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| Corvara | |||
|---|---|---|---|
| (deutsch: Kurfar) | |||
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| Bezirksgemeinschaft | Pustertal | ||
| Provinz: | Bozen (Südtirol) | ||
| Region: | Trentino-Südtirol | ||
| Staat: | Italien | ||
| Einwohner (VZ 2001/31.12.2010): | 1.266/1.335 | ||
| Sprachgruppen laut Volkszählung 2001: |
4,6 % deutsch 4,4 % italienisch 91,0 % ladinisch | ||
| Koordinaten | 46° 33′ N, 11° 52′ O46.5511.86666666671568Koordinaten: 46° 33′ N, 11° 52′ O | ||
| Meereshöhe: | 1.500 - 3.152 m s.l.m. (Zentrum: 1.568 m s.l.m.) | ||
| Fläche/Dauer- siedlungsraum: |
42,1/3,3 km² | ||
| Fraktionen: | Corvara, Kolfuschg, Pescosta | ||
| Nachbargemeinden: | Abtei, Canazei, Livinallongo del Col di Lana, St. Martin in Thurn, Wolkenstein in Gröden | ||
| Postleitzahl: | 39033 | ||
| Vorwahl: | 0471 | ||
| ISTAT-Nummer: | 021026 | ||
| Steuernummer: | 81007850217 | ||
| Politik | |||
| Bürgermeister (2010): | Robert Rottonara (Uniun Calfosch-Pescosta-Corvara SVP) | ||
Corvara (deutsch auch Kurfar, italienisch Corvara in Badia) ist eine 1.568 m hoch gelegene Gemeinde in Südtirol, Italien und gehört mit St. Martin in Thurn, Abtei, Wengen und Enneberg zu den fünf ladinischen Gemeinden des Gadertales (italienisch Val Badia). Corvara hat 1335 Einwohner (Stand 31. Dezember 2010). Die Gemeinde liegt am Ende des Corvaratals, einer der beiden Gabelungen des oberen Gadertales. Der Ort ist von den Felsmassiven der Sella und der Puezgruppe sowie der Hochebene von Pralongia umgeben. Hausberg ist der 2.665 m hohe Sassongher. Das Gebiet um die Puez-Gruppe ist Teil des Naturpark Puez-Geisler. Corvara ist Ausgangsort zweier Passstraßen, nämlich zum 2.121 m hohen Grödner Joch und zum 1.875 m hohen Campolongo-Sattel. Nachbargemeinden sind Abtei und in der Provinz Belluno Livinallongo del Col di Lana (deutsch Buchenstein).
Inhaltsverzeichnis |
Corvara (deutsch Kurfar) wurde 1292 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zum Gericht Enneberg. Kolfuschg wurde 1153 erstmals erwähnt und unterstand dem Gericht Wolkenstein in Gröden und wurde erst 1828 dem Gadertal angeschlossen. Kirchlich gehörte Kolfuschg erst zur Pfarre Lajen, später zur Kuratie St. Christina in Gröden.
Der Name wird von lateinisch „corvus“, der Rabe, hergeleitet (so etwa der ladinische Etymologe Paul Videsott). Corvaria wäre dann der Ort vieler Raben. Ein frühes deutsches Exonym war denn auch „Rabenstein“.
Corvara ist Zentrum und Keimzelle des Tourismus im oberen Gadertal. Einer der ersten Bergführer, Skilehrer und Förderer des Fremdenverkehrs vor Ort war der Busunternehmer und Gastwirt Franz Kostner (* 1877), nach dem auch die Franz-Kostner-Hütte in der Ostseite der Sella benannt ist. Nach einer Unterbrechung durch die beiden Weltkriege begann ein neuer Aufschwung Corvaras als Winter- und Sommerurlaubsziel um die Mitte des 20. Jahrhunderts. 130 km Pisten sind für die Wintersportsaison ausgebaut, die von Dezember bis Ostern dauert. Die bei Skifahrern sehr beliebte Sella Ronda führt an Corvara vorbei.
Corvara ist Zielpunkt des alljährlich Ende Juni/Anfang Juli stattfindenden Dolomiten-Radmarathons (147 km) rund um die Sella mit über 7000 Teilnehmern. Im Übrigen wird der Ort im Sommer von Bergwanderern, Kletterern, Rennradfahrern, Tourenradfahrern und Mountainbikern besucht. Der erste Sessellift zum Aussichtsgipfel Col Alto stammt von 1947 und gehört damit zu den ältesten in den Dolomiten. Eine neuere Zielgruppe sind Golfer.
Die Infrastruktur reicht von Hotels der gehobenen Klasse bis zu einfacheren Privatunterkünften und Ferienwohnungen. Rund um Corvara konzentrieren sich auch eine Reihe von gehobenen Restaurants, die für sich in Anspruch nehmen, zu den besten in Italien zu zählen.
Corvara war mehrmals Etappenziel des Giro d’Italia:
Der ladinische Bevölkerungsanteil in Corvara beträgt 91 %; damit gibt es im Gadertal von allen ladinischen Dolomitenregionen den höchsten prozentualen Anteil an Muttersprachlern. Zur Vorbereitung auf das öffentliche Leben, das auf den Tourismus ausgerichtet ist, beginnt indes für die Kinder frühzeitig der Unterricht in den weiteren Amtssprachen Deutsch und Italienisch.
In Corvara gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule. Unterrichtet wird dort ab der zweiten Klasse nur zwei Stunden pro Woche in Ladinisch, der übrige Unterricht findet zu 50 % auf Deutsch und zu weiteren 50 % auf Italienisch statt. Eine Besonderheit in Corvara ist eine Stunde „integrierter Sprachunterricht“ (alle drei Sprachen in einer Stunde) pro Woche. Alle Lehrkräfte müssen ladinischer Muttersprache sein.
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