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| Strukturformel | |||||||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||||||||||
| Name | Chlortrifluorid | ||||||||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Chlor(III)-fluorid | ||||||||||||||||||||||||||
| Summenformel | ClF3 | ||||||||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 7790-91-2 | ||||||||||||||||||||||||||
| PubChem | 24637 | ||||||||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloses Gas[1] | ||||||||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 92,45 g·molâ1 | ||||||||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
gasförmig | ||||||||||||||||||||||||||
| Dichte |
3,57 kg·mâ3 (Gasdichte bei 0 °C)[1] | ||||||||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
11,8 °C[1] | ||||||||||||||||||||||||||
| Dampfdruck | |||||||||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
hydrolysiert in Wasser[2] | ||||||||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||||||||||
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| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||||||||||||||||||||
Chlortrifluorid ist eine Interhalogenverbindung. Es handelt sich um ein farbloses, giftiges, stechend riechendes, Ă€tzendes Gas, das in feuchter Luft weiĂe Nebel entwickelt. Es ist wie alle Interhalogenverbindungen sehr reaktionsfreudig.
Inhaltsverzeichnis |
Chlortrifluorid ist ein farbloses bis hellgelbes Gas, das bei ca. 12 °C in den flĂŒssigen Zustand ĂŒbergeht und bei â76,3 °C erstarrt. Das Gas hat in verdĂŒnnter Form einen sĂŒĂlichen, in höherer Konzentration stark reizenden Geruch. Mit Wasser reagiert Chlortrifluorid unter Sauerstofffreisetzung. Chemisch verhĂ€lt sich Chlortrifluorid wie ein starkes Oxidationsmittel, es greift Metalle unter Fluoridbildung an. Die weitere Reaktion mit Metallen hĂ€ngt davon ab, ob die gebildete Fluoridschicht stabil ist; bei Kupfer ist dies der Fall, so dass die Herstellung in KupfergefĂ€Ăen erfolgt. Nichtmetalle bilden keine Schutzschicht, sondern werden in Brand gesetzt.
Chlortrifluorid greift auch die FĂŒllstoffe der Atemschutzfilter (Aktivkohle) an.
Chlortrifluorid kann zur Fluorierung verwendet werden.[3] DarĂŒber hinaus wird es, zur Erhöhung der Verbrennungstemperatur, SchweiĂgasen zugesetzt und wurde im Zweiten Weltkrieg unter der Deckbezeichnung âN-Stoffâ in Deutschland produziert, wobei die Verwendung als Kampfstoff oder als brandstiftendes Mittel in ErwĂ€gung gezogen wurde. Der hohe Energiegehalt der Verbindung und ihr Siedepunkt legen den Einsatz als lagerfĂ€higer, hochenergetischer Oxidator in der Raketentechnik nahe, jedoch kam diese Anwendung aufgrund von Handhabungsproblemen nie ĂŒber das Versuchsstadium heraus.[4] Aufgrund der leichteren Handhabung im Vergleich mit Fluor wird es als Fluorierungsmittel in der Uranhexafluorid-Herstellung verwendet.
Als Inhalationsgift wirkt es auf den gesamten Atemtrakt. Die Folgen sind AufblĂ€hungen und Schwellungen der Lunge, VerĂ€tzungen der oberen Atemwege bis hin zur eitrigen Bronchitis. Hohe Konzentrationen fĂŒhren zu starkem Reizhusten und schwersten LungenschĂ€digungen. Gasförmiges Chlor(III)-fluorid greift die Augen sehr stark an; die SchĂ€digungen fĂŒhren zur HornhauttrĂŒbung.
Chlorfluoride: Chlorfluorid | Chlortrifluorid | Chlorpentafluorid
Bromfluoride: Bromfluorid | Bromtrifluorid | Brompentafluorid
Iodfluoride: Iodfluorid | Iodtrifluorid | Iodpentafluorid | Iodheptafluorid