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Unter der Bezeichnung Controlled Impact Demonstration (englisch fĂŒr Demonstration eines kontrollierten Aufschlags), kurz CID, fĂŒhrten die US-Luftfahrtbehörden FAA und NASA im Jahr 1984 einen Crashtest mit einem ferngesteuerten Passagierflugzeug durch. Damit sollte in erster Linie ein neuartiger Treibstoffzusatz getestet werden; gleichzeitig wollte man verschiedene Daten ĂŒber die Sicherheit der Insassen bei einem Absturz sammeln. Als Versuchsobjekt wurde eine ausgediente vierstrahlige Boeing 720 ausgewĂ€hlt.
Nach ĂŒber vier Jahren Vorbereitungszeit lieĂen die Verantwortlichen die vollgetankte Maschine am 1. Dezember 1984 auf dem GelĂ€nde der Edwards Air Force Base abstĂŒrzen. Der Aufschlag verursachte einen spektakulĂ€ren Feuerball, das Wrack brannte ĂŒber eine Stunde. Der Versuch gilt als Fehlschlag im Hinblick auf den experimentellen Treibstoffzusatz, fĂŒhrte aber zu verschiedenen VerbesserungsvorschlĂ€gen bezĂŒglich der Flugsicherheit.
Die verwendete Boeing 720 war das gröĂte Flugzeug, das je ferngesteuert flog.
Inhaltsverzeichnis |
Bei einem typischen Flugunfall tritt Treibstoff aus zerbrochenen Tanks oder Leitungen aus und bildet in der Luft einen feinen, leicht entzĂŒndlichen Nebel, der in Brand gerĂ€t und die Ăberlebenschancen der Flugzeuginsassen dadurch erheblich reduziert. Die FAA schĂ€tzte, dass rund ein Drittel der Opfer bei einem Unfall in der Start- oder Landephase der Feuereinwirkung erliegt.[1] Auch als am 27. MĂ€rz 1977 auf der Startbahn des Flughafens auf Teneriffa zwei Jumbo-Jets miteinander kollidierten und so den bis heute schwersten Unfall der zivilen Luftfahrt auslösten, starben viele Passagiere nicht unmittelbar durch den Aufprall, sondern erst durch die Folgen ausgetretenen Treibstoffs.[1]
Ein von Imperial Chemical Industries (ICI) neu entwickelter Treibstoffzusatz, ein langkettiges Polymer mit der Bezeichnung FM-9, sollte die Bildung solcher Treibstoffwolken und deren Entflammbarkeit reduzieren. Das damit vermengte Kerosin wurde antimisting kerosene (deutsch etwa: ânicht-nebelbildendes Kerosinâ), kurz AMK, genannt. Es hatte die gewĂŒnschten Eigenschaften in Modellversuchen und Crashtests mit auĂer Dienst gestellten Marineflugzeugen vom Typ SP-2 Neptune bereits gezeigt[1][2] und sollte diese nun unter realistischen Bedingungen unter Beweis stellen. Dazu wollte man per Fernsteuerung einen fĂŒr die Zeit typischen Passagierjet kontrolliert zum Absturz bringen.[3]
Bei den Planungen zu diesem Experiment wurde schnell deutlich, dass ein Versuchsaufbau dieser GröĂenordnung fĂŒr eine Vielzahl weiterer Experimente genutzt werden konnte. Im Vordergrund stand das Verhalten des AMK bei einem Feuer nach einem Aufprall. Daneben war vorgesehen, Neuentwicklungen zur Steigerung der Ăberlebenswahrscheinlichkeit bei einem Absturz zu untersuchen, darunter neu gestaltete Sitze und RĂŒckhaltesysteme, feuerfeste Materialien in der Kabine und feuersichere Fenster. Auch Innovationen am Flugschreiber wurden in die Versuche eingebunden. DarĂŒber hinaus sollten die KrĂ€fte gemessen werden, die auf das Flugzeug beim Aufschlag wirken, insbesondere die strukturellen Belastungen des Flugzeugrumpfes, des Kabinenbodens und der TragflĂ€chen. Es war geplant, mit den Ergebnissen der Sensordaten unter anderem die Vorhersagegenauigkeit von Computermodellen zu ĂŒberprĂŒfen.[3][4]
Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA), unter anderem zustĂ€ndig fĂŒr Sicherheitsvorschriften und Richtlinien (FARs) fĂŒr den Flugverkehr in den USA, schloss sich fĂŒr diesen Versuch mit der National Aeronautics and Space Administration (NASA) zusammen.[5] Seitens der NASA beteiligten sich vor allem die Forschungszentren Ames, Langley und Dryden am CID-Programm. Daneben nahmen Einrichtungen des US-MilitĂ€rs, britische und französische Institutionen sowie eine Reihe von Wirtschaftsunternehmen teil; letztere waren vornehmlich der Luftfahrtindustrie zuzuordnen, etwa die Hersteller General Electric, Lockheed und Boeing.[6]
Die Leitung des Programms stand der FAA zu, die auĂerdem die Verantwortung fĂŒr die meisten der Experimente trug und 8,1 Millionen US-Dollar fĂŒr die Finanzierung des Projekts bereitstellte. FĂŒr die restlichen Kosten in Höhe von 3,7 Millionen US-Dollar kam die NASA auf. Sie war vor allem fĂŒr die Fernsteuerung des Testflugzeugs und die Entwicklung eines Systems zur Datenerfassung zustĂ€ndig, darĂŒber hinaus platzierte sie experimentelle Sitze im Flugzeug und ĂŒbernahm einen Teil der Auswertung.[7]
Die Vorbereitungen fĂŒr den eigentlichen Versuch dauerten insgesamt ĂŒber vier Jahre. Sie umfassten die genauen Spezifikationen der Programmziele, bauliche Ănderungen am Versuchsflugzeug, die PrĂ€paration der vorgesehenen Absturzstelle und 14 ProbeflĂŒge, wobei der Flug, der mit dem Absturzexperiment endete, nicht dazu zĂ€hlt.
