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| Colonia | |||
|---|---|---|---|
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| Symbole | |||
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| Basisdaten | |||
| Staat | Uruguay | ||
| Hauptstadt | Colonia del Sacramento | ||
| Fläche | 6.106 km² | ||
| Einwohner | 119.266 (2004) | ||
| Dichte | 19,5 Einwohner pro km² | ||
| ISO 3166-2 | UY-CO | ||
| Webauftritt | www.colonia.gub.uy (spanisch) | ||
| Politik | |||
| Intendant | Walter Zimmer | ||
| Partei | Partido Nacional | ||
Colonia ist ein Departamento im Süden von Uruguay. Es liegt gegenüber dem Zusammenfluss von RÃo Paraná und RÃo Uruguay zum RÃo de la Plata. Seine Hauptstadt Colonia del Sacramento, die an diesem Ästuarium gegenüber der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires liegt, hat 21.714 Einwohner.
Es grenzt im Norden an Soriano, im Westen an Flores, im Osten an San José, und im Süden und Westen an die argentinische Provinz Buenos Aires.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name des Departamentos stammt von seiner Hauptstadt Colonia del Sacramento.
Colonia del Sacramento wurde im Jahr 1680 inmitten des Konflikts um die Banda Oriental von portugiesischen Truppen gegründet. Bis weit ins 19. Jahrhunderte war das Gebiet Schauplatz dieses Konflikts mit Spanien, das es mehrmals eroberte, bis 1825 der neue Staat Uruguay unabhängig wurde. Als Resultat findet man in den Städten und Orten sowohl portugiesische als auch spanische Kolonialarchitektur, und der Stadtplan von Colonia del Sacramento weicht an zahlreichen Stellen vom traditionellen spanisch-lateinamerikanischen Schachbrettmuster ab, die Straßen richten sich also wie beim portugiesischen Stadtmodell oftmals nach den geographischen Gegebenheiten.
Das Gebiet gehört zur sogenannten La-Plata-Ebene und ist damit Teil der Pampa. Es ist jedoch verglichen zum westlich vom RÃo de la Plata gelegenen Flachland hügelig, dabei stechen die Sierra del Mal Abrigo und vor allem die Cuchilla de San Salvador als markanteste Hügelketten heraus. Die wichtigsten Wasserläufe sind der RÃo Rosario, der RÃo San Juan sowie die Bäche Las Vacas, Las VÃboras, Cufré und Miguelete.
Das Klima ist gemäßigt und feucht mit einer Jahresmitteltemperatur zwischen 17 und 18 °C sowie Niederschlägen von etwa 1.000 mm. Die Vegetation ist typisch für die Pampa, mit einer großen Vielfalt an Gräsern und Bäumen mittlerer Höhe. Die Tierwelt beschränkt sich heute neben den Weidetieren auf Nagetiere, Vögel sowie Fischen und anderen Wasserbewohnern im RÃo de la Plata, darunter sticht der La-Plata-Delfin heraus.
Die Grundlage der Wirtschaft bilden Ackerbau und Viehzucht. Bekannt ist das Departamento vor allem für seine Milchprodukte und die Imkerei (z.B. Nueva Helvecia). Angebaut werden u.a. Mais, Sonnenblumen, Hopfen, Leinsamen, Oliven, Obst und Weintrauben. Ebenfalls gibt es eine geringe Aktivität im Bergbau (Steinbrüche).
In den Städten Juan Lacaze, Colonia del Sacramento, Nueva Palmira y Carmelo gibt es kleine Häfen. In der Industrie sind Papierproduktion, Schiffbau sowie die Fabrikation von synthetischen Stoffen zu nennen, daneben gibt es Agrarindustrie (z.B. Mühlen).
Das Departamento Colonia ist durch mehrere Nationalstraßen mit dem Rest des Landes verbunden. Wichtig ist auch die Fährverbindung Colonia-Buenos Aires sowie eine weitere Bootsverbindung Carmelo-Tigre. Der Flugplatz von Colonia wird nur von Privatflugzeugen genutzt. In der Vergangenheit existierten zwei Eisenbahnstrecken von Colonia nach Montevideo und Mercedes, die in den 1980er und 1990er Jahren stillgelegt wurden. Es gibt jedoch Projekte, sie wiederzueröffnen.
Seit Jahren gibt es mit Argentinien Verhandlungen zum Bau einer Brücke über den RÃo de la Plata, wobei mehrere Varianten im Gespräch waren. Die wegen der langen Flussüberquerung teuerste, aber auch kürzeste Variante würde über La Plata laufen, während eine Variante über das Delta des RÃo Paraná weit einfacher zu realisieren wäre; dort wird allerdings ein weitgehend intaktes Naturgebiet tangiert.
Colonia verfügt über insgesamt 14 weiterführende Schulen (Liceos) in denen 8.588 Schüler von 839 Lehrern unterrichtet werden. (Stand: Dezember 2008)[1]
Colonia gehört neben Montevideo und Canelones zu den Departamentos, die am meisten von der schweizerischen und italienischen Kultur geprägt wurden. Als Hafenstadt nahm Colonia del Sacramento schon im 19. Jahrhundert Einwanderer aus Europa auf, die neben der Schweiz und Italien vor allem aus Polen, Spanien, Frankreich und Deutschland kamen. Wegen dieser Vergangenheit sind insbesondere die Schweizer Käsespezialitäten sowie die Pasta in der lokalen Küche bekannt.
Wie die anderen Departamentos Uruguays wird auch Colonia von einem gewählten Intendente geleitet. Dieser hat die Befugnis, die Autoritäten der Ortschaften zu bestimmen. Derzeitiger Intendente ist der der Partido Nacional angehörige Walter Zimmer.
Ähnlich wie der Rest des Landes weist auch Colonia laut dem Zensus von 2004 nur ein geringes Bevölkerungswachstum auf.
Die demographischen Daten sind folgende:[2]
| 1852 | 1860 | 1908 | 1963 | 1975 | 1985 | 1996 | 2004 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 7.971 | 13.349 | 54.644 | 105.276 | 111.832 | 112.717 | 120.241 | 119.266 |
Neben der Hauptstadt Colonia del Sacramento sind die Städte Juan Lacaze (Hafenstadt), Carmelo (Schiffbau), Nueva Helvecia auch bekannt als Colonia Suiza, Rosario, Nueva Palmira und Colonia Valdense die bedeutendsten Ortschaften.
Ortschaften mit mehr als 1.000 Einwohnern (2004):
| Stadt | Einwohner |
|---|---|
| Carmelo | 16.866 |
| Colonia del Sacramento | 21.714 |
| Colonia Valdense | 3.087 |
| Florencio Sánchez | 3.526 |
| Juan Lacaze | 13.196 |
| Nueva Helvecia | 10.002 |
| Nueva Palmira | 9.230 |
| Ombúes de Lavalle | 3.451 |
| Rosario | 9.311 |
| Tarariras | 6.070 |
</div>
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