăberblick ĂŒber die Umwandlungsprozesse zwischen verschiedenen Calciumverbindungen (Technischer Kalkkreislauf) gibt folgendes Schaubild:
Weiterhin ist die Darstellung durch Reaktion von wÀssrigen Calciumsalzlösungen mit Alkalilaugen möglich (zum Beispiel Calciumnitrat mit Kaliumhydroxid).[3]
Calciumhydrid oder Calcium selbst reagiert mit Wasser heftig unter Bildung von Calciumhydroxid und Wasserstoff.[4]
Calciumhydroxid ist ein farbloses Pulver, welches sich nur wenig in Wasser löst, wobei die Lösung stark basisch reagiert. Die Löslichkeit ist temperaturabhÀngig und sinkt bei steigender Temperatur: 1860 mg/l bei 0 °C; 1650 mg/l bei 20 °C und 770 mg/l bei 100 °C.[5] Bei 580 °C zersetzt es sich, wobei Calciumoxid und Wasser entstehen.[2] Calciumhydroxid besteht aus hexagonalen Kristallen mit einer Kristallstruktur vom Cadmiumiodid-Typ (a = 3,584, c = 4,896 A).[3] <div style="clear:both;" />
Der Haupteinsatzzweck von Calciumhydroxid ist die Zubereitung von Mörtel im Bauwesen.[2] Es findet dort unter dem Namen WeiĂkalkhydrat Verwendung (DIN 1060). Kalkputze bestehen aus Mischungen von Calciumhydroxid, gemahlenem Kalkstein und Sand. Calciumhydroxid dient auch als Zwischenprodukt zur Herstellung von Chlorkalk und Natronlauge aus Soda.[2] Weiterhin wird es als Medikament in der Zahnmedizin verwendet, vor allem zur Desinfektion von WurzelkanĂ€len und KavitĂ€ten. Es ist auch Bestandteil des Atemkalks, welche in NarkosegerĂ€ten oder TauchgerĂ€ten mit RĂŒckatmung zum Herausfiltern von Kohlenstoffdioxid aus der Ausatemluft verwendet wird. Eine weitere Verwendung findet Calciumhydroxid als Pflanzenschutzmittel im Obstbau. Hier wird es zum Beispiel als Fungizid (Pilzgift) gegen Obstbaumkrebs eingesetzt. Die Ă€tzende Wirkung, welche auch diverse Krankheitserreger zerstört, ist der Grund, warum frĂŒher gelöschter Kalk zum Desinfizieren von StĂ€llen (das âKalkenâ der StĂ€lle) benutzt wurde. Ungelöschter Kalk kann im Stall unter Wasserzufuhr aufgrund starker WĂ€rmeentwicklung allerdings BrĂ€nde verursachen.[6] In der Lebensmittelindustrie wird es als SĂ€ureregulator Lebensmitteln zugesetzt und ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Bezeichnung E 526 ohne HöchstmengenbeschrĂ€nkung (quantum satis) fĂŒr Lebensmittel allgemein zugelassen.
Der gelöschte Kalk wird unter anderem als Alternative zum Kalkstein in der Rauchgasentschwefelung eingesetzt, da es mit SchwefelsĂ€ure Calciumsulfat (Gips) bildet. Die Einsatzmenge ist hierbei ca. 1,8-fach geringer als fĂŒr Kalkstein. Der dabei gewonnene Gips hat einen WeiĂgrad von 80 % und kann kommerziell weiterverwendet werden. Durch seine hohe ReaktivitĂ€t werden geringere Verbrauchmengen benötigt. Nachteil ist sein deutlich höherer Preis gegenĂŒber Kalkstein.
Kalk wird auch zur Verbesserung der TragfĂ€higkeit von Baugrund eingesetzt. Ein Boden mit zu hohem Wassergehalt und daraus resultierender geringer TragfĂ€higkeit, schlechter Verdichtbarkeit kann durch das Untermischen von 2â4 % MA Kalk verbessert werden. Der Kalk bindet einen Teil des Wassers und verbessert so unter anderem die PlastizitĂ€t, die Verdichtbarkeit und die TragfĂ€higkeit. Deshalb ist die Bodenverbesserung mit Kalk ein Verfahren zur sofort erreichbaren Verbesserung der EinbaufĂ€higkeit und Erleichterung der AusfĂŒhrung von Bauarbeiten.
Kalkwasser ist die (nahezu) gesĂ€ttigte Lösung von Calciumhydroxid und dient als klare FlĂŒssigkeit dem Nachweis von Kohlenstoffdioxid.
Suspensionen in Wasser sind:
Gebrannter (ungelöschter) Kalk (Calciumoxid, Branntkalk) und gelöschter Kalk sind reizend, Kontakt mit den Augen kann zu ernsten AugenschĂ€den fĂŒhren. Ungelöschter Kalk kann unter Wasserzufuhr BrĂ€nde verursachen.
Berylliumhydroxid | Magnesiumhydroxid | Calciumhydroxid | Strontiumhydroxid | Bariumhydroxid | Radiumhydroxid