Die Planungen fĂŒr die Controlled Impact Demonstration begannen im Juli 1980.[8] Der Versuch sollte einen Unfall nachstellen, bei dem typischerweise ein Ăberleben aller Flugzeuginsassen möglich war, wie etwa nach einem Durchstarten oder einem Startabbruch.[9] Damit das AMK seine Wirksamkeit beweisen konnte, mussten Bedingungen simuliert werden, unter denen sich normales Kerosin aller Wahrscheinlichkeit nach entzĂŒnden wĂŒrde. FAA und NASA sichteten in Zusammenarbeit mit den gröĂeren Flugzeugherstellern die Daten von knapp eintausend FlugzeugunfĂ€llen, die weltweit zwischen 1959 und 1979 aufgetreten waren, und entwickelten daraus ein entsprechendes Szenario. Auch die Vorhersagen analytischer Rechenmodelle und Erkenntnisse aus anderen Experimenten flossen mit ein.[10]
Das Versuchsflugzeug sollte bis in eine Höhe von etwa 2300 FuĂ (etwa 700 m)[Anm. 1] ĂŒber dem Boden steigen, um dann mit den geplanten Flugparametern (Geschwindigkeit, Sinkrate usw.) entlang eines vorgegebenen Gleitpfads das Zielgebiet anzufliegen. Bis zu einer Höhe von 400 FuĂ (etwa 125 m) konnte jeder Leiter eines Experiments den Abbruch bestimmen, wenn seine AusrĂŒstung kritische Fehler aufzeigte. Zwischen 400 und 150 FuĂ, der fĂŒr diesen Flug festgelegten Entscheidungshöhe, lag die Entscheidung ĂŒber die Fortsetzung des Anflugs ausschlieĂlich beim Piloten. Unterhalb von 150 FuĂ (etwa 45 m) musste der kontrollierte Absturz in jedem Fall durchgefĂŒhrt werden, ein Abbruch galt als zu riskant und hĂ€tte in einem unkontrollierten Absturz enden können.[11] Im Zielgebiet sollte das Flugzeug vollbetankt mit AMK, mit eingezogenem Fahrwerk und einer Klappenstellung von 30 Grad aufsetzen. Direkt nach dem Aufschlag war geplant, dass die TragflĂ€chen durch spezielle Vorrichtungen beschĂ€digt wĂŒrden, so dass Treibstoff aus den darin befindlichen Tanks ausströmen und sich entzĂŒnden konnte, wĂ€hrend der Rumpf intakt blieb. Das Flugzeug sollte auf einer Schotterpiste rund 300 bis 350 Meter weiter rutschen und dann zum Stillstand kommen.[10]
Als VersuchsgelĂ€nde wurde Rogers Dry Lake in der Salztonebene in der Mojave-WĂŒste ausgewĂ€hlt. Hier verfĂŒgt die Edwards Air Force Base unter anderem ĂŒber mehrere Landebahnen zu Versuchszwecken. An der vorgesehenen Absturzstelle wurde eine FlĂ€che von rund 90 mal 350 Meter mit Schotter bedeckt und mit Referenzmarkierungen versehen. Der Plan sah vor, dass das Flugzeug kurz vor dieser Landebahn aufsetzen und dort nach kurzem Rutschen zum Stillstand kommen wĂŒrde. Als optische Hilfestellung fĂŒr den Piloten markierte ein groĂes, X-förmiges Kreuz den Punkt, an dem das Flugzeug aufschlagen sollte.
