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| Cusco | |
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-13.5183333333-71.97805555563416Koordinaten: 13° 31âČ S, 71° 59âČ W
Cusco auf der Karte von Peru | |
| Basisdaten | |
| Staat | Peru |
| Region | Cusco |
| StadtgrĂŒndung | ca. 11. Jahrhundert |
| Einwohner | 348.935 (2007) |
| Stadtinsignien | |
| Detaildaten | |
| Höhe | 3.416 m |
| Vorwahl | 084 |
| Zeitzone | UTC-5 |
| Stadtvorsitz | Luis FlĂłrez GarcĂa |
| Website | |
| Zentraler Platz von Cusco, Peru | |
Cusco (auch Cuzco, auf Quechua Qusqu oder Qosqo) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und der Provinz Cusco im Zentrum des peruanischen Andenhochlandes. Sie liegt in 3.416 m Höhe und hat 348.935 Einwohner (2007).[1] Sie ist Sitz eines Erzbischofs und einer UniversitĂ€t. Die wechselvolle Geschichte als Hauptstadt des Inkareiches, die SehenswĂŒrdigkeiten in der Umgebung und die Landschaft inmitten der Anden machen sie zum Anziehungspunkt vieler Touristen. Als Ausgangspunkt zu der Inkastadt Machu Picchu ist sie weltbekannt geworden.
1983 wurde sie in die Liste der UNESCO-WelterbestÀtten aufgenommen.
| Cuzco | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (ErklÀrung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Inhaltsverzeichnis |
Der Sage nach wurde die Gegend in grauer Vorzeit von den Tampus, einem Volk der Quechua-Indianer, bewohnt. Sie sollen die ersten Menschen gewesen sein â Ă€lter seien nur die Götter. Um das Jahr 1200 herum grĂŒndete demnach der erste Inka Manco CĂĄpac, der Sohn der Sonne, mit seiner Schwester Mama Ocllo die Stadt. Das Wort Cusco (Qusqu) entstammt dem Quechua und bedeutet âNabel der Weltâ. Genauere Ăberlieferungen gibt es erst vom 9. Inka, PachacĂștec Yupanqui. WĂ€hrend seiner Regierungszeit von 1438 bis 1471 erweiterte er das Inkagebiet in den Zentralanden vom Titicacasee bis nach JunĂn. Das Reich wurde nach den vier Himmelsrichtungen aufgeteilt (auf Quechua Tawantinsuyu, tawa â vier, suyu â Land), seine Flagge war die Regenbogenfahne (Wiphala) und Cuzco entwickelte sich zum wirtschaftlichen und kulturellem Zentrum. Diese vier Himmelsrichtungen sind im Andenkreuz als Balken reprĂ€sentiert, das Loch in der Mitte reprĂ€sentiert Cuzco. Die Stadt war zudem in zwei StadthĂ€lften gegliedert, Ober-Cusco (Hanan Qusqu) und Unter-Cusco (Urin Qusqu). Die ersten fĂŒnf Inka-Herrscher, die den Titel Sinchi (quechua, âKriegsherrâ, eigentlich âstarkâ) trugen, herrschten von Unter-Cusco aus, die nachfolgenden Herrscher mit dem Titel Sapa Inka residierten in Ober-Cusco.
PachacĂștec Yupanqui lieĂ in der Umgebung landwirtschaftliche Terrassen (Inka-Terrasse) zum Anbau von Mais errichten, um damit die Versorgung der Bevölkerung zu gewĂ€hrleisten. KanĂ€le zu den FlĂŒssen Saphi (Quechua: âWurzelâ) und Tullumayu (âKnochenflussâ), die durch die gesamte Stadt fĂŒhrten, versorgten die Einwohner mit frischem Wasser und hielten die Stadt sauber.
TĂșpac Yupanqui ĂŒbernahm 1471 als 10. Inka die Herrschaft des Reiches von seinem Vater. Unter seiner FĂŒhrung errang das Inkareich die gröĂte Ausdehnung. Durch EroberungszĂŒge konnte er das Gebiet zwischen Quito im heutigen Ecuador und Santiago in Chile dem Reich einverleiben. Hohe WĂŒrdentrĂ€ger der unterlegenen StĂ€mme wurden nach Cuzco berufen und mit wichtigen Verwaltungsfunktionen betraut. Dieser geschickte Schachzug sorgte nicht nur fĂŒr innere Ruhe, sondern lieĂ KĂŒnstler, Denker und Wissenschaftler ansiedeln.
Huayna CĂĄpac, der 11. Inka, ĂŒbernahm 1493 das Reich. Er verlegte seinen Hauptsitz nach Quito und bemĂŒhte sich um eine weitere Expansion. Kurz vor seinem Tod (1525) teilte er das Reich zwischen seinen Söhnen Atahualpa und HuĂĄscar auf. Atahualpa erhielt die nördliche Region und residierte in Cajamarca, wĂ€hrend HuĂĄscar den sĂŒdlichen Teil mit Cuzco als Regierungssitz erhielt. Die folgenden Jahre waren geprĂ€gt vom stĂ€ndigen Konflikt zwischen den beiden BrĂŒdern. Obwohl HuĂĄscar von den Inkas geschĂ€tzt wurde, unterlagen seine Leute den kampferprobten Truppen aus dem nördlichen Territorium im Jahr 1532. HuĂĄscar wurde dabei gefangen genommen und hingerichtet. Atahualpa, nun der uneingeschrĂ€nkte Herrscher ĂŒber das gesamte Inkareich, blieb der Stadt fern, lieĂ aber blutige Rache an der Familie und den AnhĂ€ngern seines Bruders nehmen.
