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| Cassino | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Latium | |
| Provinz: | Frosinone (FR) | |
| Koordinaten: | 41° 30′ N, 13° 50′ O41.492777777813.8340Koordinaten: 41° 29′ 34″ N, 13° 49′ 48″ O | |
| Höhe: | 40 m s.l.m. | |
| Fläche: | 82 km² | |
| Einwohner: | 33.153 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 404 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 03043 | |
| Vorwahl: | 0776 | |
| ISTAT-Nummer: | 060019 | |
| Demonym: | Cassinati | |
| Schutzpatron: | Sankt Benedikt | |
| Website: | Cassino | |
Cassino ist eine Stadt in der italienischen Provinz Frosinone in der Region Latium mit 33.153 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010). Sie ist vor allem für die Benediktinerabtei Montecassino bekannt, die Benedikt von Nursia auf dem gleichnamigen Hügel oberhalb der Stadt erbaute. Sie ist die zweitgrößte Stadt der Provinz und das wirtschaftliche Zentrum der Osthälfte der Provinz Frosinone. Cassino ist Sitz einer Universität.
Bis 1863 hieß die Stadt San Germano.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Cassino liegt 131 km südöstlich von Rom, 98 km nördlich von Neapel und 53 km südöstlich von Frosinone. Zur Küste bei Minturno beträgt die Entfernung 37 km.
Cassino liegt im Tal des Liri, am Fluss Rapido, der 8 km südlich der Stadt in den Liri mündet. Es liegt am Fuße des Berges Montecassino dem Ausläufer des Massivs des Monte Cairo. Seine Stadtteile sind Caira und Montecassino im Massiv des Monte Cairo sowie San Cesareo, Sant'Angelo in Theodice, Sant'Antonio, San Pasquale und San Michele, die in der Ebene liegen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 18 bis 841 m s. l. m.
Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet).[3]
Die Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn: Villa Santa Lucia, Terelle, Sant'Elia Fiumerapido, Cervaro, San Vittore del Lazio, Rocca d'Evandro (CE), Sant’Apollinare und Pignataro Interamna.
Cassino liegt an der Autobahn A1 Autostrada del Sole von Rom nach Neapel, Ausfahrt Cassino. Die historische Straßenverbindung ist die Via Casilina, in der Antike Via Latina, die heute als Staatsstraße SS6 klassifiziert ist.
Cassino besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Rom–Neapel.
In der Zeit der Zugehörigkeit zum Römischen Reich trug der Ort den Namen Casinum. Nach der Klostergründung auf dem Montecassino 529 hatte das Kloster zuerst die Bezeichnung Castellum Sancti Petri, die auch auf die Siedlung am Fuß des Hügels überging. Später taucht dann der Name Eulogimenopoli in Dokumenten auf. Mit der Übertragung der Reliquien des Heiligen Germano 866 in den Ort setzte sich der Name San Germano durch. Am 23. Mai 1863 beschloss der Gemeinderat von San Germano wieder den italienisierten antiken Namen Cassino anzunehmen. [4]
Casinum war eine volskische, dann samnitische Stadt im Süden Latiums.[5] 312 v. Chr. wurde die oskische Stadt Casinum römische Kolonie. In der römischen Geschichtsschreibung wird sie selten erwähnt, erst wieder im 2. Punischen Krieg.[6] Das antike Canusium besaß ein Amphitheater und ein Theater, mehrere Tempel und war von einer Stadtmauer umgeben.[7]
529 n. Chr. gründete Benedikt von Nursia die Abtei Montecassino an der Stelle der antiken Akropolis. 577 wurden Kloster und Stadt durch die Langobarden unter Zotto zerstört, der Casinum dem Herzogtum Benevent einverleibte, wenn auch faktisch die Äbte des Klosters die Macht ausübten. 744 gewährte Herzog Gisulf II. dem Klosterterritorium offiziell die Unabhängigkeit. 883 wurden Stadt und Kloster wiederum von den Sarazenen zerstört.
1230 trafen sich Friedrich II. in der Stadt, die nun San Germano hieß, mit dem Papst um Frieden zu schließen. 1503 endete die territoriale Unabhängigkeit des Klosters und San Germano wurde Teil des Königreichs Neapel.
1806 kam der Ort zur Provinz Terra del Lavoro und wechselte 1927 zur Provinz Frosinone und damit wieder zum Latium.[8]
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt am 15. Februar 1944 bei einem alliierten Bombenangriff zerstört und war anschließend nach der Besetzung des Berges durch deutsche Truppen Zentrum der Schlacht um Monte Cassino, wobei die Stadt völlig zerstört wurde.
Bei der Schlacht um Monte Cassino starben auf beiden Seiten insgesamt über 70.000 Soldaten. Daher gibt es heute im Gebiet der Stadt Friedhöfe für die Gefallenen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und dem Commonwealth. Auf dem deutschen Soldatenfriedhof im Norden der Stadt ruhen 20.076 Tote.[9]
| Jahr | 1861 | 1881 | 1901 | 1921 | 1936 | 1951 | 1971 | 1991 | 2001 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 7.929 | 11.770 | 13.397 | 19.001 | 20.064 | 19.256 | 24.696 | 32.787 | 32.762 |
Quelle: ISTAT
Giuseppe Golini Petrarcone (IdV) wurde im Mai 2011 zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-Links-Bündnis stellt auch mit 17 von 24 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.[10] Er löste Bruno Scittarelli (UDC) ab, der von 2001 bis 2011 amtierte. Petrarcone war bereits einmal von 1993 bis 1997 Bürgermeister von Cassino.
In Cassino entstand dank der Ansiedlung des Fiatwerkes im nahen Piedimonte San Germano Zulieferungsindustrie. Eine wichtige Rolle spielt die 1979 gegründete Universität Cassino.
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