Zwischen dem Aufschlagpunkt und dem Beginn der Landebahn wurden acht metallene, je rund 180 kg schwere und knapp 2,5 Meter hohe Vorrichtungen in den WĂŒstenboden zementiert. TrĂ€fe die vordere FlĂŒgelkante auf eine dieser Apparaturen, drehte sich deren untere HĂ€lfte nach oben, schnitte in den unteren FlĂŒgelteil und risse so die dort befindlichen Treibstofftanks auf. Daher wurden diese Instrumente als wing opener (deutsch: âFlĂŒgelöffnerâ) oder wing cutter (deutsch: âFlĂŒgelschneiderâ) bezeichnet. Davor wurde ein Zaun aus leicht zerbrechlichem Material aufgebaut, der dem Piloten ebenfalls helfen sollte, die Absturzstelle anzusteuern. Die verlĂ€ngerte Mittellinie der Landebahn war auf dem Zaun durch eine orangefarbene FlĂ€che gekennzeichnet.[11][12][13]
Etwa 90 Meter hinter der Aufschlagstelle wurde eine Lichtanlage aus zwei Reihen mit je sechs Pfosten errichtet, wie sie zur Anflugbefeuerung von Landebahnen eingesetzt werden. Sie standen jeweils etwa 30 Meter hintereinander mit einem seitlichen Abstand von etwa 23 Metern, der damit deutlich geringer als die Spannweite des Versuchsflugzeugs von rund 40 Metern war. Jeder dieser Pfosten war etwa 3 Meter hoch, bestand aus leichten Fiberglasröhren mit Sollbruchstellen und trug fĂŒnf Leuchten Ă 300 Watt. Bei einer Kollision mit dem Flugzeug wĂŒrden sie abbrechen und als realistische ZĂŒndquelle fĂŒr ausgetretenen Treibstoff dienen.[12] Als Alternative war vorgesehen, dass sich das Kerosin am Funkenschlag von der Schotterpiste oder an zerstörten Flugzeugteilen entzĂŒnden wĂŒrde.[14]
Um den Aufprall flĂ€chendeckend zu dokumentieren, wurden um die Absturzstelle herum rund einhundert miteinander synchronisierte Foto- und Videokameras installiert, darunter Hochgeschwindigkeits- und WĂ€rmebildkameras. Das System wurde ergĂ€nzt durch Kameras in zwei nahe der Absturzstelle schwebenden Bell-UH-1-Helikoptern und in einem Begleitflugzeug vom Typ Lockheed P-3 ĂŒber dem Versuchsflugzeug.[15]
FĂŒr eine Landung nach einem kontrollierten Abbruch des Absturzexperiments war die Landebahn 25 sĂŒdlich der geplanten Aufschlagstelle vorgesehen. Als zusĂ€tzliche SicherheitsmaĂnahme fĂŒr den Fall eines Ausfalls der Fernsteuerung wurde am Rand des Versuchsareals ein Grenzbereich definiert. HĂ€tte das Flugzeug diesen erreicht, ohne unter Kontrolle der Bodenstation zu sein, wĂ€re ĂŒber eine zusĂ€tzliche Funkverbindung ein Signal an das Flugzeug gesendet worden, das ein Verfahren zur Selbstzerstörung eingeleitet hĂ€tte. Die Triebwerke wĂ€ren abgestellt und die SteuerflĂ€chen in eine Stellung gefahren worden, durch die das Flugzeug spiralförmig in den Boden geflogen wĂ€re.[16][17]
Als Versuchsflugzeug wurde eine Boeing 720 ausgewĂ€hlt. Dieses Muster reprĂ€sentierte hinsichtlich Zelle, Antrieb und Ausstattung den Querschnitt der zu dieser Zeit bei den Fluggesellschaften eingesetzten Luftfahrzeuge. Das Testflugzeug war 1960 von der FAA fĂŒr die Ausbildung ihres Personals gekauft worden und hatte nach mehr als 20.000 Flugstunden und ĂŒber 54.000 Starts und Landungen das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht.
