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Caritas Österreich ist eine soziale Hilfsorganisation der römisch-katholischen Kirche unter dem Dachverband Caritas Internationalis, die im Jahre 1903 gegründet wurde.
Inhaltsverzeichnis |
2008 gab es 27.000 ehrenamtliche Mitarbeiter und 10.835 hauptberufliche Mitarbeiter[1].
Sie arbeiten unter anderem in 33 Sozialberatungsstellen, 27 Einrichtungen, davon acht Mutter-Kind-Häuser, für Obdachlose, in 43 Flüchtlingsheimen und 32 Beratungsstellen für Migranten. 43 Senioren- und Pflegehäuser (für zirka 4.300 alte Menschen). Unterstützung zu Hause leisten 3.737 Mitarbeiter der Sozialstationen. 1.939 hauptberufliche Mitarbeiter betreuen rund 6.400 Personen (im Teil- und Vollzeitwohnen auch sozialpsychiatrisch, bei Arbeitsprojekten und Ähnlichem). 332 Familienhelferinnen unterstützen Familien in Not- und Krisensituationen[1].
Da die persönliche Motivation und die Wertvorstellungen der Mitarbeiter das Wirken der Caritas prägen, gelten in Österreich ähnliche Vorgangsweisen bei der Auswahl und beim allfälligen Ausschluss von Mitarbeitern wie in Deutschland. Für vereinzelt auftretende Loyalitätskonflikte gibt es Procedere, und die Mitarbeit beispielsweise von Protestanten, Atheisten oder Angehörigen anderer Religionen ist im Allgemeinen möglich.
Die österreichische Caritas besteht aus den neun eigenständigen Organisationen mit eigener Finanz-Verantwortung in den österreichischen Diözesen. Zur zentralen Leitung gehören derzeit Franz Küberl als Präsident sowie die beiden Generalsekretäre Christoph Petrik-Schweifer (Generalsekretär für Internationale Programme) und Bernd Wachter.
Die Anfänge der Caritasbewegung in Österreich lassen sich zurückverfolgen bis zu den ersten Caritaskongressen kurz nach der Jahrhundertwende. Der organisatorische Aufbau orientierte sich dann am deutschen Vorbild. Bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg waren neun Landesverbände aufgebaut. Die ersten Tätigkeitsschwerpunkte lagen, der Notlage entsprechend, bei Ausspeisungen und Kindererholungsaktionen am Land. Auch die Caritas-Sterbevorsorge kümmerte sich um ein christliches Begräbnis für Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten.
Später kamen – analog zur BRD – Tätigkeitsfelder wie Pflegedienste, Betreuung und Familienhilfe hinzu, Obdachlosen-, Behinderten- und Flüchtlingshilfe (zum Beispiel Ungarn 1956), Sozialberatung, die Caritas-Läden, Mutter-Kind-Häuser und schließlich die Hospiz-Bewegung und Beschäftigungsprojekte.
2008 unterstützte die österreichische Caritas in ihren 33 Sozialberatungsstellen über 41.000 Menschen finanziell und zahlte rund 2,5 Mio. Euro an Soforthilfe aus. Familienhelferinnen kümmern sich um Kinder und Haushalt, wenn die Eltern das nicht mehr können. Neben Besuchsdiensten, Hauskrankenpflege und betreubarem Wohnen betreut die Caritas in 43 Senioren- und Pflegehäusern über 4.300 Menschen[1].
Im Ausland dominiert die Katastrophenhilfe und die Entwicklungszusammenarbeit.
Die Caritas-Präsidenten nach dem Zweiten Weltkrieg[2]: