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| CrypTool | |
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| E-Learning-Programm für Kryptologie | |
| Basisdaten | |
| Maintainer | Prof. Bernhard Esslinger |
| Entwickler | TU Darmstadt</br>Uni Duisburg-Essen</br>Uni Siegen |
| Aktuelle Version | 1.4.30 (August 2010) |
| Aktuelle Vorabversion | CT 2.0 Beta 7 (Dez. 2011)</br>JCT 1.0 RC5 (Dez. 2011) |
| Betriebssystem | CT1 und CT2: Windows und Linux (über WINE);</br>JCT: Windows, Linux und MacOS |
| Kategorie | E-Learning, Kryptologie, Verschlüsselungssoftware |
| Lizenz | Apache License v2.0 |
| Deutschsprachig | ja |
| www.cryptool.org | |
CrypTool ist ein Open-Source-Projekt. Hauptresultat ist die freie Lern-Software CrypTool, die die Konzepte der Kryptographie und der Kryptoanalyse erfahrbar macht.
Inhaltsverzeichnis |
Es sind über 200 Algorithmen implementiert[1]. Diese können mit eigenen Daten und Parametern effizient ausgeführt werden. Die grafische Benutzeroberfläche und die umfangreiche Online-Hilfe machen es dem Nutzer (auch „Anfängern“) leicht, die Geheimnisse der Kryptologie kennenzulernen. Erläutert werden sowohl die meisten klassischen Verfahren als auch moderne Verfahren wie asymmetrische Kryptographie (RSA, ECC), digitale Signaturen, Hybrid-Verschlüsselung oder das Diffie-Hellman-Schlüsselaustauschverfahren. Viele Verfahren sind visualisiert. Enthalten ist auch eine interaktive Anleitung, die in die Primzahlen und in die elementare Zahlentheorie einführt.
Verwendung findet CrypTool sowohl in der Lehre an Hochschulen, im Unterricht an Schulen als auch in der Ausbildung in Firmen und Behörden oder in Fortbildungskursen wie TISP oder CISSP.
Die CrypTool-Software wird in einem Open-Source-Projekt entwickelt. Ursprünglich wurde sie von deutschen Firmen und Hochschulen entwickelt, inzwischen kommen die rund 50 Mitwirkenden aus der ganzen Welt. Das Ziel von CrypTool ist, das Verständnis der Benutzer für Kryptologie zu erhöhen, die darunterliegenden Konzepte zu erläutern und die Benutzer für IT-Bedrohungen zu sensibilisieren.
Das Programm ist in Deutsch, Englisch, Polnisch, Spanisch und Serbisch vorhanden. Eine griechische Version ist in Arbeit.
CrypTool wurde international als E-Learning-Software ausgezeichnet (TeleTrusT Special Award 2004, EISA 2004, IT Security Award NRW 2004, Ausgewählter Ort 2008 in "Deutschland -- Land der Ideen"). Weltweit wird das Paket zur Zeit allein von der CrypTool-Seite über 6000 mal pro Monat heruntergeladen (knapp über 50 % die englische Version).
CrypTool wird seit 1998 entwickelt. Aktuelle Release-Version ist die Anfang August 2010 freigegebene Version 1.4.30. Im Moment läuft es auf den Windows-Betriebssystemen.
Das Projekt CrypTooLinux[2] arbeitet an einer Portierung von CrypTool 1.x auf Linux, kommt aber nur sehr langsam voran.
Dagegen machen die zwei Projekte, die seit 2007 die neu designten Nachfolger jeweils als Pure-Plugin-Anwendungen entwickeln, große Fortschritte und publizieren regelmäßig neue Betaversionen:
Außerdem gehört zum CrypTool-Projekt ein Lehrerportal[6], das Lehrern den Austausch von Lehrmaterial zum Thema Kryptologie erleichtern soll.
Ebenfalls zum CrypTool-Projekt gehören die Webseiten CrypTool-Online[7] und CrypTool-Mobil[8], die Interessierten die Möglichkeit bieten, Verschlüsselungsverfahren gleich im Browser bzw. im Smartphone (mittels JavaScript) auszuprobieren, ohne Software herunterzuladen und installieren zu müssen. Hier wird versucht, das Thema für Einsteiger und junge Leute ansprechend und einfach aufzubereiten.
Ebenfalls zum CrypTool-Projekt gehört der 2010 gestartete internationale Krypto-Wettbewerb[9], der aktuell über 80 Aufgaben rund um (alte und neue) Verschlüsselungsverfahren anbietet. Außerdem enthält die MTC3-Webseite ein moderiertes Forum, Benutzerstatistik und eine Hall-of-Fame. Die Aufgaben reichen von einfachen Rätseln für Einsteiger bis zu mathematischen Herausforderungen aus der modernen Kryptoanalyse für Forscher und Experten. Inzwischen engagieren sich über 2500 registrierte Benutzer an der Lösung der Aufgaben.