Im Juni 1981 wurde es zur Vorbereitung auf das CID-Programm zur Ames-Dryden Flight Research Facility ĂŒberfĂŒhrt. Im Sommer 1983 begann die eigentliche technische UmrĂŒstung. ZunĂ€chst wurden Teile der Inneneinrichtung entfernt, um Platz fĂŒr die erforderlichen Anpassungen zu schaffen. Sitze und RĂŒckhaltesysteme wurden durch ErprobungsgerĂ€t ersetzt. AusgewĂ€hlte Bereiche, zum Beispiel Teile des Frachtraums, belieĂ man bewusst im Originalzustand. Das Flugzeug sollte grundsĂ€tzlich den Regelungen und Vorschriften der FAA und des Herstellers entsprechen. Ab Oktober 1983 wurde die Verkabelung fĂŒr Messinstrumente, Sensoren und zusĂ€tzliche Stromversorgung eingebaut. Im Dezember 1983 begann die Integration der Systeme zur Datengewinnung und von Hochgeschwindigkeitskameras, das Cockpit wurde hinsichtlich der Instrumentierung angepasst und fĂŒr die geplante Fernsteuerung umstrukturiert. Der Autopilot der Boeing 720 wurde so umgebaut, dass ĂŒber ihn die Flugsteuerung via Fernsteuerung erfolgen konnte. Ungenutzte Funktionen des Autopiloten wurden deaktiviert, um sie als mögliche Fehlerquelle auszuschlieĂen.[11][18]
Das Treibstoff- und Antriebssystem wurde fĂŒr den Betrieb mit AMK vorbereitet. Dieses kann nicht direkt in eine Gasturbine eingeleitet werden, weil dies zu verschiedenen technischen Problemen fĂŒhren könnte, beispielsweise zum Verstopfen der Filter des Triebwerks. Daher muss AMK chemisch degradiert werden, bis es dem normalen Jet-A-Treibstoff so sehr Ă€hnelt, dass es von den Flugzeugmotoren verarbeitet werden kann. Dazu installierte General Electric an jedes der vier Pratt-&-Whitney-JT3C-7-Triebwerke des Versuchsflugzeugs einen Degrader genannten Apparat, der den Treibstoff fĂŒr den Motor vorbereitete.[13] Um die Degrader anbauen zu können, wurden die Turbokompressoren der Klima- und Kabinendruckanlage von den Triebwerken entfernt.[18]
Ein erster umfassender Systemtest erfolgte am 29. Februar 1984. Einbau und Erprobung des AMK-Systems begannen am 4. April 1984. Hierbei wurde zunĂ€chst der Degrader ĂŒberprĂŒft, an ein Triebwerk angebaut und einem Bodentestlauf unterzogen. Nach dem Beheben aufgetretener Störungen fand der erste Lauf eines Triebwerks mit Degrader am 11. April 1984 statt.[18]
Ein weiteres Augenmerk lag auf dem Unfallverhalten, also der FĂ€higkeit der Flugzeugzelle und der RĂŒckhaltesysteme, bei einem typischen Start- oder Landeunfall das Leben der Passagiere und der Besatzung zu schĂŒtzen. Techniker verbauten unter anderem neue Sitzsysteme, die im Falle eines Crashs Energie absorbieren sollten, gegen die Flugrichtung gerichtete Sitze und ein spezielles RĂŒckhaltesystem fĂŒr Kinder. In aller Regel wurden die Innovationen direkt neben einem herkömmlichen Sitzsystem angeordnet, damit ein direkter Vergleich hergestellt werden konnte. Auf den Sitzen im Passagierraum und im Cockpit wurden Crashtest-Dummys platziert und an verschiedenen Stellen des Flugzeugs Beschleunigungssensoren installiert. Damit sollten die KrĂ€fte gemessen werden, die beim Aufprall auf die Insassen, die GepĂ€ckfĂ€cher und die Einrichtungen der BordkĂŒche wirkten.[19]
Im Passagierraum und im Cockpit wurden elf Hochgeschwindigkeitskameras installiert, um die Dummys und das Kabineninnere beobachten zu können. Weitere Hochgeschwindigkeitskameras wurden in der Nase des Flugzeugs (neben der Kamera, deren Bilder dem Piloten fĂŒr die Fernsteuerung ĂŒbertragen wurden) sowie am Seitenleitwerk angebracht.[15] Damit Verformungen leichter erkannt werden konnten, lackierte man gleichmĂ€Ăige vertikale Streifen auf den Flugzeugrumpf.[11]
Weitere Ănderungen dienten der Erprobung von neuentwickelten BrandschutzmaĂnahmen. Rund die HĂ€lfte der Passagiersitze wurde mit feuerfesten Textilien ausgestattet. An den Sitzen am Gang wurde eine Notfallbeleuchtung angebracht, die bei einem echten Unfall den Passagieren den Weg zu den nĂ€chstgelegenen NotausgĂ€ngen weisen sollte, wenn Rauch die Sicht im Flugzeug verschlechtert. Des Weiteren wurden mehrere Fenster durch feuersichere Neuentwicklungen ausgetauscht. In vorausgegangenen Tests hatte es im Vergleich mit herkömmlichen Fenstern rund 60 Sekunden lĂ€nger gedauert, bis sie durchgebrannt waren.[20]