Am 16. November 1532 nahm Pizarro Atahualpa gefangen und marschierte gegen Cuzco. Er erreichte die Stadt am 15. November 1533, plĂŒnderte und brandschatzte die Stadt. Er lieĂ fast alles Gold und Silber einschmelzen und Tempel und PalĂ€ste abreiĂen. Nur wenige Mauern widerstanden den VerwĂŒstungen. Die Steine wurden dann zum Bau der kolonialen Kirchen benutzt. Pizarro setzte Manco CĂĄpac II., den Halbbruder HuĂĄscars, als Marionettenherrscher auf den Thron.
1535 floh Manco CĂĄpac II aus seiner Gefangenschaft und organisierte einen groĂ angelegten Aufstand. Mit ĂŒber 100.000 Mann marschierte er gegen Cuzco und belagerte die Stadt. Die Spanier wurden fast niedergerungen. Nur durch einen gewagten Ausfall und eine blutrĂŒnstige Schlacht bei Sacsayhuaman konnten sie in letzter Sekunde eine Wende herbeifĂŒhren. Cuzco wurde dabei völlig zerstört.
Pizarro zog sich noch im selben Jahr an die PazifikkĂŒste zurĂŒck und grĂŒndete die Stadt Lima. Damit verlor Cuzco seine einstige Bedeutung und verkam zu einer unwichtigen Kolonialstadt. 1650 wurde Cuzco durch ein Erdbeben zerstört, doch die von den Inkas errichteten Grundmauern der PalĂ€ste und Tempel, die schon die Zerstörung durch die Spanier ĂŒberstanden hatten, widerstanden dem Erdbeben. Zwei AufstĂ€nde der Indios (1780 und 1820) wurden blutig niedergeschlagen.
1692 wurde die UniversitĂ€t von Cusco (Universidad Nacional de San Antonio Abad del Cusco) (UNSAAC)) gegrĂŒndet. Sie ist damit eine der Ă€ltesten UniversitĂ€ten Perus.
Als 1911 die auf einem Berg verborgene Stadt Machu Picchu entdeckt wurde, Ă€nderte sich die Bedeutung der Stadt. Cusco wurde zu einem Zentrum des wieder entstandenen Interesses an der indianischen Vergangenheit. Gleichzeitig entwickelte sich Cusco zum gröĂten Touristenzentrum in Peru.
Ein neuerliches Erdbeben im Jahr 1950 zerstörte die wieder aufgebauten Kirchen und HÀuser. Cuzco wurde zu 90 % zerstört. Die erhalten gebliebenen Inka-Ruinen und die Innenstadt mit ihren Kolonialbauten wurden 1983 durch die UNESCO zum Welterbe erklÀrt.
Touristen erreichen Cusco ĂŒber den Flughafen oder mittels der zahlreichen Ăberlandbusse am Terminal Terrestre. PeruRail verbindet Cusco mit Puno und Machu Picchu.
Das moderne Cusco prĂ€sentiert sich gerne als eine Tourismus-Metropole. TatsĂ€chlich ist der Tourismus die gröĂte Einnahmequelle. Die Stadtverwaltung unternimmt gewaltige Anstrengungen, um dafĂŒr die notwendige Infrastruktur zu schaffen und die negativen Auswirkungen möglichst gering zu halten. So hat sich das architektonische Stadtzentrum in den letzten Jahrzehnten kaum verĂ€ndert. Folkloristische AuffĂŒhrungen und ursprĂŒngliche Lebensart sind in vielen Veranstaltungen und Lokalen zu erleben. Jeden Abend laden moderne Bars zum Ausspannen ein.
Zur Sicherheit der Besucher wurde eine eigene Touristen-Polizei eingefĂŒhrt, die auch nachts patrouilliert.
Nebst verschiedenen speziell tourismusbezogenen KulturanlĂ€ssen finden verschiedene AnlĂ€sse fĂŒr die Bevölkerung statt: Nebst kirchlichen Feiertagen (Señor de los Temblores - Herr der Beben, Weihnachtsmarkt, Karneval, Ostern und Corpus Christi - Fronleichnam) auch musikalische (z. B. Festival de la Cerveza) und sportliche AnlĂ€sse, wobei der bekannteste lokale FuĂballclub Cienciano del Cusco sich in den letzten Jahren (seit 2001) zu einem international renommierten Verein (Gewinner der Copa Sudamericana 2003) gesteigert hat. Cusco besitzt FuĂballstadien und ein geschlossenes Kolosseum fĂŒr sportliche und kulturelle AnlĂ€sse.
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