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Cinque Terre

Monterosso al Mare
Corniglia
Manarola
Vernazza
Riomaggiore

Als Cinque Terre (italienisch für fünf Länder) wird ein etwa zwölf Kilometer langer, klimabegünstigter Küstenstreifen der Italienischen Riviera zwischen Punta Mesco und Punta di Montenero nordwestlich von La Spezia in der Region Ligurien bezeichnet. Von Nordwest nach Südost reihen sich die fünf Dörfer Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore entlang der steil abfallenden Küste.

Die Region zählt etwa 7.000 Einwohner und ist als Nationalpark geschützt, in dem nichts gebaut oder verändert werden darf. Im Jahre 1997 wurden die Cinque Terre zusammen mit Porto Venere zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Entlang der Küste erstreckt sich eine mehrere hundert Meter hohe, zum Teil steil ins Meer abfallende, sanft gerundete Bergkette. Die Cinque Terre bestehen aus fünf kleinen, abschüssigen Geländeeinschnitten, die sich zum Meer hin öffnen. In den Tälern liegt je eines der Dörfer. Vier der fünf Ortschaften liegen unmittelbar am Wasser. Lediglich Corniglia liegt auf einem Felsvorsprung rund 100 Meter über dem Meer.

Geschichte

Die ältesten Zeugnisse eines Castro Venaccio aus dem Jahre 1050 und eines Monte Russo gehen auf Schenkungsurkunden zurück. Die Landschaftsstruktur erfuhr in dieser Zeit grundlegende Veränderungen. In Meeresnähe wurden Terrassenkulturen für den Weinbau angelegt. Heutzutage müssen die an den Steilhängen errichteten Terrassen dauerhaft instandgehalten werden, um ein Abrutschen ganzer Hänge zu verhindern. Fischfang und Handel trugen zur Entwicklung engerer Beziehungen zwischen Küste und Hinterland bei. Im 12. Jahrhundert ließ die Republik Genua eine strategische Festungsanlage auf der Punta San Pietro in Porto Venere errichten. Im Jahre 1209 ergreift die Republik endgültig Besitz von Vernazza. Den größten Teil ihrer Geschichte teilte die Cinque Terre mit der Republik Genua.

Wirtschaft und Infrastruktur

Landwirtschaft

Die Hänge oberhalb der Ortschaften sind großenteils bewaldet. Der hier angebaute Wein sowie Zitrusfrüchte und Oliven bildeten neben dem Fischfang über Jahrhunderte hinweg die Lebensgrundlage der Einwohner. Der Weinanbau hat auch dazu beigetragen, das einzigartige Kulturlandschaft mit ihren Weinbergsterrassen und Trockenmauern zu schaffen und zu erhalten.

Verkehr

1874 wurde entlang der Küste die Eisenbahnstrecke von Genua nach La Spezia gebaut und jeder der fünf Orte bekam einen eigenen Bahnhof. Außerhalb der Bahnhöfe verläuft die Strecke fast gänzlich in Tunneln. Der Bahnanschluss ist heute noch die wichtigste Verbindung untereinander und zum Umland, denn einzig Riomaggiore und Manarola sind über die gut ausgebaute Staatsstraße 370, die Litoranea della Cinque Terre, zu erreichen. Ursprünglich hätte diese Straße die bis zu ihrem Bau isoliert liegende Region mit der Stadt La Spezia und dem touristischen Zentrum Sestri Levante verbinden sollen. Nach Protesten von Einheimischen wurde der Bau jedoch schließlich eingestellt. So bleiben die anderen Dörfer nur mit der Bahn oder über sehr zeitraubende, kurvenreiche und steile Straßen erreichbar.

Tourismus

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Ein Geheimtipp sind die Cinque Terre schon lange nicht mehr. Von Frühjahr bis Herbst strömen Unmengen von Touristen mit der Bahn in die Region, die in allen fünf Dörfern sowie in den benachbarten Strandbädern hält. So stellt der Tourismus in der heutigen Zeit auch die Haupteinnahmequelle der Bewohner dar. Da es nur in Monterosso al Mare ein kleines Stück Strand gibt, kann der Massentourismus in den kleinen Orten jedoch nur schwer Fuß fassen. Meist kommen Tagestouristen und Wanderer.

Neben den Dörfern selbst ist der Wanderweg Via dell'Amore, der die Dörfer Riomaggiore und Manarola entlang der Küste in moderater Höhe verbindet, die größte Attraktion. Landschaftlich reizvoller ist der weiter führende Wanderweg von Manarola über Corniglia und Vernazza nach Monterosso. Hier wandert man auf schmalen Pfaden durch die Wein- und Olivenhänge. Festes Schuhwerk ist hier zwingend erforderlich, während man die Via dell´Amore bequem auch mit Sandalen begehen kann. Gebührenpflichtig ist mittlerweile – im Sinne einer Eintrittskarte in den Nationalpark – der gesamte Wanderweg. Es gibt verschiedene Kontrollstationen. Die Tageskarte kostet 5,00 Euro. Für 10,00 Euro kann man Bus und Bahn beliebig mitbenutzen. Es gibt auch Mehrtageskarten.[1]

Literatur

  • G. Pástine, Carmelo Marino: Su e giu' per le cinque terre. Edizioni Multigraphic, Florenz
  • Cinque Terre und Portovenere, Edizioni KINA Italia/EuroGrafica, ISBN 88-8180-453-0

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ Cinque Terre Cards. In: Parco Nazionale delle Cinque Terre. Abgerufen am 26. Juni 2011 (italienisch).

44.12694444449.70944444444Koordinaten: 44° 7′ 37″ N, 9° 42′ 34″ O

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