Das Flugzeug wurde auĂerdem mit vier unterschiedlichen Flugschreibern ausgestattet. Drei davon entsprachen Typen, die zu dieser Zeit in Passagiermaschinen im Einsatz waren, das vierte System befand sich in der Entwicklung.[21] Stauraum in der BordkĂŒche wurde mit Gefahrgutverpackungen befĂŒllt, damit diese ihre UnverwĂŒstlichkeit in der Praxis nachweisen konnten.[22]
Beginnend am 7. MĂ€rz 1984 wurden mit der Boeing 720 insgesamt 14 ProbeflĂŒge unternommen, um die unterschiedlichen neuen Systeme testen zu können. Die AMK-Konzentration in den Tanks und Motoren wurde dabei schrittweise erhöht und die Leistung der Systeme ĂŒberwacht. Mit den FlĂŒgen wurden Daten zur Weiterentwicklung mathematischer Modelle fĂŒr Simulationen gesammelt, das aerodynamische Verhalten der Maschine in BodennĂ€he ermittelt und die Hard- und Software der Fernsteuerung ĂŒberprĂŒft. Sie boten auĂerdem die Gelegenheit, sich mit den Flugeigenschaften und Systemen vertraut zu machen und den Anflug an die spĂ€tere Absturzstelle zu ĂŒben.[13][23][24]
WĂ€hrend der ProbeflĂŒge war die Boeing bemannt, wurde aber schon gröĂtenteils ferngesteuert geflogen. Dazu lenkte NASA-Testpilot Fitzhugh L. Fulton von der Abteilung fĂŒr ferngesteuerte Fahrzeuge (Remotely Controlled Vehicle Facility) in Dryden das Versuchsflugzeug von einer Kontrollstation am Boden aus. Diese war ausgestattet mit verschiedenen Instrumenten und zwei Bildschirmen, auf die von der Nase des Flugzeugs aus aufgenommene Videobilder ĂŒbertragen wurden. Die Steuerelemente entsprachen im Wesentlichen denen aus dem Cockpit der Boeing 720.[25] Der Pilot und der Copilot an Bord konnten die Fernsteuerung deaktivieren und so die Kontrolle ĂŒber das Flugzeug ĂŒbernehmen. Insgesamt absolvierte die Crew 14 ProbeflĂŒge mit einer Gesamtflugzeit von ĂŒber 30 Stunden. Mehr als die HĂ€lfte dieser Zeit wurde das Flugzeug via Fernsteuerung gelenkt, zu den ferngesteuerten Manövern zĂ€hlen 9 Starts, 13 Landungen und 69 CID-Profile mit AnflĂŒgen auf die geplante Absturzstelle bis auf Höhen zwischen 150 und 200 FuĂ.[3][11][24]
Die Boeing 720 war das gröĂte Flugzeug ĂŒberhaupt, das per Fernsteuerung geflogen wurde.[26]
Infolge der ProbeflĂŒge wurden die AMK-Degrader und die Systeme zur Fernsteuerung ĂŒberarbeitet. Sie fĂŒhrten darĂŒber hinaus zu der Erkenntnis, dass die Aufgabe eine hohe Arbeitsbelastung fĂŒr den Piloten am Boden war. Deshalb wurden die Vorrichtungen verbessert, die dem Piloten helfen sollten, das Ziel anzusteuern. Unter anderem wurde der Zaun als Zielhilfe vor den wing cutters aufgestellt. Der Erfolg aller Versuche, die Absturzstelle deutlicher erkennbar zu machen, wurde jedoch durch die niedrige Auflösung der VideoĂŒbertragung vom Flugzeug in den Kontrollstand geschmĂ€lert.[24] ZusĂ€tzlich wurden die spezifizierten Vorgaben gelockert, indem die Toleranzen fĂŒr Sinkrate, VorwĂ€rtsgeschwindigkeit, Nickwinkel und die Genauigkeit des Aufsetzpunktes erhöht wurden.[27]
Am Morgen des 1. Dezember 1984 hob das Versuchsflugzeug voll betankt zum 15. und letzten Flug des CID-Programmes von Startbahn 17 der Edwards Air Force Base ab. Pilot Fulton lenkte die Maschine per Fernsteuerung ĂŒber die vorgesehene Flugstrecke ins Zielgebiet. Er konnte die Parameter fĂŒr den Endanflug zunĂ€chst wie geplant einnehmen, flog im weiteren Verlauf jedoch zum Teil deutlich zu tief und zu weit rechts von der Mitte der Landebahn. Die Arbeitsbelastung nahm stetig zu, weshalb es nach Korrekturen zu weiteren Abweichungen kam.[13][28]
Bei der Entscheidungshöhe ging der Pilot davon aus, dass er die Abweichungen bis zum Aufschlag in den Toleranzbereich bekĂ€me, und setzte den Anflug fort. Seine Steuereingaben fĂŒhrten jedoch zu einer pilotenverursachten Oszillation um die FlugzeuglĂ€ngsachse und in der Folge zum Aufschlag 90 Meter vor dem Ziel mit einem Querneigungswinkel von etwa 13° nach links. Diese Werte lagen erheblich auĂerhalb des Toleranzbereichs.
