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Copa Sudamericana

Copa Sudamericana
Logo
Voller Name Copa Bridgestone Sudamericana
Verband CONMEBOL
Erstaustragung 2002
Mannschaften 39
Spielmodus K.-o.-System
Titelträger ChileChile Universidad de Chile
Rekordsieger ArgentinienArgentinien Boca Juniors
(2 Siege)
Rekordspieler  ?
Rekordtorschütze  ?
Website www.conmebol.comVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation zu Recopa Sudamericana
Copa Libertadores
Copa Suruga Bank
Die Trophäe der Copa Sudamericana[1]

Die Copa Sudamericana, portugiesisch Copa Sul-Americana, ist ein südamerikanischer Fußballwettbewerb für Vereinsmannschaften. Die von der CONMEBOL organisierte Copa Sudamericana ist nach der Copa Libertadores der zweitwichtigste Wettbewerb im südamerikanischen Vereinsfußball, vergleichbar mit der UEFA Europa League im europäischen Fußball. Die Qualifikation ist in den einzelnen südamerikanischen Ländern unterschiedlich geregelt. Häufig sind die Meister der Apertura in den jeweiligen Ländern startberechtigt, wogegen für die Qualifikation zur Copa Libertadores meist eine Ausscheidung zwischen dem Meistern von Apertura und Clausura stattfindet. Abgesehen aber vom höheren Stellenwert der Copa Libertadores, die immerhin bereits seit 1960 ausgetragen wird und deren Sieger zur FIFA-Klub-Weltmeisterschaft reisen darf, steht die Copa Sudamericana ihrem älteren Pendant in sportlicher Hinsicht nicht nach. Sie wurde vielmehr eingeführt, um die zweite Jahreshälfte mit einem länderübergreifenden Turnier zu füllen, weil die im Januar beginnende Copa Libertadores spätestens im Juli endet.

Dagegen wird die Copa Sudamericana zwischen September und Dezember ausgetragen. Somit findet auf kontinentaler Ebene statt, was in den meisten Ländern Lateinamerikas schon gang und gäbe ist: das voneinander losgelöste Sommer- und Winterturnier, Apertura und Clausura genannt.[2] Wie die Copa Libertadores trägt auch die Copa Sudamericana einen Sponsorennamen. Der Automobilhersteller Nissan unterstützte von 2003 bis 2010 den Wettbewerb, welcher in diesem Zeitraum auch unter der Bezeichnung Copa Nissan Sudamericana firmierte. Mit der Ausspielung 2011 tritt nun der Reifenhersteller Bridgestone als Sponsor und Namensgeber auf.

Die Sieger der Copa Sudamericana spielt jeweils im Folgejahr gegen den Sieger der Copa Libertadores um die Recopa Sudamericana, das südamerikanische Pendant zum UEFA Super Cup und erhält seit 2010 einen garantierten Startplatz in der folgenden Copa Libertadores, sofern er sich nicht bereits über die jeweiligen nationalen Kriterien qualifiziert hat. Darüber hinaus tritt er ebenfalls im folgenden Jahr gegen den Gewinner des japanischen Ligapokals, des Yamazaki Nabisco Cups, um die Suruga Bank Championship an.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das neutrale Logo
Das Nissan-Logo

Die Copa Sudamericana wurde 2002 als Nachfolger der Copa Mercosur und der Copa Merconorte und der bis 1999 ausgetragenen Copa Conmebol eingeführt. Ab 2003 spielten auch brasilianische Mannschaften im Wettbewerb, nachdem sie im ersten Jahr wegen Terminkonflikten mit der nationalen Meisterschaft nicht teilnahmen.

Von 2005 bis 2008 wurden auch Klubs der CONCACAF eingeladen (der zweitplatzierte des CONCACAF Champions’ Cups und die beiden Meister der mexikanischen Primera División).

D.C. United aus der Major League Soccer nahm 2005 teil und war damit der erste US-amerikanische Klub, der in einem großen südamerikanischen Wettbewerb mitspielte.

