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Compoundpanzerung

Die Compoundpanzerung war eine Art der Verbundpanzerung, die etwa ab 1880 auf Kriegsschiffen eingesetzt wurde. Sie bestand aus zusammengeschmiedeten Lagen von Stahl und Schmiedeeisen und ersetzte die zuvor genutzten reinen schmiedeeisernen oder stählernen Panzerungen.

Entwickelt wurde die Panzerung parallel von Cammell, Laird & Company und John Brown & Company. Die Außenseite der Panzerplatte bestand aus einer Schicht hartem, aber sprödem Stahl, die in etwa ein Drittel der Gesamtstärke ausmachte. Der dem Schiff zugewandte stärkere Teil der Platte war in Schmiedeeisen ausgeführt, das weitaus zäher war als der Stahl. Beide Materialien wurden zusammengeschmiedet und auf die gewünschte Stärke ausgewalzt. So konnte den Geschossen der damaligen Zeit ein ausreichend harter und haltbarer Panzerschutz entgegengestellt werden.

In Deutschland erwarb die Dillinger Hütte das Patent zur Herstellung der Compoundpanzerung. Das erste mit ihr ausgestattete deutsche Kriegsschiff war die SMS Oldenburg.

Die Compoundpanzerung war bereits nach wenigen Jahren durch die Harveypanzerung und die von Friedrich Alfred Krupp entwickelte Kc-Panzerung sowie die Weiterentwicklung der Geschosse überholt.

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