Knapp neun Minuten nach dem Start berĂŒhrte das Flugzeug aufgrund der linken Querneigung mit dem linken Ă€uĂeren Triebwerk (Nr. 1) zuerst den Boden. Es war nach rechts von der Mittelachse der Landebahn versetzt, seine Nase war nach links gerichtet. Die VorwĂ€rtsgeschwindigkeit lag bei 150 Knoten (ca. 275 km/h),[Anm. 1] die Sinkrate bei 18 FuĂ pro Sekunde (ca. 5,50 m/s), beides entsprach den Sollwerten. Die Maschine drehte sich beim Weiterrutschen etwa 40° um die Gierachse und traf mit einer Restgeschwindigkeit von rund 120 Knoten (ca. 220 km/h) schief auf die wing cutter auf.[28][29][30]
Dabei wurde zuerst das innere rechte Triebwerk (Nr. 3) getroffen. Ein wing cutter drang von rechts in die Triebwerksgondel ein und stoppte die Rotation der Turbine innerhalb von rund einer Drittel Umdrehung. Eine Zehntelsekunde spĂ€ter entzĂŒndete sich links des Triebwerks Treibstoff an der Hitze des zerstörten Motors. Die wing-cutter-Schneide traf auch Treibstoff- und Ălleitungen und setzte Schmierstoffe, HydraulikflĂŒssigkeit und AMK frei. Dann brach der wing cutter ab und drehte sich nach oben in den Haupttreibstofftank von Triebwerk Nr. 3. Gleichzeitig mit der Zerstörung des Triebwerks Nr. 3 drangen zwei weitere wing cutter zwischen diesem Triebwerk und dem Flugzeugrumpf in die TragflĂ€che ein, von denen einer bis in den Flugzeugrumpf weiterschnitt. Brennender Treibstoff gelangte ins Innere des Rumpfes und löste einen Brand im Laderaum aus, der sich bis in die Kabine fortsetzte.
Die Flamme, die bei Triebwerk Nr. 3 entstanden war, schlug ĂŒber den Rumpf, wĂ€hrend das Flugzeug weiter schlitterte und sich immer mehr um die Gierachse drehte. Der durchschnittene rechte FlĂŒgel brach ab, wodurch an der Bruchstelle noch mehr Treibstoff austrat. Elf Sekunden nachdem Triebwerk Nr. 1 den Boden berĂŒhrt hatte, kam das Flugzeug zum Stillstand, und das Feuer verringerte sich deutlich. Insgesamt hatte es den Rumpf neun Sekunden lang eingehĂŒllt. Als die Flammen zurĂŒckgingen, war das ĂuĂere des Rumpfs nicht sichtlich vom Feuer beschĂ€digt worden. Binnen anderthalb Minuten begann eine Einheit der Flughafenfeuerwehr, das Feuer zu bekĂ€mpfen. Bis es vollstĂ€ndig erloschen war, verging ĂŒber eine Stunde.[3][28][31]
Der Aufprall aus Sicht des Seitenleitwerks am Heck
Durch das schiefe Einrutschen des Flugzeugs in die wing cutter wich der tatsÀchliche Ablauf des Versuchs erheblich von den Planungen ab. Infolgedessen wurden die meisten Einzelexperimente beeintrÀchtigt.