Modus

Aktuell gilt folgender Modus. Jede Runde wird im K.-o.-System mit Hin- und Rückspielen ausgetragen. Bei Punkt- und Torgleichheit gilt die Auswärtstorregel; bis 2007 auch im Finale. Ist auch die Zahl der auswärts erzielten Tore gleich, folgt im Anschluss an das Rückspiel unmittelbar ein Elfmeterschießen. Seit 2008 gilt im Finale die Auswärtstorregel nicht mehr. Besteht dort Torgleichstand nach Hin- und Rückspiel gibt es eine Verlängerung und danach ggf. erst ein Elfmeterschießen.

Bis 2009 hatten alle Verbände, außer Argentinien und Brasilien, zwei Startplätze im Wettbewerb. Ab 2010 wird diese Zahl auf drei erhöht. Der argentinische und brasilianische Verband dürfen sechs bzw. acht Vereine entsenden, um den Wettbewerb attraktiver zu gestalten. Aus diesem Grund waren bis 2009 auch die beiden argentinischen Spitzenmannschaften Boca Juniors und River Plate automatisch eingeladen. Zukünftig müssen sie sich wie alle anderen auch qualifizieren.[2] Der Titelverteidiger startet zusätzlich zum jeweiligen Kontingent und ist automatisch für das Achtelfinale qualifiziert.

Die Endspiele und Sieger

Jahr Sieger Ergebnisse Finalist
2002 ArgentinienArgentinien CA San Lorenzo de Almagro
4:0 / 0:0
KolumbienKolumbien Atlético Nacional
2003 PeruPeru Club Sportivo Cienciano <center>3:3 / 1:0 ArgentinienArgentinien CA River Plate
2004 ArgentinienArgentinien CA Boca Juniors <center>0:1 / 2:0 BolivienBolivien Club Bolívar
2005 ArgentinienArgentinien CA Boca Juniors <center>1:1 / 1:1, 4:3 i.E. MexikoMexiko UNAM Pumas
2006 MexikoMexiko CF Pachuca <center>1:1 / 2:1 ChileChile CSD Colo-Colo
2007 ArgentinienArgentinien Arsenal de Sarandí <center>3:2 / 1:2 (a) MexikoMexiko Club América
2008 BrasilienBrasilien SC Internacional <center>1:0 / 1:1 n.V. ArgentinienArgentinien Estudiantes de La Plata
2009 EcuadorEcuador Liga de Quito <center>5:1 / 0:3 BrasilienBrasilien Fluminense Rio de Janeiro
2010 ArgentinienArgentinien CA Independiente <center>0:2 / 3:1 n.V., 5:3 i.E. BrasilienBrasilien Goiás EC
2011 ChileChile CF Universidad de Chile <center>1:0 / 3:0 EcuadorEcuador Liga de Quito

Ranglisten

nach Vereinen
Rang Verein Titel Jahr
<center>1 CA Boca Juniors.svg CA Boca Juniors <center>2 2004, 2005
<center>2 San Lorenzo de Almagro.svg CA San Lorenzo de Almagro <center>1 2002
CS Cienciano.svg Club Sportivo Cienciano 2003
CF Pachuca.svg CF Pachuca 2006
Arsenal de Sarandí.svg Arsenal de Sarandí 2007
Internacional.svg SC Internacional 2008
Liga Deportiva Universitaria de Quito 4.png Liga de Quito 2009
CA Independiente.svg CA Independiente 2010
Club Universidad de Chile.svg CF Universidad de Chile 2011
nach Ländern
Rang Land Titel
<center>1 ArgentinienArgentinien Argentinien <center>5
<center>2 BrasilienBrasilien Brasilien <center>1
MexikoMexiko Mexiko
PeruPeru Peru
ChileChile Chile
EcuadorEcuador Ecuador

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Trophäe
  2. a b Christian Piarowski: Der vergessene Pokal. In: 11 Freunde. 6. Dezember 2009, abgerufen am 8. Dezember 2009.

Weblinks

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