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Der Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) ist eine Interessenvereinigung von Altherrenverbänden studentischer Korporationen.
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Schlagende und nichtschlagende, konfessionell gebundene und nichtgebundene, farbentragende und nichtfarbentragende Verbände schlossen sich am 7. Januar 1951 in Ludwigshafen zum CDA zusammen. Gegen den um sich greifenden Materialismus gewandt, umfaßte er etwa 300.000 Altakademiker. Um für sie wirksamen Ehrenschutz zu erreichen, wollte der CDA das verbesserte Erlanger Verbände- und Ehrenabkommen inkraftsetzen.
Der CDA versteht sich noch heute als Arbeitsgemeinschaft und nicht als Dachverband. Gemäß seiner Satzung hat der CDA keine Befugnis, in die Angelegenheiten seiner Mitgliedsverbände oder gar deren Verbindungen einzugreifen, geschweige denn, verbindliche Beschlüsse zu fassen.
Dem CDA gehören ausschliesslich Altherrenverbände der Korporationsverbände an. Die Mitgliedsverbände des CDA werden vom Lebensbund- und Conventsprinzip getragen und praktizieren überliefertes, studentisches Brauchtum. Der CDA vertritt die Interessen von 12 Verbänden mit 500 Altherrenschaften und rund 50.000 Mitgliedern. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, drei stellvertretenden Vorsitzenden und bis zu zwei Beisitzern. Die drei stellvertretenden Vorsitzenden üben jeweils die Funktion des Pressesprechers, Schatzmeisters und Schriftführers aus. Der CDA ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft akademischer Verbände (AaV).
Die Aufgaben des CDA bestehen darin, Fragestellungen oder Probleme der Mitgliedsverbände gemeinsam zu lösen, die Interessen seiner Mitgliedsverbände gegenüber der Öffentlichkeit – Hochschulen, Wirtschaft und Staat – zu vertreten und zwischen den Mitgliedsverbänden zu vermitteln. Der Regelung von Ehrenstreitigkeiten innerhalb der angeschlossenen Verbände dient die Schlichtungsordnung des CDA/CDK von 1968. War er in den 1950er und 1960er Jahren durchaus noch von hochschulpolitischem Gewicht, ging sein Einfluss insbesondere nach dem Austritt der beiden Corpsverbände (Verband Alter Corpsstudenten, Weinheimer Verband Alter Corpsstudenten) erheblich zurück. Auch CV (Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen) und KV (Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine) gehören dem CDA nicht an. Diese Dachverbände haben sich im Europäischen Kartellverband der christlichen Studentenverbände (EKV) zusammengeschlossen.
Die corpsstudentischen Verbände verließen den CDA 1998 (VAC) bzw. 2002 (WVAC).
Mit Wirkung vom 22. Oktober 2011 verkündete der AHCC-Vorsitzende für den Coburger Convent, die Mitgliedschaft im CDA "bis auf weiteres" ruhen zu lassen. Zuvor war ein von ihm angestrengtes Ausschlussverfahren gegen die Deutsche Burschenschaft gescheitert.[1]
Im Januar 2011 präsentierte der CDA bei einer Pressekonferenz in Frankfurt zum ersten Mal eine Statistik, die Gewalt gegen Studentenverbindungen thematisierte. Als Zeitraum wurde das Jahr 2010 untersucht, hauptsächlich ging es dabei um Vandalismus (eingeschlagene Fenster, Farbbeutelwürfe) mit Schäden bis 50.000 €, aber auch schwere Körperverletzungen in zehn und Brandanschläge gegen Häuser und Fahrzeuge in fünf Fällen.[2] Der Statistik fehlt es jedoch an objektiver Substanz, da laut eigener Aussage nur in knapp zwei Dritteln der Fälle Strafanzeige erstattet worden sei[3] und etliche Delikte somit in keinem behördlichen Register auftauchen. Beim überwiegenden Teil der aufgeführten Straftaten werden in der Studie politische Motive (teilweise unter Berufung auf Bekennerschreiben, die über die laut Verfassungsschutz NRW linksextremistische Informationsplattform Indymedia veröffentlicht worden sind[4], aber auch basierend auf Zeitungsmeldungen[5]) angenommen; in nur einem einzigen Fall (Sachbeschädigung bei der Burschenschaft Alemannia Stuttgart) konnten die drei Täterinnen vor Ort gestellt und der Polizei übergeben werden[6]. Der CDA mahnt in der Studie angesichts von mindestens 29 eingestellten Ermittlungsverfahren und keinem einzigen eröffneten Strafverfahren im Jahr 2010[7] eine konsequentere behördliche Verfolgung derartiger Taten an.
Das Archiv des CDA befindet sich im Institut für Hochschulkunde der Universität Würzburg.