Das Hauptexperiment um die brandunterdrĂŒckende Wirkung des AMK entwickelte sich völlig anders als geplant. Der zerstörte Motor war eine nicht vorgesehene Hitzequelle, die das weitere Geschehen wesentlich beeinflusste. Eigentlich sind Flugzeugtriebwerke so gestaltet, dass sie bei einem Crash vom Flugzeug abfallen, bevor sie Feuer fangen. Triebwerk Nr. 3 war jedoch durch die Besonderheiten der wing cutter brennend am FlĂŒgel hĂ€ngengeblieben.[32] Das Kerosin, das sich am Motor entzĂŒndete, war bereits durch den Degrader gelaufen, Ă€hnelte also wieder mehr dem normalen Jet-A-Treibstoff und konnte die speziellen Eigenschaften des AMK nicht mehr entfalten. Schmierstoffe und HydraulikflĂŒssigkeit lieferten zusĂ€tzliches Brandmaterial. DarĂŒber hinaus schirmten die Reste des getroffenen Motors und andere Teile den Treibstoff vor der heranströmenden Luft ab, sodass er lĂ€nger an der ZĂŒndquelle verbleiben konnte, als im Versuchsentwurf vorgesehen.[33]
Die Versuchsaufbauten zum Unfallverhalten der Flugzeugkonstruktion und der RĂŒckhaltesysteme wurden durch verschiedene Faktoren teilweise unbrauchbar gemacht. Da das Flugzeug zuerst mit dem FlĂŒgel aufkam, verĂ€nderte sich seine Sinkrate bis zum fĂŒr die Messungen relevanten Aufschlag des Flugzeugrumpfs. Der hintere Rumpfteil, in dem sich die speziellen Erprobungssitze befanden, hĂ€tte zuerst aufsetzen sollen. FĂŒr den Versuch war eine Sinkrate von mindestens 15 FuĂ pro Sekunde vorgesehen gewesen,[28] das Rumpfende schlug jedoch lediglich mit etwa 6 FuĂ pro Sekunde (ca. 1,80 m/s) auf, und damit mit deutlich weniger Wucht als geplant.[34] Noch verheerender war, dass der Schaden durch einen wing opener am Rumpf und das Feuer im Kabineninneren die Deformation des Flugzeugrumpfs beeinflusst hatten. Aus den gleichen GrĂŒnden ging auch ein Gutteil der Messeinrichtungen verloren. Beispielsweise waren von den insgesamt 27 mit Sensoren ausgestatteten Sitzen zwei direkt durch den wing-cutter-Einschlag betroffen, zehn weitere wurden vom Feuer zerstört. Die verbleibenden 15 wiesen keine strukturellen Deformationen auf, was auf die niedrige Sinkrate zurĂŒckgefĂŒhrt werden kann. Die Kameraaufnahmen aus dem Passagierraum fĂŒhrten zu der Vermutung, dass sowohl die Standard-Sitze als auch die modifizierten Systeme die G-KrĂ€fte des Aufschlags ausgehalten hĂ€tten. Die gewonnenen Messdaten flossen unter anderem in die Entwicklung von Datenbanken und die Verbesserung von Computermodellen der FAA und der NASA zur Simulation des Flugunfallverhaltens von Neukonstruktionen ein.[19]
Auch die Experimente zum Brandschutz entwickelten sich durch das ungeplante Feuer in der Kabine anders als erwartet. Allerdings schnitten die moderneren SitzbezĂŒge durchweg besser ab als die herkömmlichen. Da das Feuer hauptsĂ€chlich durch den Boden in die Kabine brannte, brachte das CID-Experiment auch keine verlĂ€sslichen Beweise fĂŒr Unterschiede zwischen den neuen und den gewöhnlichen Fenstern.[20] Kameraauswertungen ergaben, dass sich der Rauch innerhalb von 5 Sekunden im vorderen und 20 Sekunden im hinteren Kabinenteil so stark ausgebreitet hatte, dass die Sicht völlig eingeschrĂ€nkt war. Ausgehend von der Zeit, die notwendig ist, um die NotausgĂ€nge zu erreichen und die Notrutschen zu bedienen, unterstellte die FAA 33 Sekunden fĂŒr die vollstĂ€ndige Evakuierung. In ihrem Abschlussbericht schĂ€tzt sie, dass bei einem voll besetzten Flugzeug rund ein Viertel der 113 Passagiere den Absturz ĂŒberlebt hĂ€tte. Die Verfasser des Berichts beurteilten diese EinschĂ€tzungen allerdings selbst als höchst spekulativ.[35]
Die drei gĂ€ngigen Flugschreiber-Typen funktionierten erwartungsgemÀà und widerstanden insbesondere der Hitze. Die Abtastraten einiger Signale waren jedoch zu niedrig, obwohl sie im Einklang mit den Richtlinien der FAA standen. Ein neuartiges AufzeichnungsgerĂ€t zeigte dagegen nur teilweise die erhofften Leistungen.[21] Die getesteten Gefahrgutverpackungen blieben intakt. Auch das System zur Datenerfassung inklusive der fotografischen Ăberwachung funktionierte wie gewĂŒnscht.[22]
Das CID-Programm wird bezĂŒglich seines Hauptzwecks â zu demonstrieren, dass mithilfe von AMK eine effektive BrandverhĂŒtung möglich sei â ĂŒberwiegend als Fehlschlag eingestuft. Die ĂŒbrigen Experimente werden teils als gescheitert, teils als erfolgreich angesehen.
