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Der Chemiepark Marl (ehemals Chemische Werke Hüls AG) in Marl im Ruhrgebiet ist einer der größten Industrieparks in Deutschland.
Er erstreckt sich über eine Fläche von 6,5 Quadratkilometern. Etwa 10 % der Fläche (0,6 km²) gelten als frei und stehen Investoren zur Verfügung. Die Anlagen der momentan dort tätigen 30 Unternehmen bieten etwa 10.000 Beschäftigten Arbeit, stehen in einem engen stofflichen und energetischen Verbund und werden zum größten Teil vollkontinuierlich betrieben. Der Chemie-Standort ist der drittgrößte Verbundstandort in Deutschland.
Betreiber des Chemieparks Marl ist das Unternehmen Infracor. Zu den Dienstleistungen gehören Basisleistungen für den Standortbetrieb, Rohstoff- und Produktlogistik, Energien, Versorgung, Entsorgung, Anlagen- und Arbeitsplatzbetreuung.
Der Chemiepark Marl ist Ankerpunkt der Route der Industriekultur und kann besichtigt werden.
Inhaltsverzeichnis |
Der Chemiepark geht zurück auf die Gründung der Chemische Werke Hüls GmbH am 15. Mai 1938 in der Drewer Mark in Marl. Die Chemischen Werke gehörten zu 74 % der I.G. Farben und zu 26 % der Bergwerksgesellschaft Hibernia AG, somit der VEBA AG. Der Name „Hüls“ geht auf die Nähe zum angrenzenden Marler Stadtteil zurück, wo der Mutterkonzern I.G. Farben schon eine Zeche betrieb. Im Dritten Reich wurde dort Buna (synthetischer Kautschuk) für die Produktion von Reifen hergestellt.
Die Führungskräfte und Meister des Werkes wurden hauptsächlich von anderen Werken der I.G. Farben aus Ludwigshafen, Schkopau und Leverkusen gestellt. So kam es in den Jahren 1938 bis 1940 zum Zuzug von mehr als 3000 Beschäftigten mit ihren Familien, die von werksseitig betriebenen Bauernhöfen versorgt wurden. In den Jahren 1940 bis 1942 zogen weitere 2000 Mitarbeiter mit ihren Familien zu. Dies führte zu großem Wohnungsmangel in Marl, so dass sie zunächst in Lagern wohnen mussten. Daraufhin wurde mit dem Bau der sogenannten Bereitschaftssiedlung begonnen.
Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurden vermehrt Zwangsarbeiter eingesetzt, die in den mittlerweile leeren Lagern der deutschen Beschäftigten lebten. Die Chemischen Werke waren mehrfach Ziel von Bombenangriffen. Der schwerste von ihnen im Sommer 1943 legte das Werk für etwa drei Monate still. Als Marl am 31. März 1945 von amerikanischen Truppen erobert wurde, konnte eine Sprengung des Werks durch deutsche Truppen verhindert werden.
Am Ende des Krieges war die Mitarbeiterzahl von etwa 10.000 auf etwa 500 gesunken. Der Betrieb wurde unter englische Verwaltung gestellt und musste seine Produkte ändern. Später firmierte der Komplex unter Chemische Werke Hüls AG, mit dem Hauptaugenmerk auf Kunststoffe, Rohstoffe für Waschmittel und wieder Buna. 1998 übernahm die Firma Infracor, ein Tochterunternehmen der Evonik Degussa GmbH, das Gelände als Betreiber (dort auch mehr Informationen zur Geschichte).
Der Chemiepark Marl liegt am nördlichen Rand des Ruhrgebietes und den südlichen Ausläufern des Münsterlandes. Südlich des Chemieparks befindet sich die Autobahn A 52 mit Anschluss an die A 43. Durch den nördlichen Teil des Geländes verlaufen die Lippe sowie der Wesel-Datteln-Kanal, an dem der Chemiepark einen eigenen Hafen hat. Für Chemieprodukte spielt die Anbindung an das Ethen-Pipelinesystem eine besondere Rolle.
Von Evonik unabhängige Unternehmen:
Im Chemiepark Marl werden in circa 100 Anlagen mehr als 4000 Chemikalien hergestellt, von der Kapazität her sind die größten:
Die Werkfeuerwehr der Infracor gibt Auskünfte über die Handhabung von gefährlichen Stoffen und Gütern. Als eine der zehn bundesweiten TUIS-Notrufstellen stellt sie auch Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung.
Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | Villa HĂĽgel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | HenrichshĂĽtte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm
Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Historische Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | per Rad
Maximilianpark
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Schulweg-Steg |
Schleuse Werries |
Lippeschleuse Heessen |
Kurpark Hamm |
WasserĂĽbergabe Hamm |
Schleuse Hamm |
KlostermĂĽhle Pohl |
WassertĂĽrme am Hellweg |
Bahnhof Hamm |
Stadthafen Hamm |
Zeche Sachsen heute Ă–ko-Zentrum NRW |
Siedlung Vogelsang |
Zeche Radbod |
Gedenkstätte Zeche Radbod |
Gersteinwerk |
Bergwerk Ost, Schächte Heinrich Robert |
Kissinger Höhe
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Bergwerk Ost, Schacht Lerche |
D-Zug-Siedlung RĂĽnthe |
Kulturzentrum Schacht III |
Marina RĂĽnthe |
Zeche Werne |
Altes Amtshaus heute Karl-Pollender-Stadtmuseum Werne |
Bergwerk Monopol, Schacht Grimberg 1/2 |
Halde GroĂźes Holz
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Zeche Haus Aden |
Seepark LĂĽnen |
Kantine „Westfalia“ |
PreuĂźenhafen |
Siedlung ZiethenstraĂźe
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Siedlung „Am Kanal“ |
Victoria-Siedlung |
Ziegelei Siegeroth |
Schloss Cappenberg |
Kraftwerk LĂĽnen |
Zeche Minister Achenbach, Schacht 4 mit dem LĂśNTEC-Tower |
Bergarbeiter-Wohnmuseum |
Zeche Waltrop |
Heimatmuseum Waltrop im Riphaushof |
Altes Schiffshebewerk Henrichenburg
im Schleusenpark Waltrop |
Siedlung Beisenkamp |
Hermann-Grochtmann-Museum |
Kanalkreuz Datteln |
Fernsteuerzentrale Wasserversorgung Datteln |
Schleusengruppe Datteln-Natrop |
KanalbrĂĽcke Alte Fahrt |
„Schiefe Brücke“ in Olfen |
KanalbrĂĽcke ĂĽber die Stever |
Ehemalige Lippeschleuse Vogelsang |
Wasserwerk Haltern der Gelsenwasser AG |
Quarzsand- und Mahlwerk Haltern-Sythen |
Bergwerk Auguste Victoria Schacht 8 |
Bergwerk Auguste Victoria Schacht 1/2 |
Bergwerk Auguste Victoria Schacht 3/7 |
Chemiepark Marl
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Bereitschaftssiedlung (Marl) der Chemischen Werke HĂĽls |
Siedlung Brassert |
Zeche Auguste Victoria, Schacht 4/5 |
Flugplatz LoemĂĽhle |
Ruhrgas Dorsten |
Bergwerk FĂĽrst Leopold |
Siedlung FĂĽrst Leopold |
Schleusengruppe Dorsten |
Bahnhof Dorsten |
Gahlenscher Kohlenweg |
Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen |
TĂĽshaus-MĂĽhle |
Menting Lehmbau |
Dachziegelwerke Nelskamp |
Lippe-Treidlerdorf Krudenburg |
Flugplatz Schwarze Heide |
Schleusengruppe Friedrichsfeld |
Ehemaliger Lippehafen Wesel |
Altes Wasserwerk Wesel |
Wasserturm Wesel |
RheinbrĂĽcke Wesel |
Städtischer Rheinhafen Wesel |
PreuĂźen-Museum Wesel
Chemiepark Marl
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Ruhr Oel GmbH |
Phenolchemie |
Sachtleben Chemie |
Grillo-Werke AG |
Momentive / RĂĽtgers |
Ruhrchemie |
Gasometer Oberhausen
im CentrO |
Welterbe Zollverein
– Zeche Zollverein XII und Kokerei Zollverein |
gaseum – Erlebniswelt Gas |
Kokerei Prosper |
RĂĽtgers |
Kokerei Hansa
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Hoesch Gasometer |
Degussa AG / Sasol, Werk Witten |
Otto Schott – Erinnerungsstätte |
Solvay |
Pumpspeicherkraftwerk Koepchenwerk |
Energiewirtschaftlicher Wanderweg Herdecke |
Wasserkraftwerk Hohenstein |
Kraftwerk Knepper |
Kraftwerk Gersteinwerk |
Umspannwerk Recklinghausen
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Kraftwerk LĂĽnen |
Solarkraftwerk Akademie Mont Cenis |
Kraftwerk Herne |
Solarbunker Gelsenkirchen |
Halde Hoppenbruch
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Wasserkraftwerk Baldeney |
Wasserkraftwerk Kahlenberg |
Wasserkraftwerk Raffelberg |
Kraftwerk Walsum |
Kraftwerk Voerde |
Transformatorenwerkstatt der RWE
51.68333333337.09666666667Koordinaten: 51° 41′ 0″ N, 7° 5′ 48″ O