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Caspar Hermann Sandhagen (* 22. Oktober 1639 in Borgholzhausen; †14. Juli[1] 1697 in Kiel) war ein deutscher evangelischer Theologe.
Inhaltsverzeichnis |
Caspar Hermann Sandhagen wurde in Borgholzhausen als Sohn eines Volksschullehrers am 22. Oktober 1639 geboren und wurde auf einem Gymnasium in Osnabrück vorgebildet. Anschließend studierte er seit 1657 Theologie an der Universität Rostock, wechselte später zur Universität Königsberg, wurde 1665 Hilfsprediger und zwei Jahre darauf Leiter einer Schule in Bielefeld. In Lüneburg ernannte man ihn 1672 zum Superintendenten und Pfarrer. 1684 wurde Sandhagen auf Schloss Gottorf zum Oberhofprediger und Generalsuperintendenten Herzog Christian Albrechts berufen, doch konnte Sandhagen diese Ämter erst seit 1689 auch ausüben. Am 17. Juni 1697 verstarb er, nachdem er auf einer Visitationsreise erkrankt war, im Alter von 57 Jahren in Kiel.
Sandhagen stand wegen einer seiner Predigten in Konflikt mit dem Superintendenten Josua Schwarz, der in Sandhagens Aussage Heterodoxie erkannte. Sandhagen selbst jedoch konnte sich gegen die Vorwürfe nicht mehr wehren. Kurz vor seinem Tod – er war bereits erkrankt und wurde nach Kiel gebracht – ließ er die Theologieprofessoren der dortigen Universität zu sich kommen und versicherte ihnen, Schwarz liege falsch. Nicht viel später betete er das Glaubensbekenntnis und starb anschließend. Aber noch nach seinem Tod endete der Konflikt nicht, sondern wurde weiter behandelt, unter anderem von seinem Nachfolger, Superintendent Heinrich Muhlius.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Sebastian Niemann | Generalsuperintendent für Holstein hzgl. Anteils und Schleswig herzoglichen Anteils 1684 - 1697 |
Heinrich Muhlius |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sandhagen, Caspar Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelischer Theologe |
| GEBURTSDATUM | 22. Oktober 1639 |
| GEBURTSORT | Borgholzhausen |
| STERBEDATUM | 17. Juni 1697 |
| STERBEORT | Kiel |