Der Versuch hatte unter den Augen der Ăffentlichkeit stattgefunden. Das Medieninteresse war bereits im Vorfeld so groĂ gewesen, dass sich die FAA veranlasst gesehen hatte, Crashtest-Dummys mit schwarzer und weiĂer Hautfarbe, die nacheinander geliefert und dementsprechend hintereinander im Passagierraum platziert worden waren, nachtrĂ€glich umzusetzen, um Assoziationen an Zeiten der Rassentrennung zu vermeiden.[36] FĂŒr den eigentlichen Crashtest war unweit der Absturzstelle ein Bereich fĂŒr Vertreter der Presse eingerichtet worden.[37] Durch die Fernsehaufzeichnung konnten Millionen Zuschauer sehen, wie das Flugzeug in einem Feuerball verschwand.[32]
Bereits in den Tagen nach dem Versuch berichteten NachrichtenblĂ€tter wie die New York Times,[38][39] Newsweek,[40] LA Times,[41] das Magazine[42] oder das Wissenschaftsmagazin New Scientist[43] von der Controlled Impact Demonstration. Zwar hatte die FAA in der Pressekonferenz unmittelbar nach dem Versuch verlautbaren lassen, das AMK habe funktioniert.[44] Dennoch wertete die zeitnahe Berichterstattung das Feuer einhellig als Zeichen fĂŒr ein Versagen des AMK und fĂŒr das Scheitern des Hauptexperiments.
FĂŒr die Beteiligten war das AusmaĂ des Feuers eine Ăberraschung. Flammen waren zwar erwartet worden, jedoch nur von kleinerem Umfang, sodass das Flugzeug davon wegrutschen wĂŒrde und eine deutlich lĂ€ngere Zeit fĂŒr die Evakuierung der Passagiere verbliebe.[43] Als Ursache wurde zunĂ€chst ein Versagen des AMK vermutet. Erst durch die Auswertung der Foto- und Videodokumentation wurde klar, dass sich nicht ein Nebel aus AMK gebildet und entzĂŒndet hatte, sondern dass Schmierstoffe, HydraulikflĂŒssigkeit und bereits degradierter Treibstoff fĂŒr das Feuer verantwortlich gemacht werden konnten.[14] Die FAA unternahm im Anschluss an das CID-Programm eine Reihe weiterer Tests, die klĂ€ren sollten, wie sich der Treibstoff entzĂŒnden konnte.[45] Sie kam zwar zu dem Schluss, dass AMK nicht die FĂ€higkeit hatte, das Ausbrechen eines Feuers unter allen UmstĂ€nden zu vermeiden. Dennoch vertrat sie ĂŒbereinstimmend mit dem FM-9-Entwickler ICI die Auffassung, dass das AMK funktioniert und ein noch gröĂeres Feuer verhindert habe.[33] Die FAA urteilte weiter, die Controlled Impact Demonstration sei wegen ihrer Besonderheiten mit keinem bisher in der Praxis aufgetretenen Flugunfall vergleichbar.[46]
Im FrĂŒhjahr 1985 beschloss ein Unterausschuss des Kongresses, den Einsatz von AMK vorerst nicht vorzuschreiben.[32] Letzten Endes gab die FAA dieses Vorhaben gĂ€nzlich auf,[13][47] und die Entwicklung von feuerunterdrĂŒckenden TreibstoffzusĂ€tzen wurde eingestellt.[48] FĂŒr ICI bedeutete dies das fruchtlose Ende von 17 Jahren Forschungsarbeit.[43] Der ICI-Verantwortliche David Lane fĂŒhrte die Einstellung nicht auf ein Versagen des AMK zurĂŒck, sondern auf die AuĂenwirkung des spektakulĂ€ren Feuers. In der Politik und der Ăffentlichkeit sei dadurch der Eindruck entstanden, der Zusatz funktioniere nicht. TatsĂ€chlich sei der AMK-Versuch ein Erfolg gewesen.[32]
Soweit die weiteren Einzelexperimente verwertbare Ergebnisse brachten, gelten sie als gelungen. Mehrere Experimente dienten von vornherein nur der ĂberprĂŒfung von bereits erlassenen Regelungen. So hatte die FAA bereits eine Woche vor dem Test neue Standards fĂŒr die Feuerfestigkeit von SitzbezĂŒgen und fĂŒr eine Notfallbeleuchtung am Boden festgelegt.[20] Andere bereits etablierte Richtlinien mussten infolge der gewonnenen Erkenntnisse ĂŒberarbeitet werden, etwa hinsichtlich der Abtastraten der Flugschreiber.[21] Insgesamt sieht die FAA in den Nebenexperimenten eine Quelle fĂŒr zahlreiche nĂŒtzliche Informationen.[47]
Die NASA kam zu dem Schluss, dass die Crashlandung, die fĂŒr das CID-Programm durchzufĂŒhren war, fĂŒr den Piloten eine ungewöhnlich hohe Arbeitsbelastung dargestellt habe. Durch eine bessere technische UnterstĂŒtzung hĂ€tte diese verringert werden können. Wegen der Vielzahl von Erkenntnissen, die aus den gesammelten Daten gewonnen wurden und die in MaĂnahmen zur Verbesserung der Flugsicherheit ihren Niederschlag fanden, bewertet die NASA das im Kern gescheiterte Experiment in der Summe als Erfolg.[49][13]
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34.8475027778-117.820830556Koordinaten: 34° 50âČ 51âł N, 117° 49âČ 15âł W
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